Elfenbeinküste

Diskutiere Elfenbeinküste im Aktuelle Konflikte Forum im Bereich Aktuell; ... was ist da eigentlich im Moment alles los? Z.B. Elfenbeinküste, hier zwei Meldungen vom 2004-11-06: "AU verurteilt Angriffe auf...
Tschaika

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... was ist da eigentlich im Moment alles los?

Z.B. Elfenbeinküste, hier zwei Meldungen vom 2004-11-06:

"AU verurteilt Angriffe auf Rebellenstellungen in Elfenbeinküste
Lagos (AFP) - Die Afrikanische Union (AU) hat am Samstag die Luftangriffe der Armee auf Stellungen von ehemaligen Rebellen im Norden von Elfenbeinküste verurteilt. Nach einer Krisensitzung warf die AU der Regierung in einer Erklärung vor, Friedensabkommen zu brechen. Die Angriffe torpedierten den Versöhnungsprozess in dem afrikanischen Land."

"Acht französische Soldaten bei Angriff in Elfenbeinküste getötet
Paris/Abidjan (AFP) - Regierungstruppen haben am Samstag eine Stellung der französischen Armee in der Republik Elfenbeinküste angegriffen und acht Soldaten getötet. 23 weitere französische Soldaten wurden verletzt, wie das Verteidigungsministerium in Paris mitteilte. Offenbar in einer Reaktion auf den Angriff in Bouaké zerstörte die französische Armee zwei ivorische Kampfflugzeuge. Ein ivorischer Offizier sagte der Nachrichtenagentur AFP am Samstag, zwei Suchoj-Jagdflugzeuge seien in der Hauptstadt Yamoussoukro am Boden zerstört worden."

Waren das etwa Su-25??? Wieviele fliegen da und bei wem (= gegen wen)? Hat jemand Fotos oder Zeichnungen?
Welche Rolle nehmen da die Franzosen ein? Gibt es auch AU-Truppen dort? ...

...
 
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Erdferkel

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Tschaika schrieb:
... Waren das etwa Su-25??? Wieviele fliegen da und bei wem (= gegen wen)? Hat jemand Fotos oder Zeichnungen?
Welche Rolle nehmen da die Franzosen ein? Gibt es auch AU-Truppen dort? ...

...

Wer die fliegt? russische und ukrainische Söldner, so ist es in Äthiopien und Erithrea gewesen. Die Franzosen gehören zur UN Schutztruppe der Elfenbeinnküste. Sie führe ein Kontingent von 4000 UN-Soldaten
 
Tschaika

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@ erdferkel: was in ostafrika/Horn von Afrika war/ist, interessiert mich bei meiner Frage nach Westafrika wenig (bis gar nicht - auch südarikanische Söldner und aus noch ganz anderen Nationen fliegen in Afrika u.a. auch russisches Gerät ... - ein Flugzeug/Hubschrauber ist doch eben nur ein Flugzeug/Hubschrauber ... -). Die Methode, was bei dem einen war, wird es wohl beim anderen auch gewesen sein, ist mir zu platt: alles nur Mutmassung und Spekulation. Bringt mich erst mal nicht weiter ... Sorry, ich bin noch immer so klug als wie zuvor (in Abwandlung eines Spruchs von G.).
Gibt es Quellen oder Bilder, die Deine Vermutung belegen?
 
Erdferkel

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Natürlich kann man nicht von Konflikt in Ostafrika auf Westafrika schliessen, das ist mir schon klar.
In folgendem Bericht:
http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/3988769.stm
spricht man von SU-25 der Elfenbeinküste, aber leider bisher keine Berichte wer die geflogen hat. Man mutmasst, genau wie ich, das es Söldner waren, oder eventuell Angehörige der Luftwafe der Elfenbeinküste.

btw. die Flieger wurden nicht abgeschossen, sondern am Boden zerstört, und im Endeffekt war der Angriff auf die Franzosen nur ein Versehen
http://www.theaustralian.news.com.au/common/story_page/0,5744,11312315%5E1702,00.html
 
mcnoch

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Die französische geführte UN-Blauhelm-Truppe sichert dort eine Pufferzone zwischen Aufständischen und Regierungstruppen. Da die Rebellen alle zu einer ethnischen Gruppe gehören, die Regierungstruppen zu einer anderen ethnischen Gruppe, ist die UNO dazwischen gegangen um ein zweites Rwanda zu verhindern. Der Angriff, der die vielen Toten und Verletzten auf französischer Seite verursachte, traff ein Lager, von dem aus die Franzosen die Pufferzone patrolieren. Die Lage dort wird schon seit Wochen - nach einer relativ ruhigen und stabilen Phase - wieder zusehens unruhig. Beide Seiten attackieren dabei absichtlich die UNO-Blauhelme. Beide Seiten glauben sich durch die Feuerpause hinreichend erholt zu haben um die Kämpfe wieder aufzunehmen. Dabei stören die UNO-Truppen ganz gewaltig, denn die haben bislang einen recht guten Job gemacht, auch wenn die Rebellen jetzt das Gegenteil behaupten. Ein Teilabzug von UNO-Kräften mag auf beide Seiten wie ein Zeichen einer gewachsenen Ermüdung der UNO gewirkt haben. So versuchen jetzt beide Seiten die Situation für sich zu nutzen.

Laut einem TV-Bericht von CNN heute nacht, verfügt die Elfenbeinküste über sechs eigene Piloten, die in einer nicht näher benannten GUS-Republik trainiert wurden.

Die Franzosen nutzen übrigens die gleiche Basis, von der die beiden Maschinen gestartet sind, so dass die dort stationierten Sicherheitskräfte nur mal eben in den Nachbar-Hangar gehen mußten, um durch zwei Sprengsätze die Maschinen zu zerstören. Daraufhin ist es mit den dort stationierten Regierungstruppen zu einem Feuergefecht gekommen. Scheint keine sehr nette Nachbarschaft zu sein, in beide Richtungen.

Von Interesse ist, das Frankreich aufgrund dieses Luftzwischenfalls drei ihrer F1CR Maschinen aus dem Chad nach Gabun verlegt hat, um den eigenen Streitkräften Luftunterstützung zukommen lassen zu können.
 
Tschaika

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habe ich gerade bei n-tv.de gefunden:
"...
Französische Hubschrauber feuerten am Abend Warnschüsse ab, um Zehntausende von Demonstranten vom Marsch zum internationalen Flughafen der Wirtschaftsmetropole Abidjan abzuhalten. ... Auf dem Flughafen wurde nach Pariser Angaben ein französischer Militärtransporter des Typs Transall von einer Menschenmenge beschädigt. ...
Zwei Kampfflugzeuge Suchoj SU-25 sowie fünf Kampfhubschrauber MI24 und ein Transporthubschrauber MI-8 seien "neutralisiert" worden, teilten die Streitkräfte in Paris mit. Einige Maschinen seien zerstört, andere fluguntauglich gemacht worden.
..."

n-tv.de
 
Tschaika

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... auch die AlphaJets :FFCry:
Irgendwie stimmen ein Großteil der Online-Archive bzgl. der Luftwaffen Afrikas nicht: habe noch keinen Verweis auf die SU-25 und die Mi-24 a'ka 25 der Elfenbeinküste gefunden.

unter http://orbat.com/site/air_orbats/orbats/IvoryCoastAirForce.pdf gibt es die besagte pdf in der von zwei ex-bulgarischen MiG-23MLD (vielleicht waren es auch MLA, wer weiß das schon so genau ;-) ) gesprochen wird, nix Su-25 ... Die fliegenden Söldner unbekannter Herkunft werden auch erwähnt, aber irgendwo laß ich auch etwas von 8 fliegenden "Ivories" (oder wie nennt man die Einwohner von ~) ...

Frankreich entsendet weitere 300 Soldaten nach Elfenbeinküste
Paris/Addis Abeba (AFP) - Die französische Regierung hat angesichts der Eskalation der Gewalt in Elfenbeinküste die Entsendung von 300 weiteren Soldaten angekündigt. Außerdem sollten 60 Gendarmen und drei Airbus-Maschinen in das afrikanische Land verlegt werden, teilte das Verteidigungsministerium in Paris am Sonntag mit. Bereits am Samstag hatte die französische Regierung die Verlegung von 300 Soldaten aus Gabun nach Elfenbeinküste angekündigt. Damit reagierte sie auf den Angriff auf eine französische Stellung im Zentrum von Elfenbeinküste, bei dem neun Soldaten und ein US-Bürger getötet worden waren.
 
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tigris

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Aktuelles Bildmaterial zum Thema gibt es reichlich bei Yahoo News unter dem Stichwort Ivory Coast unter Images. Darunter auch ein letztes Foto der beiden Su 25. Die Bilder von Reuters mit den zerstörten Hubschraubren liefen gerade auch in den Abendnachrichten im ARD. Weitere Fotos der Luftwaffe der Elfenbeinküste gibt es bei Airliners net und beim Key Publishing Forum-Modern Military.
 
Tschaika

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hier ein paar links auf schöne AUfnahmen einer Mi-24 (ich glaube "V", zwei kamen aus Belorußland, zwei andere Mi-24 kamen aus Bulgarien) der Ivory Coast Air Force:

http://forum.keypublishing.co.uk/attachment.php?attachmentid=54069&stc=1
http://forum.keypublishing.co.uk/attachment.php?attachmentid=54070&stc=1
http://forum.keypublishing.co.uk/attachment.php?attachmentid=54071&stc=1
http://forum.keypublishing.co.uk/attachment.php?attachmentid=54072&stc=1
http://forum.keypublishing.co.uk/attachment.php?attachmentid=54073&stc=1


BTW: die zwei Su-25 sollen auch aus Belorußland stammen ...

Ich verstehe nur noch nicht ganz, warum auch der "präsidiale" Hubschrauber - jener welcher der das weiß und nunmehr ohne Heck herumsteht - auch zertsört werden "mußte" ...
 

Christopher

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Ich weiß nicht obs ein bisschen spät is, aber auf acig.org isn ganz schöner Artikel erschienen der einen Überblick über den Konflikt gibt und auch ein paar Bilder parat hält (SU-25, Hind)


http://www.acig.org/artman/publish/article_463.shtml

Und zur Ausgangsfrage von Tschaika was eigentlich alles in Westafrika los sei:
Da gibts mehrere Konflikte.
Einmal im bevölkerungsreichsten westafrikanischen Land Nigeria. Ich glaub eine ähnliche Konstellation wie in der Elfenbeinküste nur das dort religiöse Gruppen gegeneinander kämpfen. Der muslimische Norden gegen den christlichen Süden (oder wars umgekehrt :?! ).
Nächster Konflikt: Sierra Leone, seit Jahren blutiger Bürgerkrieg
und Liberia is glaub ich momentan auch nicht ganz so sicher.
Naja war jetzt alles ausm Kopf raus geschrieben. Muß ich nochmal bisschen nachforschen, dann kann ich genaueres schreiben :red:
 
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mcnoch

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Tschaika schrieb:
Ich verstehe nur noch nicht ganz, warum auch der "präsidiale" Hubschrauber - jener welcher der das weiß und nunmehr ohne Heck herumsteht - auch zertsört werden "mußte" ...
Nun ja, wenn bei einer Strafaktion - und nix anderes war das - der Haupttäter ohne Strafe davon kommt, dann trifft den das nicht so wirklich, also muss nun auch der Boss himself seine Knochen von beschußgefährdeten Bodenfahrzeugen durchschütteln lassen.
 

Lothringer

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Frankreich geht gegen israelische Militärhilfe in der Elfenbeinküste vor

Frankreich macht nach Informationen der Pariser Wochenzeitung ,,Le Canard enchainé" Druck auf Israel, um eine weit reichende israelische Militärhilfe für die Elfenbeinküste zu unterbinden. Vor den Luftangriffen Anfang November auf die Rebellen hätten Aufklärungs-Drohnen israelischer Bauart die Rebellenstellungen überflogen, berichtet das Blatt gestern. Bei den Luftangriffen waren auch französische UN-Truppen bombardiert und neun Franzosen getötet worden. Daraufhin hatten die Franzosen militärisch eingegriffen.

Der französische Geheimdienst DGSE habe etwa 40 Israelis an der Seite der Truppen der Elfenbeinküste identifiziert, schreibt die in der Regel gut informierte Zeitung. Mehrere Israelis seien bei den Unruhen inmitten der antifranzösischen Demonstranten gesichtet worden. Der in Israel akkreditierte Botschafter Gérard Araud sei angewiesen worden, auf die Beendigung der Militärhilfe zu dringen. Der Präsident der Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo, gehört Medienberichten zufolge der US-Sekte Four Square Gospel an, die für eine enge Bindung an das auserwählte jüdische Volk eintritt.

Am Dienstag hatte Paris erstmals zugegeben, dass französische Truppen bei den Unruhen in der Elfenbeinküste ,,etwa 20" Zivilisten getötet hatten. Dies sei in Notwehr geschehen. Frankreich würde erneut so handeln, sollten sich derartige Angriffe wiederholen, sagte Verteidigungsministerin Michèle Alliot-Marie. Zuvor hatte der ,,Canard Enchainé" öffentlich gemacht, dass französische Fernsehbilder zivile Todesopfer zeigen.

Quelle: www.az.com.na/index.php?page=news/news.php&identifier=1097443095&id=9630&sess=5789a5753b652418875bdbaa3657c2c8
 

Christopher

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Weiß eigentlich welche französische Einheiten an den Bombardierungen beteiligt waren? Also Flugzeugtyp etc.?
 
Bleiente

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Neue Erkenntnisse - Elfenbeinküste

Hallo,
also jetzt darf die Elfenbeinküste zwei Ihrer zerstörten KAmpfflugzeuge wieder instandsetzten und auch noch eine unbekannte Anzahl von Hubschrauber.
Und das mit Erlaubniss der UN-Mission.

http://de.news.yahoo.com/050122/286/4dvub.html

Mals sehen was rauskommt.
 

beistrich

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UNO schlägt Alarm

Annan bittet um Aufstockung von Cote d'Ivoire-Friedenstruppe - UNO-Generalsekretär will 3400 zusätzliche Blauhelm-Soldaten

New York - Angesichts der weiter unsicheren Lage in Cote d'Ivoire (Elfenbeinküste) hat UNO-Generalsekretär Kofi Annan die vorübergehende Aufstockung der Friedenstruppen in dem westafrikanischen Land beantragt. In einem am Dienstag veröffentlichten Bericht an den UNO-Sicherheitsrat forderte Annan die Entsendung von rund 3400 zusätzlichen Blauhelm-Soldaten und 475 Polizisten für die UNO-Friedensmission in dem westafrikanischen Land (ONUCI). Zugleich forderte Annan eine Verlängerung des Mandats für die Truppe um ein Jahr bis zum Jänner 2007. Bisher sind knapp 7000 UNO-Soldaten in Cote d'Ivoire stationiert. Sie werden von rund 4000 französischen Soldaten unterstützt.

Untersützung bei Entwaffnung

Die zusätzlichen Kräfte sollen die Regierung bei der Entwaffnung der Konfliktparteien und der Organisation der in diesem Jahr geplanten Präsidentenwahl unterstützen. Die ehemalige französische Kolonie Cote d'Ivoire ist seit einem gescheiterten Putsch gegen Präsident Laurent Gbagbo im September 2002 in den von der Regierung gehaltenen Süden und den von Rebellen kontrollierten Norden geteilt. Im Jänner 2003 schlossen die Konfliktparteien in Marcoussis bei Paris ein Friedensabkommen, das aber niemals umgesetzt wurde. (APA/AFP)

http://derstandard.at/?id=2294262
 

beistrich

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Vier Tote bei Angriffen auf UNO-Truppen

Friedenstruppen geben zwei Stützpunkte auf - Unruhen auch in der Hauptstadt Abidjan - UNO-Generalsekretär Annan "tief besorgt"

Abidjan/Paris - Die Lage in der westafrikanischen Republik Cote d'Ivoire (Elfenbeinküste) gerät immer mehr außer Kontrolle. Am Mittwoch wurden bei Zusammenstößen zwischen UNO-Soldaten und Anhängern von Staatspräsident Laurent Gbagbo in der Stadt Guiglo im Westen des Landes vier Einheimische getötet. Zudem habe es ein Dutzend Verletzte gegeben, hieß es nach übereinstimmenden Angaben von Militärvertretern. UNO-Generalsekretär Kofi Annan klagte schon zuvor über "organisierte Gewalttaten" gegen die UNO-Friedenstruppen und forderte ein "sofortiges" Ende der Ausschreitungen. Der französische Generalstabschef Henri Bentégeat verlangte internationale Sanktionen.

11.000 ausländische Soldaten

Die 1960 unabhängig gewordene ehemalige französische Kolonie ist seit einem Putschversuch gegen Gbagbo im September 2002 in den von der Regierung gehaltenen Süden und den von den Rebellen kontrollierten Norden geteilt. 4000 französische Militärangehörige und 7000 UNO-Soldaten bewachen eine Pufferzone, um ein Wiederaufleben des Konflikts zu verhindern.

Zu den Protesten kam es, nachdem die internationale Arbeitsgruppe, der die UNO und mehrere afrikanische und Industrieländer angehören, es am Wochenende abgelehnt hatte, das Mandat der von Gbagbos Anhängern dominierten Nationalversammlung zu verlängern. Gbagbos Partei "Ivorische Volksfront" (FPI) forderte daraufhin den Abzug der ausländischen Soldaten, die sie als "Besatzungs-, Ausbeutungs- und Unterwerfungstruppen" bezeichnete.

Blauhelme eröffneten Feuer

Zu den blutigen Zusammenstößen in Guiglo kam es am frühen Mittwochmorgen. Einige Teilnehmer der Protestkundgebungen hätten versucht, in ein Camp von UNO-Soldaten aus Bangladesch einzudringen und seien auf gepanzerte Fahrzeuge geklettert, sagte ein französischer Offizier. "Daraufhin haben die Blauhelme begonnen, mit scharfer Munition zu schießen." Ein Offizier der ivorischen Regierungsarmee sagte, die Lage könne sich "jederzeit" verschlimmern. Aus Kreisen der UNO-Mission wurde mitgeteilt, dass das UNO-Kontingent aus rund 300 Mann mit dem Abzug aus der Stadt begonnen habe.

Tränengas gegen Demonstranten

In der rund 500 Kilometer entfernt liegenden Wirtschaftsmetropole Abidjan versammelten sich erneut hunderte Demonstranten vor dem Gebäude der UNO-Mission. Zunächst kam es nicht zu Zwischenfällen. Schon am Dienstag hatten Protestteilnehmer versucht, dort einzudringen. Sie wurden jedoch mit Tränengasgranaten und Warnschüssen von jordanischen UNO-Soldaten vertrieben. Das öffentliche Leben in Abidjan war weiter gelähmt. Anhänger Gbagbos brachten mit Straßensperren in mehreren Vierteln den Verkehr zum Stillstand.

Frankreich fordert Sanktionen

Frankreichs Verteidigungsministerin Michele Alliot-Marie bezeichnete die Lage als "äußerst Besorgnis erregend". Die internationale Gemeinschaft müsse nun Entscheidungen umsetzen, "damit die Ivorer wieder ein normales Leben führen und sich auf die Wahlen vorbereiten können". Generalstabschef Bentégeat sagte, es sei nun klar, dass beide ivorischen Konfliktparteien keinen Willen zeigten, "zu einer dauerhaften Lösung zu kommen." Sanktionen müsse neben dem UNO-Sicherheitsrat auch die Afrikanische Union zustimmen. Er glaube, "dass der Moment dafür heute gekommen ist". (APA)

http://derstandard.at/?id=2309465
 
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....
Bei der jüngsten Eskalation wählte sich Gbagbo nicht die Franzosen aus, sondern die zahnlosen Uno-Truppen. Während jordanische Einheiten dem Mob in Abidjan einigermassen Paroli boten, wichen die Soldaten aus Bangladesh am Ende zurück. Vieles deutet darauf hin, dass Gbagbo die Uno-Truppen aus dem Land ekeln will. Die Franzosen haben ihrerseits immer betont, sie würden nur so lange bleiben, als Côte d'Ivoire dies wünsche. Ein Rückzug der ausländischen Truppen hätte fatale Folgen. Beide Seiten rüsten für einen neuen Krieg auf. Vor kurzem beschlagnahmten die Behörden in Togo zwei russische Kampfflugzeuge vom Typ MiG-23 und zwei Helikopter vom Typ Mi-8, die möglicherweise für Gbagbos Streitkräfte bestimmt waren. Die aufständischen Forces nouvelles liessen verlauten, wenn der «Putsch» des FPI gegen den Friedensprozess gelinge, könne das nur Krieg bedeuten.
...
http://www.nzz.ch/2006/01/19/al/articleDI3LT.html


Hhm, da frage ich mich ja welche militärisch einsetzbaren Luftfahrzeuge den Weg ins Land geschafft haben.
 
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Bleiente schrieb:
... Vor kurzem beschlagnahmten die Behörden in Togo zwei russische Kampfflugzeuge vom Typ MiG-23 und zwei Helikopter vom Typ Mi-8, die möglicherweise für Gbagbos Streitkräfte bestimmt waren..
Weiss jemand wo diese Flugzeuge und Hubschrauber herkamen ? Der augenblickliche bzw. vor der Beschlagnahmung Besitzer / Eigentümer soll der ehemalige französische Gendarm Robert Montoya sein.
 
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