Die goldenen Jahre der zivilen Luftfahrt - BAT F.K.26 als Scratchbau

Diskutiere Die goldenen Jahre der zivilen Luftfahrt - BAT F.K.26 als Scratchbau im Props bis 1/72 Forum im Bereich Bauberichte online; Stunden später, Tage danach - so kommt es mir beinah vor, den es geht nix weiter - zumindest scheint's mir so. Wer beim link reinschaut, suche...
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Stunden später, Tage danach - so kommt es mir beinah vor, den es geht nix weiter - zumindest scheint's mir so. Wer beim link reinschaut, suche nach dem zweiten Untertitel, dann kann er vielleicht meine wirren Gedanken verstehen.

Also, wo stehen wir denn?
Der Rumpf ist (scheint?) fertig, die unteren Flächen sind dran, alles ist zum jetzt wohl dritten mal lackiert. Warum bauen wir jetzt nicht einfach die obere Fläche an? Da mir glücklicherweise das Schicksal des Vielhändigen Burli erspart geblieben ist, brauche ich eine Helling. Und frohlockert, ich hab ja eine! Vor Jahren erstanden, aus Pertinax gefräst, mit primitiven Sprengscheiben nur sehr ungenau gegen Verdrehen gedämpft, will heißen, es geht nur "fest" und "nicht fest". Das Ding hat mir bei etlichen diffizielen Montagearbeiten aber gut geholfen, so auch bei meinem ersten ernst gemeinten Doppeldecker. Also muss das auch hier gehen!

Stunden später, Tage danach - ich wiedrhole mich, aber genau so hat das funktioniert mit der Einstellung der Helling!



Alle Meßinstrumente waren im Einsatz - außer meiner geliebten Puppitast (einem Diebstahl zum Opfer gefallen!). Und schließlich muss ich mich mit einer Abweichung von 1mm zufrieden geben - das Resultat von einem zehntel hier, einem da. Modellbauer ohne 3D kennen das, aber die 3D-ler wohl auch, denke ich.



Wie heißt der Kölner Erlösungsspruch? Man muss auch jünne künne.

Von Doppeldeckern versteh ich besonders nix, was das Bauen betrifft. Da bin ich froh, das Rob Hamann in seinem Baubericht auf den Seiten 23 & 24 ein "Rigging Scheme" vorgestellt hat. Das ist dringen nötid, da alle noch so guten Zeichnungen den genauen Verlauf nur mit Hilfe genauen Studiums der Bilder des Originals preisgeben. Da hat Rob mir schon sehr geholfen! Jedenfalls ist damit auch die Empfehlung der Reihenfolge verständlich - na ja, zumindest fast überall.
Wir fangen mal mit den "cabanes" an: da fällt mir auf, dass ich das deutsche Wort dafür vergessen habe. Schande auf mein Haupt. Ich wähle mal die 1,5 x 1 mm Resin-Profile, weil ich die von Struts leider nichthabe und die wohl auch seltener im Markt zu finden sind als die Blaue Mauritius. Da hier alles schön kurz ist, sollte das genügen in Sachen Steifigkeit. Dazu die Profile an beiden Enden auf D =ca 1mm ansspitzen, passende Bohrungen im Dach, genau am Rand zu den Seitenwänden anbringen und auch Bohrungen (habe einen 0,3mm Schaftbohrer gefunden!) für die Verspannungen machen: die Gerade Linie Von der Spitze des BB Cabane zum Fuß des SB Cabane gilt es dabei zu erraten. Erst vorn, dann hinten.

Jetzt einfach nur montieren: mir hat suaschnelles Gel geholfen.



Wer jetzt eine Pause ein- und den Kopf schräg legt, dem fällt auf, dass da ja noch eine Reihe Anbauten am Rumpf nötig sind, deren Zugänglichkeit bei weiteren Anbautn von Stielen usw eher bedenklich schlecht wird. Da wäre z.B. die Scheibe vor dem Piloten. Ich mache hier gern mit Papier mal Versuche, wie das Ding denn aussehen könnte.



Diese Form nehme ich! Sie wird auf die Silhouette kopiert, dort mit einem Rahmen versehen und dann wird ein Klar-Sheet (Hemdkragenverstärkung) mit Tamiya Band maskiert. Alles geschnitten bzw. geritzt:



Man beachte die Vergrößerung: sowas kann ich frei Hand heute nicht mehr - und früher eher auch nicht. Au - lackieren, ausbrechen und mit Weißleim montieren:



Zumindest etwas ist fertig geworden!
Was noch fehlt? die Abgasleitungen, insbesondere deren Halterungen. Dazu kommen wir noch!
 
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bolleken96

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Wow, fantastisch!
Die kleine Abweichung von 1mm nicht zu ernst nehmen. Die Summe aller Fehler ist null. Deshalb fällt es optisch an deinem Modell nicht auf. Very well!
 
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Da war doch noch was, was dran muss, bevor die obere Fläche montiert wird: Die Abgasleitungen. Da die nur aus drei Elementen bestehen, sollte das doch einfach sein! Erstens die Leitungen von jedem Zylinder zum "Zweitens", dem Endrohr. Also sechs 0,7mm Rundprofile ablängen und zum Ankleben an "Zweitens" positionieren. Wir beginnen mal mit dem Plan zur Positionierung; dabei hilft ein Parallel-Lineal.



Jetzt die Profile aufkleben, ablängen und die Endrohre ankleben. Allerdings sind diese mehrteilig aufgebaut: vorn ein 1,2mm Rundprofil von Evergreen, hinten aufgebohrt. In die Bohrung wird ein Draht eingeklebt, der das hintere Ende des Endrohrs zentriert. Das ist eine Kanüle mit 1,1mm Außendurchmesser. Die Dinger lassen sich mit Hilfe eines Bunsenbrenners glühen und das hat zwei Vorteile: Einmal lassen sie sich dann leichter biegen und vor allem kriegen sie Anlauffarben - wie echt Abgasrohre.



Jetzt kommen wir zu "Drittens": die Aufhängungen, an denen das Abgasrohr an den Spanten der Kabine montiert wird. Aus 0,25 mm Sheet werden die geschnitten: Zuerst große Bohrungen (Freigang für die Kabinenkante) und dann eine kleine für die Lagerung der Abgasrohre - alle Bohrungen werden hier mit Punch & Die erzeugt, sauber und präzise.
Aus denen können dann die Halterungen geschnitten werden!



Die Aufhängungen müssen angepasst werden, um eine geradlinige Führung der Endrohre zu erreichen. Das stellt sich als besonders widerwärtige Sache heraus: Der Rumpf ist eben nicht gerade, also ist jede Aufhängung anders.



Schließlich habe ich mich entschlossen, eine Aufhängung an jeder Seite an den Rumpf zu kleben. Darin wird das komplettierte Endrohr montiert und dann die übrigen Zug um Zug eingepasst. Eigentlich braucht man dazu deutlich mehr als zwei Hände...



Scheint funktioniert zu haben. Hoffentlich geht da bei der weiteren Handhabung nichts kaputt: nochmal mach ich sowas nicht!

 
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Die Verspannung bei diesem Gerät ist schon recht heftig: es sind insgesamt 40 Strecken, davon etliche doppelt.



Den Baldachin hab ich ja schon mal fertig: In der Helling die Längen abgemessen, aus aerodynamisch geformtem Profil (Resin Strutz habe ich leider nicht) eingepasst und die Verspannung mit elastischem Takelgarn vervollständigt. Die Zug-Verbindungen zum Rumpf mache ich aber mit 0,2mm Mesingdraht.



Wenn die Abgasanlage korrekt ist, läuft das vordere Zugseil durch die vordere Lagerung. Ganz richtig ist das bei mir nicht: eigentlich sollte das vordere Ende ungefähr in der Propellerachse liegen. Schwamm drüber, ich will dazu nichts hören...



Die Doppeverstrebung hat mich lange überlegen lassen: Vom Flächenanschluss geht die zu den Spitzen der Stiele innen und der Abstand ist so breit wie die Stiele, also 1,1 mm. So einfach Löcher bohren und das Garn darin verankern traue ich mir nicht zu. Aber in dem genialen Ätzteilsatz von Part sind Teile drin, die eben 1,1 mm breit sind - die nehme ich und klebe das Takelgarn einfach dran.



Stunden später, Tage danach gelingt das sogar. Das Plättchen wird dann auf den Unterflügel geklebt und die Strippen oben an die in der Helling montierten inneren Stiele geklebt. Da es von da weiter geht, bleiben die Enden noch lose.



Das probieren wir jetzt mal auch beim hinteren Stiel - genau beim Pfeil, also ausgerichtet nach dem Baldachin.



Kann nicht sagen, dass es beim zweiten mal alles leichter wird....
 
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Die Verspannungen zwischn Rumpf und innere Stielen werden auf der BB Seite ausprobiert: Da das Takelgarn sehr geringe Spannungskräfte benötigt, werden die einfach aufgeklebten Stiele nicht aus der Ruhe gebracht, geschweige denn umgeworfen!



Die Erfahrung aus der BB Seite hatten gezeigt, dass eine Rumpf-seitige Montage der Verspannungen deutlich leichter geht, wenn die Stiele noch nicht im Weg stehen. Also wird das auf der SB Seite entsprechend vorbereitet.



Überprüfung in der Helling zeigt, daß die Methode mit der Vormontage auf der unteren Fläche grundsätzlich funktionieren könnte! Also werden die inneren SB Stiele auch eingepasst und auf der Unterfläche montiert.



Jetzt sind beide inneren Stiele verspannt: auch hier kann ich nicht behaupten, dass es durch Übung einfacher wird. Außer man baut DD-Serien wie @Swordfish vielleicht. Aber dafür ist es bei mir definitiv zu spät!



Aber wir haben ja noch die äußeren Stiele zu versorgen. Das ist im Großen und Ganzen das gleiche nochmal, jedoch ist nur die Vorderseite doppelt verspannt, sagen die Beschreibungen und mit gutem Willen auch die Fotos.



32 Strippen-Abschnitte liegen hinter uns - übrig bleiben noch 8 für die Ruder und das Leitwerk.
Nun ist es aber auch gut - den Deckel mach ich später drauf und lasse jetzt erst mal die Entspannung nach der Verspannung wirken: Schönen Sonntag Abend und - Prost!
 
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Norboo

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Gut, dass ich das nicht machen muss. Da wird mir vom Zuschauen schon schwindelig.
 
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Hat geholfen - Styrene hatte wohl auch wieder einen guten Tag: der Deckel ist drauf!



Funktionierte so: zuerst die Befestigungspunkte des Baldachins mit Gel "füllen" und die obere Fläche positoniert andrücken. Sekundenkleber funktionieren ja immer wieder, so auch hier: nach 30 Sekunden kann ich die Finger lösen und die Stiele in ihre Position schnappen lassen - soweit sie das noch nicht von allein getan haben. Dabei helfen im Bereich der Querruder Gummibänder auf jeder Seite mit zartem Druck.
Jetzt mit Sekundenkleber sichern!



Die nächste Herausforderung wartet: das Fahrgestell, oder besser die "Federbeine", die ja auch eine besondere Konstruktion haben.
Oder verspanne ich zuerst die Schwanzfedern?
 
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das wird ein Meisterwerk :TOP:
Es würde mich freuen, wenn das noch möglich wäre. Aber wie das immer so ist, wer es selbst gebaut hat, kennt Dinge, die nicht offensichtlich aber trotzdem wenig meisterlich sind. Aber die Basis stimmt und ein anderer Modellbauer kann sicher ein Meisterwerk aus den Silhouette-Produkten schaffen.
Aber es macht Spass, immer wieder mal zu probieren, was so geht: zum Beispiel die Entlüftungen der PAX-Kabine. Alles beginnt mit der Alufolie, die Sojola Margarine vor fremdem Zugriff schützt. Daraus macht das Punch & Die Werkzeug runde Plättchen. Die werden halbiert.



Mit einem geeigneten Werkzeug (hier Stiel eines Pinsels) werden in der Handfläche die Dinger zur Hutze geformt.



Mit einem Tropfen Weißleim lassen sich die labbrigen Hutzen auf dem Kabinendach aufkleben und sind dann recht stabil.




Der Sporn ist lenkbar und Teil des Leitwerks. Außerdem ist er gefedert, eine interessante Konstruktion!



Es ist dieser Halter, der die Basis der Lenkachse mit dem Rumpf verbindet, die mich wieder an die Silhouette denken läßt. Wie kann man sonst so ein Teil zu fertigen? Aus den Zeichnungen im Flight läßt sich die Form und Größe ableiten. Am besten doppelt machen - man weiß ja nie...



Aus selbstklebender Alufolie geschnitten lassen sich sogar die dreieckigen Ausnehmungen machen - könnte ich von Hand sicher nicht. Hier ist alles montiert: Der Sporn, die Durchführungen für die Steuerseile und -stangen, die beiden Magnetschalter unter dem Cockpitrand, und schließlich die Steuerhebel an den Rudern: das Höhenruder hat solche aus Holz mit Metallrahmen, an dem die Schub- und Druckstangen wirken.



Das mit dem Holz muss wohl noch besser werden und auch das Federbein hinten am Sporn wird noch gerade gebogen.
 
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Übafliaga

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Zwei 1A Hutzen! Diese Details sehen so richtig, richtig gut aus! :applause1:
 
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Zwei 1A Hutzen! Diese Details sehen so richtig, richtig gut aus! :applause1:
Lese ich gerne, besonders auch Wien!

Weiter geht's mit den Details - davon gibt es ja reichlich, wie diese Frontansicht zeigt.


Die Kühler und die Öleinfüllung hatten wir ja schon, ebenso den Teil des Fahrwerks unter dem Rumpf. Die kommen dran, wenn die Decals da sind - und die sind mir gerade für Ende August angekündigt worden, was mich überaus freut! Also kümmere ich mich zunächst einmal um die "Beine" des Fahrwerks: das ist ja eine irgendwie außergewöhnliche Konstruktion, wie man hier sieht:




Die Beine gehen durch die Fläche und tragen unter und über dieser eine aerodynamische Verkleidung - sicher nicht so zierlich wie incder Skizze hierüber gezeichnet. Erst schaun wir mal, wie die bereits existierenden Komponenten zusammen passen: die Umlenkhebel zur Federung im Rumpf, die Ausschnitte in der Unterfläche und die Radträger des Fahrgestells. Dazu nehme ich ein 0,7mm Messingstab:



Könnte gehen. Da das Fahrwerksbein nicht einteilig vorgebaut werden kann, sondern das untere und das obere durch die Fläche "gesteckt" werden müssen, suche ich nach einem aerodynamischen Profil, das eine 0,7mm Bohrung verträgt.
Hier sind die Komponenten:
Aus durchbohrtem Profil werden kurze Stücke abgelängt, wie sie für den Einbau passen müßten - das geht mit sorgfältigem Ankörnen und einem scharfen langsam drehenden Bohrer - langsam, da das Profil aus Resin ist und nicht zu heiß werden darf. Für den Anschluß an den Umlenkhebel wird der Draht Flach gedrückt.



Aber ehe ich das alles zusammen baue, möchte ich lieber die anderen Kleinteile montieren, die weniger vom Handling gefährdet sind. Da sind z.B. die Generatoren: 2 Stück gab es, beide quasi om Blick des Piloten oben auf dem Rumpf.
Rundprofil 1,5mm und ein Streifen dünne Folie sind die Bauteile: In der Bohrmaschine werden Generator und Spinner aus dem Rundprofil gedrechselt, aus der Folie wird ein schmaler Streifen für den Propeller geschnitten. Für den Fuß verwende ich das gleiche Material wie für das Fahrwerksbein, nur wesentlich kürzer.



Ein Draht erleichtert die Montage der Teile und natürlich auch die Anbringung auf dem Rumpf in dafür gebohrten Löchern.



Ein wenig zu hoch, also die Sockel en wenig kürzen...
 
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Dann gibt es noch ein paar dieser putzigen Teile, z.B. das an einem der Stiele zu verbauende Pitot: Hier ganz links zu sehen!



Was man hier auch noch sieht ist ein auf der BB-Fläche aufgebauter Behälter: Für Kraftstoff? Warum asymmetrisch? Wer was weiß ist herzlich eingeladen, das hier Preis zu geben!!

Aber zurück zum Pitot: zu sehen ist nur das Pitot selbst, ein Halter und die am Stiele verlegten Leitungen, die in der Fläche münden.

Dazu helfen ein 0,2 mm starker Messingdraht, ein Stück aus den gekannten Jalousie-Lamellen undeine ruhige Hand.



Das kommt dann - später!!! - an den Stiel.

Was fehlt noch? - Die Tür! Also das Teil ist ja da, aber noch nicht detailliert. Da ich sie geöffnet darstellen möchte, muss die Innenseite detailliert werden - und genau dazu habe ich keine Doku gefunden. Das labbrige Ding bestand sicher aus einem Holzrahmen mit irgendeiner Türhaut (Blech? Tuch?), der sicher verspannnt war. Dokumentiert ist, dass die Tür vorn angeschlagen war und ein Türgriff dran war - ich mache mal einen inneren solchen und pinsele ihn später rot an. Hier ist er noch ls Bleidraht zu erkennen.



Unten links ist noch der Verschluß des Kühlerbehälters sichtbar, der auch noch auf den Rumpf gehört.

Vorne dran sollte jedenfalls auch ein Propeller sein - 4-blättrig und mit recht großem Durchmesser! Auch mit einer besonderen Form, die man hier ganz gut erahnen kann.


Auf Zeichnungen sieht man das besser, aber wer traut schon einer Zeichnung ohne Fotobeweis?
Jedenfalls habe ich weder in meinem Bestand noch bei den üblichen Verdächtigen Liefernaten etwas in dieser Art gefunden. Aaaalso selber machen.

Glücklicherweise hatte ich ja mal den köstlichen Vacu Kit der Zeppelin-Staaken e4.20 von Classic Planes gebaut - und da war ein Propeller dabei. Naja, die äußere Schale. und 2-blättrig. Aber den habe ich damals gebaut und abgegossen! Die Dimensionen stimmen in etwa:



Ich habe die Naben soweit möglich aufgebohrt und kreuzweise - nein, nicht was Ihr denkt - geschnitten. Um einen Rohrabschnitt geklebt ergibt das den gesuchten 4-Blätter!



Ob das schon alles ist?
 
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Der "vergessene Kanister" auf dem Oberflügel sieht für mich wie ein Kühler aus.
 
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Der "vergessene Kanister" auf dem Oberflügel sieht für mich wie ein Kühler aus.
Sicher möglich. Von Kuehlproblemen bei den Vorgaenger-Einsaetzen und Erprobungen ist mir nichts bekannt. Wenn Kühlung, dann helfen ja auch nur Schläuche mit einem Durchmesser von min 5 cm - davon ist aber nichts zu sehen. Ich werde mal bei der Koolhoven Society nachfragen. Wie heisst es hier so schön? "Man kann et ja nie wissen"
 
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