Diorama Mitsubishi F1M2 "Pete", 1/48

Diskutiere Diorama Mitsubishi F1M2 "Pete", 1/48 im Dioramen Forum im Bereich ROLLOUTS - Die Bilder Eurer Flieger !; Hallo Forum, ein neues Dio ist fertig – erstmals ein japanisches Flugzeug. Idee: Eine startende "Pete" scheucht einen Pelikan auf, beide...

Garamond

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Die Pete von Hasegawa ist ein schönes und stimmiges Modell, recht einfach zu bauen. Die Hasegawa-Ätzteile empfand ich als überflüssig (sind auch nicht mehr, bzw. nur überteuert, zu bekommen). Da ich den Propeller in Bewegung zeigen wollte baute ich einen kleinen Elektromotor aus einem Servo ein, Batterie und Schalter sind in die Dio-Basis integriert. Die Kühlerklappen wurden geöffnet dargestellt und in dem nun einsehbaren Bereich wurden die Rohre des Auspuffsammlers angedeutet.
 
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Garamond

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Lackiert wurde mit Xtracolor-Farben. Um die Eintönigkeit des grünen Anstrichs zu brechen, wurden die stoffbespannten Flächen heller gestaltet und Blechpanels mit verschiedenen Gelb- und Grüntönen abgesetzt. Die Pete war im Original wahrscheinlich mit einer rötlichen Grundierung versehen. Im Modell habe ich versucht das darzustellen. Die meißten Lackbeschädigungen sind hellgrün, dann rostrot, dann alu.
 
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Garamond

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Das Wasser war die größte Herausforderung bei diesem Projekt, ich habe mich an verschiedenen Fotos orientiert, wobei jedes etwas anders aussah. In eine Hartschaumplatte wurde grob das Layout für die Wellen und eine passende Öffnung zur Aufnahme des Schwimmers geschnitten. Darüber kam eine Lage Pappmaschee, mit der Wellen und Heckwasser gestaltet wurden. Das Pappmaschee nutze ich in Zukunft wahrscheinlich nicht mehr: das Trocknen dauert ewig und das Materiel schrumpft, modelierte Details verwaschen oder verschwinden. Um den Schwimmer herum wurde aus durchsichtigem dünnen Plastiksheet auf jeder Seite ein gebogener Halbkreis angeklebt, der verdrängtes Spritz-Wasser darstellen soll. Mit verschiedenen Blau- und Türkistönen wurde lackiert, in Küstennähe gibt es auf Ambon tatsächlich diese "leuchtenden" Farben. Das aufgewirbelte Heckwasser und die Wellenkronen wurde mit in verdünntem klaren Acryl-Gel getränkter Watte dargestellt. Das Acryl-Gel wurde abschließend auf der ganzen Wasserfläche aufgebracht. Für den ersten Versuch mit dieser Technik bin ich ganz zufrieden, da ist aber sicher noch Spielraum nach oben…
 
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Garamond

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Der Pelikan ist ein Australischer, bzw. Brillenpelikan aus Modelliermasse. Ich baute erst ein Draht-Skelett dann schnitzte ich den Schnabel aus Plastik und gestaltete den Körper mit Milliput. Die Flügel sind je aus 2 Lagen Papier. Ich war über die Größe des Pelikans erstaunt, im Original ist der Schnabel etwa 50cm lang und die Spannweite liegt bei beachtlichen 2,6 m. In 1/48 ist das Modellieren des Tieres trotzdem ziemlich fummelig und filigran…
 
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Ralph

Ralph

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Das Wasser war die größte Herausforderung bei diesem Projekt, ... da ist aber sicher noch Spielraum nach oben…
... ich finde die ganze Szene sehr realistisch - vor allem das Spritzwasser und die Idee mit dem startenden Pelikan finde ich super :
das Dio gefällt mir ausgesprochen gut :TOP:

ps: .. der ,Pete' natürlich auch !
 

bladestall

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Klasse!!!!! Ich bewundere die "Wasserkünstler" besonders! Hast Du eventuell Bilder von der Wasser-Bauphase? Das würde mich mal stark interessieren!
 
Augsburg Eagle

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Alien
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Die Szene wirkt wirklich "echt" :HOT: Müsste in S/W jederzeit als Original durchgehen.
Die Wellen sind sehr gut auf ein startendes Wasserflugzeug abgestimmt. Das dürfte dabei die große Kunst sein.
Und der flüchtende Pelikan rundet das Ganze perfekt ab :TOP:
 
Taylor Durbon

Taylor Durbon

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Wieder ein Knaller von dir. Beide Vögel prima gelungen! Ganz toll finde ich die verschiedenen Farbnuancen und -abplatzer auf der Oberseite.
Alles in allem wiedermal: Sehr schön! :TOP:
 
Wild Weasel78

Wild Weasel78

Alien
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Klasse :TOP: sehr schön Lackiert plus passende Alterung :TOP:

Mfg Michael
 
popeye

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.
Das ist für mich nicht mehr wirklich Modellbau - das ist eigentlich schon "3D aviation art" !

Und ich vermute stark, dass da mehr dahinter steckt, als uns Garamond in seinen interessanten Bildtexten erzählt.

Hier zeigt sich für mich wieder ein Gesamtkonzept und eine Idee, die entweder bis ins Detail geplant - oder bei der Ausführung so lange angepasst wurde, bis Alles zufriedenstellend und stimmig war.

Der Modellbau, die Auswahl des Hintergrundbildes und die Fotografie sind in einem begeisternden Gleichgewicht.
Man muss schon genau hinsehen, bis man auch die Uebergänge von der kleinen Grundplatte zum Hintergrund wahrnehmen kann.

Es gibt viele gute Dioramen-Bauer. Aber alle drei oben genannten Voraussetzungen so gekonnt und realitätsnah kombiniert zu präsentieren ist echt eine Meisterleistung.

Ich nutze hier bewusst keine Emoticons - die würden dem Resultat nicht gerecht.

Chapeau, Rolf
 

Garamond

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@all, schön wenn's gefällt, freue mich drüber.

@popeye, tatsächlich habe ich mit dem Hintergrundbild angefangen und dann die Farbe des Wassers drauf abgestimmt:D:

@bladestall, Bilder im Bau habe ich nicht, war mir nicht sicher ob's überhaupt was wird. Im Prinzip macht man einfach immer solange weiter bis es gefällt, teilweise hab ich 3-mal Watte übereinander gegelt... Ich hatte daneben immer eine Testplatte auf der ich probiert hab.

Hier die Wassergestaltung etwas veranschaulicht:
1 Modellieren mit Pappmaschee (hier ergeben sich nach dem Trocknen auch automatisch "kleinere" Wellen)
2 Halbkreisförmige gebogene Stücke aus transparentem Plastiksheet
3 Basisfarbe dunkles Blaugrau (2 Farben zufällig ineinender mischen)
4 Trockenmalen (aufgehellte Basisfarbe, dann türkis an höheren Wellen, teilweise auch schon weiß im Heckbereich)
5 transparentes Acrylgel über alles (oder z.B. "Making Waves" DELUXE-Materials – ist auch nur Acrylgel), ich habe das zuerst mit Wasser verdünnt mit dem Pinsel aufgetragen, so sieht man keine Pinselspuren
6 kleine Stücke Watte zupfen, den Untergrund leicht mit Acrylgel anfeuchten, die Stücke in Strömungsrichtung aufbringen und mit verdünntem Gel "betropfen". Aufpassen das die Watte möglichst "fluffig" bleibt. Hab sie im feuchten Zustand ständig mit der Pinzette gezupft.
7 Auf die Wellenkämme in Acrylgel getunkte Watte ziehen
8 Mit Acrylgel nochmal übers Wasser und auch den Schwimmer schön "anschwemmen"
9 Wenn's noch nicht gefällt einzelne Schritte wiederholen

Gruß Garamond
 
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Swordfish

Swordfish

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Nicht mein Masstab aber Grandios!!!!!!!!!!!!!!!!!!:TOP:
 
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