Erfahrungsaustausch

Diskutiere Erfahrungsaustausch im Verkehrsflugzeuge Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Hey leute.... Wie ich gesehen hab beschäftigen sich viele Leute mit Verkehrsflugzeugen. Da ich mich beruflich auf größere Flugzeuge...

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  1. #1 thorianer, 15.05.2008
    thorianer

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    Hey leute....

    Wie ich gesehen hab beschäftigen sich viele Leute mit Verkehrsflugzeugen.
    Da ich mich beruflich auf größere Flugzeuge spezialisieren will bahnen sich einige Fragen an.

    Und zwar:
    Wie sieht die Wartung und Instandhaltung aus?(Fachgruppen oder Allrounder?)
    Ist das Dreischichtsystem stressig? (Biorythmus)
    Wie ist in deiner Firma das Klima?(unter Arbeitskollegen und Geschäftsleitung!!!)
    Bezahlung?
    Bei welchen Firmen arbeitet ihr? Und würdet ihr euch wieder für diese entscheiden?
    Werden Neu-Mitarbeiter einigermaßen gut eingelernt oder in kalte Wasser geworfen?
    Wann? Wie? Wo? werden Musterschulungen abgehalten?

    An alle die in der Instandhaltung und Wartung tätig sind:

    Ich würde mich über JEDEN Beitrag freuen!!

    Im vorraus vielen Dank

    Der Hammerwerfer
     
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  3. #2 Oberbayer, 15.05.2008
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    -Allrounder
    -Ja, aber man kann lernen, damit zu leben
    -OK
    -zu wenig, ist doch klar;)
    -Ja
    -gut angelernt
    -unterschiedlich
     
  4. #3 connieflyer, 18.05.2008
    connieflyer

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    HEI Hammerwerfer,
    nach meiner persönlichen Erfarung würde ich Dir eine grössere Firma empfehlen.
    Es gibt dort die unterschiedlichsten Möglichkeiten.
    Entweder als Allrounder direkt am Gerät vor Ort z.B. auf der Rampe oder im Hangar.
    Oder in der Geräteüberholung. Angefangen vom kompletten Motor bis zur Schaufelbearbeitung.
    Zudem bietet eine grosse Firma die Möglichkeit sich auf dem ganzen Globus
    umzushen, Stichwort Auslandeinsatz.
    Schichtarbeit: NICHTS ist individueller in der Efrahrung als 24h Schichtdienst.
    Ich habe reine Nachtschichtler erlebt sowie auch reine Frühmenschen.
    Musss jeder mit sich selbst ausmachen.
    Zudem: die sozialen Kontakte werden rapide zurückgehen.
    Schulungen/ Qualifikationen: diese sind Vorschrift bevor man am Flugzeug arbeiten darf.
    Betriebsklima: sehr unterschiedlich, wie überall.
    Da jedoch zum Schrauben an Flugzeugen ein gewisser "Virus" nötig und von Vorteil ist, sind die Vorassetzungen gut, dass alle im gleichen Takt ticken....
    Gruss
    Gordon
     
  5. Acela

    Acela Testpilot

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    Es ist ganz unterschiedlich. Man kann auch in einer großen Firma in einen Abteilung geraten, wo Du jeden Tag das selbe machst, weil Dein Chef der Meinung ist, viel zu können ist nicht notwendig. Solche Truppen gibts bei uns auch. Ich persönlich hab da Glück, mein Chef legt Wert darauf, dass seine Leute erstens viele Qulaifikationen haben und zweitens auch mal über den Tellerand hinaus schauen. So wechseln wir halt heute ein Fahrwerk, morgen bauen wir die Seitenflosse ab und Übermorgen nieten wir etwas... Ich kann mir keinen besseren Job vorstellen - nur das liebe Geld. Wenn ich sehe, was jemand mit meiner Qualifikation in den alten Ländern verdient, kommen mir die Tränen...

    Wir arbeiten generell im Zweischichtsystem, was okay ist. Spätschicht ist bei den meisten beliebter, weil es ab 8 Steuerfreie Nachtschichtzuschläge gibt...:D

    Was Connieflyer sagte, ist auch richtig. Wenn bei uns wenig zu tun ist, kommt uns die Zugehörigkeit zum EADS Konzern zu Gute, weil die Leute dann einfach auf Reisen geschickt werden. Bei kleinen Firmen sitzt Du auf der Strasse...
     
  6. #5 atlantic, 23.05.2008
    atlantic

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    dann will ich dir auch mal antworten.

    - in D hast du da ja nicht so viel möglichkeiten / Airliner oder EADS/Airbus
    und genau da gibt es schon unterschiede
    - wir arbeiten grundsätzlich in Fachgruppen, und da ist dann jeder auf etwas
    spezialisiert, mit der Zeit kann man aber mehrere Spezialisierungen.
    - bei uns arbeiten wir fast immer in 2 schichten, wobei die Spätschicht für
    mich nicht sehr oft vorkommt:FFCry: eigendlich schade
    - arbeitsklima: geht ganz gut. ist eben ein lustiger kleinkrieg zwischen
    Preussen und eingeborenen.
    - natürlich werden neue angelernt, wobei sie aber auch zeigen müssen daß sie
    keine 2 linken hände haben.
    - jetzt zur Typenschulung:confused: mit dem was ich habe könnt ich ev. bei
    "John Travolta" mal nachfragen.

    Alles in allem bin ich zufrieden, und ich würd warscheinlich wieder hier her gehen.
     
  7. #6 tigerstift, 23.05.2008
    tigerstift

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    Je nachdem wo du Arbeitest:
    In der Wartung/Instandhaltung bist du eigentlich Allrounder. Also entweder bist du Mechaniker oder Elektriker/Avioniker/AERI/IERA (Begriffe variieren je nach Firma). Wobei sich die Bereiche oft überschneiden. Dort wechselst du als Mech auch mal ne Birne oder eine LRU.
    In der Überholung bist du meist auf eine Fachgruppe festgelegt.
    Und in der Herstellung bist du eigentlich immer auf ein Arbeitsgebiet festgenagelt.

    Damit kommt jede Person verschieden mit zurecht. Im allgemeinen kann man
    aber sagen, dass es schon an die Substanz geht. Vorallem gibt es für dich dann keine geregelte Woche mehr. Wochenend- und Feiertagsarbeit gehört dazu ohne wenn und aber. Und wie auch schon richtig gesagt wurde, leiden die sozialen Kontakte ziemlich darunter.


    Arbeitsklima? Ich fühl mich wohl:D

    Verhältnismässig recht wenig (Für einen Deutschen relativ viel)

    Auf jeden Fall JA! Arbeite bei der ehemaligen Technikabteilung der Swissair, jetzt SR Technics in Zürich. Leider gehören wir keiner Airline mehr an.

    Je nachdem welche Vorbildung du besitzt.

    Werden meist "On Site" abgehalten. Theorie immer On Site, Praxis bei Airbussen On Site, bei Boeing und Embrear extern.
     
  8. #7 Friedarrr, 23.05.2008
    Friedarrr

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    Ist eigentlich schon alles gesagt, ich möchte aber noch auf die Vorteile der "großen Firmen" weiter eingehen.

    Deren Sozialleistungen sind meist um ein vielfaches höher als bei den kleinen Klitschen!

    Bei LH z.B. besteht die Möglichkeit ein paar Pfennig (ok Cent) billiger zu tanken (war zumindest 2004 noch so), verbilligte Flüge sprichwörtlich für ein Apfel und ein Ei mit der möglichkeit Bekannte und Verwante mitzunehem, sind für Reiselustige geradezu wie bares Geld, Betreibsrenten und Versicherungen ... über kleinigkeiten wie z.B. die Arbeitskleidung reinigen zu lassen über einen Schichtplan der schon anfang des Jahres erstellt wird und so wenigstens etwas die sozialen Kontakte zu erhalten.
     
  9. #8 tigerstift, 23.05.2008
    tigerstift

    tigerstift Testpilot

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    Genau,
    Bei uns bekommen wir z.B. Flugvergünstigungen und Vergünstigungen im Reisebüro bzw -verantalter , günstiger Neufahrzeug bzw. Flottenfahrzeugkauf, Vergünstigungen im Freizeitbereich, Versicherungen und auch günstigeres Benzin.
    Zudem eine gute Firmenpensionskasse, private Unfallversicherung (wird vom Arbeitgeber übernommen) sowie auch Vorteile mit dem Flughafenausweis.

    Jetzt fällt mir erstmalig auf wie gut es uns eigentlich geht:eek:
     
  10. #9 Friedarrr, 23.05.2008
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    Friedarrr Alien

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    Psssst sag es nicht so laut, sonst ....:FFTeufel:


    Und das darfst du keinem von AA erzählen sonst haben die garkeine Mechs. mehr! ;)
     
  11. #10 thorianer, 26.05.2008
    thorianer

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    Hey Leute....

    danke für die vielen Antworten.
    Ich merk schon....das muss man selbst erleben um mitreden zu können.
    Ich werde mich weiterhin umhören und vielleicht treff ich ja den ein oder anderen von euch:TD:

    Wenn jemand dennoch seine oder eine andere Firma preisgeben möchte kann er das gerne tun:)

    also dann

    Der Hammerwerfer
    :HOT:
     
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    Hallo

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  13. #11 connieflyer, 26.05.2008
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    HEI,
    wie ich sehe lebst Du in Augsburg.
    Da liegt doch die LHT (Lufthansa Technik AG) in München nahe.
    Dort werden auch Techniker/Mechaniker ausgebildet.
    Wenn man mal in diesem Konzern arbeitet steht einem die ganze Welt offen.
    Die Bezahlung sieht zunächst verbesserungswürdig aus, jedoch muss man
    alles zusammenrechnen. Dabei meine ich die zusätzliche Altersversorgung und andere Sozialleistungen.
    Ich selbst habe es nicht bereut dass ich vor 45 Jahren dort angefangen habe.
    Gruss
    Gordon
     
  14. #12 A300-600, 09.06.2008
    A300-600

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    bei EDDH
    Moin Moin aus HAM
    Also ich fand den schichtdienst eigentlich immer als gut, wusste aber für mich auch, das der Körper das nicht unbedingt lange mit macht (Wechselschichten). Zumindst geht es auf die Gesundheit, Schlaf- und Essverhalten. Bin `88 (21Jahre) in den Schichtdienst eingestiegen, 2000 (34Jahre) wieder raus und finde die Entscheidung so nicht verkehrt. Außerdem hat finde ich es so mit Familie doch besser. Das sind aber rein persönliche Ansichten, ich kenne auch Kollegen, die genau das Gegenteil sagen. Allerdings muss ich auch dazu sagen´, das ich es nicht bereut habe, diese schritte zu machen. so komme ich dann auch gleich zum nächsten Thema: Firma.
    In meinem Falle LHT. Gelernt in HAM, dann Wartung MUC und seit 2000 wieder HAM allerdings Büro. Das wäre dann auch der Vorteil einer großen Firma, die Möglichkeit in andere abteilungen zu wechseln und auch weltweit eingesetzt zu werden.
    Man sollte es sich auf jeden Fall gut überlegen.
    Wolle
     
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