Erla Maschinenwerk Leipzig

Diskutiere Erla Maschinenwerk Leipzig im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Hallo zusammen, Laut Wikki wurden neben der Bf 109 in den Erla Werken Leipzig Mockau sollte nach den Umstellungsarbeiten auch die Fertigung der...

Ta-152H

Testpilot
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Hallo zusammen,

Laut Wikki wurden neben der Bf 109 in den Erla Werken Leipzig Mockau sollte nach den Umstellungsarbeiten auch die Fertigung der Focke-Wulf Ta 152 H-1/R11, deren Serienbau im März 1945 beginnen sollte, geplant gewesen sein
Ist es den noch zu der Produktion des Rüstsatzes R 11 bzw Ta 152 H-1 gekommen? war auch geplant auch die C dort zu fertigen, oder worden in den Werken generell Fw 190 Teile gefertigt

Gruß Frank
 

Ledeba

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Dann wollen wir mal ordnen:
1.) Mockau war der Einflug und (eigentlich) die Endmontage, die aber seit der Big Week aufgrund der Zerstörungen ausgelagert war.
2.) Ob es die R 11 tatsächlich noch gab, ist nicht bekannt. Von der Ta 152H sollen zumindest zwei Maschinen gefertigt worden sein. Ob die Auslieferung noch erfolgte, ist (mir) nicht bekannt. Grundmaterial für Hunderte von Maschinen hatte man Berichten zufolge jedenfalls geliefert. Inwieweit diese den tatsachen entsprechen, entzieht sich jedoch meiner Kenntnis.
3.) Die Ta 152C und deren Komponenten sollten bei ATG gefertigt werden. Fotos zufolge sollen auf auf einem Hallenvorfeld auch 3 gesprengte Maschinen gestanden haben bzw. werden von entsprechenden amerikanischen Berichten erwähnt.

Beste Grüße
Jörg
 

Ta-152H

Testpilot
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Hallo Jörg

Vielen Vielen Dank
Hast ne PN

Gruß Frank
 
FREDO

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Ich zitiere mal aus meinen Sammlungsergüssen zur Siebel-Fertigung
-es war beabsichtigt und geplant, die Fertigung der Motorsektionen der Ta 152 C-1/R11 bzw. C-3 ab März u.a. durch Siebel Halle durchführen zu lassen. Dazu waren die Werknummernblöcke 360000 bzw 440000 vorgesehen.
Zumindest einige "Bruchstücke" wurden in Schkeuditz (Werk III) dazu vorgefunden...

Grüße
 

Ta-152H

Testpilot
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Hallo zusammen,
Folgende Fragen habe ich:
1. Frage : Big Week ? ist das die Bezeichnung für einen alliierten Luftangriff?
2. Frage: Grundmaterial für Hunderte Maschinen, gibt es Unterlagen wer das Grundmaterial geliefert hat, bisher bin ich davon ausgegangen, das die Erla Werke die Teile selber gefertigt hat. Heißt das die zugelieferten Teile nicht nur Focke-Wulf spezifisch war sondern auch für andre Flugzeugtypen wie Messerschmitt etc. geliefert worden ist
3. Frage : War die Firma ATG und Erla auf einem Gelände in Leipzig-Mockau
4. Frage: Bisher kenne ich nur ein Bild von einer gesprengten Ta 152 C, gibt es noch ein weiteres bild von gesprengten Ta 152C
5. Frage: Die B-5/R11 soll auch Erla werken gebaut werden, gibt es dazu Unterlagen

Gruß Frank
 
eggersdorf

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Folgende Fragen habe ich:
1. Frage : Big Week ? ist das die Bezeichnung für einen alliierten Luftangriff?

Es gibt in Deutschland nur ein einziges Bundesarchiv Militärarchiv. Es ist das Bundesarchiv Freiburg.
 

Ta-152H

Testpilot
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Hallo Eggersdorf
Big Week :thumbup:

Habe gerade bei google geschaut z.b. BA Lichterfelde gibt es auch (Bundesarchiv Lichterfelde Berlin)

Frank
 
eggersdorf

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Habe gerade bei google geschaut z.b. BA Lichterfelde gibt es auch (Bundesarchiv Lichterfelde Berlin)
Frank
Bei google schauen ist immer eine gute Idee.
PS: Es gibt nur ein Militärarchiv in Deutschland, das in Freiburg.
 
FREDO

FREDO

Space Cadet
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Material wurde eingekauft, wie man das heute auch noch in Firmen mit Materialbewirtschaftung macht; Bleche, Normteile, Kugellager, etc etc. da gab es hunderte von Zulieferern, das Flugzeugwerk selbst hat daraus dann nur die Bauteile erstellt.
Hier im Mitteldeutschen kam das Material, also Alu-Bleche meist aus Rackwitz, wo auch Schrott eingeschmolzen wurde. Und dann wurden eben ausgebildete oder angelernte Flugzeugbauer mit der Verarbeitung beschäftigt. Wäre in dem Zusammenhang auch günstig, sich mal über die Technologie des (Metall-)Flugzeugbaus etwas zu belesen...

Und zu den Standorten kann man selbst bei Wiki was nachlesen, auch wie sie unterschiedlich angesiedelt waren... Stambetrieb, Werkteile, und nein, nicht in Mockau...

Grüße
 

Ta-152H

Testpilot
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@ 2. Frage: Grundmaterial für Hunderte Maschinen, gibt es Unterlagen wer das Grundmaterial geliefert hat, bisher bin ich davon ausgegangen, das die Erla Werke die Teile selber gefertigt hat. Heißt das die zugelieferten Teile nicht nur Focke-Wulf spezifisch war sondern auch für andre Flugzeugtypen wie Messerschmitt etc. geliefert worden ist

@FREDO, wenn ich Dich richtig verstanden habe, so wurde in Mockau nicht selbst produziert, sondern die angelieferten Teile (Grundmaterial), wurde halt von Flugzeugbauer an bzw. eingebaut, Instrumente, Ätzschilder, etc. u.s.w

Gibt es Dokumente welche Maschinen in Mockau zusammen gebaut worden, bzw. in welchen Archic könnte ich dies bezüglich Nachforschung anstellen

Gruß Frank
 

Grüne9

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Bezüglich der Zulieferer gab es eine Besprechung am 17.1.1945. Ich zitiere:

"Zweck der Besprechung war, die bei FW gesammelten Erfahrungen über Arbeitsverfahren bei dem Anlauf der Ta 152 zu verwenden, um auf schnellstem Wege eine wirtschaftliche Fertigung zu erreichen."

Es werden u.a. folgende Firmen aufgelistet:

(...)
1. Leitwerk: Firma ATG, Leipzig
2. Fläche C-Serie: Firma Siebel, Halle
3. Fläche H-Serie: Firma Henschel, Schönefeld
4. Vor-und Endmontage: Firma Erla, Leipzig
(...)
 

Ta-152H

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Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde und hier der link
Berlin Lichterfelde

Gruß Frank
 

Ledeba

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2.Frage: Erla war ein Montagebetrieb, der von Zulieferern lebte. Das reichte von kleinen Schrauben, Schläuchen, Fluginstrumenten bis zu Großbauteilen, wie Tragflächen o.ä. -- Erla machte dann in der Vor - bzw. Endmontage daraus eine Ta 152. Selbst gefertigt wurde nichts. Die Teile waren natürlich nur für Focke-Wulf -Maschinen vorgesehen, da Erla nur noch einige wenige Bf 109G/K bis Juni/Juli 1945 bauen sollte, d.h. es ging bei den Messerschmitt - Teilen nur noch um das Aufbrauchen vorhandener Lagerbestände.
3.Frage: ATG und Erla lagen gemeinsam auf dem Gelände der heutigen Neuen Messe bzw. dort, wo ehemals Quelle seine Lager hatte. Mockau war aber im Prinzip nicht mehr nutzbar. Die Endmontage war größentteils ausgelagert, da die Hallen in Mockau zerstört waren.
4.Frage: Mir nicht bekannt.
5.Frage: Die B-5/R 11 wurde zwar im Lieferplan 227/1 noch erwähnt, doch am 17.02.1945 wird der Wegfall dieser Baureihe bekannt gegeben, d.h. Erla sollte lediglich die H-1/R 11 bauen.

Welche Maschinen in Leipzig zusammengabaut wurden, ist nicht bekannt (habe bisher zumindest nichts gefunden). Die Amerikaner haben dem USSBS zufolge nichts Nennenswertes vorgefunden.

Ich weiß ja nicht, welche Vorstellungen du hast, aber der Mensch im Jahr 1945 - 1949 hat leider nicht an den Historiker im Jahr 2020 gedacht. Einfach mal ins Archiv gehen (oder wie der Forscher von heute - bei Google mal was eingeben) und dann alle Fragen bis ins kleinste Detail beantwortet bekommen ---- ist nicht, vergiß es. In Leipzig wurden 1945 Tonnen von Konstruktionszeichnungen und ähnliches gefunden --- alles weg. Damit hat man in den folgenden Wintern die Öfen angeheizt (da gab's noch keine Greta :thumbsup:), nasse Schuhe ausgestopft, beim Tapezieren genutzt oder Lebensmittel eingepackt. Hat mir mal ein alter Mann aus der Erla - Siedlung erzählt. Viele Fragen werden für immer ungeklärt bleiben.

Grüße
 
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