ehem. Hubschrauberlandeplatz Wolfenbuttel AAC

Diskutiere ehem. Hubschrauberlandeplatz Wolfenbuttel AAC im Alte Flugplätze Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; An der Nordseite der Northampton Barracks gab es in Jahre 70 ein Britischer Hubschraubereinheit, B Flight from 657 sqn. Heutige Ostfalia...
Jeroen

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An der Nordseite der Northampton Barracks gab es in Jahre 70 ein Britischer Hubschraubereinheit, B Flight from 657 sqn.
Heutige Ostfalia Hochschule an der Salzdahlumerstrasse.

Diese Flight soll das 16/5th The Queens Royal Lancers (Panzeraufklaerung) unterstutzt haben.

Das 16/5th war von 1967-1971 in Fallingbostel, Lumsden Barracks, dann zuruck in die UK (und Hong Kong), und von 1974 bis 1980 dann in Wolfenbuttel staioniert.
Die Hubschrauber kamen wohl aus Soltau, 657 sqn wurde dann reorganisert, in 1978 wurde aus Teile vom alten 657 dann 661 sqn mit 12 Gazelle in Hildesheim. Wohin genau der Flight aus Wolfenbuttel hin ging ist mir nicht bekannt.

Heutzutage weisst dieses Rote Kreuz Gebaude noch auf eine Funktion als Flugturm/ATC hin.
https://www.flickr.com/photos/g-lander/5849425256/
Aber wo genau die Hangar war, auf das Gelande des heutigen Lebenshilfe an der andere Seite der Mascheroder strasse?

Seit 1983 gab es dann die (Polizei) Christoph30 in Wolfenbuttel, aber dann waren wohl keine AAC choppers mehr da!?
 
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troschi

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Hallo Jeroen,

ich habe in unmittelbarer Nachbarschaft zur engl. Kaserne gewohnt. Zu meinen Lebzeiten waren dort keine Hubschrauber mehr fest stationiert. Nichtsdestotrotz kamen mehrmals die Woche Gazellen und Lynx vermutlich aus Hildesheim.

Das Gebäude mit der kleinen Towerkanzel oben drauf wird in Wolfenbüttel oft als "Hubschrauberhangar" bezeichnet, allerdings waren unten im Erdgeschoss eher Fahrzeuggaragen. Die damals gängigen Hubschrauber hätten dort kaum oder nur mit demontierten Rotorblättern reingepasst.

Dennoch gab es eine recht ansehnliche Platte mit 6 Abstellpositionen vor dem Gebäude mit der Towerkanzel. Eine feste Tankeinrichtung ist mir nicht bekannt - auch nicht nach umfangreicher Inspektion des Geländes nach Abzug der britischen Truppen. Die Fläche ist heute mit einem Behördenbauu bebaut.

Mein Vater meint sich an fest in Wolfenbüttel stationierte Scouts erinnern zu können.

"Phönix 14" (der Vorläufer von "Christoph 30" von der Polizei) wurde in der Regel abends nach Hannover zur Staffel geflogen und morgens wieder nach Wolfenbüttel. Als der ADAC den Standort übernahm soll die Maschine dort gelegentlich nachts abgesetellt worden seien, weil sie da immerhin bewacht wurde. Einen Hangarplatz gab dort meines Wissens in der Kaserne aber nicht (wo auch?) und man ging stattdessen nach Braunschweig. 1986 wurde dann die feste Station mit Hangar am Krankenhaus fertiggestellt.
 
Jeroen

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Die Luftwaffekaserne in Wolfenbuttel wurde in 1936 gebaut und weil es ein Flakregiment beheimatete waren dort keine Flugzeughangaren.
Der "Hubschrauberhangar"'faellt auf weil es das einzige Gebaude im Grundplan der Kaserne ist der schräg steht, ist der später dazu gebaut, oder meinst Du es ist orginal aus Vorkriegszeit?
Die grosse Platte zwischen die zwei nordliche gebauden war wohl fur die Paradeground und/oder Parkplatz fur Fahrzeuge, wo meinst Du hatten die sechs Hubscrauber gestanden?
Ich habe mal vermutet das auf das dazugebaute Areaal nordlich der Mascheroder Strasse ein Hangar/Flight gewesen war, kann das stimmen?

Gab es manchmal Volksfeste oder Einlass fur Burger bei den Britten?

Wolfenbuttel hatte auch eine Rolle bei die Borderpatrols an die Zonegrenze, wurden da ausser BGS SA318C Alouette II aus Waggum und Gifhorn eigentlich auch Britische Hubschrauber einegezetzt?
 
troschi

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Hi Jeroen,

Wolfenbüttel war ja auch kein Flugplatz, deshalb in der Flakkaserne auch keine Hangars -klar!

Der sogenannte "Hangar" (der meiner Meinung nach keiner war) ist erst später (nach dem Krieg) gebaut worden.

Die Grafik zeigt, wie das damals aussah. Ja es war wirklich so eng - kann das sehr gut beurteilen, weil ich seinerzeit nach Abzug der Soldaten mehrmals in der Woche auf dem Gelände war. Die beiden nördlichen Gebäude sind Neubauten, die da maximal erst seit 15 Jahren stehen. Die Asphaltierte Fläche dazwischen gab es damals schon, sie war entweder Parkplatz oder Exerzierplatz.

Das dazu gebaute Areal nördlich der Mascheroder Straße beherbergt seit jeher eine Einrichtung für Menschen mit Behinderungen und hatte noch nie was mit der Kaserne zu tun. Nur das Feld nördlich dieses Areals war einst das Polo-Feld der dort stationierten Truppen.

Ja es gab Tage der offenen Tür, aber selten. Ich kann mich an keinen erinnern. Muss meinen Vater fragen.

In welchem Umfang britische Hubschrauber an der Grenze patrouilliert sind ist mir unbekannt. Mit Sicherheit taten sie das, mit Sicherheit wurde auch der eine oder andere Beobachter in Wolfenbüttel aufgenommen und abgesetzt.
 
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troschi

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Nachtrag zu den Grenzpatrouillen:

Neben der visuellen Aufklärung durch das AAC und den BGS waren auch noch andere Kräfte in der Region unterwegs
  • Bell UH-1D mit Funktechnischer Ausstattung in Waggum (2 Maschinen)
  • SA-330 Puma der Franzosen in Goslar
  • Niederländische Alouetten von der Photoflight Soesterberg in Kooperation mit dem BGS aus Gifhorn
 
Jeroen

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Danke troschi!

Auch interessant sind die AAC Hubschrauber die bei Soltau standen, wenn man mit GE oder Bing hinguckt seht es so aus das es da an den Winsenerstrasse ehem. Offiziersreitschule/Bournemouth Bks kein Platz, ausser ein HLP, fur sechs-zwolf Hubschrauber gab. Deshalb wundere ich wo die dann gestanden haben.

An der Hamburgerstrasse in Einfrielingen vorbeu das Zollamt seht man links auf die Felder ein ehemaliges Gelande mit grosse Platte und die Umrisse von zwei abgerissen(?) Gebauden (Hubschrauberhallen?), sudlich davon noch ein abgerissenes Gebaude (Flugkontrol?).
Wer kennt sich lokal aus?

http://www.flugzeugforum.de/threads/79787-ehem-Hubscrhauber-Flugplatz-Soltau-AAC

Ein klein wenig OT aber wann sind die Alouettes aus Waggum nach Gifhorn verlegt?
 
troschi

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Danke troschi!

Auch interessant sind die AAC Hubschrauber die bei Soltau standen, wenn man mit GE oder Bing hinguckt seht es so aus das es da an den Winsenerstrasse ehem. Offiziersreitschule/Bournemouth Bks kein Platz, ausser ein HLP, fur sechs-zwolf Hubschrauber gab. Deshalb wundere ich wo die dann gestanden haben.

An der Hamburgerstrasse in Einfrielingen vorbeu das Zollamt seht man links auf die Felder ein ehemaliges Gelande mit grosse Platte und die Umrisse von zwei abgerissen(?) Gebauden (Hubschrauberhallen?), sudlich davon noch ein abgerissenes Gebaude (Flugkontrol?).
Wer kennt sich lokal aus?

http://www.flugzeugforum.de/threads/79787-ehem-Hubscrhauber-Flugplatz-Soltau-AAC

Ein klein wenig OT aber wann sind die Alouettes aus Waggum nach Gifhorn verlegt?
Jeroen,

ich glaube du darfst dir das beim AAC nicht so vorstellen, wie man das gemeinhin kennt. Gerade in Zeiten mit dem Sioux wurde auch viel improvisiert und die HS auch mal in Fahrzeughallen "geparkt". Geflogen wurde dann eben von Parkplätzen oder Wiesengelände aus. Instandsetzung war dann auch eher improvisiert. Richtige, tragfähige Infrastruktur gab es dann erst mit Detmold, Hildesheim, Minden und Soest - Münster war ja auch nur so ein Notbehelf. Und wenn man keine Hallenplätze hatte, dann standen die Maschinen eben draußen.

Die GS-Fliegerstaffel Nord ging 1972 von Waggum nach Gifhorn.
 
Jeroen

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Fur heutige und gestrige Bilder dieses Gebaude und die "Platte" hatte ich und vielleicht auch andere hier schon Interesse.
Haettest Du diese vielleicht?
 
Gilmore

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Ich will den uralten Thread mal wieder hervorziehen: Die ersten 30 Jahre meines Lebens habe ich in Soltau gewohnt. In den ehemaligen Bouremouth Barracks sieht man auf dem Parkplatz heute noch das "H", das den Hubi-Landeplatz markiert. Ich kann mich vor allem an Bell 47 und später zunehmend Gazellen erinnern, die von unserem Garten aus beobachtet werden konnten.
Bezüglich der Platten bei Einfrielingen (B3 Richtung HH-Harburg) denke ich, dass Du da ehemalige Erdgas-Bohrstellen gesehen hast. In der Lüneburger Heide wurde und wird immer noch vielerorts nach Gas gebohrt.
 
Herby

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Die Hangars für Sioux AH.1 (Bell47) und Scout AH.1 waren bis ca. 1976/77 kaum breiter als eine Garage. Der Sioux hatte ja nur einen Zweiblattrotor und war entsprechend schmal. In Minden (Minderheide) ist das noch gut zu sehen, es steht neben dem späteren 80er Jahre Hangar mit Tower für die Gazelle der 664.Sqn. der alte Sioux Hangar, man sieht sechs davor kleine Abstellflächen. Erst auf den größeren Plätzen Detmold, Hildesheim, Soest und bedingt Minden kann man von Flugplätzen sprechen.

Von den Osnabrücker Quebec Barracks und deren kleinem Flugbereich gibt es sogar Fotos im Netz. Auch Bünde-Ostkilver hatte nicht mehr als eine kleine Betonplatte wie auch Münster oder Herford.
 
troschi

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Da passt der Sioux lässig rein.
Ich bezog mich dabei auch auf eine spätere Nutzung als Hangar. Dass ein Sioux da reingeht, ist mir auch klar.
Später waren ja aber ohnehin keine Hubschrauber mehr in Wolfenbüttel stationiert, so dass es hier auch keine Notwendigkeit für größere Hangars bzw. Hangartore mehr gab.
 
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