Deutschland hat "kein einziges Löschflugzeug"

Diskutiere Deutschland hat "kein einziges Löschflugzeug" im News aus der Luftfahrt Forum im Bereich Aktuell; Das stimmt! Oder ist es der Landkreis? Bin mir da nicht sicher!* Aber die zahlen genauso alle anderen Löschmittel. Da kann es sich der...
GorBO

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Space Cadet
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Nach meiner Info aus Sachsen-Anhalt (März 2019) immer noch die zuständige Gemeinde.
Das stimmt! Oder ist es der Landkreis? Bin mir da nicht sicher!*
Aber die zahlen genauso alle anderen Löschmittel. Da kann es sich der Kostenträger also aussuchen, ob er die Wehren aus den Nachbargeminden mit heran zieht, es mit eigenen Kräften probiert oder doch Hilfe aus der Luft benötigt.
Wenn es aber geboten ist einen Brand schnell zu löschen, dann ist es i.d.R. auch wirtschaftlich, dann kann man auch den Hubschraubereinsatz bezahlen.

*Bei uns hieß es immer, wir warten auf die Freigabe des Landrates für den Einsatz des Hubschraubers, was für eine Übernahme durch den Landkreis sprechen würde.
 
Nomex

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*Bei uns hieß es immer, wir warten auf die Freigabe des Landrates für den Einsatz des Hubschraubers, was für eine Übernahme durch den Landkreis sprechen würde.
Grundsätzlich ist immer erst mal der Träger Brandschutz zuständig, das ist die kleine Kommune. Erst wenn ein Großschaden oder eine Katastrophe durch den Landrat festgestellt wurde, ist der Landkreis in der Pflicht. Da ich keine Gemeinde kenne die bisher Luftfahrzeug angefordert hat, wird es wohl so sein das die Anforderung vom Landkreis kommt. Dann ist es aber in aller Regel ohnehin zu spät weil eh schon Großschaden. Genau das ist das Problem!
 

Michael aus G.

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leider zu weit wech von einem richtigen Flugplatz
Wenn überhaupt sollte man für die A400M Lösch-Rüstsätze beschaffen, wie es sie für die Hercules oder Transall gibt. Letztere hatte die BW nach den Waldbränden in Niedersachsen beschafft.
Die für die TRANSALL haben sich aber nicht bewährt. Eins der Probleme war, daß eine Menge Löschwasser beim Absetzen unter die Bodenplatten gesuppt ist.
 

Philipus II

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Dass es für eine Kommune bezüglich der Kosten besser ist, abzuwarten, bis es eine Großschadenslage ist, als selbst direkt die nötige Unterstützung anzufordern, um das Feuer erfolgreich zu bekämpfen, kann sicher nicht hilfeich sein, vermute ich als Laie mal. Gewinnen Entscheider durch Abwarten mehr als durch Problemlösung wird abgewartet.
 
FREDO

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Nach den Verlautbarungen der Feuerwehrverbände fehlt es an allen Ecken: geländegängige LF, kartierte und GPS-eingemessene befahrbare Wege, Löschwasserbereitstellung für Erst- und Zweitangriff wie auch Vorhaltung vor Ort, Fahrzeuge zum Ziehen von Brandschneisen, Kampfmittelbeseitigung in den Forsten und natürlich die Beseitigung von Alt- und Schadholz.
Und damit sind wir wieder bei einer Feuerbekämpfung aus der Luft...
 

GFork

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Nach den Verlautbarungen der Feuerwehrverbände fehlt es an allen Ecken: geländegängige LF, kartierte und GPS-eingemessene befahrbare Wege, Löschwasserbereitstellung für Erst- und Zweitangriff wie auch Vorhaltung vor Ort, Fahrzeuge zum Ziehen von Brandschneisen, Kampfmittelbeseitigung in den Forsten und natürlich die Beseitigung von Alt- und Schadholz.
Und damit sind wir wieder bei einer Feuerbekämpfung aus der Luft...

Ich hätte aber auch nicht die geringste Ahnung woher meine Kommune dafür das Geld bekommen sollte (GPS Kartierung, geländegängige Fahrzeuge, dazu die Ausbildung).
Nein man ist nicht bei Wünsch-Dir-Was. Drohnen bekommen wir. Obwohl sie die Nachbargemeinde hat und wir anfordern konnten und auch haben! Ging sehr zügig und unkompliziert.

Dieses ganze Anforderungsgedöns ist viel zu kompliziert. Ich schrieb es schon einmal... Töpfe bilden wo jeder einzuzahlen hat, angefordert werden kann dann kostenfrei, wobei noch zu definierende Gefährdungslagen gegeben sind.

Ich glaube die Scheu ist wirklich in der Defenition gelegen... Notstand ist schon definiert, doch wie definiert man einen Einsatz für fliegende Kräfte zur Brandbekämpfung? Wann ist es sinnvoll diese anzufordern?
Bei einem Feldbrandt... die Bauern können kosteneffizenter um ihre Ernte kämpfen als jede fliegende Brandbekämpfung!
-> Waldbrände an Steilhängen, an den vielen Stauseen, sind etwas für Helikopter
-> Feldbrände etwas für die Bauern
-> Moorbrände... Petrus und alle Regengötter die man beschwören kann.

Es braucht eher mehr THW mit Brandschneisen bei Heidebränden, sowie Bauern die ihr Gerät wie die Bundeswehr mit ihren Pionierpanzern zur Verfügung stellen.
 
FREDO

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Das ist ja die Kux, daß das alles von den ansässigen Kommunen kommen soll. Brandschutz von Waldflächen muß unbdingt Landes/Bundesangelegenheit sein. Und solange die Stoppelhopser noch in Afgh oder Mali rumspringen liegt es hier im Argen. Da muß der Focus liegen.

Und Bauern, nunja, manche haben ein Güllefaß stehen, und einen Schälpflug. Andere vertrauen wieder auf St.Florian... Hier unmittelbar vor der haustür erlebt, wo Parkplätze und Wohnblocks keine 50m vom Feldrand entfernt sind. Aber Geräteeinsatz Fehlanzeige... Zum Glück ist eben nix passiert und auch der Wind war vom Osten...
 
lutz_manne

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"In Brandenburg herrscht Wüstenklima

Die Natur leidet unter extremer Trockenheit. Doch die Wälder sollen trotz der hohen Brandgefahr nicht gesperrt werden."

"Eigentlich brenne es derzeit jeden Tag irgendwo, konstatiert Engel."

"In Brandenburg wird die Waldbrandgefahr in den nächsten Tagen weiter steigen, sagt Raimund Engel, denn ausreichender Regen sei nicht in Sicht. Dabei gab es in diesem Jahr bereits mehr als 60 Waldbrände in Brandenburg, allein über Ostern waren es 14."

"Überhaupt sieht Engel das Land in Sachen Brandbekämpfung gut aufgestellt. „Wir haben gute Technik, motivierte Kameraden und engagierte Forstleute“. Außerdem habe die Waldbrandzentrale in Wünsdorf seit kurzem die Früherkennung von Bränden im gesamten Süden des Landes übernommen. „Da wurde sowohl die Soft- als auch die Hardware auf den neuesten Stand gebracht, sodass es unter anderem viel einfacher ist, Brandherde auf früheren Truppenübungsplätzen zu entdecken.“"

Quelle und weiter lesen:
 
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@ Wilfried " Das ist ja die Kux, daß das alles von den ansässigen Kommunen kommen soll. Brandschutz von Waldflächen muß unbdingt Landes/Bundesangelegenheit sein. Und solange die Stoppelhopser noch in Afgh oder Mali rumspringen liegt es hier im Argen. Da muß der Focus liegen. "

Da stimme ich dir voll und ganz zu- da liegt der Hase im Pfeffer . Man sieht es an der aktuellen Krise wo man in vielen Bereichen merkt wie die eigentlich gesamtstaatlichen Verpflichtungen " abdelegiert " oder privatisiert sind was nun auf die Füße fällt. Gut nun kommt einer und sagt die derzeitige Krise hier hat nichts mit der Luftlöschung bzw. der zugehörigen Technik zu tun- ist richtig aber die Parallelen zu vielen Themen sind da. Ich bin weit davon entfernt von der Ahnung was " luftgestützte Feuerlöscher " im Vorhalt bzw. Unterhaltung so kosten - der Nutzen ist aber offensichtlich. Und wenn es für die BRD zu teuer sei - ich hätte Vorschläge wo das Geld dazu herkommen könnte :w00t: - ginge es doch sicher auch über die hochgelobte. engagierte EU um eine länderübergreifende Flotte bereitzustellen???? Denn es ist ja wohl klar- wenn das Gurkenfeld abbrennt haben die vielbeschäftigten EU Abgeordneten keine Arbeit mehr weil sie sich nicht mehr um die ideale Gurkengröße bzw. deren Form an Ihren Schreibtisch festbeisen können......
 

Sens

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Es mangelt ja nicht an Löschflugzeugen in Europa. Man muss sie nur rechtzeitig anfordern, wenn das Löschen am Boden nicht gegeben ist. Das wären dann schlecht erschlossene Bergregionen. 30 Jahre nach dem Ende der DDR und einigen Brandereignissen dürften ja die wichtigsten Wege von Munitionsresten geräumt und Brandschneisen angelegt sein.
 
Nomex

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Es mangelt ja nicht an Löschflugzeugen in Europa. Man muss sie nur rechtzeitig anfordern, wenn das Löschen am Boden nicht gegeben ist. Das wären dann schlecht erschlossene Bergregionen. 30 Jahre nach dem Ende der DDR und einigen Brandereignissen dürften ja die wichtigsten Wege von Munitionsresten geräumt und Brandschneisen angelegt sein.
Doch es mangelt an Löschflugzeugen. Die Mittelmeerländer haben zwar Löschflugzeuge rufen aber auch immer wieder nach Hilfe. Nördlich der Alpen gibt es außer in Polen und demnächst 2 x AT-802 in Schweden nichts was in der Saison exklusiv für Brandbekämpfung bereit steht.

Rechtzeitig anfordern? Wann soll das sein? Bevor das Feuer beginnt. In Australien müssen die Flieger x+15 in einem Radius von 50 km über dem Feuer sein. Das gibt es in Mitteleuropa (PL + S ausgenommen) nirgendwo. In der Anfangsphase können die Flieger ihre Stärken ausspielen. Nicht nur in "schlecht erschlossenen Bergregionen". Die DDR-Agrarflieger haben grade auch auf dem flachen Land gezeigt was möglich ist.

Was die Munitionsverdachtsflächen betrifft müssen wir von der Hysterie der letzten zwei Jahre wieder weg kommen. In Brandenburg ist 1/3 der Waldfläche als Munitionsverdachtsfläche eingestuft. Dort haben wir die letzten 70 Jahre schon tausende Waldbrände gelöscht. Auf einmal schreit jeder "Munition". Macht nicht wirklich Sinn. So auch die Aussage des Chefs KMBD voriges Jahr beim Waldbrandseminar.

Nur Waldwege räumen bringt auch nicht wirklich was. Den Wald löscht man nicht vom Weg aus, da muss man mit dem Schlauch in den Wald rein. Auch wenn manche Pressefotos etwas Anderes zeigen, das hat leider mit der Realität nicht wirklich was zu tun.

Und da wo wirklich Rote Zone ist nutzen die geräumten Wege auch nichts, 50 m Sicherheitsabstand sind im Wald mit nix zu überwinden.
 

Sens

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In der Roten Zone lebt auch niemand und im schlimmsten Fall brennt dann halt ein größeres Waldstück ab. Wie viel Wald ist in den letzten beiden Dürre-Jahren denn abgebrannt? Da richtet der Borkenkäfer ganz andere Größenordnungen von Schäden an.
Was die Hysterie bei den Munitionsverdachtsflächen angeht, da bin ich bei Dir. "Rechtzeitig" heißt nur den Betreibern von Löschflugzeugen mit zuteilen, dass ihre Dienste benötigt werden könnten und auch aus einem Topf bezahlt werden. Da es in Europa nicht gleichzeitig an allen Ecken und Enden brennt. Eukalyptuswälder die Ausnahme sind. Da ist dann bei Bedarf wenigstens eine Maschine schnell verfügbar, die Stellen erreicht, wo die Feuerwehr am Boden, die oft schon in Minuten vor Ort ist unterstützen werden kann. Auch Löschflugzeuge werden immer vom Boden aus eingewiesen und dürfen nicht so einfach ihre hunderte Kg von Wasser mit großer Wucht in die Botanik werfen.
Der Bund verfügt über genügend Fluggerät, das mit Löschkanistern ausgerüstet werden kann und wie gesagt es gibt Agrarflieger,
die in den 5 Dürre-Monaten dafür eingesetzt werden können.
Der letzte Link zeigt auch die Fachleute, die die Entscheidung der Politik beeinflussen, wo das Steuergeld besser eingesetzt ist.
Die deutsche "Kleinstaaterei" begünstigt ja die kleinste gemeinsame Lösung, wo auch die örtliche Feuerwehr mit entscheidet, was über das gesamte Jahr gesehen, die beste Lösung für sie wäre.

Wer will, der kann ja raten, was das sein könnte?

PS
Jedes Jahr gibt es eine steigende Zahl von Privatflieger, die Brände aus der Luft melden oder die Feuerwehr gönnt sich das. Da wird es dann so einige Übungsflüge geben. Die braucht man ja immer, wenn man das Teil im Fall der Fälle optimal nutzen will. Dann zählt man dann die Anzahl aller Brände und nicht ihre Größe. Denn wer kann schon die Behauptung widerlegen, ob der Flug zu einem Kleinbrand nicht geholfen hat einen möglicherweise größeren Brand zu verhindern?! Ich gönne ihnen das genauso wie der Deutschen Löschflugzeug Rettungsstaffel, die meine bevorzugte Lösung wäre.
.
 
lutz_manne

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Da ist das Dilemma...

"Wir versuchen krampfhaft, einen nachtflugtauglichen Hubschrauber zu bekommen - wir würden uns freuen, wenn einer käme. Aber in ganz Deutschland ist keiner zu bekommen", beschreibt der Kreisbrandmeister das Problem. Selbst die in Holzdorf stationierte Staffel der Bundeswehr brauche acht bis zwölf Stunden Vorlauf, könnte also vermutlich erst am Dienstagmorgen vor Ort sein."

In den Jahreszeiten mit hoher Waldbrandstufe ist das eine unsägliche Zumutung.
 
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Deutschland hat "kein einziges Löschflugzeug"

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