Dienstjahre der Offiziere ?????

Diskutiere Dienstjahre der Offiziere ????? im NVA-LSK Forum im Bereich Einsatz bei; So ich hab jetzt auch mal ´ne Frage die vor kurzem bei ´ner Stammtischrunde aufkam. BU waren für 10 Jahre verpflichtet und konnten danach...

Moderatoren: AE
  1. #1 atlantic, 01.02.2011
    atlantic

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    So ich hab jetzt auch mal ´ne Frage die vor kurzem bei ´ner Stammtischrunde aufkam.

    BU waren für 10 Jahre verpflichtet und konnten danach verlängern.
    Fähnriche wollten 15 jahre lang dabei sein:D
    Offiziere sollten ja eigendlich 25 Jahre lang den Kommiss ertragen.

    Nun kann ich mich aber erinnern, das es zu meiner Zeit mal ´nen Oberleutnant ( Kalle D. ) gab, der freudestrahlend schon nach 15 Jahren die Uniform ausziehen durfte. Und das Ganze war offiziell, d.H. er hat keinen sch.... gebaut.
    --Nicht wie Funk-ltn. R. welcher aus der Marschordnung heraus ´nen russischen General grüsste und demzufolge wenige Tage später als Soldat entlassen wurde:D:D--

    Gab es also für die 15 Jahre Regelung irgendwelche einzuhaltene Voraussetzungen ???:?!


    Da ja hier viele Ex-Leutnants und -Offiziere vorhanden sind ( der musste einfach sein:D ) hoffe ich doch mal auf schnelle Antworten.
     
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  3. #2 VolkerL, 01.02.2011
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    ohne jetzt in die DV zu gucken,

    Es gab glaube ich drei Gründe:

    1. fehlende Perspektive, keine Planstelle mehr um weiter nach oben zu kletter (Dienstgrad und Dienststellung
    2. vorrangiger Einsatz im DHS
    3. gesundheitliche Gründe

    Atlantic, der Otln. war ja auch nicht unbedingt ein Senkrechtstarter, wenn er nach 15 Jahren immer noch nur 3 Sterne hatte.:?!
     
  4. #3 Tester U3L, 01.02.2011
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    Es gab in der NVA grundsätzlich wohl folgende Entlassungsgründe:
    - Erfüllung der Dienstzeit
    - Übernahme wichtiger staatl. oder gesell. Aufgaben
    - strukturelle Veränderungen
    - zeitliche oder dauernde Dienstuntauglichkeit
    - außergewöhlich schwierige persönliche Verhältnisse
    - ungenügende Voraussetzungen für den militärischen Beruf
    - mangelnde Erfüllung der Dienstpflichten
    - disziplinarische Gründe

    Vorschlag zur Entlassung durch den Vorgesetzten auf Vorschlagsblatt NVA 02 333 für Offz. in dreifacher, Fä. zweifache Ausführung.
    Die Entlassung erfolgt in der Regel zum 30.11. des Jahres. Unterlagen bis 20 Monate vorher einreichen, bei planmäßiger Entlassung.

    Zumindest für Offiziere des Fliegeringenieurdienstes der LSK/LV gab es in der Kaderordnung der NVA eine Ausnahmeregelung wegen 'fehlender Perspektive' (wie von VolkerL schon dargelegt). Diese konnten dann bereits nach 15 Dienstjahren (in der Regel als Hauptmann) aus dem aktiven Wehrdienst aussteigen.

    Tester
     
  5. ESPEZ

    ESPEZ Astronaut

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    Gibt es hierfür eine plausible Erklärung da der Fakt an sich schwer nachvollziehbar ist?
     
  6. #5 Reinhard, 02.02.2011
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 02.02.2011
    Reinhard

    Reinhard Guest

    @ESPEZ,
    natürlich gibt es hierfür eine plausible Erklärung, auch wenn das Dein Vorstellungsvermögen überschreitet.
    Die eine Seite der B/B-Kartei war leer. Die andere voll. Da paßte sowas wie das Grüßen eines sowjetischen Generals aus der Marschordnung nicht mehr rauf.
    Der Leutnant war entweder einfach zu blöd oder hats drauf angelegt.

    P.S.: Irgendwie kommt mir das bekannt vor. Den Fall gabs wohl wirklich.
     
  7. #6 schrammi, 02.02.2011
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    schrammi Astronaut

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    Ist es notwendig, gleich wieder persönlich zu werden, nur weil nach vertiefender Erläuterung gefragt wird?
     
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  8. #7 Michel179, 02.02.2011
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    Tatsächlich gab es das. Habe es selbst erlebt. Es war ein Antreten mit anschließendem Vorbeimarsch an einer recht hochgestellten russischen Generalität im JG 3. Und plötzlich, so im vorbeimarschieren, riss jemand den Arm hoch und winkte dem General freundlich zu.
    Er hatte dann auch schnell seinen Namen weg - Rudi der Winker. Hintergrund war, dass besagter Leutnant vergeblich versucht hat aus seiner Verpflichtung von 25 Jahren herauszukommen und es dann eben auf diese Art und Weise wohl geschafft hat.
    Was aus ihm geworden ist entzieht sich meiner Kenntnis - man hat gemunkelt, dass er im zivilen Leben wohl arge Probleme hatte einen vernünftigen Job zu bekommen.

    michel 179
     
  9. Veith

    Veith Astronaut

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    So kenne ich das auch. Grund: Auf der Planstelle eines Flugzeugtechnikers konnte max. der DG Oberleutnant erreicht werden. Sobald jemand jedoch Kettentechniker wurde, war es vorbei mit den "15 Jahren", daher begannen entsprechende Lebensplanungen bereits frühzeitig in der Truppe. Ich kannte drei Oberleutnante (R. und T. und R.) die auf diesem Weg "mit allen Ehren" entlassen wurden. Die "klassische" Perspektive war im Zivilen "Sicherheitsingenieur" in einem VEB.

    Die Ausnahme von der Ausnahme war wieder die Regel, daß mit der Qualifizierungsspange "1" ein Flugzeugtechniker auch Hauptmann werden und dennoch nach 15 Jahren entlassen werden konnte. Hier gab es ebenfalls einen mir bekannten Fall im JG-3. Dieser hatte allerdings die Planstelle nur noch pro forma, da er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr an der Technik arbeiten konnte. Die gebotene "Perspektive" als "Lagerchef" sagte ihm wohl nicht zu ;)
     
  10. #9 sirhenry2, 02.02.2011
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    Es bestand auch die Möglichkeit, dass er über eine Technikerschule ( Fähnrich --> Unterleutnant ) innerhalb der 15 Jahre sich zum Oltn. hochgearbeitet hat.
     
  11. Veith

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    In dem eingangs genannten und den mir bekannten Fällen handelte es sich um "normale" Offiziere des Fliegering.dienstes.

    Allerdings ist mir auch kein Fähnrich bekannt, der "einfach" zum Offizier ernannt wurde, es sei denn er hat "aufgekeult" und dann war er mit 25 Jahren dabei.
     
  12. #11 ESPEZ, 02.02.2011
    Zuletzt bearbeitet: 02.02.2011
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    Punkt 1:
    Ach Reinhard. Deine Beiträge zaubern doch immer wieder ein Lächeln auf mein Gesicht - wenn auch vielmals ein mitleidiges.
    Ich hatte eine, in meinen Augen, ganz normale Frage gestellt. Wenn Du Dich schon bemüßigst diese, nur vom Hörensagen, zu beantworten, ist es sicherlich von einem erwachsenen Menschen nicht zuviel verlangt dieses in gleicher Form zu tun, es sei denn Du bist damit überfordert.

    Punkt 2:
    Eine "volle B/B-Kartei" hier mit der Begründung anzubieten "da paßte sowas nicht mehr drauf" zeigt einmal mehr Deine Argumentationsgrundlage: ich kenne einen, der hat einen gekannt, von dem hat er gehört...
    Da lobe ich mir die Erklärung von @Michel179 als "Augenzeugen", die zeigt daß hier im Vorfeld schon einige andere Gründe vorgelegen haben müssen, denn die Degradierung vom Ltn. zum Soldaten nur weil aus der Marschordnung heraus ein hochrangiges Mitglied einer "befreundeten Bruderarmee" gegrüßt wurde, ist schwerlich nachzuvollziehen.
     
  13. #12 Veith, 02.02.2011
    Zuletzt bearbeitet: 02.02.2011
    Veith

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    Mir ist der Fall nicht mehr erinnerlich, obwohl mir "Rudi der Winker" bekannt vorkommt. Damals waren bereits die Krisenerscheinungen stark vorangeschritten. So begehrten vom "Leutnant 85" eine ganze Reihe ihre Entlassung im Truppenteil. Der Erste schrieb ein sog. Entpflichtungsgesuch schon bei Ankunft im TT und hatte seinen Abgang insoweit vorbereitet, dass er erst spät Kanidat der SED geworden ist. Sein 1-Jahr-Kanidatenzeit war erst nach dem Studium um, und dann wollte er nicht Parteimitglied werden ... in der Summe wurde ihm mangelnde Eignung assitiert und er ohne Ernennung zum Offizier - im gegenseitigen Einvernehmen - als Unteroffizier in die Reserve versetzt. Bei anderen - mit nicht so vorrausschauender Planung - dauerte die Entlassung länger.

    Im Ergebnis wurden alle wegen mangelnder Eignung zum Soldaten degradiert und entlassen. Jeder entging jedoch dem befürchteten "Nachdienen" des Grundwehrdienstes und Aberkennung des Hochschulabschlusses. Leutnant H. schaffte es trotz Entpflichtungsgesuch - wie auch immer - zum Oberleutnant befördert zu werden und nach drei Jahren entlassen und zum Kombinat Spezialtechnik Dresden "zu wechseln". Nur die Kampfgruppenverpflichtung hat ihm nicht geschmeckt ;)

    "Rudi der Winker" hatte offenbar seinen speziellen Weg gefunden :D

    @Michel, ergänze bitte, mir ist das alles nicht mehr so 100%ig in Erinnerung.
     
  14. STLO

    STLO Fluglehrer

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    In meiner Einheit gab es einen solchen Fall. Ein von den LaSK zuversetzter Leutnant hatte auf uns Blaue 0 Bock. Und baute nur Mist. Probeschuss aus seiner Pistole war glaube ich, die Krönung. Auf jeden Fall gings wegen magelnder Eignung nach Hause. Nach relativ sehr kurzer Wartezeit und als Leutnant. Also keine Degradierung und auch kein Warten auf den Stichtag.
     
  15. #14 Vtg-Amtmann, 02.02.2011
    Vtg-Amtmann

    Vtg-Amtmann inaktiv

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    Mal eine Verständnisfrage:

    Wie war es mit den Hubschrauberfiührer-Offz der NVA, die ihre fliegerische Ausbildung samt Offiziersausbildung und Studium abgeschlossen hatten und in die Einsatzverbände versetzt wurden, oder dann auch ausschieden und z.B. bei der Interflug-Agrarflug bzw. der Abt. Fernerkundung (Schwerlast- und Montageflüge) landeten? Gab es da konkrete Auswahlkriterien? Wenn ja, welche? Z.B. politische, fachliche, bedarfsabhängige?:engel:

    Gruß@all, Vtg-Amtmann
     
  16. Foxi

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    Im KHG-5 hatten wir einen Truppführer Bewaffnung der nach 15 Jahren als Hauptmann ausschied. Grund: fehlende Perspektive.
     
  17. #16 Michel179, 02.02.2011
    Michel179

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    @Veith
    Ich meine es war sogar schon zu Zeiten der Mig 29 ( warum wohl war sonst eine große sowjetische Abordnung im JG 3) als dies geschah (bin mir aber nicht ganz sicher). "Rudi" hatte schon die ganze Prozedur hinter sich, nachdem er sein "Entpflichtungsgesuch" geschrieben hatte. Also was da so alles kam: Gespräch mit den Eltern, Gespräch mit der Freundin/Verlobten/Ehefrau und zig Gespräche mit Politnik, Geschwaderleitung und und und. Ich weiß nur, er wollte aus privaten Gründen unbedingt weg.Genau zu dieser Zeit grasierte sowieso der "Entpflichtungsvirus" in Preschen. Da wollten einige unserer Schwarzkittel abkeulen.
    Nachdem alles nichts gebracht hatte sah "Rudi" nur noch diese eine Chance - dem lustigen Vorbeimarsch vorm großen Bruder. Hat ja dann auch geklappt. Er war dann innerhalb von einigen Tagen weg aus der Truppe - natürlich wie immer in solchen Fällen - unehrenhaft als Soldat entlassen.

    Michel 179
     
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  18. #17 Nummi, 02.02.2011
    Zuletzt bearbeitet: 02.02.2011
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    die Jungs die als Motorflugleherer bei der GST vorgesehen waren bekamen in Bautzen eine 2 Jahresschnellbesohlung und wurden anschliessend als Leutnant entlassen bwz. zur GST weitergereicht.
     
  19. Veith

    Veith Astronaut

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    Nur der Vollständigkeithalber: "unehrenhaft" gab es als Vokabel nicht, das ist "Hollywood". Natürlich kann man die degradie^^^Herabsetzung im Dienstgrad so ansehen ... ;)

    Ansonsten:
    So wie ich gehört habe, gab es normalerweise eine "Beurteilung" /Brief für den Betrieb oder die Hochschule. Bei "Fehlverhalten" könnte so ein Brief ggf. dazu geführt haben, dass die Studienzulassung rückgängig gemacht wurde. Das ist zwar hier OT, wäre aber mit "unehrenhaft" vergleichbar. Allerdings "fehlen" mir Praxisfälle oder gar Vorschriften.

    Viele Grüße nach Döbern :)
     
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  21. #19 schwarzmaier777, 02.02.2011
    Zuletzt bearbeitet: 02.02.2011
    schwarzmaier777

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    Aber das die 15 Jahre jemand als reiner Techniker erreicht hat, glaube ich bei dem Knochenjob niemals.

    Im JBG-37 hatten wir eine wirklich guten Techniker an der 2. 705 - der war zum Schluß 89 7 Jahre Techniker - als 10 Jahre NVA (11 falls er Nulli - also Abi bei der Armee gemacht hat). Er war gut und wie die guten Leute sind, meist unbequem weil er gesagt hat, was er dachte. Deshalb nix KT.....:FFTeufel: -

    Ich glaube nicht, daß er das noch 5 Jahre durchgehalten hätte.

    Insofern in meinen Augen eine sehr zweifelhafte Regelung!

    Aber ich weiß auch, das es zumindest einen Techniker vor meiner Zeit gab, der vorzeitig gegangen ist - nämlich Dieser hier:

    http://www.onkel-schalck.de/NVA-Bilder/Bilder/body_bilder.html

    Wie und warum entzieht sich aber meiner Kenntniss.


    Wobei ich hier das Jahr ab Mitte 1989/90 ausklammern würde - da gabs in der 2.JBS noch einen Fall. Jedoch war 89/90 sicher Einiges den Zerfallserscheinungen geschuldet !!

    Und hier muß ich zugeben, das ich als junger Lolli froh war, daß er ging, weil er eigentlich nur mit seinem Null Bock Getue gestänkert hat.

    Gruß
    Ingo
     
  22. gringo

    gringo Flieger-Ass

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    Dienstjahre der Offiziere ?????

    Der Normalfall war 25 Jahre. Dies m.E. seit Anfang der 70iger. Denn da wurden alle bestehende Diestverhältnisse der vorhandenen Offz. auf 25 umgepfropft, einfach so, ohne Widerspruchsmöglichkeit.
    Die übliche Verpflichtungszeit vor diesem Zeitraum lautete auf 10 Jahre nach Ernennung zum ersten Offiziersdienstgrad. Die letzten Offz. konnten so, sofern sie wollten, Anfang 70 nach Hause gehen.
    Danach nicht mehr so richtig "im Guten". Kenne selbst genügend Beispiele, wo es aber ging. Mit Beulen/Blessuren ...
    Typische Anwärter waren Kombinationen aus Einöd-Standort und Rompe-Läufer, d.h. keine Chance auf Beförderung etc. (nach Idee von StFw Rompe ließ man Panzer doppelt lang ohne Depotinst. laufen, ... bis der Klarstand gegen Null ging ..., d.h. die Idee flopte, der Name blieb.)

    So, wie schon geschildert, man "fraß" was aus, war bei Polit/Partei seeeehr uneinsichtig, "schaffte" den Parteiausschluß und war als Offz. nicht mehr tragbar.
    Dies war schon eine Gratwanderung, wenn man einen adequaten Zivileinstieg nicht vermasseln wollte.

    Für ganz wenige Verwendungen, wie bei Doctors, gab es noch die "Offz. auf Zeit" Variante.

    Und wer einen akademischen Abschluß hatte, wurde in den 80igern auch genötigt, bis zur Altersgrenze 50
    zu dienen. Obwohl dafür die rechtliche Grundlage fehlte.
     
Moderatoren: AE
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