Die F-104 bei der Bundeswehr - Erinnerungen und Impressionen

Diskutiere Die F-104 bei der Bundeswehr - Erinnerungen und Impressionen im Bundeswehr Forum im Bereich Einsatz bei; Ich hätte im Zusammenhang mit x/c nach Norwegen noch ein Storyboard zu bieten. Das erste Mal x/c in Norwegen waren wir, dieselbe Crew, am...
Justin Case

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Ich hätte im Zusammenhang mit x/c nach Norwegen noch ein Storyboard zu bieten.

Das erste Mal x/c in Norwegen waren wir, dieselbe Crew, am Wochenende 10. - 13. Aug. 1979 in Bodo.
Da gab es dann zur Begrüßung dieses " Arctic Certificate )



Das nur nebenbei.
Eigentlich geht es in dieser Story um den x/c vom 17.Juli - 21. Juli 1980 nach Bardufoss ( ENDU )
Ich habe bewußt mit dem Einstellen dieser Story bis heute gewartet, es war nämlich genau heute, vor 41 Jahren.
Es war natürlich wieder dieselbe Crew, Brandy, Heino und ich.
Irgendwie hatte man uns einen 5-Tage Cross Country genehmigt.
Dieses Mal ging es von Lechfeld ( EDSL ) nach Rygge ( ENRY ) und weiter nach Bardufoss ( ENDU )
Dort sind wir aber nicht geblieben, sondern sind mit dem Bus 3 Std. nach Tromsö gefahren. Es war nicht die Entfernung,
sondern wir mußten ja die Fjorde umfahren.
Das Wochenende war recht abwechslungsreich.
Einen Tag haben wir uns eine Schnellbootfahrt gegönnt um über den 70° N zu fahren und zurück.
Während unseres Aufenthaltes in Tromsö haben wir zufällig einen norwegischen Piloten getroffen, der mit
seiner RF-5 ebenfalls übers WE nach Bardufoss bzw nach Tromsö kam.
In der Hotelbar kam es zu einem feucht-fröhlichen Pilots-Talk untermalt mit diversen War-Stories.
Das besondere an den Nächten war, es wurde nicht dunkel.
Unsere Hotelzimmer waren so gelegen, daß wir uns auf den Balkon gesetzt haben und den Verlauf der Sonne
von links nach rechts verfolgen konnten.
Auf diesem Weg hat die Sonne noch nicht mal den Horizont berührt.
Wahrlich, ein sonderbares Erlebnis.
An einem anderen Tag sind wir über die Brücke zurück aufs Festland gefahren, und dann auf einen Berg gefahren.
Da lag in schattiger Lage doch glatt noch Schnee und das Mitte Juli, dieser Berg war doch eher ein Hügel.
Zu guter letzt haben wir uns mit dem norwegischen Piloten, es war ein Lt. Frosch, für ein " Aerial Rendezvous "
verabredet. Es war beabsichtigt, daß wir uns vor der Landung in Rygge über dem Oslofjord treffen und er
würde unsere 2er Formation aus / in der Luft fotografieren.
Und es geschah es dann auch .
Bei der Landung in Rygge haben wir uns bedankt und Adressen ausgetauscht.
Wenige Tage danach erhielt ich einen Brief mit den Original-Negativen.
Diese habe ich erst vor kurzem von einem Fotoshop digitalisieren lassen.

So, genug geplaudert, hier ist die Bilderstrecke von dem besagten Wochenende.

Es beginnt mit der Bereitstellung der beiden Flugzeuge. Zunächst in 1:72




Dann beide Flugzeuge im Maßstab 1:48



 
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Weiter geht´s mit der Bereitstellung beider Maschinen, dieses Mal 1:32





Und jetzt, mein schönstes Bild der F & TF 104 G aus meiner Lechfelder One-O Four-Zeit, eigentlich überhaupt, mein schönstes.
Aufgenommen von einer RF-5 RNoAF am 21. Juli 1980 über dem Oslofjord


 
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Wer sich zum Einsatz der F-104G beim JaboG 32 auf dem Lechfeld informieren möchte - die MGSL in der Lechfeldkaserne ist derzeit regulär für Besucher jeden ersten Sonntag im Monat geöffnet. Auch sind angemeldete Führungen möglich.
Informationen hier: Militärgeschichtliche Sammlung Lechfeld


Bild von heute - Sockel104

Im kleinen personellen Rahmen konnten wir heute unser Ausstellungs, ex Geschwadersimulator-,Cockpit weiter vervollständigen und den Anbau eines NASARR-Radargerätesatzes weiter vorbereiten.
 
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Ein kurzer persönlicher Rückfall in die 1980er:

Als Reminiszenz an die Verwendung R0 (Waffenmechaniker), unter die damals auch die Tätigkeit "Schleudersitzspezialist" fiel, konnten länger verschüttet geglaubte Kenntnisse und Fähigkeiten im Rahmen eines technischen Supports nochmal zur Anwendung kommen.

Zur Komplettierung einer Ausstellungs-F-104G musste das Rettungssystem temporär ausgebaut werden.

Hier ist bereits das Rettungszubehör vom Sitz entfernt...


abgebautes Rettungszubehör - sprich Rettungsfallschirm, Notausstattungsbehälter und PEC-Pilotenteil


Dank engagierter und fleißiger Mitstreiter konnte der Sitz aus den Führungsschienen an der Sitzkanone herausgehoben werden...


Danach konnte die eigentliche Arbeit zwischen den Sitzschienen durchgeführt werden.


Blick von unten auf die Rückseite des Cockpits mit den Sitzschienen und die zellenseitigen Halterungen für die Sitzkanone


Der Sitz befindet sich wieder an seinem angestammten Platz und wird komplettiert. So manche Arbeit daran war durchaus schweißtreibend und musste mehrmals durchgeführt werden - hat aber insgesamt schöne Erinnerungen an die Mitt-/End-80er hervorgerufen...:smile1::thumbup:
 
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Update zu den Optimierungsarbeiten am Simulatorcockpit MGSL, ex JaboG 32:

Am unteren Instrumentenbrett wurde der originale Rounds Counter mit Halterung eingebaut, die orig. Flap Position Indicator und weitere Kleinteile montiert. Dafür wurde das obere I-Brett ausgebaut, um an die Einbaustellen zu gelangen.

Das obere I-Brett ist ausgebaut, ebenso die Leuchtplastik an der linken Seite des unteren I-Bretts.


Das ausgebaute obere I-Brett vor der Radarnase für das zukünftige NASARR-Bugradargerät


Da wir schon am Werk waren, wollten wir einmal einen Blick auf das Innenleben des Simulators werfen...
Gut zu sehen ist auch die adaptierende Montageplatte für das Bugradargerät, die notwendig ist, da am Simulator kein Druckschott an der FS 184 mit den entsprechenden Halterungen vorhanden ist.


Blick auf das Innenleben. Die Struktur und die Teile der Flugsteuerung sind größtenteils Originalteile wie am eigentlichen Flugzeug.


Als "Krönung" wurde ein original Optical Sight anstelle des vorher verbauten Attrappenbleches eingebaut, welches von einem Neumitglied der MGSL als Sachspende eingebracht wurde. Vielen Dank nochmal dafür:smile1::thumbup:
Somit hat das Simulatorcockpit einen noch höheren Grad der Originalität erreicht und kann jederzeit auch (wieder) Fachbesuchern gezeigt werden:applause1:
 
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Justin Case

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Heute habe ich wieder Mal einen " Starfighter "-Beitrag für euch.

Zum 3. April 1976 bekam das Geschwader den Auftrag zu einer Ehrenescorte für den ägyptischen Staatspräsidenten Sadat
anläßlich seines Staatsfluges durch den deutschen Luftraum.
Für diesen außergewöhnlichen Auftrag wurden Freiwillige gesucht...das wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen.
Da dieses fliegerische Unternehmen an einem Samstag stattfand, wurde dieser Tag zum Familientag ausgerufen,
mit gleichzeitigem Beisammensein und anschliessendem Grill-Nachmittag.
Vier Flugzeuge plus ein " Spare " wurden an diesem Tage bereitgestellt.
Die Starfighter wurden mit 2 Sidewinder-Missiles und 2 Unterflügeltanks ausgerüstet.
Der Film zeigt den Abflug in Lechfeld, die Ankunft und Landung sowie das Abstellen der Maschine auf dem Scheltervorfeld.
In jenen Zeiten wurde nur bei Nachtflügen oder Flügen über Wasser mit Schwimmweste geflogen ( wegen des eingebauten
Notradios ) ansonsten nur mit " gelbem Gurt " an dem das Survivalpack eingeklinkt wurrde.
Die älteren Herrschaften, die mich nach der Landung empfangen haben, waren meine Eltern, die ich zu diesem Anlaß
eingeladen hatte.
Leider ist es wieder nur ein digitalisierter Super-8-Film aus meinem Filmarchiv.

 
bastelalex

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Heute habe ich wieder Mal einen " Starfighter "-Beitrag für euch. <...>
Oh Mann, das ist ja ein klasse Beitrag. Ich habe selten ein so persönliches, authentisches Flugzeug-Filmchen aus dieser wilden Zeit gesehen, so nah dran an der bemannten Rakete. Wirklich toll, und echt emotional.
 
barandor

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Zum Jabo mit Sidewinder siehe auch die Infotafel in unserer Ausstellung:
Interessanterweise waren Dänen und Japaner anscheinend trotzdem fast ausschließlich mit Katamaran-Träger unterwegs. Laut "F-40 F-104G Abfangjäger" konnte die Katamaran-Konfiguration mit Tiptanks wohl immer noch Mach 1.9 erreichen, wohingegen mit Sidewinder an den Wingtips plus Tanks an Unterflügelträgern anscheinend schon bei Mach 1.5 Schluss war.

Ist bekannt, welche konkreten Einsatzanforderungen jeweils zu so unterschiedlichen Entscheidungen geführt haben?
 
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Oh Mann, das ist ja ein klasse Beitrag. Ich habe selten ein so persönliches, authentisches Flugzeug-Filmchen aus dieser wilden Zeit gesehen, so nah dran an der bemannten Rakete. Wirklich toll, und echt emotional.
Ja, Alex, was soll ich dazu sagen, außer mich für dieses / dein Kompliment herzlich zu bedanken.
Ich glaube, ich habe in diesem Forum ( es heißt ja Flugzeugforum und nicht Flugzeug-Modellbau-Forum )
die richtige Plattform nicht nur für meinen " rustikalen aber ehrlichen " Modellbau, sondern auch für meine
authentischen Bild und Filmberichte gefunden.
Wenn nicht hier....wo sonst ( You Tube habe ich für mich von vornherein ausgeschlossen )
 
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