Einmann-Hubschrauber

Diskutiere Einmann-Hubschrauber im Hubschrauberforum Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Es gab da mal einen James Bond Film mit einem Einmann-Rucksack-Hubschrauber. Weiss jemand wo man mehr Informationen über dieses Ding erhalten...

hubidubi

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Es gab da mal einen James Bond Film mit einem Einmann-Rucksack-Hubschrauber. Weiss jemand wo man mehr Informationen über dieses Ding erhalten kann??
Gruss Hubidubi
 
#
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Maik

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1941 hat Nagler-Rolz (Österreich) so ein Ding gebaut (NR 54), aber sicher meinst du den nicht.
 

hubidubi

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Den Einmannhubschrauber von Nagler-Rolz kenne ich. Ich möchte vor allem wissen ob der Hubschrauber im James Bond Film (ich glaub es war der Film "Man lebt nur zweimal") wirklich geflogen ist, und ob irgendwo etwas ähnliches serienmässig hergestellt wird. Bei diesen Filmen weiss man ja nie so genau.
 

Marius

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1. Ich weis zwar nicht wie der Film hiess doch es war nich "man lebt nur 2mal" :)

2.) Ja dieses "Ding" ist wirklich geflogen und mann konnte es auch in den drei Kofern transportieren.

3. Sollche Hubschrauber werden mehr oder weniger serienmässig gebaut!
http://www.airscooter.com/pages/airscooter_main.htm

So jetzt hab ich aber noch eine Frage: Bei dem Nagler-Holz heli oder wie der hiess und auch beim EMG-300 von Eugene M. Gluhareff (http://www.rqriley.com/glu-heli.htm) sieht man KEINEN Heckrotor und einen gegenläufigen Rotor gibts auch nicht. Wiso dreht der dann nicht einfach wie wild in der Luft? Der sollte sich dann ja eigentlich um die senkrechte Achse in die entgegensetze Richtung des Hauptrotors drehen?!
 
L29

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Tragschrauber brauchen deshalb keinen Heckrotor weil auf den Hauptrotor kein Drehmoment von einem Motor (im Hubschrauber) wirkt sondern der Rotor lediglich durch den Fahrtwind beschleunigt wird

im "Flieger Magazin" von Oktober ist ein interresanter Artikel über Tragschrauber wenn jemand diesen Artikel braucht schick mir einfach eine PN und ich scan ihzn für dich
 

Marius

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Ja aber der von Eugen weis nicht wiviel :) Ist doch kein Tragschrauber oder? irgendwie hats da hinten keinen Propeller oder?

Einfach meine Frage: Wärs möglich einen Hubschrauber zu bauen der keinen Heckrotor und keinen 2.ten Hauprotor hat und sich trotzdem nicht wie wild dreht?
 

Marius

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Ja aber der von Eugen weis nicht wiviel :) Ist doch kein Tragschrauber oder? irgendwie hats da hinten keinen Propeller oder?

Einfach meine Frage: Wärs möglich einen Hubschrauber zu bauen der keinen Heckrotor und keinen 2.ten Hauprotor hat und sich trotzdem nicht wie wild dreht?
 
Hirsch

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Marius schrieb:
Einfach meine Frage: Wärs möglich einen Hubschrauber zu bauen der keinen Heckrotor und keinen 2.ten Hauprotor hat und sich trotzdem nicht wie wild dreht?
Nö.
1. Entweder gleiche ich das Drehmoment der Tragschraube aus (was dann durch Heckrotor oder 2.TS passiert), oder
2. ich bringe überhaupt kein Drehmoment auf die Tragschraube. Das wird dann ein Tragschrauber oder Flugschrauber.
 

Gelöschtes Mitglied 7691

Guest
Guten Morgen.

Doch, das geht.
Blattspitzenantrieb war die "gängigste" Methode, einen Ein-Rotor-Hubschrauber ohne Heckrotor o.Ä. zu bauen.

Der Djinn war ein typischer Vertreter dieser Bauart... ein dicker Kompressor erzeugt Druckluft, die an der Blattspitze ausgestossen wird und so den Rotor antriebt.
http://celag.free.fr/museum/so1221/us_so1221_0.htm

Es gab auch Blade-Tip-Antriebe mit Ramjet-Triebwerken.

mfg

a.p.

p.s. auch der Nagler-Rolz wurde als "Reaktionsantrieb" aufgebaut, allerdings mit zwei an den Blatt-Trägern befesitigten Argus-Motoren zu je 8 PS mit Propellern.
 
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Hirsch

Hirsch

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OK, stimmt. Wobei dann das Drehmoment gewissermaßen "im Rotor" selbst entsteht und ich es nicht per mechanischer Übertragung einer Drehbewegung aus dem Rumpf/Triebwerk/Getriebe auf die Tragschraube bringe.
Den Blattspitzenantrieb hatte ich völlig unterschlagen. Mein "Nein" stimmt also nicht.

EDIT: eine Einteilung könnte jetzt folgendermaßen aussehen:
1. mit aktivem Antrieb der Tragschraube. Dazu gehören Hubschrauber und Flugschrauber.
1a. Drehmomenterzeugung im Rumpf/Zelle/Getriebe. Das In-Drehung-Versetzen der
Tragschraube durch die Drehmomenterzeugung innerhalb des Rumpfes verursacht
ein Rückdrehmoment, welches den Rumpf drehen will und daher ausgeglichen
werden muss (Heckschraube/ funktionsgleiche Einrichtungen (NOTAR,Fenestron)
der mehrere gegenl&auml;ufige Tragschrauben)
1b.Drehmomenterzeugung "in den Tragschraubenblättern" - Blattspitzenantrieb.
Damit entsteht am Rumpf kein Rückdrehmoment, und es ist kein Ausgleich per
Heckschraube usw. erforderlich.

2.
ohne aktiven Antrieb der Tragschraube
Tragschrauber (Autogyro), bei denen die TS im Autoroationszustand betrieben und so
Auftrieb erzeugt wird. Da kein Drehmoment innerhalb der Zelle erzeugt wird, greift hier
auch kein Rückdrehmoment an, welches ausgeglichen werden müsste.


Bei allen dargestellten Sachverhalten, die einen Antrieb (wie auch immer) beinhalten, existiert ein Triebwerk - normalerweise innerhalb der Zelle. Damit gibt es durch dieses selbst ein Drehmoment/Rückdrehmoment, das je nach Technologie unterschiedlich stark ausgeprägt ist (Kolben, Gasturbine/Jet). Dessen Vektor ist zwar anders gerichtet als der des eigentlich interessierenden (Rück)Drehmomentes der Tragschraube, würde es doch die Maschine zumeist in eine Bewegung um die Längsachse versetzen (wenn man von der häufigsten Anordnung der Gasturbinen-Triebwerke ausgeht). Die Größe dieses Momentes ist aber unter normalen Umständen relativ gering und gut beherrschbar, ohne dass die Maschine "Unfug" treibt.
 
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Marius

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Danke vielmals
Ich sag dann wenn ich meinen Heli gebaut hab:p
 

Rene_Helifly

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Hallo zusammen!

es gibt durchaus die Möglichkeit, einen "normalen" Hubschrauber ohne Heckrotor zu bauen....ohne Blattspitzenantrieb oder ähnliches..und auch kein NOTAR-Gepuste wie man es von MD-Helicopters kennt ;)
Wie es genau funktioniert hab ich zwar noch nicht kapiert, aber dass es funzt beweisst dieses Projekt einer tschechischen Uni: http://www.nadc.cz/bongo/index.php
 

Marius

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Also könnte mir jemand noch erklären WISO sich der Heli bei Blattspitzenantrieb nicht wie wild um die eigene achse dreht.
Ich habe bis jetzt glaub ich begriffen, dass durch die elipsenförmigen teiler an den Stummelblättern (Grafik) Luft strömt und dann diese den Rotor antreibt?! Aber wiso dreht sich der Heli nicht?http://www.flugzeugforum.de/forum/attachment.php?attachmentid=126597&stc=1&d=1130351766 (Grafik)

ach ja könnte mir noch jemand erklären wie die Blattverstellung bei sonem Blattspitzenantrieb funzt?
 
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Gelöschtes Mitglied 7691

Guest
Moin..

@Rene: ich schätz´mal das dass "co" in dem tschechischen "Cocomo"-Drehmomentausgleichssystem für "Coanda" steht, also wieder mal Coanda-Effekt. (Also nicht nur für "COmplete COmpensation of MOmentum", wie da steht). Auch einige Bilder sprechen dafür, dass da ein durchströmtes Rohr in den Heckausleger führt.

Dieser Effekt wird auch beim Explorer genutzt.. durch das Ausströmen von Luft durch einen Längsschlitz wird die Umströmung mit Zirkulation versehen, was einen Seitwärtsschub bewirkt. Das "Gepuste" am Heck stellt nur einen gewissen Anteil des Drehmomentausgleichs dar (den variablen Anteil, den man zum Steuern haben möchte).
Auch die Form des Leitwerks spricht dafür dass der Abwind des Rotors dazu genutz wird durch entsprechendes Umlenken einen Seitwärtsschub am Heckausleger zu erzeugen. Auf den Triebwerksbildern sieht man sowas wie ein Abluftrohr, das nach hinten weggeht... Ausblasluft für nen Coanda-Spalt oder auch Druckluftversorgung für eine Giersteuerung?

Wenn mich also nicht alles täuscht ist "Cocomo" wenigstens zur Hälfte (wenn nicht noch mehr) NOTAR.

@Marius: Frage umgedreht: WIESO sollte sich der Hubschrauber drehen?
Da über die Welle von der Zelle zum Rotor kein Antriebsdrehmoment übertragen wird, entsteht beim Blattspitzenantrieb auch kein Reaktionsmoment auf den Hubschrauber.

Das Antriebsdrehmoment des Rotors wird direkt vom Schuberzeuger am Rotor aufgebracht, die Verbindung zum heli bleibt somit drehmomentenfrei.

mfg

A.P.
 
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Hirsch

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Die Konstrukteure halten mit ihrem COCOMO-Prinzip schön hinterm Berg, auf der Seite ist über das Prinzip nichts zu finden. Interessanterweise nutzen sie das "nur" für die kleineren Hubschrauber, bei dem angepriesenen größeren NA-50 wollen sie auf das NOTA-Konzept zurückgreifen.

Grundsätzlich ist auch bei diesen Hubschraubern eine Kraft am Heck zu erzeugen, die das Rückdrehmoment des Rumpfes aufhebt. Ansonsten hätten sie ja den Heckträger nicht drangebaut...:) Die Kraft wird aus meiner Sicht zum Teil(!) durch eine Umlenkung des "Downwash" generiert; die in Flugrichtung linke Fläche hat eine dafür günstige "rundgelutschte" Form. Zumindest sieht man das so auch in dem Video. Auch ist das Ende des Heckträgers noch deutlich unter dem Rotorkreis und somit sehr stark vom Abwind der Tragschraube beeinflusst. Wo der Rest der Kraft herkommt, ist nur zu vermuten. Vielleicht wirklich ein "verkapptes" NOTAR, quantitativ verbessert? Acanthurus hat da ja schon die Kombination mit der Nutzung des Coanda-Effektes vermutet... Vielleicht ist auch die gewölbte Fläche noch steuerbar, um die Kraft in ihrer Richtung (und damit Betrag in Seitenrichtung) zu beeinflussen.
Dass es noch eine weitere Quelle geben muss, bedingt alleine schon die notwendige Steuerbarkeit um die Hochachse. Es geht ja nicht allein um den genauen Ausgleich des Rückdrehmomentes in einem definierten Horizontalflug.
 
stevoe

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hubidubi schrieb:
Es gab da mal einen James Bond Film mit einem Einmann-Rucksack-Hubschrauber. Weiss jemand wo man mehr Informationen über dieses Ding erhalten kann??
Gruss Hubidubi
@Hubidubi: Du meinst wahrscheinlich "Little Nellie"! Infos gibt es beim Arbeitgeber von Herrn Bond:
http://www.mi6.co.uk/sections/q-branch/littlenellie.php3
Bilder gibt es hier:
http://www.jamesbondmm.co.uk/vehicles/little-nellie.php
Und es gab sogar einmal ein Modell von Airfix: http://www.shatterhand007.com/JB007AutogyroModel.html
 

Marius

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ach ja könnte mir noch jemand erklären wie die Blattverstellung bei sonem Blattspitzenantrieb funzt? Also ich mein einfach das der Heli dan vor und zurück und nach links und nach rechts fliegt, hoch und runter funzt ja mit mehr oder weniger Leistung bei diesem Prinzio (oder? :S)
 
Hirsch

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Die Blattverstellung kann doch so bleiben, wie sie beim "klassischen" Hubschrauber ist. Der kollektive Einstellwinkel für Steigen/Sinken, die zyklische Einstellwinkeländerung sorgt wie gehabt für eine Neigung des Tragschraubenschubes in die entsprechende Richtung re/li/vorn/hinten. Dafür ist der Schrägstellautomat zuständig.
Der einzig grundlegende Unterschied ist nur, an welcher Stelle das Drehmoment für die Tragschraube erzeugt wird. Die Leistung, die beim Blattspitzenantrieb aus den einzelnen Blättern 'rausgeblasen wird, muss in Abhängigkeit vom benötigten Drehmoment reguliert werden.
 
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