die sichersten Fluglinien

Diskutiere die sichersten Fluglinien im Airlines Forum im Bereich Einsatz bei; sind hier Emirates als sicherste Airline ausgezeichnet – Lufthansa abgeschlagen aufgelistet Lufthansa Platz 56 hinter Eurowings Platz 24
WaS

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Diese Statistik ist die reine Publikumsverarschung! Vor 30 Jahren war das Fliegen generell weniger sicher als heute, so dass Airlines, die damals schon existierten, nahezu automatisch schlechter abschneiden müssen als jüngere.
Zitat:
"Nach Platz 21 im Jahr 2018 wurde Lufthansa auf Platz 56 eingestuft. Die Experten begründen das Abrutschen mit einem Zwischenfall am 30. Juli 2019 in Frankfurt, als ein Mitarbeiter des Bodenpersonals eine mobile Fluggasttreppe in den Heckkonus eines Airbus A319 steuerte. Zwei Flugbegleiter wurden leicht verletzt, der Airbus wurde irreparabel beschädigt – ein solcher Totalverlust fließt negativ ins Ranking ein."
Das ist sowas von lächerlich, daran ein Sicherheits-Ranking festzumachen! Und war das überhaupt ein Mitarbeiter der LH, der den Unfall verursacht hat?
 

Jumo 004

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Von dem Zwischenfall hatte ich gar nichts mitbekommen. Welchen A319 hatte es denn dabei erwiesen?
Dass solche Fremdschäden in das Ranking einfließen, ist natürlich lächerlich.
 
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Von dem Zwischenfall hatte ich gar nichts mitbekommen. Welchen A319 hatte es denn dabei erwiesen?
Dass solche Fremdschäden in das Ranking einfließen, ist natürlich lächerlich.
D-AILR, siehe 'Aviation Safety Network' (Daten BFU)
 
Intrepid

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Und war das überhaupt ein Mitarbeiter der LH, der den Unfall verursacht hat?
Wenn es ein von der Fluggesellschaft bestellter Bodenabfertiger war, so unterliegt er der Aufsicht der Fluggesellschaft. Der von der Fluggesellschaft bestellte Ramp Agent wacht über das Geschehen auf der Abfertigungsposition. Da fällt die Verantwortung auch auf die Fluggesellschaft. Und so lange einer Fluggesellschaft das Treiben auf einem Flugplatz unsicher erscheint, dürfen sie dort nicht hinfliegen.
 
Sentinel R.1

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Nach welcher Maßgabe? Das ist doch eine Dienstleistung, die von einer Fremdfirma eingekauft wird.
 
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Das ist doch eine Dienstleistung, die von einer Fremdfirma eingekauft wird.
Klar.

Aber wenn Qualität keine Rolle spielen würde, könnte die Fluggesellschaft einfach den günstigsten Anbieter auswählen.
 
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Darum ging es mir nicht. Ich sehe das wie einer der Vorredner, dass man die Schuld bei einem solchen Zwischenfall nicht bei der Fluggesellschaft als Auftraggeber der Dienstleistung sehen kann. Die hat hier höchstens die Pflicht, die Zusammenarbeit wenn möglich zu überdenken, aber was soll sie sonst zur Verhinderung tun, wenn der Abfertiger sonst bisher nicht negativ aufgetreten ist?
 
Intrepid

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OK, ein bisschen weit hergeholt.

Aber die Abfertigung kostet mehr Geld als die Besatzungen und bei der Abfertigung passieren die meisten Unfälle. Das ist das Feld, wo man noch so richtig richtig an der Sicherheit arbeiten kann.
 

Rhönlerche

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Das ist deren methodische Hilflosigkeit, einen "hull loss" (hier ein Versicherungsfall mit rein buchhalterischem Totalschaden) und einen Absturz nicht auseinanderhalten zu können. Die Bewertung zielt ja angeblich auf Flugsicherheit aber sie zählen sowas mit rein. Da das jedes Jahr erscheint, sollte man einfach wissen, was von dieser Statistik zu halten ist. Das Thema Flugsicherheit ist zu kompliziert für so eine versimpelte Liste. Und wenn man dann noch methodische Schwächen hat, nützt sie nicht mehr viel.
 
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Man muss auch mal eins sehen: Rein von der gesetzlichen Grundlage her hat die BFU diese schwere Störung anscheinend untersucht, weil die zwei Flugbegleiter verletzt worden sind und nachrangig wegen des strukturellen Schadens.

§ 2 Begriffsbestimmungen
Im Sinne dieses Gesetzes bedeutet:​
Unfall
Ein Ereignis bei dem Betrieb eines Luftfahrzeugs vom Beginn des Anbordgehens von Personen mit Flugabsicht bis zu dem Zeitpunkt, zu dem diese Personen das Luftfahrzeug wieder verlassen haben, wenn hierbei:​
[…]​
2. das Luftfahrzeug oder die Luftfahrzeugzelle einen Schaden erlitten hat und​
– dadurch der Festigkeitsverband der Luftfahrzeugzelle, die Flugleistungen oder die Flugeigenschaften beeinträchtigt sind […]​
— § 2 Flugunfall-Untersuchungsgesetz​
Das Flugzeug ist zwar anscheinend in seiner Struktur erheblich beschädigt worden, wenn aber kein Mitglied der Besetzung oder Passagiere an Bord gewesen wären, also Personen mit Flugabsicht, dann wäre die schwere Störung auch „nur“ ein Versicherungsfall gewesen. Aber klar: wenn man alles mit einfließen lässt, was behördlich untersucht worden ist, dann muss auch diese Störung dazu gezählt werden.

Auch wenn man das mit den Maßnahmen, die man grundsätzlich bei Besatzungsmitgliedern ergreift (Human Factors Training etc.) nicht wirklich abstellen kann. Wo Menschen arbeiten, passieren halt Fehler und in diesem Falle war der so schwerwiegend, dass das Flugzeug abgeschrieben werden musste. Aber komplett verhindern?
 

jackrabbit

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Hallo,

Aber die Abfertigung kostet mehr Geld als die Besatzungen und bei der Abfertigung passieren die meisten Unfälle.
Das ist das Feld, wo man noch so richtig richtig an der Sicherheit arbeiten kann.
okay, aber dass die Unfälle, die die normalen Passagiere (mit oder ohne Flugangst) am wenigsten interessieren.

Der Artikel wurde im "Stern" veröffentlicht und geht damit doch eigentlich am Interesse der "normalen" Leser vorbei,
die eher wissen wollen, welche Fluggesellschaft in den zweite/ dritte Welt-(Urlausb)Ländern ihre Maschine gerne mal neben die Landebahn schmeisst.
So gesehen also wieder mal schlechter Journalismus. :mellow:

Viele Grüsse
 

Jumo 004

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Wenn es ein von der Fluggesellschaft bestellter Bodenabfertiger war, so unterliegt er der Aufsicht der Fluggesellschaft. Der von der Fluggesellschaft bestellte Ramp Agent wacht über das Geschehen auf der Abfertigungsposition. Da fällt die Verantwortung auch auf die Fluggesellschaft. Und so lange einer Fluggesellschaft das Treiben auf einem Flugplatz unsicher erscheint, dürfen sie dort nicht hinfliegen.
Ich habe mir das jetzt bei Aviation Safety Network (Video, auf dem der Schaden zu erkennen ist) und den Kurzbericht der BfU einmal angesehen. Danach hatte der Fahrer der Rolltreppe mit diesem Flugzeug überhaupt nichts zu tun. Die Fluggäste sind auf der linken Seite eingestiegen und diese Fluggasttreppe ist von der rechten Seite in das Heck des A319 gekracht. Bei dem entstandenen Schaden ist klar, dass LH ein so altes Flugzeug nicht mehr herrichten lässt. Allerdings dürfte die Fluggesellschaft an diesem Fall nicht einmal als Auftraggeber verantwortlich sein.
 
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