Entschlüsselung Dienststellen / Geschwader 1935 - 1943

Diskutiere Entschlüsselung Dienststellen / Geschwader 1935 - 1943 im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Also Schülerkompanie ist ja mehrfach komplett ausgeschrieben. Das war schon ein feststehender Begriff an Luftwaffenschulen. Schützenkompanie ist...
Hagewi

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Also Schülerkompanie ist ja mehrfach komplett ausgeschrieben. Das war schon ein feststehender Begriff an Luftwaffenschulen.

Schützenkompanie ist eher ein Begriff des Heeres
(und auch bei Traditionsschützen). Meine Einschätzung ist dann eher so, dass auch an einer Bordschützenschule es wohl kaum eine Schützenkompanie als offizielle Bezeichnung gab.
 
aeroschmid

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Super, danke.

Zu der II./Kampfbeobachterschule 2 5. Schülerkompanie Linz-Hörsching passen dann wiederum auch wieder Bilder im Fotoalbum des Soldaten, wo er diverse Flugzeuge wie Do 11 und Ju 86 abgelichtet hat. Diese waren lt. Infos auf der österreichischen Website (Link unten) dort als Übungsmaschinen im Einsatz.




Link mit Detailinfos von einer österreichischen website
 
aeroschmid

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An dieser Stelle meinen herzlichen Dank an alle Mitwirkenden dieses Threads. Mit eurer Hilfe ist es gelungen, aus dem Wehrpass einen militärischen Lebenslauf abzuleiten. Ich bedanke mich auch im Namen der Familie, die mir diesen Nachlass zur Verfügung gestellt hat. Ziel war es, Licht in diesen Lebensabschnitt des Soldaten, ihres Vaters und Großvaters zu bringen. Heute wissen wir mehr als ich mir anfangs erwartet hätte.

Von seiner Einschreibung 1935 bis zu seinem Tod im Jahr 1943 und sogar darüber hinaus hat die Familie alle Dokumente aufbewahrt, nun haben wir sie zu einem vollständigen Bild geordnet. Was mich persönlich auch beeindruckt hat: Die Benachrichtigung an die Witwe und die nachgereichte maschinengeschriebene Aufstellung der persönlichen Gegenstände incl. eines Hinweises, dass der Füllfederhalter des Gefallenen für 10,-- RM an einen Staffelangehörigen verkauft wurde und per Feldpostanweisung an die Hinterbliebene ausbezahlt wird.

Es hat mich sehr gefreut, mit euch zusammen an diesem Lebenslauf zu arbeiten. Aber wahrscheinlich tauchen sowieso noch mehr Fragen auf... :-)

Herzliche Grüße

Gerhard
 
Junkers-Peter

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Zu der II./Kampfbeobachterschule 2 5. Schülerkompanie Linz-Hörsching passen dann wiederum auch wieder Bilder im Fotoalbum des Soldaten, wo er diverse Flugzeuge wie Do 11 und Ju 86 abgelichtet hat. D
Die Flugzeuge der GKS und wahrscheinlich auch der KBS in Hörsching - die Flugzeuge wurden sicher in von beiden Schulen verwendet - erkennt man an einem weißen Ring um den Rumpf. Das Wappen der Schule war einem Schild nachempfunden. Sind solche Fotos im Album zu finden?

 
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ostseh

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Moin Kollegen:
Waren die Condor-Leute nicht auf "Arbeitsurlaub" (wie Einflieger in der Industrie)?
ich dachte mich eben auch zu erinnern, dass sie nicht militärisch (offiziell) dort gewesen sind und auch die Überführungen ziemlich heimlich geschahen. Das würde die offizielle Lücke erklären. Müsste im Buch „Legion Condor“ auftauchen..
 
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Die Flugzeuge der GKS und wahrscheinlich auch der KBS in Hörsching - die Flugzeuge wurden sicher in von beiden Schulen verwendet - erkennt man an einem weißen Ring um den Rumpf. Das Wappen der Schule war einem Schild nachempfunden. Sind solche Fotos im Album zu finden?
Du meinst nacheinander? Da die KBS 2 ja ab 10.08.42 nahtlos aus der GKS 2 entstand.
 
Junkers-Peter

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Ja, sorry, meinetwegen auch nacheinander. Habe mir jetzt nicht die Geschichte der Schulen angeschaut. Mir gings darum, ob er eventuell Fotos zuordnen kann.
 
aeroschmid

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Liebe Experten, jetzt habe ich in dieser Sache doch noch eine Frage:

Als der Soldat gefallen ist, war er im Dienstgrad eines Feldwebels. Wie wir ja wissen, hat er zwischen 1935 und 1943 mehrmals zahlreiche Versetzungen erlebt und dabei deutet nichts auf einen Fronteinsatz hin. Es scheint als wäre seine letzte Versetzung zur 1./Erg.-Nahaufklärergruppe im April 1943 bzw. die anschließende Versetzung zur Nahaufkl. St. 1./31 im Juli 1943 die ersten Fronteinsätze.

Er kann doch nicht jahrelang von Ausbildung zu Ausbildung geschickt worden sein. Kann es sein, dass er Ausbilder war?

Danke für eure erneute Unterstützung
 
Hagewi

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Einsatz als Ausbilder ist möglich und in der ganzen Zeit auch eigentlich wahrscheinlich. Das war auch nicht außergewöhnlich. Es ist vielfach vorgekommen, dass Soldaten gleich nach ihrer eigenen Ausbildung als Ausbilder in ihrer alten Schule verblieben sind. Zeitlich passte es mit der Versetzung zu den Nahaufklärern auch zum Niedergang der Kampffliegerkräfte. Es wurden halt kaum noch (reine) Bordschützen gebraucht, jedenfalls erheblich weniger als z. B. 1940/41. Bei den Zerstörern und Stukas waren die Bordschützen(Heckschützen) ja auch Funker (bei den Nachtjägern zunächst auch). Ggf. lernten sie das Schießen (im "Nebenamt", sie wurden auch Funkerschützen genannt) auf den Funkerschulen? Das weiß ich aber nicht verbindlich, ist eine Vemutung. Bei den Nahaufklärern und der beginnenden Schlachtfliegerei (bzw. den Schnellkampfgeschwadern) ging zu dieser Zeit auch die Entwicklung zu einsitzigen Flugzeugen ohne Funkerschützen.
 
ostseh

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Okay, verstehe. Danke.

Im Fotoalbum des Soldaten finden sich zahlreiche Bilder, die ganz offensichtlich aus dem spanischen Bürgerkrieg stammen. Deutsche und italienische Flugzeuge mit den entsprechenden Hoheitszeichen, auch ein Foto mit Ratas...
Passen denn die Aufenthaltsorte im Wehrpass irgendwie mit den Bildern aus Spanien zusammen? Lässt sich da irgendwo eine Verbindung erkennen?
tach schön,
auch ich bin der Meinung, dass die Legion Condor nicht offiziell im Wehrpass auftauchte. Da gab es irgend eineLegende. AGO Scheer nannte es“Arbeitsurlaub“. Bei mir klingelt aber noch ganz hinten was anderes..
 
aeroschmid

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Leider habe ich den Beitrag von Junkers-Peter vom Februar erst jetzt entdeckt... nein, es gibt kein Bild, das Flugzeuge mit dieser Markierung zeigt.

@ostseh: was klingelt bei Dir noch?

Also gehe ich davon aus, dass er Ausbilder war. Seit 1938 war er Unteroffizier, seit 1941 Feldwebel, das dürfte doch auch darauf hindeuten, oder? Übrigens steht auf seinem Grabkreuz O.Feldw., in seinem Wehrpass ist Feldwebel der letzte Eintrag. Was sagt das aus? Beförderung posthum?

Bilder würde ich ja gern zeigen, weil es euch bestimmt interessieren würde. Aber die Bilddateien sind recht groß....
 
AGO Scheer

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Hallo Ostsee,
nur zur Klarstellung: Die Bezeichnung "Arbeitsurlauber" ist keine "Legende". In Ermangelung ziviler Einflieger wurden Luftwaffenangehörige in "Arbeitsurlaub" zur Industrie versetzt. Hat kriegsrechtliche Hintergründe und diese außerdienstliche Stellung wurde auch auf den Papieren der Flieger mit diesem Begriff vermerkt.

2. Was Condor betraf, da erinnere ich mich dunkel, dass das bei denen auch der Fall war.
Wäre schön, wenn sich hierzu ein Condor-Spezialist äußern würde.
 
aeroschmid

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Hallo zusammen,

noch immer am Zusammenstellen der Informationen hätte ich noch eine Frage zum Wehrpass.
Ab dem 6.1.1943 war Erwin Müller für drei Monate bei der Ergänzungs-Nahaufklärer-Gruppe in Bromberg zum Beobachterlehrgang-Fw 189 Schülerkompanie. Ich gehe davon aus, dass dieser Lehrgang der Vorbereitung auf den Fronteinsatz diente.
Am 6.4.1943 wurde er dann versetzt zur 1./Erg.-Nahaufklärungsgruppe. War das schon Fronteinsatz oder noch Ausbildung? Und wo mag das gewesen sein?
Am 5.7.1943 wurde er zur Nahaufkl. St. 1./31 versetzt und wie Merlin 2017 bereits herausgefunden hat, war diese zunächst in Ostrow und ab 18.7.43 in Szoltzy stationiert.

Es gibt ein Foto vom Grabkreuz auf dem Soldatenfriedhof. Da steht als Dienstgrad O.Feldw., in seinem Wehrpass und auch auf der Verlustmeldung ist Feldwebel der letzte Eintrag. Was sagt das aus? Falscher Dienstgrad auf dem Grabkreuz oder Beförderung posthum?

Vielen Dank und herzliche Grüße!

Gerhard
 
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Hagewi

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Ergänzungsgruppen waren für die Schulung auf den aktuellen Fronteinsatzmustern mit den aktuellen Einsatzverfahren zuständig. Diese Flugzeuge waren an den Schulen meist nicht vorhanden, die Kenntnisse über die Einsatzverfahren häufig nicht vorhanden. Die Ausbilder wurden meist vorübergehend (quasi als Erholungskommando) von den Frontstaffeln gestellt. Also noch kein richtiger Fronteinsatz. Ausnahmen bestätigen die Regel, Mitte 1943 aber noch unwahrscheinlich.

Hier findest Du noch mehr zu der Ergänzungs-Nahaufklärerungsgruppe:


Standort danach wohl Bromberg, steht ja auch so im Eintrag vom 06.01. - 05.04.1943

Eine posthume Beförderung dürfte nicht so schnell ausgesprochen worden sein, dass sie schon auf dem Grabkreuz Berücksichtigung hätte finden können, es sei denn, dieses ist erst mit ordentlichem Verzug erstellt worden. Im Schlusseintrag ist der Dienstgrad ja auch noch Feldwebel. Tendenz: Falsche Aufschrift
 
Hagewi

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Doppelpost, bitte löschen.
 
AGO Scheer

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Posthum wurden bei der Luftwaffe wohl öfter sehr schnell Beförderungen ausgesprochen, (damit Angehörige bessere Versorgung erhalten?) In meiner Familie kam das exakt so auch vor.
Nur in einem Fall (da hatten die Briten in Ägypten das Begräbnis vornehmen müssen) war es umgedreht: regulärer Dienstgrad auf Grabkreuz, Gefallenenmeldung mit höherem Dienstgrad.
Wäre interessant zu wissen, ob das Ausnahmen waren, ob es von der Geschwader/ der Gruppe abging ... vom Heer kenne ich persönlich da keine Beispiele.
@Hagewi
Beförderungen gehen doch flink. Das könnte für das Grabkreuz zeitlich reichen.
 
Hagewi

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Ja, da sind wir tief im Beamtenrecht mit vielen Formalien und noch mehr Bürokratie. Der Amtsschimmel innerhalb der Wehrmacht war wohl das letzte Opfer des Krieges und wurde gleich am nächsten Tage wiedergeboren. Aber wieder zum Thema:

Bestimmt wurde posthume Beförderungen auch zu einem großen Teil ausgesprochen, um die Versorgung der Hinterbliebenen zu verbessern, da diese sich nach dem letzten Dienstgrad und der damit verbundenen Besoldungsgruppe richtete. (Siehe unten)
Beförderungen (auch Ernennungen z. B. zum Berufssoldaten) wurden und werden im Standard nur wirksam durch die Übergabe der Urkunde (in die Hand). Bei Verstorbenen geht das nun mal nicht. Voraussetzung sind freie Planstellen und anderer Kram. Dazu gab es dann Sonderregelungen. (Auch unten)
Für die Geschwindigkeit einer posthumen Beförderung kommt es sicherlich auch darauf an, welche Stelle den dafür zuständig war. Für Offiziere war es wohl das Luftwaffenpersonalamt dann dauerte das länger. Für Mannschaften und Unteroffiziere/Feldwebel war das nach unten delegiert, wie genau, konnte ich noch nicht feststellen. Ein Gruppenkommandeur der Luftwaffe hatte ja die Befugnisse wie ein Bataillonskommandeur. Da würde es schneller gegangen sein, wenn die Beförderung nicht ggf. sowieso schon auf dem Wege war (sieht auch unten).

Es gibt eine Quelle, die ich nun hier gefunden habe (Beitrag 28):


Schriften des Bundesarchivs Bd. 5: Wehrgesetz und Wehrdienst 1935-1945 – Das Personalwesen in der Wehrmacht, von Rudolf Absolon, S. 250 – 251

Beförderung von gefallenen, gestorbenen oder vermissten Soldaten

Ein während des Krieges gefallener, gestorbener* oder vermisster Soldat konnte gemäß der ab 26.8.1939 gültigen Verordnung vom 10.10.1941 (RGBl. I S. 641) noch befördert werden:

a) wenn er in dem auf den Todestag oder den Tag des Vermißtseins folgenden Kalendermonat nach den Beförderungsbestimmungen der Wehrmachtteile auf Grund der Dienstzeit oder des Dienstalters befördert worden wäre;
b) wenn ein schriftlicher Vorschlag zur Beförderung vor dem Tage des Todes bzw. des Vermißstseins von der vorschlagberechtigten Stelle abgesandt war;
c) als Auszeichnung für hervorragende Leistungen vor dem Feinde durch den Oberbefehlshaber eines Wehrmachtteils, auf seinen Vorschlag oder mit seiner Genehmigung;
d) wenn die Beförderung aus Gründen verzögert war, die nicht in der Person des Betroffenen gelegen haben.

Die nachträgliche Beförderung war in allen Fällen mit Wirkung vom 1. des Todes- oder Vermißtmonats auszusprechen.
War ein Soldat vor Bekanntgabe seiner Beförderung gefallen, gestorben oder vermisst, so wurde diese Beförderung in dem Zeitpunkt wirksam, in dem sie vollzogen wurde. Die Wirkung trat jedoch spätestens mit dem 1. des Todes- oder Vermißtmonats ein, wenn nicht eine weitergehende Rückwirkung ausgesprochen war (HVBl. 1942 B S. 23, MDv Nr. 15 OB-Heft 4 a S. 8; LVBl. 1941 S. 1076).
Die Verordnung durfte auf alle gefallenen, gestorbenen und vermissten Soldaten angewandt werden, wenn sie einer Beförderung würdig waren.
Die nachträgliche Beförderung sollte den Hinterbliebenen zugute kommen und war daher immer dann geboten, wenn eine Witwe mit Kindern oder unterstützungsbedürftige Eltern hinterlassen wurden.
Die in c) geforderte „hervorragende Leistung“ galt dann als gegeben, wenn der Besitz des E.K. 2. Kl. nachgewiesen war oder die Truppe bestätigte, dass sich der Soldat vor dem Feinde bewährt hatte. Jeder Offizier, der auf Grund seiner Verwendung vorzugsweise befördert worden wäre, wurde am 1. des Monats nachträglich befördert, in dem er gefallen, gestorben oder vermisst war. Nachträgliche Beförderungen zum Oberst und zu Generalsdienstgraden sollten nur ausnahmsweise unter Berücksichtigung der Familienverhältnisse und der Leistung vor dem Feinde erfolgen.
Entsprechend einer Weisung des "Führers", die mit Fernschreiben vom 23.11.1944 bekannt gegeben wurde, musste die Beförderung von Vermissten an allen Fronten ab sofort ausgesetzt werden. Nur in besonderen Härtefällen (z. B. kinderreichen Familien, nachgeborene Kinder, besonderer Luftnotstand) durften bereits vorliegende Anträge bis zum 31.3.1945 berücksichtigt werden.


Mit dieser neuen Kenntnis würde ich nun sagen: Posthume Beförderung ist vorstellbar. @aeroschmid: War der Soldat verheiratet, hatte er Kinder? Dann wird die Beförderung noch wahrscheinlicher.
 
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Liebe Experten,
zuerst wünsche ich alles ein gesundes neues Jahr.
In den letzten Wochen blieb mir leider wenig Zeit für das Projekt Lebenslauf, nun möchte ich aber zu einem Ende kommen. Bis heute habe ich von euch eine großartige Unterstützung bekommen, für die ich mich an dieser Stelle herzlich bedanken möchte.

@Hagewi: Der Soldat war verheiratet und hatte ein Kind. Zum Todeszeitpunkt war er gut 7 1/2 Jahre Berufssoldat.

Zu den letzten Einträgen im Wehrpass (siehe Eintrag vom 17.12.) ist mir auch noch etwas unklar:

6.1. bis 5.4. 43 ist Erg.-Nahaufkl.-Gruppe Beobachterlehrg.-FW 189 Schüko Bromberg vermerkt
>>Empfängt er da die Ausbildung/Vorbereitung für seinen Fronteinsatz?
6.4. bis 3.7. 43 folgt 1./Erg.-Nahaufklärungsgruppe.
>>ist das wieder eine andere Einheit für weitere drei Monate Ausbildung oder ist das bereits Fronteinsatz?
5.7. bis 28.7. 43 Nahaufklär. St. 1./31
>>das ist ja definitiv der Fronteinsatz, denn bei diesem wird er ja am 28.7. abgeschossen. Gibt es hierzu russische Dokumentationen, aus denen der Abschuss der FW 189 durch drei russische Jäger wie im Wehrpass beschrieben entnommen werden könnte? Evtl. könnte man ja Details zu den drei Jägern erfahren? Welche Einheit, welche Piloten, welche Muster?
Es tauchen in dieser Biografie immer wieder neue Fragen auf, aber dank eurer Hilfe konnte schon viel Licht ins Dunkel gebracht werden. Nochmals vielen Dank!

Viele Grüße

Gerhard
 
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OK, mit den weiteren Informationen zum Ehestand mit Kind, ist eine der wesentlichen Voraussetzungen für eine posthume Beförderung erfüllt. Diese ist damit schon sehr wahrscheinlich.
Bei der Erg.-Nahaufklärungsgruppe handelt es sich für beide Zeiträume um die gleiche Einheit. Erst bei dem Beobachterlehrgang, der anscheinend der Schülerkompanie der Gruppe zugeordnet war. Danach dann Einsatz bei der 1.Staffel der Gruppe. Das waren beides Ausbildungszeiträume. Erstmal Grundkenntnisse für Beobachter (Bedienung der Technik z. B.) Danach Heranführung an die Einsatzpraxis (taktisches Vorgehen, Kommunikation innerhalb der Besatzung, in der Fw-189 waren das drei Mann).
Bezüglich russischer Dokumente kann ich leider nicht weiterhelfen. Aber warte noch mal ein paar Tage, hier sind einige Foristen dabei, die da ggf. einen Zugang haben.
 
Thema:

Entschlüsselung Dienststellen / Geschwader 1935 - 1943

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