Dt. Schwerer Bomber ???

Diskutiere Dt. Schwerer Bomber ??? im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Hatten die Deutschen während des WW II einen schweren Bomber wie die B-17 oder die Lancaster ? Also, ich meine mit dem Eigenschaften: große...
Yankee

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Hatten die Deutschen während des WW II einen schweren Bomber wie die B-17 oder die Lancaster ?

Also, ich meine mit dem Eigenschaften: große Reichweite, Hohe Bombenlast, Schwer gepanzert usw.
 
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is ne He111 schwer?
 

Hog

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hm, naja, "mittelschwer" ;)

Jedenfalls wurden bei uns für einige Spezialeinsätze notgelandete B-17 repariert und dann eingesetzt.
Also gabs wohl nix ähnlich schweres...
 
Ritter

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Die He-177 Greif
War zwar ein Problemkind (die ersten Serien und Prototypen hatten entweder Triebwerksbrände oder fielen in der Luft auseinander), aber wenn es dann endlich mal funktionierte, war das Ding sehr gut. Hohe Bombenlast, sehr schnell, gute Bewaffnung.
Das KG1 operierte damit im Herbst 1944(glaube ich) über der Ostfront mit geringen oder gar keinen Verlusten durch Feindfeuer. Es gab sogar einige "strategische" angriffe.
Bei Nachtangriffen über London konnten die Greifs sich oft selbst Mosquitos im Sturzflug entziehen.
Klingt anders als das "Reichsfeuerzeug"?
Diese Darstellung findet man vor allem in Englischer Literatur (die meisten Flugzeugbücher sind Übersetzungen)
Aber ich habe berichte von Bomberpiloten gelesen, die sagten, daß die endgültige "Greif" (He-177A-5) der beste deutsche Bomber war.
Hätten die das Ding mit 4 Einzelmotoren anstatt der dämlichen Doppelmotoren gebaut, wäre das wohl einer der besten Bomber geworden
Die Fw-200 Condor war eigentlich ein Verkehrsflugzeug. Es hatte zwar eine hohe Reichweite, aber die Bombenlast war sehr gering für ein so großes Flugzeug (nur 2000 kg). Gegen Schiffe und als Aufklärer war die Condor bis zum Erscheinen von Trägermaschinen aber sehr effektiv.
Die Ju 90 war so ähnlich, nur seltener.
Alle anderen Viermots blieben Prototypen, wie die Me 264 "Amerika-Bomber"
Der Entwicklungstopp für Viermots hing mit dem Tod General Wevers bei einem Flugzeugabsturz 1938 zusammen. Wever war der Advokat strategischer Luftkriegführung in der Luftwaffe gewesen.
 
Yankee

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Hätten die Deutschen schwere Langstrecken Bomber (auch Jäger) während der Luftschlacht um England gehabt, wäre die Geschichte sicherlich anderst ausgegangen.

Aber die blieben bei Mittelstrecken-Bomber.

Gibt´s eigentlich ne 4 Mot von Junkers ?
 
Ritter

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Wie gesagt, Ju 89 und Ju 90
Ju 89 war ein viermotoriger Bomber-Prototyp, die Ju 90 ein Verkehrsflugzeug, das später als Transporter und Aufklärer eingesetzt wurde.
Es gab auch noch eine 290 (aufklärer) und 390 (superlangstreckenflieger mit sechs motoren)
Die 390 soll angeblich mal bis zur Ostküste der USA geflogen sein.
Was man weiß, ist daß das berüchtigte "Geheimgeschwader" KG200 einige (Nacht)Flüge mit 390ern in die Manschurei zu den Japanern unternahm. Dafür flog man zuerst von Deutschland nach Rhodos, von da aus dann die lange strecke über die Sovietunion(!). Vor allem Hightech und knappe Rohstoffe wurden befördert.
Bild von Ju 89
 
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Corsair

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Beachtliche Leistung. Allerdings gabs von solchen Maschine zu wenig
 
Jan

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Man muss für das Fehlen von schweren Bombern zwei Gründe in Betracht ziehen:
1. Die fehlende (freie) Wirtschaftsleistung und die Rohstoffknappheit.
2. Die andere Militärdoktrin als z.B. in den USA.

Die Punkte beeinflussen sichgegenseitig, d.h. die Militärdoktrin entstand auch wg. Punkt. 1.

In Deutschland herrschte seit Ende der Dreißiger Jahre der Gedanke eines Blitzkrieges vor, zu dem man schnelle, variable Kampfflugzeuge in größeren Mengen braucht.
So z.B. Ju 87, Bf 110, Ju 88, Do 17 und andere.

Udet konnte sich mit seiner Sturzkampftaktik, die eigentlich aus den USA stammt, gegen seine Kritiker durchsetzen, anfängliche Erfolge gaben Ihm ersteinmal das Recht dazu.

Man wollte schnell die Frontlinie nach vorn führen, da meinte man, auf strategische Flugzeuge, mit allen was dahinterhängt (Logistik usw.) verzichten zu können.
Ausserdem lieber 2 Flugzeuge mit 2 Motoren als 1 Flugzeug mit 4 Motoren bauen...
Als man erkannte, dass diese Richtung nicht letztendlich zum Erfolg im Luftkrieg führen konnte, waren weder Konstruktionen noch Mittel verfügbar, um eine strategische Luftflotte aufzubauen.
Man denke an das "Jägernotprogramm".
 
Yankee

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Naja.. schön sieht das Flugzeug nicht aus, aber ich denk mal, er Zweck war wichtiger ;)

Ich wohne in Dessau :D
 
Ritter

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Wie gesagt, Wever, der Befürworter der Douhet-Doktrin (schwere Bomber und so) starb bei einem Flugzeugabsturz.
Für die Luftschlacht um England reichten die He 111 und so eigentlich. Das Problem waren eher die Jäger...
 
Jan

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Original geschrieben von Ritter
Heinkel He 177A-5 des KG 40 (Fliegerführer Atlantik) mit Hs 239 Gleitbombe unter dem Rumpf:
Du musst vielleicht dazusagen, dass bei der He 177 zwei Motoren unter der Verkleidung arbeiteten und zusammen einen Propeller antrieben ;)

Allerdings gab es auch Maschinen mit 4 konventionell angeordneten Triebwerken.
 
Yankee

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Oder wie wärs mit der He 111 Z (war es die Z Version ?) welche zwei He 111 durch einen fünften! Motor verband..

Echt komische Ideen hatten die deutschen :D
 
Jan

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He 111Z ist aber als Tranportflugzeug anzusehen, antstand als Schleppflugzeug zur Me 321.

He 111 standen reichlich zur Verfügung, und es war einfacher und sicherer als ein 3er Verbandsschlepp von Bf 110.

Viel interessanter finde ich die Version Me 323, einen Lastensegler als Frachtflugzeug umzubauen ;)
 
Yankee

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ja ;) mit den 6 Motoren ;)
 
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Not macht Erfinderisch. Also die He-111 Z war reine Zeitverschwendung (was auch besser war). Aber einige Interessante Ideen waren dabei.
 
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