K.B.
Space Cadet
Langsam aber sicher wird das Thema Eurofighter-Nachfolger nicht nur im Flugzeugforum, sondern auch in der Breite der österreichischen Politik diskutiert.
Von daher wird es Zeit für einen eigenen Thread.
Im Koalitionsvertrag zwischen ÖVP, SPÖ und NEOS steht dazu:
"Eurofighter-Nachfolge:
o Vor dem Hintergrund des Nutzungsendes der Eurofighter (EF) im Jahr 2035 ist eine Grundsatzentscheidung zur Nachfolge erforderlich.
o Zulauf der ersten Nachfolgeflugzeuge ab 2033."
Von daher muss man sich zeitnah auf den Weg machen, wenn man nicht von der Realität überrascht werden will. Martin Rosenkranz spricht von einem notwendigen Startschuss noch in 2025 und ist damit sicher nicht zu früh dran.
Was es geben wird? Da beginnt die große Kaffeesatz-Leserei.
- Trump und/oder Vance bleiben uns die nächsten vier Jahre erhalten. Von daher dürften US-Produkte draußen sein. (Es sei denn, die Koalition zerbricht und eine FPÖ-Alleinregierung kann sich vor lauter tollen Angeboten von ihren Best Buddies aus den USA und Russland kaum retten.)
- Eurofighter haben den Vorteil der bestehenden Infrastruktur und des ausgebildeten Personals - zusätzlich die Nähe zu Italien und Deutschland.
Politisch kann es natürlich schwierig werden. Die Beschaffung in den 00er Jahren inkl. des Darabos-Deals hat auf allen Seiten die Begeisterung für den EF schrumpfen lassen. Zusätzlich müsste man der Öffentlichkeit verkaufen, dass man 30 Jahre später den "gleichen" Flieger einfach nochmal beschafft.
- Beim Gripen E hätte man letztere Probleme natürlich nicht. Und es scheint - zumindest in meiner Wahrnehmung - immer noch eine von Nostalgie geprägte Erinnerung an Saab-Flugzeuge beim Bundesheer zu geben. Schweden ist zwar mittlerweile nicht mehr neutral, aber das tut dem ja keinen Abbruch. Auf der Haben-Seite stehen natürlich die geringeren Anschaffungs- und Betriebskosten.
- Rafale wäre natürlich komplett europäisch, aber in der Diskussion taucht die bisher kaum bis gar nicht auf. Außerdem hätte man dabei das schlechteste aus beiden Welten: Ein komplett neues Muster mit eigenem Ökosystem (und entsprechenden Anforderungen an Infrasturktur, Personal, etc.) UND einen Flieger der in Sachen Betriebskosten keine Einsparungen gegenüber dem EF bringen dürfte.
Für mich ist eine der größten offenen Fragen, wie groß die Kosten eines Typenwechsels im Vergleich zu möglichen Einsparungen bei den Betriebskosten sind.
Was die Stückzahlen angeht, hätte das Bundesheer gerne 36 Maschinen.
These: Man braucht Verhandlungsmasse, damit man am Ende bei 24 rauskommt. Für mehr fehlt ohnehin das Personal...
Ansonsten werden gerne Wetten angenommen, wie das Bundesheer es schaffen wird, "der Politik" koreanische FA-50 auszureden und ob für den Übergang mal wieder schweizerische Jagdflugzeuge herhalten müssen, weil man sich nicht traut, rechtzeitig eine Kaufentscheidung zu treffen.
Von daher wird es Zeit für einen eigenen Thread.
Im Koalitionsvertrag zwischen ÖVP, SPÖ und NEOS steht dazu:
"Eurofighter-Nachfolge:
o Vor dem Hintergrund des Nutzungsendes der Eurofighter (EF) im Jahr 2035 ist eine Grundsatzentscheidung zur Nachfolge erforderlich.
o Zulauf der ersten Nachfolgeflugzeuge ab 2033."
Von daher muss man sich zeitnah auf den Weg machen, wenn man nicht von der Realität überrascht werden will. Martin Rosenkranz spricht von einem notwendigen Startschuss noch in 2025 und ist damit sicher nicht zu früh dran.
Was es geben wird? Da beginnt die große Kaffeesatz-Leserei.
- Trump und/oder Vance bleiben uns die nächsten vier Jahre erhalten. Von daher dürften US-Produkte draußen sein. (Es sei denn, die Koalition zerbricht und eine FPÖ-Alleinregierung kann sich vor lauter tollen Angeboten von ihren Best Buddies aus den USA und Russland kaum retten.)
- Eurofighter haben den Vorteil der bestehenden Infrastruktur und des ausgebildeten Personals - zusätzlich die Nähe zu Italien und Deutschland.
Politisch kann es natürlich schwierig werden. Die Beschaffung in den 00er Jahren inkl. des Darabos-Deals hat auf allen Seiten die Begeisterung für den EF schrumpfen lassen. Zusätzlich müsste man der Öffentlichkeit verkaufen, dass man 30 Jahre später den "gleichen" Flieger einfach nochmal beschafft.
- Beim Gripen E hätte man letztere Probleme natürlich nicht. Und es scheint - zumindest in meiner Wahrnehmung - immer noch eine von Nostalgie geprägte Erinnerung an Saab-Flugzeuge beim Bundesheer zu geben. Schweden ist zwar mittlerweile nicht mehr neutral, aber das tut dem ja keinen Abbruch. Auf der Haben-Seite stehen natürlich die geringeren Anschaffungs- und Betriebskosten.
- Rafale wäre natürlich komplett europäisch, aber in der Diskussion taucht die bisher kaum bis gar nicht auf. Außerdem hätte man dabei das schlechteste aus beiden Welten: Ein komplett neues Muster mit eigenem Ökosystem (und entsprechenden Anforderungen an Infrasturktur, Personal, etc.) UND einen Flieger der in Sachen Betriebskosten keine Einsparungen gegenüber dem EF bringen dürfte.
Für mich ist eine der größten offenen Fragen, wie groß die Kosten eines Typenwechsels im Vergleich zu möglichen Einsparungen bei den Betriebskosten sind.
Was die Stückzahlen angeht, hätte das Bundesheer gerne 36 Maschinen.
These: Man braucht Verhandlungsmasse, damit man am Ende bei 24 rauskommt. Für mehr fehlt ohnehin das Personal...
Ansonsten werden gerne Wetten angenommen, wie das Bundesheer es schaffen wird, "der Politik" koreanische FA-50 auszureden und ob für den Übergang mal wieder schweizerische Jagdflugzeuge herhalten müssen, weil man sich nicht traut, rechtzeitig eine Kaufentscheidung zu treffen.