Dioramen der Goldenen Jahre der zivilen Luftfahrt - Breguet Br 28T

Diskutiere Dioramen der Goldenen Jahre der zivilen Luftfahrt - Breguet Br 28T im Props bis 1/72 Forum im Bereich ROLLOUTS - Die Bilder Eurer Flieger !; So ist die „Dio-Ansicht“ in etwa. Die Aktivitäten sind klar verteilt: Zenzi braucht den Weißwein für den Spargel, Juliette hat ihn schon im Kühler...
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So ist die „Dio-Ansicht“ in etwa.
Die Aktivitäten sind klar verteilt: Zenzi braucht den Weißwein für den Spargel, Juliette hat ihn schon im Kühler verstaut – leider kann ich das Etikett nicht lesen, aber es ist wohl ein Riesling aus dem Alsace. Juliette war von Preise übrigens zum Beifall klatschen in einem Zirkus gedacht. Und unser Koch steht vor dem schönen Herd mit Email-Türen.



Über der Arbeitsplatte sind jetzt auch die Wandregale sichtbar, das obere mit den bekannten Töpfen, der großen Kaffeekanne und einer Vase, darunter Wasserkaraffen und Gläser. Auf der Anrichte auch eine Vase mit ein paar recht kläglichen Blumen – sollt wohl neu bestückt werden.

Die Küche soll ja für irgendwas gut sein. Überraschung: es gibt ein Restaurant, und zwar in der Mitte des Gebäudes, in der Kanzel. Wir wissen schon, da war sie im Original nicht, da war die Flugaufsicht mit dem großartigen Überblick über das Flugfeld.



Aber ich wollte auf keinen Fall auf ein Restaurant verzichten, nicht zuletzt deshalb:



So ein Glück muss man nutzen, auch wenn Alfons besser in das schon erwähnte Bierzelt passen würde. Es ist eben immer dünn gesät mit passenden Figuren, selbst im Bahn-Maßstab. Also heißt es erst mal sichten, was an sitzenden Figuren überhaupt da ist und wie man das zu einer Art Story zusammenstellen kann.
 
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urig

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ich habe einen Tippfehler entdeckt: Alfons -> Alphonse :p046:
 
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Möglicherweise aber ein internationaler Fluggast im Transit, und der dauert wohl etwa länger deshalb erstmal eine Stärkung. :biggrin: :biggrin:
Also, Urig hat wohl recht. Der hiess mal Alfons, hat sich aber dann wohl Frankreich orientiert. Ob er sich allerdings umbenannt hat, ist unklar. Grundsätzlich könnte auch Bleientes Annahme stimmen. Vielleicht klärt sich das später noch.
 
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urig

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... warten wir mal ab, was er serviert bekommt!

An den kulinarischen Vorlieben der Gäste erkennt man Ihre Herkunft.
 
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Die Geometrie des Raumes lässt, wie im letzten Bild von #61 erkennbar, 4 Vierertische zu, wenn alle Gäste eine gute Sicht haben und das Ganze großzügig wirken soll. Das sollte genügen, um wesentliche Abläufe eines Restaurant-Besuchs zu erleben.

Am Tisch eins dann auch der erste Schritt zu einem erfreulichen Mal – man trifft sich. Madame ist schon da, was sicher gerade in den 30igern eher selten war. Er eilt elastisch jugendlich auch schon heran, sie winkt, wenn auch hier im Bild schwer erkennbar – das wird sicher ein nettes Treffen.



Die weiß gedeckten Tische, dazu blaue Stühle, das ist schon etwas Besonderes, aber Farben waren ja in dieser Epoche durchaus erlaubt. Die Teile stammen von Preiser aus dem Kit 17219.

Am Tisch 2 sind wir schon einen Schritt weiter: Servietten und Bestecke, die unerlässliche Wasserkaraffe samt Gläsern stehen auf dem Tisch und die Aufmerksamkeit des Chef de Rang konnte erreicht werden. Einer Bestellung steht jetzt nichts mehr im Wege. Im Originalrestaurant wurden übrigens nur feste Menus angeboten, und zwar für 18, 25 oder 35 Francs. Die Servietten samt Besteck stammen wie Karaffe und Gläser von Prieser aus dem Kit 17220 – unglaublich fein, perfekt geformt.



Der dritte Tisch ist schon in froher Erwartung, wahrscheinlich auf den Spargel, den wir in der Küche gesehen haben. Wer den artgerecht verzehren will, also mit den Händen zum Munde führen und dann lutschend essen, der ist mit so einer Serviette à la Alphonse (?) gut bedient. Madame möchte auch im Restaurant auf den Hut nicht verzichten. Fräulein Tochter hat auch schon einen Rosée vor sich – die nette Sitte des Apéro.



Deutlich zu erkennen: am vierten Tisch sind definitiv auch Ausländer. Ein Bier im Glaskrug in Lyon, das ist eher unüblich. Und auch die Gerichte: Spiegeleier, Brezen?! Jedenfalls ist das höchstens das Menu zu 18 Francs.
Das jüngere Paar am Tisch hat sich den örtlichen Genüssen wohl schon ergeben - vielleicht sind das auch die Gastgeber?
Auch hier wieder Rosée, muss am Wetter liegen. Schließlich ist die Côte de Provence ja auch gleich ums Eck.Alle Zutaten sind im Preiser-Kit 17220 enthalten.



Das Schmuckstück im Restaurant ist der Tisch, auf dem präsentiert wird, was Küche und Keller zu bieten haben:
Lachs und Forelle, der schöne Hummer, dahinter Kuchen und frisches Obst, und wieder der Rosée und ein Weißwein, der Flaschenform nach vielleicht ein Chateau Haut Brion ? Teuer, aber gut und zuverlässig.
Wirklich fasziniert haben mich die Kuchen, die Preiser so anbietet. Das ist alles 1:87!



Zusammengestellt wirkt das Ensemble von Restaurant und Küche dann so:



Der Kleiderständer wird noch ein paar Mäntel oder Jacken bekommen, vielleicht auch einen Hut. Gibt es auch von Preiser im Kit 17184.

Damit sind die dem Flugfeld zugewandten Räume des Aérogare Lyon-Bron eingerichtet und mit Leben erfüllt. So sehr ich vor allem den Einfallsreichtum und bei neueren Produkten auch die Qualität der Figuren und des Zubehörs preisen kann, so sehr muss ich mich entschuldigen für die Bemalung - Figuren sind definitiv nicht mein Ding, wie überhaupt Bemalen. Aber ich hoffe, in der Masse wird es nicht so auffallen. Meist interpretiert der Betrachter ja auch vor allem bei aus dem täglichen Leben bekannten Szenen mehr, als dass die Details wirklich zählen.

Der Betrachter - da kommen wir genau auf den Punkt: Wenn denn alles zusammengebaut ist, normal "Ausstellungs-typisch" beleuchtet, was bleibt dann noch für ihn?
Hier gilt es wörtlich: Schaun wir mal!
 
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Da haben wir das Ergebnis: mit richtig guter Neon-Beleuchtung ist zumindest in den oberen Stockwerken nicht wirklich viel zu erkennen. Das gilt insbesondere für den linken Flügel,



aber auch im rechten sieht es düster aus.



Jetzt probieren wir mal, ob grundsätzlich was mit Licht zu machen wäre, also erst mal mit Blitz. Wieder linker und rechter Flügel.




Das Ergebnis ist vielversprechend und ich werde es doch mal mit innerer Beleuchtung zu experimentieren. Am leichtesten geht das im Untergeschoss. Und dann müssen wir vor allem sehen, ob das nicht übertrieben rüber kommt.
 
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Norboo

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diese Kreativität und auch die fantasievollen Geschichten zu den Szenen sind faszinierend!

und die Gäste sind namentlich bekannt, sogar ohne QR-Code...
 
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diese Kreativität und auch die fantasievollen Geschichten zu den Szenen sind faszinierend!

und die Gäste sind namentlich bekannt, sogar ohne QR-Code...
Zuviel der Ehre, danke! Ich erröte!!

Das mit den Namen habe ich von den Kindern abgeschaut - die fragen auf Ausstellungen gern, wer das denn sei. Und andersrum wirkt es auch: wenn ich frage, ob sie denn Alphonse mit seiner Serviette gesehen haben, dann beginnt die Suche und es werden viele Dinge gesehen, die sonst völlig unbeachtet bleiben. Wirklich eine völlige Änderung des Interesses bei den Besuchern, die sonst keinen Bezug haben. denke ich.
 
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Sehr interessanter und "ansteckender" Bericht!!!:thumbsup:
 
Übafliaga

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Das mit den Namen habe ich von den Kindern abgeschaut - die fragen auf Ausstellungen gern, wer das denn sei. Und andersrum wirkt es auch: wenn ich frage, ob sie denn Alphonse mit seiner Serviette gesehen haben, dann beginnt die Suche und es werden viele Dinge gesehen, die sonst völlig unbeachtet bleiben. Wirklich eine völlige Änderung des Interesses bei den Besuchern, die sonst keinen Bezug haben. denke ich.
Viele Modellbauer raunzen um den ausbleibenden Nachwuchs. Die sollten sich ein Beispiel an dir nehmen und Kinder herausfordern, dann klappts auch mit dem Nachwuchs, Ha!
Ansonst kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen :applause1:

Sollte ich mal vorbeikommen, bekomm ich bitte ein paar freilaufende Spiegeleier, dazu natürlich frisches Baguette und daaaaaannnn die Spezialität des Tages :-22:
Aber wenns geht keinen Tisch neben Alphonse, der zuzelt immer so laut an seinem Spargel :blink:
 
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Sollte ich mal vorbeikommen, bekomm ich bitte ein paar freilaufende Spiegeleier, dazu natürlich frisches Baguette und daaaaaannnn die Spezialität des Tages :-22:
Aber wenns geht keinen Tisch neben Alphonse, der zuzelt immer so laut an seinem Spargel :blink:
Dankesehr für die Aufmunterung - und jetzt zum Schmäh:

Des mit de Oa- des geht net - 1932 woa des kane Alternative.
Spezilität des Tages: passt! Oba bring a Göid mit!

Das kommt dabei raus, wenn ein Westfale nur lange genug mit einer Salzburgerin verheiratet ist.
 
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Jetzt hab ich mal was zusammengefrickelt. Glücklicherweise ist dies nicht mein erster LED-Versuch, denn es gab mal eine Do 31 mit komplett eingerichtetem Laderaum (Achtung, @poc, das wäre auch was für Dich mit Deiner epischen Nora!), der meine Teilnahme bei den üblichen familiären Aktivitäten stark reduziert hat. Nachdem meine Frau mit Scheidung drohte, "wenn Du das einfach so zusammenklebst und dann wieder keiner sieht, warum wir so allein waren", habe ich da auch LED's eingebaut. Das war damals eher unüblich, die Dinger waren schöne kleine Plättchen unter einem mm² groß, an die 2 hauchdünne Lack-Kupferkabel zu löten waren. Und dann die Rechnerei mit den Widerständen, Ängste zu Verhandlungssicherheit - und wohin damit!

Heute gibt es das alles konfektioniert, wie ich erfreut feststellen konnte. Werdet Ihr sowieso schon alles kennen.
Trotzdem hier die Zutaten, die ich verwenden werde:

Oben die Platine mit angelöteten Kabeln, schön zu erkennen, wozu die sind. Daneben das Gelbe ist warm-weißes LED Licht und die komplette Schaltung, dimmbar(!) für bis zu 24 Volt.



Unten das gleiche im Doppelpack, jetzt zum anlöten der Kabel. Da diese Platinen "groß" sind, geht das mit geeignetem Lötkolben unfallfrei: Ihr seht die beiden glänzenden Metallplatten, die noch kein Lot haben, aber die ganz linke hat ein Loch! Das ist der sichere Hinweis auf +, das man mit ausreichend starker Sehhilfe auch darunter gedruckt sehen kann. Dahin kommt das rote Kabel, for the avoidance of doubt, wie es im Vertragsrecht so schön heißt. Alles klar?

Irgendwie müssen wir das ja auch noch organisieren: Dazu hilft eine Klemmleiste. Diese hier ist luxuriös, zeigt mit integrierten LED die Polung an, was wir am Besten aber nicht brauchen. Dann noch ein Kippschalter für den Fall, dass uns noch irgendwas einfällt.



Schließlich noch die Stromversorgung: Mittig unten ist ein Behälter für einen 9V Block - hält erfahrungsgemäß für etliche dutzend Ausstellungstage und mehr. 2 Davon hintereinander gibt 18V. Dann noch der Hosenträger zum Gürtel, ein Trafo für Ausgangsspannungen von 3 bis 12V - theoretisch. Elektriker prüfen ja gern (hundert mal ist nichts passiert....) und so habe ich die Ausgangsspannung des Trafos gemessen - mit 18V, egal, wo der Schiebeschalter steht. Mal schauen, wie die Lichtstärke sich denn darstellt, wir können ja 9V und 18V, alles im zulässigen Bereich.

Wir brauchen noch eine Decke, in der die LED’s eingebaut werden können.
Geht recht einfach: z.B. die gute Pappe von geleerten Kitschachteln, in die eine Öffnung zum Einsetzen der LED Platine geschnitten wird: da passt sinnigerweise eines der Formate der Tamiya Gravurschablone! Da klemmen wir die Platinen rein.



Wobei die Anschlusskabel nach oben geführt werden, also unsichtbar für den Betrachter. Die Anordnung empfiehlt sich möglichst nahe an der Fensterfront, um den Anschein des Lichteinfalls von außen zu unterstützen. Hier jetzt das ganze Kabelgewirr mal provisorisch ungekürzt, denn wir wollen ja erst mal sehen, was das alles bringt.


Die Fassade wird innen in diesem Bereich durch eingklebte Alufolie im Sturz lichtdicht. Wir sehen auch, dass der größte Raum, also das Foyer in der Mitte hinter dem Finger die doppelte Lichtpackung bekommen hat.

So - und jetzt hat's Bumm gemacht?
 
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Nein, hat es nicht: Mit 9V tut sich nicht viel, die Dinger glimmen nur. Die volle Dröhnung der 18V lässt schon deutlich mehr erkennen.



Gehen wir mal ein wenig näher ran: Die Ankunft sieht nicht mehr so traurig aus – für meinen Geschmack eine deutliche Verbesserung.



Vor allem die große Halle ist jetzt zu erkennen – wenn wir uns nur verneigen wollen. Also auf die Kinder-Perspektive. Das Foto des Originals macht sich da richtig gut. Und auch der Abflug bekommt mehr Glanz.



Bleibt immer noch die Frage, ob das nicht zu viel ist, zumindest hier im Erdgeschoss mit den großen Fenstern. Also noch ein Blick aus der Erwachsenen-Perspektive:



Klar, die Einsicht in den Finger ist so nicht möglich. aber der Gesamteindruck bleibt positiv: nun bin ich sicher voreingenommen. Diese Fotos sind in einem hell erleuchteten Raum entstanden, wie die Aufnahmen der unbeleuchteten Dio-Räume auch. Wenn denn die Beleuchtung auf einer Ausstellung wirklich mies ist, (nein, sowas gibt es ja bekanntlich nie) kann ich ja immer noch dimmen.
Nochmal der blick auf den langen rechten Flügel:



Ok, das Licht bei der Polizei ist zu aufdringlich - da werde ich nacharbeiten.

Aber grundsätzlich ist für mich die Entscheidung gefallen: alle Räume des Gebäudes in den unteren 3 Stockwerken werden die LED-Beleuchtung bekommen. Der "Tower" hat ja seine eigene Optik, außerdem liegt er dem Auge des Betrachters viel näher. Werde ich entscheiden, wenn es so weit ist.
 
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Klasse Arbeit! Du hast mir viele Anregungen und Ideen für meine nächste Diorama geliefert. Wie sieht’s jetzt aus mit den Flieger auf dem Vorfeld? Eigentlich müssten die auch eine Innenbeleuchtung bekommen... Allerdings in der frühen 30-er Jahren wurde nach Sonnenuntergang nicht mehr geflogen, oder?
 
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... Wie sieht’s jetzt aus mit den Flieger auf dem Vorfeld? Eigentlich müssten die auch eine Innenbeleuchtung bekommen... Allerdings in der frühen 30-er Jahren wurde nach Sonnenuntergang nicht mehr geflogen, oder?
Guter Ansatz, waere aber ein anderes Diorama:
Erstens waere im Dunkeln das Gebäude zum größten Teil unbeliebt, denn nachts flog nur die Post im Jahre 1932.
Die Breguet der Baureihe 28T gab es zwar mit Kabinenbeleuchtung, aber nur auf Wunsch, und die in Lyon hatten nach meiner Recherche keine.
Aber in Bron hat der Post-Nachtflug stattgefunden, ich glaube aber, erst nach 1932.

Es bleibt also dunkel im Freien.
 
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Und da loben die Leute meine Geduld bei meiner „läppischen“ Fokker-Staffel!
Du strotzt ja nur so vor Ideen. Große Klasse! :-60:
 
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Und da loben die Leute meine Geduld bei meiner „läppischen“ Fokker-Staffel!
Du strotzt ja nur so vor Ideen. Große Klasse! :-60:
Danke, aber das sind ja nur Figuren und Architektur. Das ist mehr wie ein Buch aktiv lesen - da geht es ja auch im Kopf weiter, wenn's ein interessantes Buch ist. Wer die herrlichen Aufsätze zu dieser Zeit des Fliegens in den diversen Icare gelesen und daran Freude hat, der kann gar nicht anders, das muss raus...
 
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Die Obergeschosse möchte ich äußerlich komplettieren, bevor ich alles zusammen nagele, hoffentlich wird so ein Lösen der inneren "Werte" vermieden. Wäre ja nicht das erste mal, dass nach dem zumachen die Überraschung kommt und mit Skalpell, Säge und Fräse eine aufwändige Restaurierung nötig wird, bevor es überhaupt fertig ist.
Wichtig für die Architektur sind die Geländer, die die Besucherplattformen umgeben wie ein Kranz. Im EG hatten wir das schon, das Prinzip hatte ich ja im #14 beschrieben. Im 3. Stock ist das aber durch die Kanzel ungleich schwieriger: der halbrunde Teil ist der Gegenstand, der mich bisher einen ebensolchen Bogen um das Geländer machen ließ. Aber wat mutt,...
Die Ecken werden mit um 45° gedrehten Stäben realisiert: der Trick ist, die beiden Messingdrähte genau in gleicher Länge zu knicken. Deshalb fangen wir mit dem Eckstück an, dann haben wir das als Referenz.



Pfosten per Pfosten wird dann mit der Pinzette zusammengedrückt und verklebt. Dafür hat sich dieser Klebstoff bewährt, denn die Verbindung wird nach etwa 20 Sekunden tragfähig. Um die Höhenabstände einzuhalten, helfen Schablonen. Die sind ganz besonders in der Rundung hilfreich.



Der Trick ist bei der Vorrichtung, dass die dritte Wand hinten im Bild zur Mitte verschoben werden kann, so lässt sich der Rest der Vorrichtung nach dem Verkleben herausdrehen. Wenn dann die Drähte überall drin und verklebt sind, brauchen wir ja nur noch das Geländer montieren - Ihr erinnert Euch, ein 1,5m Evergreen U-Profil mit 1mm Nut, in die die Pfosten passen. Nun sind solche Profile ja recht formstabil: schön bei den geraden Stücken, aber die Rundung machen sie nur mit, wenn man ihnen den Starrsinn austreibt.
Dazu wird in die Nut mit einer Spritze ein Plastikklebstoff eingeflößt. Die Coroan-Spritzen sind gut geeignet, weil aus Glas und mit sehr feiner Nadel und kleinem Kolbendurchmesser, da gelingt eine gleichmäßige feine Füllung.



Dann wird der Patient ins Wartezimmer geschickt, immer schön mit U nach oben, und von Zeit zu Zeit geprüft, ob er schon mürbe ist. Wenn es dann so weit ist, lässt sich das Profil so biegen, wie wir das wollen. Dann kommt der Hammer:



Damit das Profil sich das nicht anders überlegt, wird ihm über Nacht geholfen, seine neue Form zu behalten.
So können wir am nächsten Morgen über ein komplettes Geländer für die große Terrasse freuen.



Und die kommt jetzt auf den noch separaten Komplex des 2. & 3. Geschosses. Nachdem sie komplett schwarz bemalt wurde: für solche Effekte finde ich das nicht so glänzende Tamiya XF-18 ideal.
 
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Dass nun sogar Plastik geimpft wird.........!?:07:
Es würde mich nicht gross wundern, wenn bald nur noch geimpfte Modelle gezeigt werden dürfen.....:014:
 
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