Die Goldene Jahre der zivilen Luftfahrt: Dornier Wal 22 "Verkehrswal" im Maßstab 72

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Die Bilder der frühen, in Pisa gebauten Wal-Modelle (die daher oft als „Pisa-Wal“ bezeichnet werden), insbesondere jene mit den riesigen quadratischen Fenstern im Kabinenbereich, haben mich schon immer fasziniert. Nun, da das 100-jährige Jubiläum der Lufthansa ansteht, möchte ich es versuchen und eines dieser Modelle im Maßstab 1:72 bauen. Meine Wahl fällt auf die D681, da sie offenbar sowohl diese quadratischen Fenster als auch die RR-Motoren aufweist. Es gibt keinen Bausatz, aber anscheinend könnte der Amodel-Bausatz 72336 mit der militärischen J-Wal hilfreich sein.

Als Literatur verwende ich:
[01] LoGisma: Michael van der Mey – Dornier Wal „Ein Licht, das über das Meer kommt“
[02] Motorbuchverlag: Manfred Giehl – Dornier Wal
[03] Heel: Günter Forst-Karl Kössler-Volker Koos – Dornier von den Anfängen bis 1945

Es gibt etliche Bereiche, die für mich rätselhaft bleiben – und natürlich sind die Farben das erste offene Thema! Seht mal dieses Bild an:


Deutlich zu sehen am SLW gibt es wohl Weiß (?) am Seitenruder, wohl auch auf den Flächen. Der Rumpf scheint in einem Grauton zu sein. Auf den Flächen ist auch ein schwarzer (?) Streifen, wie hier zu sehen:



Wer weiß mehr?
 
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Hallo Christian,

super Projekt, fühle dich verfolgt! :wink2:

Bei den Farben frage ich zuerst nach dem Material der Außenhaut, hier würde ich sagen grau bemaltes Metall, der Rumpf ist nicht scheckig
und der Nachbau in Fdh ist auch so. Bei den Stoffteilen scheint mir silberne Farbe plausibel. Der schwarze Streifen war Teil der Kennung.

Wahrscheinlich hast du das Foto auch aber falls doch nicht achte auf das kleine Zeichen ganz links!

Kennst du Kannonenvogel? Falls nicht klick mal hier.

Die Texte von der ADL hast du sicher?

Gruß Joachim

 
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Lass Dich nicht beirren! Du kannst ja dort vlt. etwas abgucken oder verbessern.
 
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Lass Dich nicht beirren! Du kannst ja dort vlt. etwas abgucken oder verbessern.
Sicher nicht! Bin ja froh, mit Udo Roßbach, dem Chef der byarischen Luftfahrthistoriker, eine weitere potentielle Quelle für Wal-Info gefunden zu haben.
Und in der Tat: bei der esten Durchsicht hab ich den Eindruck, daß irgendae im Bugbereich nicht so ganz richtig ist.
Die Fenster scheinen mir auf den Bildern eher quadratisch zu sein. Sie sind mittig auf einem Band der Seitenwand, das oben durch die Deckauflage und unten durch eine Art Längsfender (vielleicht sogar aus Holz?) begrenzt wird. Letzterer läuft von der Stelle, wo der senkrechte Bug in den gekrümmten Kiel übergeht in Richtung Stummel-Oberkante (rote Linie); die Höhe ist durch den grünen Pfeil markiert.



Diese rote Linie sitzt bei den Militär-Walen höher und geht auch nicht bis zum Bug. Weiterhin ist bei denen auch der Bugbereich leicht nach vorn abfallend. So sind natürlich die Teile im Amodel-kit, und da scheint Udo nichts verändert zu haben, eben bis auf die Fensterausschnitte.



Und die werden dadurch unterquadratisch - m.E. ist hier noch ein Korrektur nötig, um den großzügen Anblick des Kabinenwal-Bugs zu gewährleisten.
Aber so ist das oft bei so komplexen Projekten: Was sieht man wie, was kann man "wie es ist" ertragen?

Ich wäre auf Udo's Modell jedenfalls extrem stolz! Das ist also ein Ansporn.
 
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Jetzt bin ich mal dazu gekommen, die Risse zu vergleichen. Der vom Militärwal (grün) stammt aus der Bauanleitung von Amodel, der rote von einer Werksskizze, veröffentlich in einer Monografie im Aerofan "il Dornier Wal Kabina", der auch einen Vorschlag zur Bestuhlung bietet.



Die runden Fenster und unterschiedliche Motoren (rot Fiat, grün BMW IV) sollen uns jetzt mal nicht stören - beide Risse zeigen die gleiche Konstruktionsbasis. Auch hier wird deutlich, dass die Scheuerleiste am "Bug zivil" viel tiefer liegt als militärisch - und schon haben wir den Freibord für große Fenster! Also, fast. Tatsächlich fällt der Bug der mil ganz sanft vor ab, und das "Dach" scheint auch insbesondere im vorderen Bereich in der Wölbung bei der Kabine stärker ausgeprägt zu sein. So gibt es im Randbereich mehr Kopfraum? Das läßt zumindest eine Innenansicht des zum roten Riss passenden Wals (trotz eckiger Fenster) vermuten:



Leider sehen die Werkszeichnungen des Spants (zu erkennen am Durchgang zur Toilette Ansicht von hinten) anders aus.


Kleine Geheimnisse an jeder Ecke! Aber wen soll das wundern - das sind über hundert Jahre alte Unterlagen, zudem nicht eindeutig dem einzelnen Baumuster zuzuordnen...
Obwohl, bei der späteren Ausführung sah die Decke doch irgendwie anders aus, höher, luftiger? Oder liegt das nur an den netten Blumenvasen an den Fenstern?? Das ist der Blick nach vorn.

 
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