Ein neuer Schritt im Projekt Luftpolizeidienst 24

Diskutiere Ein neuer Schritt im Projekt Luftpolizeidienst 24 im Schweizer Luftwaffe Forum im Bereich Einsatz bei; Bern, 27.12.2018 - Ab dem 1. Januar 2019 macht der Luftpolizeidienst einen weiteren Schritt, indem die Bereitschaft auf 365 Tage – auch an...

doncorleone117

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Bern, 27.12.2018 - Ab dem 1. Januar 2019 macht der Luftpolizeidienst einen weiteren Schritt, indem die Bereitschaft auf 365 Tage – auch an Wochenenden und Feiertagen – von 06.00 bis 22.00 Uhr erweitert wird. Die durchgehende Bereitschaft der Luftpolizei wird bis Ende 2020 erreicht. Ab dann werden während 365 Tagen rund um die Uhr zwei bewaffnete Flugzeuge einsatzbereit sein. Der neue Schritt per 1. Januar 2019 ermöglicht es, weit mehr als 90 % des Flugverkehrs über der Schweiz abzudecken.

Das Projekt Luftpolizeidienst 24 (LP24) geht auf eine Motion von alt Ständerat Hans Hess (FDP/OW) aus dem Jahr 2009 zurück. Darin forderte er eine erhöhte Bereitschaft im Luftpolizeidienst auch ausserhalb der normalen Arbeitszeiten. Mit LP24 wird eine permanente Einsatzbereitschaft von zwei bewaffneten Kampfjets innert höchstens 15 Minuten erreicht.

Der erste Schritt erfolgte anfangs 2016: Während 50 Wochen standen danach an Wochentagen von 8 bis 18 Uhr zwei bewaffnete Flugzeuge bereit. Seit Januar 2017 wurde die Bereitschaft auf 365 Tage ausgebaut - also auch auf Wochenenden und Feiertage. Ab 2019 werden die Jets von 6 bis 22 Uhr bereitstehen. Während diesen Zeiten findet weit mehr als 90 % des Flugverkehrs über der Schweiz statt. Ende 2020 erfolgt dann der Ausbau auf 24 Stunden während 365 Tagen.

Die beiden bewaffneten Flugzeuge werden hauptsächlich für «Hot Missions» und «Live Missions» eingesetzt. Bei ersteren handelt es sich um Einsätze wegen Luftfahrzeugen, die die Lufthoheit der Schweiz oder die Luftverkehrsregeln in schwerwiegender Weise verletzen. Die «Live Missions» hingegen sind stichprobenweise Kontrollen von ausländischen Staatsluftfahrzeugen, welche für das Überfliegen der Schweiz eine diplomatische Freigabe (Diplomatic Clearance) benötigen.

Hauptstandort für das Projekt LP24 ist der Militärflugplatz Payerne. Während der dortigen Pistensperre wird entweder ab Emmen oder Meiringen geflogen. Durch LP24 wird es in Zukunft bei Bedarf auch ausserhalb der bisher gewohnten militärischen Flugbetriebszeiten zu Flugbewegungen mit Kampfjets, wenn notwendig auch mit Überschallgeschwindigkeit, kommen. Dies ist nötig, um die Sicherheit im Luftverkehr permanent zu gewährleisten und die hoheitlichen Rechte der Schweiz rund um die Uhr durchzusetzen.

Da die LP24 Piloten im Vergleich zum internationalen Standard über wenig Möglichkeiten verfügen, Nachtflüge zu trainieren, müssen die Trainings intensiviert werden, um jederzeit für den Luftpolizeidienst bereit zu sein. Aus diesem Grund wird die in Alarmbereitschaft stehende Besatzung ab 2019 Trainingsflüge am Montag (im Winter integriert im wöchentlichen Nachtflugtraining) und zusätzlich am Mittwochabend absolvieren können.

Quelle: Ein neuer Schritt im Projekt Luftpolizeidienst 24
 

Sens

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Wie viele Verstösse gibt es denn jedes Jahr und welche fatalen Konsequenzen haben sie? Führte die bisherige Abdeckung dazu, dass die Anzahl der Vorfälle von Jahr zu Jahr gestiegen ist und was waren die Konsequenzen für die Bevölkerung? Eins ist auf jeden Fall sicher, der neue Schritt kostet mehr Franken.
 
Grimmi

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@Sens
Es geht in erster Linie darum, die Bevölkerung zu beruhigen. Sinn und Unsinn halten sich wohl die Waage, aber die Nutzung des Luftraumes hat massiv zugenommen und das abziehen der Gewinne durch die goldenen Fallschirme sogenannter CEO's in den Luftfahrtgesellschaften hat sicherlich auch gewisse Nachteile auf Wartung und Unterhalt der Maschinen - jedenfalls sind wieder mehrere Fälle von defekten Kommunikationseinrichtungen dazugekommen in diesem Jahr. Und da wird halt heute schneller reagiert als auch schon.
 
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Und zu guter Letzt ist es ein muss das wir die Lufthoheit kontrollieren und wahren. Genau so wie die Bodengebunden Polizei ihre Fahrten 24h durchführt...
 

doncorleone117

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Luftpolizeidienst auf gutem Weg zur durchgehenden Bereitschaft

Bern, 04.09.2019 - Seit Anfang 2019 ist der Luftpolizeidienst weiter vorangekommen. Die bereits zuvor bestehende Bereitschaft von 365 Tagen wurde auf die Randstunden von 06.00 bis 22.00 Uhr erweitert. Die Luftwaffe zieht eine erste positive Bilanz von diesem neuen Schritt. Die durchgehende Bereitschaft der Luftpolizei wird Ende 2020 erreicht werden. Ab dann werden rund um die Uhr zwei bewaffnete Flugzeuge einsatzbereit sein.

Das Projekt Luftpolizeidienst 24 (LP24) geht auf eine Motion von alt Ständerat Hans Hess (FDP/OW) aus dem Jahr 2009 zurück. Darin forderte er eine erhöhte Bereitschaft im Luftpolizeidienst auch ausserhalb der normalen Arbeitszeiten. Mit LP24 wird eine permanente Einsatzbereitschaft von zwei bewaffneten Kampfjets innert höchstens 15 Minuten umgesetzt.

Aktuell stehen die Jets von 6 bis 22 Uhr bereit. Während diesen Zeiten findet mehr als 90 % des gesamten Flugverkehrs im schweizerischen Luftraum statt. Die bisherigen Aufbauphasen im Hinblick auf die Permanenz im Luftpolizeidienst konnten, wie im Projekt geplant, stets zeitgerecht erfolgreich umgesetzt werden. Die letzten für die Umsetzung zusätzlich benötigten Mitarbeiter wurden angestellt und befinden sich in der Ausbildung, so dass der definitive Übergang in den 24h-Betrieb per Ende 2020 sichergestellt ist.

LP24 ist im heutigen Ausbauschritt bereits sehr gut eingespielt und die Prozesse im operationellen Bereich sind eintrainiert. Das heisst, die in Alarmbereitschaft stehenden Flugzeuge sind zu den geforderten Zeiten stets abrufbereit.
Die beiden bewaffneten Flugzeuge werden hauptsächlich für «Hot Missions» und «Live Missions» eingesetzt. Bei ersteren handelt es sich um «Blaulicht-Einsätze» welche aufgrund von Luftfahrzeugen, die die Lufthoheit der Schweiz oder die Luftverkehrsregeln in schwerwiegender Weise verletzen, ausgelöst werden. Die «Live Missions» hingegen sind stichprobenweise Kontrollen von ausländischen Staatsluftfahrzeugen, welche die Schweiz nur mit einer diplomatischen Freigabe (Diplomatic Clearance) überfliegen dürfen.
Im Jahr 2019 konnten dank LP24 bis dato bereits 11 solche «Hot Missions» und 166 «Live Missions» durchgeführt und somit ein wesentlicher Beitrag zur Sicherheit und Souveränität in unserem Luftraum beigesteuert werden.

Der Hauptstandort für das Projekt LP24 ist der Militärflugplatz Payerne. Unter besonderen Umständen (bspw bei Pistensperre in Payerne) erfolgen die Luftpolizeieinsätze ab Emmen oder Meiringen. Da aufgrund der Bereitschaftszeiten LP24 nun während sieben Tagen pro Woche und zu ausgedehnten Zeiten für die Alarmbereitschaft technisches Personal - wie zum Beispiel Flugzeug-Mechaniker - zur Verfügung steht, können zusätzliche Wartungsarbeiten an der F/A-18 Flotte durchgeführt werden. Dank dieser Synergie wird die Flottenbereitschaft nun laufend erhöht, was wiederum der Ausbildung sowie der Einsatzbereitschaft der Luftwaffe zugutekommt.

Um unter anderem diese Synergie noch zu optimieren und auf die neuen Gegebenheiten anzupassen, werden auf dem Militärflugplatz Payerne zurzeit diverse notwendige infrastrukturelle Anpassungen umgesetzt. Diese umfassenden baulichen Massnahmen sowie die zusätzlichen Arbeitsplätze haben einen durchaus positiven Effekt auf die regionale Volkswirtschaft.

Durch LP24 wird es in Zukunft bei Bedarf auch ausserhalb der bisher gewohnten militärischen Flugbetriebszeiten zu Flugbewegungen mit Kampfjets, wenn notwendig auch mit Überschallgeschwindigkeit, kommen. Dies ist nötig, um die Sicherheit im Luftraum permanent zu gewährleisten und die hoheitlichen Rechte der Schweiz rund um die Uhr durchzusetzen.

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Quelle: Luftpolizeidienst auf gutem Weg zur durchgehenden Bereitschaft
 
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