Dornier Do 335V-10

Diskutiere Dornier Do 335V-10 im Props bis 1/48 Forum im Bereich Bauberichte online; Seit langer Zeit schlummerte bei mir ein "asbach-uralt" Bausatz der Do 335 von Monogram, von 1974 .... summasummarum gute 30 Jahre alt diese...

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  1. #1 BOBO, 30.11.2005
    Zuletzt bearbeitet: 30.11.2005
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    Seit langer Zeit schlummerte bei mir ein "asbach-uralt" Bausatz der Do 335 von Monogram, von 1974 .... summasummarum gute 30 Jahre alt diese Kiste. Mir war das Modell einfach zu Schade, um es zu verschenken, entsorgen etc. Es gibt ja einen guten Basisbausatz von Tamiya, aber ehe ich da an viel-Geld-Bausatz einen Umbau "übe", habe ich mich entschieden, diesen alten Bausatz "made in USA" umzubauen - in ein Modell, dass so schnell nicht jeder hat und was mich schon seit langer Zeit interessierte.
    Historie:
    Neben der einsitzigen Version wurden auch ein zweisitziger Nachtjäger konzipiert und in mehreren Mustern als Version Do335A-11/12 "Ameisenbär" gebaut. Ebenso in der Projektierung war ein zweisitziger Nacht- und Allwetterjäger, ausgerüstet mit einem DB 603E (leistungsverstärkte Version mit MW50 Einspritzung), Zusatztanks unter den Tragflächen, Radarantenne FuG 220 Lichtenstein bzw. FuG 218 Neptun V, ebenso mit einem passivem Radar FuG 350 Naxos. Diese zweisitzige Nachtjagdversion Do 335A-6 sollte mit Flammendämpfer und eine Mk 103 sowie zwei MG 151 bestückt werden. Die Do 335V-10 (Wnr.:230010, CP+UK) gilt als der Prototyp dieser Nachtjägerversion und flog erstmalig im Januar 1945 von Diepensee aus zu ihrem Jungfernflug. Das Muster Do 335V-10 sollte eine integrierte, in den Rumpf völlig eingelassenes Cockpitverglasung erhalten und ebenso mit einem Schleudersitz ausgestattet werden. Für eine Fortführung der Entwicklung wurde auch eine Version B-6 als Nachjäger geplant, aber mit einer anderen Cockpitverglasung (ähnlich einer Astrodomkuppel). Dafür entstand das Versuchsmuster Do 335V-17, das in unvollendeter Bauweise von den Alliierten vorgefunden wurde. Diese V-17 gelangte in die Hände der französischen Luftstreitkräfte, wurde dort baulich vollendet und bis zum Absturz im Dezember 1948 getestet. Die Maschine wurde nach dem Absturz entgültig verschrottet.
     

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  3. #2 BOBO, 30.11.2005
    Zuletzt bearbeitet: 30.11.2005
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    Das Modell selbst ist eigentlich einfach zu bauen .... dachte ich mit halt so! :rolleyes: Aber bei meiner üblichen Methode, in Baugruppen das Modell vorzubauen, um dann beim Airbrush schwer zugänglich Stellen und Bereiche mit eine Spritzschablone zu bearbeiten, stieß ich auf laufende Probleme. Spalten von 1-2mm beim Zusammenstecken der Baugruppen offenbahrte einem das Alter dieses Bausatzes. Also muß man Auffüttern, Spachteln und Schleifen, was das Zeug hergibt.
    Im Bild sind nur einige der Stolpersteine zu erahnen.
     

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  4. BOBO

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    Der interessanteste Bereich ist das obere Rumpfsegment. Nach einer Zeichnung habe ich dort den Kabinenteil des Copiloten entstehen lassen. Leider gibt es bis auf ein einziges, nicht mal als V-10 zu bezeichnendes Cockpitfoto, das die Enge dieses Raumes und den fehlenden Platz für ienen zweiten Schleudersitz offenbahrt. Ich habe die vorligenden Bauteile für das A-11/12 Cockpit umgebaut und die Rückwand veränder, keinen Schleudersitz verwendet.:TD:
     

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  5. #4 BOBO, 30.11.2005
    Zuletzt bearbeitet: 30.11.2005
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    So sieht dann der Rumpfbereich aus, über die Anfertigung der Kabinenverglasung habe ich mir noch keine Gedanken gemacht, dass muß ich auf mich zukommen lassen.:?!weitergehende Informationen (Literatur, weitere Fotos von Details), auch zu kleineren Bauabschnitten findet Ihr beim MSC "Hans Grade" Berlin http://www.msc-hansgrade-berlin.de/index.php?id=54,92,0,0,1,0
     

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  6. BOBO

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    Auf jeden Fall steht die Maschine seit gestern auf eigenen noch nicht verklebten(!)Füßen, der Schwerpunkt und Gewichtsausgleich wurde mit viel Geduld und Spucke vollbracht, um nicht das Bugfahrwerk unnötigen Brüchen auszusetzen. Nur die Schleifarbeiten lassen nicht nach. Die Abdeckung für den vorderen Motor paßt überhaupt nicht. Eigentlich hätte diese durch die Öffnung fallen müssen.:confused:
     

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  7. BOBO

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    Über die Bemalung habe ich mir auch schon Gedanken gemacht. Eine französiche Ausführung war nicht so prinkelnd.:FFTeufel: Da gefiel mir der nach mehreren Quellen entstandene Rekonstruktionsversuch besser::TD:
     

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  8. BOBO

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    Und hier ein ziemlich schlechtes, aber dennoch interessantes Foto der franz. Ausführung M-17, die auf einem Feld auf den Bauch gelegt wurde. Beachtet die Cockpithaube, die hier noch nicht das Astrodrom ist für die künftige B-6 ist, sondern noch in der Ausführung als A-6.
     

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  9. #8 Klaus Lotz, 30.11.2005
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    Hallo Bobo,

    ist dchon sehr intressant, Dein Baubericht.
    Da ich den alten Monogramm - Bausatz auch noch hier liegen habe, verfolge ich den Baubericht natürlich mit Intresse.

    Gruß

    Klaus
     
  10. #9 BOBO, 05.12.2005
    Zuletzt bearbeitet: 28.12.2005
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    Hallo Klaus,
    na da hast Du Dir ja etwas vorgenommen. Aber gerne gebe ich Dir ein paar Tipps und Hinweise zu kritischen Punkten, denn Feheler muß man ja nicht wiederholen.
    Vielleicht baust Du dann die B-6/ Prototyp der B-6 :FFTeufel: , denn die ist sogar etwas anspruchsvoller. Ich würde empfehlen jeglich Zurüstteile in den Skat zu drücken, die es da gibt, denn die sind nicht für das Monogram-Modell, ziemlich teuer und obendrein machen diese mehr Arbeit. Die kleinen Macken sieht man zum Schluß sowieso nicht, wenn Du dann ruhig schlafen kannst .... :D

    1. Beim Auffüttern der Spalten zwischen Rumpf und Tragfläche solltest Du lieber an der Tragflächenwurzel am Rumpf auffüttern, denn die Schleiferei an der Tragfläche ist ätzend. Man muß zeinlich aufpassen und an dieser Stelle zu verschleifen ist ein Graus. Versuche es dann mit Vorher-Zusammenenpassen und dann Verkleben!
    2. Vergiß die Angabe in der Bauanleitung bezüglich der V-Stellung, da mit entsprechenden Klebeband nachzuhelfen. Die dann entstehende V-stellung ist mehr als übertrieben!
    3. Der Spinner hinten muß besonders angepaßt werden, er ist irgendwie falsch, ich glaube auch zu lang.... aber ich bin mir da noch nicht sicher.
     
  11. #10 Rapier, 19.12.2005
    Zuletzt bearbeitet: 19.12.2005
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    Bobo - 82/83 auf 76 oder 65 bzw. 70/71 auf 65? Die Quellen zur Tarnung bei mir sind widersprüchlich.

    Edit:

    Zum besseren verständnis, warum ich frage

    http://www.clubhyper.com/reference/do335camomu_1.htm
     
  12. #11 BOBO, 28.12.2005
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    Sorry für meine verspätete Antwort, ich konnte eine Weile nicht Online sein, da ein neues PC-System eingerichtet werden mußte und somit nicht alles klappte, wie ICH wollte.:FFTeufel:

    Nun, ob nun Herr Ullmann darüber anders denkt oder nicht, ich halte mich einfach an die Vorgabe (siehe auch die Zeichnung in seinem Buch S. 163) und werde meine Version in 81,82,76 fertigstellen. 65 fällt aus, da im August 44 eine Anweisung durchzusetzen war, dass die Flugzeuge untersetig mit RLM 76 zu streichen seien. (Siehe 162. Buch von Herrn Ullmann):TD:
     
  13. BOBO

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    Nun ich habe mir, nach einer langen Pause Gedanken über die Herstellung einer Cockpitverglasung machen müssen. Es gab kein annähernd passendes Vorlagestück. Also müßte die Haube neu kreiert werden. Es hat geklappt und diese Vorlage reicht wohl für 5-10 Stück, so dass man sich die Beste aussuchen kann. Wie und was ich daran gemacht habe, kann man genauer nachlesen:rolleyes:
     

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    Und weiter gehts

    :D
    Der Artikel ist zwar von 2006, aber so lange können Modelle stillliegen!
    Jetzt habe ich mich wieder ran gemacht, da meine He 219 liegt, wegen der komplzierten Bemalung. :-?
    RLM83 wurde heute aufgebracht und so sieht die Monogram-Mühle danach aus:
     

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    :TD: 45 Minuten hat das Abkleben und der Farbauftrag gedauert, ging eigentlich ganz flott von der Hand. Mal sehen, wann ich wieder Ruhe für die nächste Runde finde!
     

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    Nach einigen Lesestunden und Bildbetrachtung habe ich mich nun wirklich für die CP+UK (V10, WNr.:230010) entschieden. Die ersten Kennungen sind drauf und dazugehörige Abgasspuren. Die 10 am unteren SLW kennzeichnet mein Projekt V10.
    Die Unterseite ist auch "repariert", da einiges an Schleifarbeiten nachzumachen war. In dem Bausatz fehlte ein Teil, die kleine FW-Klappe war von Anfang an verschwunden. Ergo habe ich die von Tamiya verwendet, was am Schluß zwar keiner bemerken wird, aber ich brauche mir kein Bein wegen eines Ersatzteiles ausreißen:cool:
     

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    Die neue Klappe -nur eingeklemmt- ist 'nen Tick zu groß, ..." aber wenn's Schääää mocht!":FFTeufel:
     

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  18. BOBO

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    Die ersten Abgaßspuren sind hier am Besten zu sehen.
     

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  19. #18 airforce_michi, 25.10.2010
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    Dann kannst Du die ja leicht wieder entnehmen und erstmal die drei Senklöcher beseitigen... :TD:
     
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  21. #19 Hans Trauner, 25.10.2010
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    Durch die aktuelle Wiederauflage des Bausatzes in einer Revell-Schachtel gewinnt der Baubericht ja sogar an passender Aktualität...

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    Das sind doch keine Senklöcher, sondern Auswerfermarken...:rolleyes:
     
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