EASA CAT-B1 Lizenz: Erwerb der praktischen Erfahrung

Diskutiere EASA CAT-B1 Lizenz: Erwerb der praktischen Erfahrung im Ausbildung und Jobs Forum im Bereich Grundlagen, Navigation u. Technik; Hallo in die Runde, ich habe hier nun einige Zeit mitgelesen und auch die eine oder andere Stunde mit den Infos auf der Seite des LBA verbracht....

Moderatoren: Learjet
  1. #1 Observer, 12.05.2012
    Observer

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    Hallo in die Runde,
    ich habe hier nun einige Zeit mitgelesen und auch die eine oder andere Stunde mit den Infos auf der Seite des LBA verbracht. Die verschiedenen Möglichkeiten, um eine entsprechende Lizenz zu erhalten, hoffe ich auch verstanden zu haben. Was ich aber noch nicht verstehe, ist die Art und Weise, wie die erforderliche praktische Erfahrung aufgebaut wird. Soll heißen: Welche Tätigkeiten führt der Lizenz-Anwärter bis zum Erreichen und somit Erteilung der Lizenz aus?

    Nur mal als Kontrolle, ob ich es richtig geblickt habe, folgendes Beispiel:
    Ein ausgebildeter KFZ-Mechatroniker hat die Absicht auf lange Sicht gesehen eine B1 Lizenz (für LFZ über 7,5t mit Turbine) zu erreichen.
    Er hat jetzt die Möglichkeit den Weg der kleinen Schritte zu gehen und entscheidet sich, zuerst einmal die Cat-A Lizenz zu machen. Dafür meldet er sich bei einer zertifizierten Schule an, besucht einen gemäß Teil-147 anerkannten Lehrgang für die Grundausbildung. Die Schulung hat einen Umfang von 800h (20 Wochen +x), wovon knapp ein Drittel Theorie sein sollte, der Rest ist praktische Ausbildung. Am Ende des Kurses hat er alle Prüfungen für die entsprechenden Module bestanden und würde jetzt ganz gerne eine Lizenz in der Hand halten, kann er aber nicht, denn die bekommt er nur, wenn er eine ausreichende praktische Erfahrungszeit nachweisen kann. Im Normalfall beträgt die erforderliche Zeit 3 Jahre, da er aber über eine relevante frühere technische Ausbildung als Mechatroniker verfügt, verkürzt sich die Zeit auf zwei Jahre. Und da er einen kompletten Grundlehrgang absolviert hat, halbiert sich die erforderliche Erfahrungszeit auf nun nur noch zwölf Monate.
    Er bewirbt sich bei einem Unternehmen als ..., ja als was eigentlich? Er findet eine Anstellung, dann wird er die nächsten zwölf Monate wie eingesetzt? Angenommen eine normale CAT-A Aufgabe, z. B. Radwechsel, ist durchzuführen, dann darf er es durchführen, aber ein B1 Mechaniker muss das LFZ dann wieder freigeben, oder wie? Oder darf er selber gar nichts machen, sondern guckt einem anderen CAT-A Mechaniker über die Schulter, wie der das Rad wechselt und das LFZ wieder freigibt? Und das dann solange, bis er das Jahr um hat. Im Logbook schreibt er fleißig auf, was er gemacht/gesehen hat, bzw. seine Firma bescheinigt ihm das, oder wie ? Dieser Punkt ist mir nun nicht ganz klar, es wäre gut, wenn mich jemand dahingehend etwas erleuchten kann.
    Wie geht es denn nun weiter,damit er an seine B1 Lizenz kommt? Er kann sich dann einfach zur B1 Prüfung anmelden?

    Schön wäre es auch, wenn mir jemand den Unterschied zwischen der Arbeitsweise der Mechaniker in der zivilen Luftfahrt im Vergleich zur Bundeswehr bezüglich Freigabe, Lizenzen etc. erklären kann.

    Vielen Dank im Voraus
    Gruß
     
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  3. #2 easaman, 12.05.2012
    Zuletzt bearbeitet: 12.05.2012
    easaman

    easaman Berufspilot

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    EASA CAT-B1 Lizenz: Erwerb der praktischen Erfahrung

    Es ist kein Problem, mit einem artverwandten Beruf in der Halle einen Job zu bekommen.
    Je nach Beruf bekommst du einen Kredit, in der Regel brauchst du je nach Beruf 3 bis 5 Jahre am Flugzeug zu arbeiten, um die Lizenz im Selbststudium erwerben zu können. Der Besuch einer Teil 147 Schule reduziert die benötigte Arbeit am Flugzeug auf 2 Jahre. EASA Teil 147 Schulen kannst du ab etwa 10000 Euro für ein halbes Jahr besuchen! Im Selbststudium kannst du günstigsten falls alle B1.1-Prüfungen für 150 Euro ablegen!
    Ich rate davon ab, die CAT-A-Lizenz im Selbststudium zu erwerben, da der Aufwand zu groß ist, für das lausige Gehalt, dass unsere großen Airlines zahlen wollen!
    Man kann ohne Probleme sofort die EASA Teil 66 B1 oder B2-Lizenz erwerben.
    An einer EASA Teil 147 Schule musst du vorher die Berufserfahrung nachweisen (wegen der Reduktion), im Selbststudium legst du zuerst alle Prüfungen ab, führst dein Arbeitslogbuch, als Erfahrungsnachweis und wenn du alle Prüfungen bestanden hast, beantragst du die EASA Teil 66 Lizenz auf dem From 19.
    Noch Fragen?
    Gruß
    Otmar
     
  4. TRIGS

    TRIGS Space Cadet

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    Kurze Info am Rande...
    Ab August diesen Jahres wird es auch einen B3 geben, welchen B1 & B2 miteinander vereint. :!:
     
  5. #4 easaman, 12.05.2012
    easaman

    easaman Berufspilot

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  6. #5 MiG-Mech, 12.05.2012
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    Da hab ich selbst als Fluggerätmechaniker leider ganz andere Erfahrungen machen müssen, was es heißt ohne gültige Cat-A-Lizenz einen Job zu finden.
    Gelernter FGM, 4 Jahre als FGM bei der Bundeswehr, halbes Jahr Cat-A-Lehrgang mit super Ergebnis und "nur" halbes Jahr Praxis für Lizenz nötig und trotzdem kein Job als FGM gefunden.
     
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    Hallo

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  8. #6 easaman, 12.05.2012
    easaman

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    Job in der Halle finden

    Es gibt nicht nur die "Großen Airlines" , die mit Hochglanzprospekten werben, jedoch Hartz 4 Aufstocker-Gehälter zahlen!
    Ich habe von einer Firma 20 Leute geschult, da waren Kfz-Mechaniker, Schlosser und sogar Hauselektriker dabei!
    Die haben jetzt alle eine B1 bzw. B2-Lizenz! Bei anderen Firmen sah das ähnlich aus!

    Gehe doch mal die Liste durch, von den Teil 145 Betrieben!

    Gruß
    Otmar
     
  9. cool

    cool Testpilot

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    Theorie und Praxis,

    es sieht nunmal so aus, wie von Mig-Mech beschrieben, zumindest größtenteils, wenn man unbedingt an Airliner arbeiten will. Es gibt genug Azubis die jedes Jahr auslernen und in irgendwelche Nebenwerkstätten gehen müssen, obwohl diese einen CAT A haben und aufgrund der Ausbildung quasi direkt eine AML beantragen können.

    Ganz davon abgesehen, dass es durchaus Gründe dafür gibt, warum der CAT B Direkteinstieg an solche strikte Regelungen gebunden ist, bei manchen sind selbst die 3 Jahre zu wenig.

    Ist so in etwa korrekt, wobei zwischen Instandhaltung und Freigabe unterschieden werden sollte. Der CAT A darf ja grundsätzlich nur seine eigene Arbeit freigeben, der CAT B darf auch von anderen durchgeführte Arbeiten freigeben, allerdings muss er so oder so auch deine Arbeit selbst abschreiben (nicht freigeben), da du ohnehin noch keine Instandhaltungserlaubniss besitzt.
    Der 145-Betrieb kann dir nach einem Jahr dann eine Bestätigung ausstellen, sofern du entsprechend dort ein Jahr in Vollzeit tätig warst, dabei musst du eigentlich nicht zwingen Instandhaltungsberechtigt sein, sondern nur am operativen Fluggerät gearbeitet haben, was anderes dürfen/machen AZUBIs ja ebenfalls nicht.

    Problem bei der Sache ist meist, dass die wenigsten 145er Betriebe "einfach so" jemanden ein Jahr "durchpäppeln" damit er dann einen CAT A bekommt, wenn auf dem Markt genug zu bekommen ist. Selbst ex-Bundis mit Theoretischem B1 oder B2 gibt es, da würde man sich als 145er-Betrieb noch einfacher tun.
     
Moderatoren: Learjet
Thema: EASA CAT-B1 Lizenz: Erwerb der praktischen Erfahrung
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