Erster Deutscher im All: Sigmund Jähn wird Ehrenbürger

Diskutiere Erster Deutscher im All: Sigmund Jähn wird Ehrenbürger im Raumfahrt Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Der DDR-Kosmonaut Sigmund Jähn soll als erster Deutscher im All Ehrenbürger von Neuhardenberg werden. Neuhardenberg (dpa/bb) - Der erste...

EDGE-Henning

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Der DDR-Kosmonaut Sigmund Jähn soll als erster Deutscher im All Ehrenbürger von Neuhardenberg werden.


Neuhardenberg (dpa/bb) - Der erste Deutsche im All, der frühere DDR-Kosmonaut Sigmund Jähn (69), wird am 20. Januar Ehrenbürger von Neuhardenberg (Märkisch-Oderland). Auch solle dann an Jähns einstigem Wohnhaus eine Gedenktafel enthüllt werden, teilte der örtliche Heimatverein am Samstag mit. Jähn wird auch einen Vortrag »Deutsche Beiträge zur bemannten Raumfahrt« halten. Jähn, damals Offizier der Nationalen Volksarmee der DDR, war am 26. August 1978 mit dem sowjetischen Raumschiff Sojus 31 ins All gestartet. Zusammen mit dem Kommandanten koppelte er es an die Raumstation Saljut 6 an. Nach einwöchigem Aufenthalt dort landete die Besatzung in Kasachstan.

13.01.2007 dpa
 
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Ist da jemand von der FF-Gemeide dabei, der uns einen Foto-Bericht geben kann ?
 
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Wenn alles seinen geregelten sozialistischen Gang geht, werde ich am nächsten Samstag um 10:00 Uhr vor Ort sein und hoffen, ein paar Bilder des ehemaligen Leiters Lufttaktik/Luftschießen des JG-8 zu machen.

Axel
 
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Ich war bei der Veranstaltung und auch bei der Enthüllung der Ehrentafel dabei (und bin beinahe von den Paparazzi des RBB und der lokalen Zeitungen erdrückt worden). Bitte habt noch bis heute abend Geduld, ein Bericht mit Bildern wird folgen.

Axel
 
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Lange genug hat es ja gedauert, hier folgt aber die versprochene Berichterstattung von der Veranstaltung des Heimatvereines Neuhardenberg. Angekündigt war ein Forum mit Dr. Sigmund Jähn anläßlich der Verleihung der Ehrenbürgerwürde des Ortes. Im Rahmen dieser Veranstaltung war ein Vortrag des zu Ehrenden zum Thema "Deutsche Beiträge zur Raumfahrt" geplant.
 
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Die Veranstaltug sollte um 10:00 Uhr beginnen, Gen. Dr. Jähn kam auch mit militärischer Pünktlichkeit gegen 09:45 in das Bürgerhaus. Innerhalb kurzer Zeit war er umringt von vielen Leuten, die sich Bücher, Postkarten und die anläßlich dieser Veranstaltung herausgegebenen Sondermarken vom Ehrengast signieren zu lassen. (auch ich hab meine eigentliche Abscheu gegen die Autogrammjäger überwunden und mich in die Wartenden eingereicht, um mein Buch über die Geschichte des Flugplatzes Marxwalde/Neuhardenberg signieren zu lassen).
 
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Durch intensive Intervention des Leiters der Veranstaltung, Herrn Zimmermann (Leiter des Heimatvereines), wurde die wohl eher ungeplante Autogrammstunde gegen 10:15 Uhr unterbrochen und Gen. Dr. Jähn konnte mit seinem Vortrag beginnen. Er spannte einen weiten Bogen von den Anfängen in der Raktengeschichte um Hermann Oberth (dem er persönlich verbunden war, er ist mit 95 Jahren 1989 in Nürnberg gestorben, Dr. Jähn war sogar auf persönliche Einladung zu seinem 95. Geburtstag in Nürnberg) über den Export der Raketentechnik aus Deutschland nach dem 2. Weltkrieg in die USA und die UdSSR, das bemannte sowjetische Raumfahrtprogramm, seinen eigenen Flug bis hin zur Zusammenführung der deutschen Raumfahrtwissenschaftler nach 1989. Seine ungemein interessante Art zu erzählen, kleine Begebenheiten einzustreuen und auch mal konkrete Wahrheiten auszusprechen, machten den Vortrag zu einem unvergeßlichen Erlebnis. Leider bin ich nicht auf die Idee gekommen, den Vortrag aufzunehmen, es fände sich viel Erwähnenswertes. So berichtet er über die ersten Raumfahrer der Bundesrepublik, die im Sternenstädtchen zur Ausbildung waren und daß sie eine etwas andere (legerere) Auffassung von geordnetem Dienst als er und sein Double E. Köllner bei ihrer Ausbildung hatten.
 
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Im Anschluß an seinen Vortrag stelle sich Dr. Jähn den Fragen aus dem reichlich voll besetzten Auditorium (es waren ca 200 Leute anwesend, wesentlich mehr als erwartet), die er mit überlegener Ruhe und geschliffenen Worten beantwortete. Eine für mich eher nicht erwartete Frage beinhaltete die Zweifel am amerikanischen Mondflugprogramm, die der Vortragende geschickt aus der Welt räumen konnte.
Dann kam der große Moment, der Bürgermeister der Stadt ergriff das Wort und schritt zur Verleihung der Ehrenbürgerwürde. Eine Urkunde war hierzu vorbereitet.
 
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die dem zu Ehrenden selbstverständlich verbunden mit den obligatorischen, aber wirklich schönen Blumen für seine Ehefrau feierlich übergeben wurde.
(v.l.n.r : Fr. Jähn, Dr.Sigmund Jähn, D. Zimmermann [Vorsitzender Heimatverein], ??, Bürgermeister Mario Eska)

 
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Sichtlich bewegt dankte Dr. Jähn dem Gemeinderat, er hielt aus dem Stehgreif eine Dankesrede die es in sich hatte. In dieser rechnete er mit den (nachwendlichen) Schreibern einer Ortschronik ab, die ein Kluft zwischen dem "alten Dorf" und den 1960 neu dorthin versetzten Armeeeinheiten sehen wollte.

Im Anschluß daran sammelten sich wiederum viele Autogrammjäger um den Ehrengast, während ein Teil der Gäste sich zum ehemaligen Wohnhaus in der Siedlung der Armeeangehörigen begab. Dort hat der Heimatverein eine Tafel aufstellen lassen, die einerseits die 21. in der Reihe der Sehenswürdigkeiten, andererseits eine Erinnerung an die letzte Wohnung des Kosmonauten der DDR darstellt.

 
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Mit gebührendem Abstand kam auch der Ehrengast, begleitet von einem größeren Teil seiner Familie, und die Tafel wurde von der zuständigen Amtsrätin enthüllt. Die anwesenden "professionellen Reporter" (der rbb war mit einem Fernsehteam vertreten und einige lokale Zeitungen sowie dpa hatten Photographen vor Ort) drängten sich so sehr um den Ort des Geschehens, daß kaum ein anderer etwas von der Enthüllung mitbekam. So hab auch ich vom "fallenden Vorhang" auch kein Bild. Nicht einmal der mehrfach geäußerte Bitte um Vergrößerung des Kreises um den Ort des Geschehens kamen die bildgeilen Photojäger nach.
Hier sehen wir also nur die Tafel nach der Enthüllung und ohne die beteiligten Personen.

 
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Allerdings ist die Tafel eine kleine Blamage. Genauer betrachtet ist sie verbogen und schief, die Schweißnähte sehen aus wie von einem Lehrling in der ersten Woche gezogen und die Verschraubungen erinnern auch mehr an den Werkunterricht in der 5. Klasse. Selbst als Abiturient (denen man schon immer zwei linke Hände nachsagte) hätte ich mich nicht getraut, so etwas abzuliefern.

Alles in allem eine schöne Veranstaltung, die meine hohe Meinung über den ersten deutschen Kosmonauten nur noch erheblich erhöht hat.

Am Nachmittag hab ich die Chance, in Marxwalde.. (ach was, lassen wir das) zu sein, genutzt, um die liebevoll restaurierte MiG21F13 zu betrachten. Aber dies ist eine andere Geschichte und soll ein anderes Mal erzählt werden.



Axel
 
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Prima, DDA, wenn du einen kleinen (Bild?-)Bericht zusammen bekämest. Falls es eine Fersehreportage über Siegmund Jähn und seinen ersten Raumflug gibt, kann ja vielleicht jemand einen Hinweis in den passenden Faden einstellen.

Herr Jähn ist im westlichen Bundesgebiet relativ unbekannt, ich wusste auch noch gar nicht, dass er den 'Doktor' gemacht hat. Aber darum lese ich ja auch hier im FF herum... :D
 
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Unser Verein hat sich zu Beginn des Jahres aus Fürstenwalde verabschiedet (wir sind nach Eggersdorf umgezogen).
Der FP in Füwa ist zur Zeit ziemlich tot, die Fallschirmspringer sind weg, die (privaten) historischen Flugzeugbauer auch. Die Ergebnisse des ABM-Projektes "Historischer Flugzeugbau" (aus diesem stammte die des öfteren zu sehende fliegende Etrich-Taube) sind an einen privaten Investor verkauft.
Ja, der zeitweilig auf "Urlaub auf Staatskosten mit Vollpension" weilende Herr Vornhagen hatte auch den Flugplatz Füwa übernommen und hatte auch (wohlfeil formulierte) große Träume für diesen Platz. Sein "Statthalter vor Ort" (Namen laß ich aus Datenschutzgründen weg) hat sich allerdings intensiv bemüht, für die am Platz ansässigen Vereine das Leben relativ schwer zu machen, so daß es zur oben genannten Abwanderung der Beteiligten gekommen ist.

Wo dies für den Platz hinführen wird, kann ich nicht so genau sagen (so prophetisch veranlagt, um derartige Voraussagen treffen zu können, wäre ich gern einmal), zur Zeit zumindest sieht es recht dunkel um dessen Zukunft aus.

Was mit Marxwalde/Neuhardenberg/Wriezen werden wird, weiß zur Zeit gar nicht. Eigentlich wollte ich in nächster Zeit mal dorthin fahren, ich bin aber noch bei der Terminabsprache.

Axel
 
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diver

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Interessant, dass keine der Medien, die jetzt wieder auf den populären Jähn aufspringen, erwähnen will, dass er als "systemnah" eingestuft wurde und deshalb nach Rentenkürzung nur eine Minirente nah am Hartz4 Niveau bezieht.

Was für eine Schande für dieses Land! Gibts eigentlich noch ein anderes Land auf dieser Welt, was seinen ersten Raumfahrer so behandelt?
 
lagunats

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Interessant, dass keine der Medien, die jetzt wieder auf den populären Jähn aufspringen, erwähnen will, dass er als "systemnah" eingestuft wurde und deshalb nach Rentenkürzung nur eine Minirente nah am Hartz4 Niveau bezieht.
is ja Wahnsinn, aber ist das belegt? :25:
 
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