Eurofighter Technik Daten News

Diskutiere Eurofighter Technik Daten News im Jets Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Das ist so nicht ganz korrekt. Auch das Mk1 soll über EA und Störfähigkeiten verfügen. Ob die wo umfassend wie beim Mk2 sein werden ist jedoch...
Scorpion

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Ich habe selbst etwas recherchiert und es scheint, dass die ECRS Mk2-Version im Vergleich zur Mk1 deutlich weitergehende Fähigkeiten besitzt.
Konkret verfügt die Mk2 über offensive elektronische Kampffähigkeiten (Electronic Attack). Sie kann gegnerische Radar- und Sensorsysteme aktiv stören oder angreifen, da die AESA-Antenne nicht nur als Radar, sondern auch als elektronisches Wirksystem genutzt wird.
Die Mk1 hingegen ist primär defensiv ausgelegt. Zwar besitzt sie erweiterte elektronische Schutz- und Unterstützungsfunktionen (z. B. zur Störresistenz und Signalaufklärung), dient aber im Kern weiterhin als klassisches Mehrzweck-Radar ohne echte offensive EW-Rolle.

Wieso werden aber parallel zwei verschiedene Radarsysteme entwickelt?
Das ist so nicht ganz korrekt. Auch das Mk1 soll über EA und Störfähigkeiten verfügen. Ob die wo umfassend wie beim Mk2 sein werden ist jedoch fraglich. Die Briten planten von Beginn an eine, mit Hinblick auf EA Fähigkeiten, alternative Lösung zum 4-nationalen Radar 1+. Der anfängliche Industriefokus lag auf ein exportierbares Radar. Die Nationen selbst hielten sich ihre Optionen offen. Auf deutscher Seite wurde immer klarer, dass das Radar 1+ gewisse Forderungen, Architekturbedingt nicht erfüllen würde, weshalb man Verbesserungsmöglichkeiten gegenüber der Radar 1+ Lösung suchte. 2016 wurde in dieser Hinsicht die EEER Studie (Eurofighter Enhanced E-Scan Radar) gestartet. Damit gab es Radar 1+ mit anfänglichem Fokus auf eine Exportlösung, die darauf basierende "deutsche" Lösung und die ohnehin angedachte britische Radar 2 Lösung. Somit war klar das es verschiedene AESA-Systeme geben würde. Vor diesem Hintergrund wurde das ECRS-Projekt gestartet, um eine möglichst harmonisierte Entwicklung zu ermöglichen. Das ursprünglich exportorientierte Radar 1+ wurde zum ECRS Mk0. Der deutsche Ansatz führte zum ECRS Mk1 und die britische Lösung ECRS Mk2. Die Entwicklung des ECRS Mk0 war nicht frei von Komplikationen und auf deutscher Seite wollte man mehr Souveränität und weniger Abhängigkeit von den Briten, auch dies war ein Grund für die nationale Mk1 Lösung, der sich auch Spanien anschloss. Von einem "Common" Radarsystem kann eigentlich nicht die Rede sein, zumindest die Schnittstelle zum Waffensystem soll nun aber standardisiert sein/werden.
 
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Oman verliert an Bedeutung, Katar rückt mit 12 weiteren Eurofightern in den Vordergrund

Der Beschaffungsplan der Türkei für den Eurofighter Typhoon deutet auf eine mögliche Verlagerung des Lieferanten hin. Katar erweist sich als aussichtsreicherer Kandidat für zusätzliche Flugzeuge, während Oman an Dynamik verliert.

Nach dem bisher diskutierten Verfahren sollte die Türkei 12 Flugzeuge aus Katar für die Auslieferung im Jahr 2026 beziehen, gefolgt von modernisierten Maschinen aus Oman für die Auslieferung im Jahr 2028 und brandneuen Serienmaschinen, die ab 2030 über Großbritannien geliefert werden sollten.

TurDef hat erfahren, dass die türkische Luftwaffe die über Katar verfügbaren Tranche-3A-Typhoons positiv bewertet, da diese Flugzeuge mindestens mit ECRS Mk0 AESA-Radargeräten ausgestattet sind und somit eine AESA-fähige Sensor- und Datenverbindungsarchitektur bieten. Diese Konfiguration unterstützt effektivere Einsatzkonzepte jenseits der Sichtweite, einschließlich des operativen Einsatzes von Meteor-Raketen.

Im Gegensatz dazu basieren die omanischen Flugzeuge – obwohl oft ebenfalls als Tranche 3A bezeichnet – auf einem konventionellen Doppler-Radar und einer Avionik, die nicht dem Standard der katarischen Flotte entspricht. Daher würde eine Modernisierung dieser Flugzeuge einen erheblichen und zeitaufwändigen Aufwand mit zusätzlichen Kosten erfordern.

Parallel dazu erfuhr TurDef, dass Oman, das zuvor mit Vorschlägen zum Transfer von Flugzeugen an die Türkei herangetreten war, seine Verhandlungsposition verschärft hat, da die Gespräche konkreter zu werden schienen.

Katar hatte ursprünglich 2017 beschlossen, 24 Eurofighter Typhoon der Tranche 3A zu beschaffen. Die Beschaffungsstruktur sah laut Medienberichten 12 feste und 12 optionale Flugzeuge vor. Die Hauptlieferphase des Programms schritt in den letzten Jahren voran, wobei die Auslieferung von 12 Flugzeugen bis 2023 öffentlich bestätigt wurde. Katar hat jedoch keine offizielle Stellungnahme zum Status der optionalen Lieferungen abgegeben.

In diesem Zusammenhang konzentriert sich die Türkei zunehmend auf den Katar-Pfad und prüft, ob Flugzeuge, die im Rahmen des Oman-Plans eine zeitaufwändige Modernisierung erfordern würden, durch zusätzliche, in Katar konfigurierte Flugzeuge ersetzt werden könnten, die den gewünschten Spezifikationen näherkommen.

Der türkische Luftwaffenchef führte am 18. und 19. Januar in Katar ein Dreiergespräch mit den Kommandeuren der britischen und katarischen Luftstreitkräfte im Rahmen der Typhoon-Beschaffungsgespräche. Im Anschluss an das Treffen kamen in Verteidigungskreisen verschiedene Diskussionen auf.

Erstens könnte die Türkei versuchen, 12 zusätzliche Flugzeuge aus Katar zu sichern.

Zweitens wurde behauptet, dass die ersten zwölf aus Katar bezogenen Flugzeuge bereits im Februar in der Türkei eintreffen könnten. TurDef erfuhr, dass sowohl die Pilotenausbildung als auch die Wartungsschulungen für die Flugzeuge in Katar bereits begonnen haben. Quellen weisen jedoch darauf hin, dass die Türkei nicht geneigt ist, Flugzeuge zu verlegen, bevor die Flug- und Wartungsausbildung ausreichend ausgereift ist. Ankara will sicherstellen, dass Einsatzbereitschaft, Instandhaltungsplanung und logistische Unterstützung zum Zeitpunkt der Ankunft vorhanden sind.

Als erste Stationierung wird Eskişehir erwartet, wo die türkische Luftwaffe bereits zweimotorige Plattformen wie die F-4 betreibt und somit die bestehende Infrastruktur und Erfahrung für die frühe Instandhaltung vorhanden sind. Diese Stationierungswahl würde es auch ermöglichen, die Integrations- und Ausbildungsphase durchzuführen, ohne sofort den Eindruck einer „Frontlinienposition“ zu erwecken, und gleichzeitig die Luftverteidigungsanforderungen für Ankara und Zentraltürkei zu erfüllen.

In den letzten Wochen besuchten der britische Botschafter in Ankara und der CEO von BAE Systems die Türkei und trafen sich mit Verteidigungsminister Yaşar Güler. Verteidigungskreise erwarten nach diesen Maßnahmen weitere Schritte, darunter solche, die eine dauerhafte und hohe Einsatzbereitschaft der Eurofighter Typhoon gewährleisten sollen.

Die Türkei ist traditionell bestrebt, die Abhängigkeit von externen Partnern in den Bereichen Instandhaltung und Logistik zu reduzieren. In diesem Sinne wird erwartet, dass in Eskişehir eine Einrichtung zur Unterstützung der Wartung und Instandhaltung der Eurofighter Typhoon-Flotte geschaffen wird, die gegebenenfalls auch Arbeiten an den Triebwerken umfasst.

Das im Oktober 2025 unterzeichnete Abkommen zwischen der Türkei und Großbritannien konzentrierte sich primär auf die Beschaffung von Flugzeugen und Munition. Eine separate Folgevereinbarung soll die erforderliche Instandhaltungsarchitektur regeln, um die kontinuierliche Einsatzbereitschaft der Flotte sicherzustellen.
 

alois

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Man muss auch bedenken, das man mit der F-35 eine sehr potente Plattform bekommt was diese Fähigkeiten angeht. Die F-35 ist eh viel besser als jeder Eurofighter geeignet, offensiv in umkämpften Luftraum einzudringen.
Europa will nicht in umkämpfte Lufträume eindringen. Europa will sich nur verteidigen, ist also schon drin im umkämpften Luftraum, wenn es mal soweit werden sollte.
 

Sens

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Europa muss diese Fähigkeit haben, da die Raketen der Gegenseite über jeden Grenzbereich hinauswirken. Man kann auch auf das Goodwill der Gegenseite hoffen. Ansonsten verzichtet man ohne Not auf die Option die jederzeit mögliche Entwicklung im eigenen Sinne zu beeinflussen. Abschreckung funktioniert nur, wenn man selbst über alle Optionen verfügt und die Gegenseite kalkulieren muss, ob sie dieses Risiko eingeht.
 

twolf

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Man muss auch bedenken, das man mit der F-35 eine sehr potente Plattform bekommt was diese Fähigkeiten angeht. Die F-35 ist eh viel besser als jeder Eurofighter geeignet, offensiv in umkämpften Luftraum einzudringen.
Erste Frage will ich überhaupt " offensiv in umkämpften Luftraum einzudringen." um dort dann ganze Zwei Effektoren Abzusetzen mit grosser Wirkung, wenn das eine Rakete oder Marschflugkörper auch kann.
Und in welche " offensiv in umkämpften Luftraum einzudringen." Konflikten wurde das den schon Gemacht?

Es könnte ja sein das die USA Grönland Angreifen will, und wir es eher Verteidigen wollen?
Und dann kommt noch dazu, ohne Amerika fliegen wir nirgends wo hin, was in der Neuen Realität viel mehr Behindert.

Da bin ich eher bereit den Eurofighter weiter den Kampfwert zu Steigern.
 
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Der Eurofighter ist der F-35 in nahezu allen klassischen Leistungsparametern mindestens ebenbürtig, teilweise überlegen – insbesondere bei Kinematik, Luftkampfleistung, Waffenlast und Einsatzflexibilität.

Die wirklichen Nachteile des Eurofighters liegen im fehlenden Stealth Design + RAM und im geringeren Vernetzungs- und Sensorfusionsgrad gegenüber der F-35.
Während Stealth nicht kompensierbar ist, kann man mit eigenem verbesserten RAM, EW und durch die Vernetzung durch Software, Sensorfusion und C2-Integration deutlich den Eurofighter verbessern bis 2045+.

Zudem ist Stealth kein Absolutschutz: EW, IRST und multistatische Sensorik ermöglichen die Bekämpfung von Stealth-Flugzeugen – ein Ansatz, den auch die Rafale mit SPECTRA verfolgt, um das Flugzeug zu maskieren für den gegnerischen Radar.
 
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Simon Maier

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Hallo,

eigentlich wirtschaftlich ein Wahnsinn, dass man hier 2 verschiedene Aesa Radarvarianten entwickelt, statt sich gemeinsam auf eine zu verständigen. Das garantiert minimale Stückzahlen bei doppelten Entwicklungskosten.

Es könnte ja am Ende trotzdem jedes grössere Land sein Radar selbst herstellen (Stichwort Unabhängigkeit), aber die Entwicklung eines Radars hätte hier Mittel eingespart
 

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Die Briten hatten dabei schon ihre kommende Tempest im Sinn. Die Deutschen und Spanier das FCAS, dessen Radar von den Franzosen kommt. Deshalb reichte es denen, ihr ASEA relevant zu halten. Das sparte Entwicklungskosten in Zeiten damals noch knapper Verteidigungshaushalte. Ab 2040 ist der Eurofighter nur noch ein abzulösendes Element im künftigen Netzwerk.

Die jeweiligen Entscheidungen wurden noch vor dem Februar 2022 getroffen. Erst dann gab es die "Zeitenwende" und mit dem zusätzlichen Druck der Amerikaner das notwendige Geld, die es erlaubt hätten, das alle Eurofighter/Typhoon Nutzer die leistungsfähigste ASEA-Variante beschaffen.
 
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2026 Oktober
Die Royal Air Force hat im Rahmen des britisch-katarischen Verteidigungsabkommens Typhoon-Kampfjets nach Katar verlegt.
Die Verlegung betrifft die 12. Staffel, die gemeinsame britisch-katarische Typhoon-Einheit, und erfolgt auf Einladung der katarischen Regierung.

Das Verteidigungsministerium erklärte, dieser Schritt spiegele die „starke und beständige Verteidigungspartnerschaft“ zwischen London und Doha wider. Die Staffel operiere regelmäßig in der Region zu Ausbildungs-, Abschreckungs- und Sicherheitsmaßnahmen. Zu den vorangegangenen Verlegungen gehörten Übungen wie EPIC SKIES und SOARING FALCON, die die Interoperabilität und den Austausch operativer Erfahrungen zwischen den beiden Luftwaffen stärken sollten.

Verteidigungsminister John Healey sagte, die Verlegung unterstreiche die anhaltende strategische Bedeutung der Typhoon-Flotte, insbesondere angesichts der hohen Investitionen Großbritanniens in deren Zukunft. „Katar und Großbritannien sind enge Partner mit jahrzehntelangen historischen Verteidigungsbeziehungen. Diese Partnerschaft stärkt die nationale Sicherheit beider Länder und trägt zur Stabilität in der Golfregion bei“, sagte er. „Der heutige Einsatz baut auf diesen gemeinsamen Zielen auf, indem Typhoon-Jets unseres gemeinsamen Geschwaders zur Unterstützung der Verteidigung verlegt werden.“

Healey stellte einen direkten Zusammenhang zwischen dem Schritt und den jüngsten Investitionsentscheidungen her und fügte hinzu, dass er „zeitgleich mit unserer Ankündigung einer Investition von einer halben Milliarde Pfund zur Modernisierung unserer Typhoons“ erfolge. Er beschrieb die Flugzeuge als zentral für die Fähigkeit Großbritanniens, die Sicherheit im Ausland zu stärken und gleichzeitig die Interessen im Inland zu schützen. Die Regierung bestätigte, dass der Einsatz defensiver Natur sei.

Großbritannien und Katar pflegen eine langjährige Zusammenarbeit in den Bereichen Flugausbildung und Kampfluftkapazitäten, einschließlich Hawk- und Typhoon-Einsätze in Großbritannien. Das Verteidigungsministerium erklärte, der jüngste Einsatz unterstreiche die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Partnern zur Bewältigung gemeinsamer Sicherheitsherausforderungen und betonte, dass regelmäßige gemeinsame Aktivitäten am Golf zu einer umfassenderen regionalen Stabilität beitragen.
Ich zitierte mich mal selbst 😂

Die Engländer (Eurofighter) und die Türkei (F-16 & Drohnen) werden wohl die Fähigkeitslücke der Qataris überbrücken bei der Übergabe der 12-24 Eurofighter an die Türkei.
 

Sens

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Die Kataris haben keine Fähigkeitslücke. Ihren Schutz garantieren die Amerikaner. Die Einkäufe von Flugzeugen dienen nur dazu, die damit verbundene politische Unterstützung zu erweitern. Vor allem, wenn sie noch Aktionäre bei den Exportfirmen sind.
 

K.B.

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Gabriele Molinelli hat auf X mal zusammengetragen, was ein Mk2 Radar kostet:

"Die letzten drei großen Vertragsankündigungen für Mk2 lauten also:
  • 870 [Mio GBP] Juli 2023 zur Fertigstellung der Entwicklung und zum Bau der ersten Sets
  • 204,6 im Juni 2025 für Langläufer-Teile
  • 453 zur Fertigstellung der Produktion von 38 + Upgrade für 2 Testeinheiten

Über 38 m pro Radargerät, ohne noch weiter zurückzublicken. Heilige Hölle."

Er gibt zwar keine Quellen an, ich würde das aber nicht bezweifeln wollen.

Update:
Die 204,6 Millionen Pfund aus dem Juni 2025 sind anscheinend in den 453 Mio Pfund enthalten.
Ändert aber grundsätzlich nichts an den immensen Kosten.
 

paganethos

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Erste Frage will ich überhaupt " offensiv in umkämpften Luftraum einzudringen." um dort dann ganze Zwei Effektoren Abzusetzen mit grosser Wirkung, wenn das eine Rakete oder Marschflugkörper auch kann.
Und in welche " offensiv in umkämpften Luftraum einzudringen." Konflikten wurde das den schon Gemacht?

Es könnte ja sein das die USA Grönland Angreifen will, und wir es eher Verteidigen wollen?
Und dann kommt noch dazu, ohne Amerika fliegen wir nirgends wo hin, was in der Neuen Realität viel mehr Behindert.

Da bin ich eher bereit den Eurofighter weiter den Kampfwert zu Steigern.
Wenn die Ruzzen ein Abenteuer im Baltikum, Polen oder einem anderen EU-Staat starten, wird man tief ins Feindesland fliegen wollen um dort Dinge zu zerstören. Raketen und Marschflugkörper eignen sich nicht immer oder sind nicht immer verfügbar. Zwei 1000 Pfund (oder 8 kleine) Bomben präzise und flexibel etliche 100km hinter der Front zum Einsatz zu bringen ist eine Fähigkeit, welche die Ukraine ganz sicher gerne hätte. Dazu ist die Überlebenschance einer F-35 auf so einer Mission halt vermutlich viel höher als die von einem Eurofighter.

Der Eurofighter kann den eigenen Luftraum verteidigen (kann er vermutlich besser als die F-35) oder offensiv Marschflugkörper einsetzen. So lange man keine Luftüberlegenheit hat, wird man sich damit nicht nach Ruzzland trauen und ein anderer Gegner ist für Europa nicht in Sicht.
 

Sens

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Wie teuer etwas schlussendlich war, kann man erst gegen Ende seiner Verwendung beurteilen. Der Tempest der Briten ist zwar etwas Neues doch dafür werden Elemente verwand, wie z. B. das AESA, das noch im Kostenrahmen des Typhoon entwickelt wird.
Beispiel
Die B-21 ist real die Vorsetzung des B-2 Programms und enthält zahlreiche Elemente, die schon dort generiert=bezahlt wurden. Das reichte jedoch zur Behauptung, das jede B-2 etwa 2 Mrd gekostet hat, wenn man die gesamten Entwicklungskosten auf die tatsächlich produzierten 21 Maschinen umlegt. Auf diese Weise fallen dann nur noch etwa 500 Mio für die B-21 an.
 

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Seit den 90iger Jahren hat die Agilität der Eurofighter, ihre einstige Bedeutung verloren. Diese Anforderung basierte auf den Prognosen der 70iger und 80iger für deren Zukunft ab den 90igern. Mit ein Grund warum die weitere Erhöhung der Agilität nicht mehr umgesetzt wurde.
Bei den letzten militärischen Auseinandersetzung sind sich die Beteiligten noch nicht einmal auf Sichtweite begegnet. Siehe Israel-Iran oder Pakistan-Indien. Davor schon im Irak oder dem Balkan.
 

alois

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Wenn die Ruzzen ein Abenteuer im Baltikum, Polen oder einem anderen EU-Staat starten, wird man tief ins Feindesland fliegen wollen um dort Dinge zu zerstören.
Ach, was die Russen leisten sieht man ja derzeit in der Ukraine. Die haben auch nur eine große Klappe und nichts dahinter. Ich würde behaupten, dass die europäischen Luftwaffen der russischen überlegen sind. Natürlich kommt es in einem Krieg zu Verlusten. Stealth ist in diesem Szenario nur ein Versuch einer Vollkaskoversicherung, die es in einem ausgewachsenen Krieg nicht gibt. Europa wird mit den Russen ganz gut fertig.
 
Scorpion

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Die Briten hatten dabei schon ihre kommende Tempest im Sinn. Die Deutschen und Spanier das FCAS, dessen Radar von den Franzosen kommt. Deshalb reichte es denen, ihr ASEA relevant zu halten. Das sparte Entwicklungskosten in Zeiten damals noch knapper Verteidigungshaushalte. Ab 2040 ist der Eurofighter nur noch ein abzulösendes Element im künftigen Netzwerk.

Die jeweiligen Entscheidungen wurden noch vor dem Februar 2022 getroffen. Erst dann gab es die "Zeitenwende" und mit dem zusätzlichen Druck der Amerikaner das notwendige Geld, die es erlaubt hätten, das alle Eurofighter/Typhoon Nutzer die leistungsfähigste ASEA-Variante beschaffen.
Vollkommen an den Haaren herbeigezogene Behauptungen, nicht dass man das von Dir nicht gewohnt wäre. Die AESA-Saga des Eurofighter reicht Jahrzehnte zurück und hat weder etwas mit Tempest, noch FCAS zu tun, auch nicht die Auslegung der Einzelsysteme (Mk1 vs Mk2), "weil die Franzosen das System für NGF entwickeln".

Wie teuer etwas schlussendlich war, kann man erst gegen Ende seiner Verwendung beurteilen. Der Tempest der Briten ist zwar etwas Neues doch dafür werden Elemente verwand, wie z. B. das AESA, das noch im Kostenrahmen des Typhoon entwickelt wird.
Beispiel
Die B-21 ist real die Vorsetzung des B-2 Programms und enthält zahlreiche Elemente, die schon dort generiert=bezahlt wurden. Das reichte jedoch zur Behauptung, das jede B-2 etwa 2 Mrd gekostet hat, wenn man die gesamten Entwicklungskosten auf die tatsächlich produzierten 21 Maschinen umlegt. Auf diese Weise fallen dann nur noch etwa 500 Mio für die B-21 an.
Ich bezweifele mal, dass Du abgesehen von der offensichtlichen Ähnlichkeit der Auslegung zwischen B-2 und B-21, auch nur ein einziges System, oder Gerät belegbar benennen kannst welches die B-21 von der B-2 übernommen hat. Ist an dieser Stelle Offtopic, aber was sollen diese permanent unsinnigen Pauschalbehauptungen? Es wird sich mit Sicherheit auch kein ECRS Mk2 an Bord einer Tempest wiederfinden.
 
MoritzHnsldt

MoritzHnsldt

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Das ist so nicht ganz korrekt. Auch das Mk1 soll über EA und Störfähigkeiten verfügen. Ob die wo umfassend wie beim Mk2 sein werden ist jedoch fraglich. Die Briten planten von Beginn an eine, mit Hinblick auf EA Fähigkeiten, alternative Lösung zum 4-nationalen Radar 1+. Der anfängliche Industriefokus lag auf ein exportierbares Radar. Die Nationen selbst hielten sich ihre Optionen offen. Auf deutscher Seite wurde immer klarer, dass das Radar 1+ gewisse Forderungen, Architekturbedingt nicht erfüllen würde, weshalb man Verbesserungsmöglichkeiten gegenüber der Radar 1+ Lösung suchte. 2016 wurde in dieser Hinsicht die EEER Studie (Eurofighter Enhanced E-Scan Radar) gestartet. Damit gab es Radar 1+ mit anfänglichem Fokus auf eine Exportlösung, die darauf basierende "deutsche" Lösung und die ohnehin angedachte britische Radar 2 Lösung. Somit war klar das es verschiedene AESA-Systeme geben würde. Vor diesem Hintergrund wurde das ECRS-Projekt gestartet, um eine möglichst harmonisierte Entwicklung zu ermöglichen. Das ursprünglich exportorientierte Radar 1+ wurde zum ECRS Mk0. Der deutsche Ansatz führte zum ECRS Mk1 und die britische Lösung ECRS Mk2. Die Entwicklung des ECRS Mk0 war nicht frei von Komplikationen und auf deutscher Seite wollte man mehr Souveränität und weniger Abhängigkeit von den Briten, auch dies war ein Grund für die nationale Mk1 Lösung, der sich auch Spanien anschloss. Von einem "Common" Radarsystem kann eigentlich nicht die Rede sein, zumindest die Schnittstelle zum Waffensystem soll nun aber standardisiert sein/werden.
Meistens lese ich nur mit, aber hier kann ich glaube ich ein paar nützliche Informationen beitragen:

Die historische Darstellung ist so (fast) komplett richtig.
Ursprünglich war das Mk1 Radar grundsätzlich als Update des ECRS Mk0 (CAPTOR-E) ausgelegt. Der Plan war die Mk0 Radare zu nehmen und in die T2/T3/T4 Anteile der EF Flotte zu verbauen. Nach und nach sollten dann zuerst neue T/R Module in der Antenne verbaut werden, neue Software Releases ausgeliefert werden und dann schlussendlich den neu entwickelten Hensoldt Multichannel Receiver als Ersatz für das alte Empfänger LRI zu verwenden.

Das hat sich durch die neuen Anforderungen des Kunden und die daraus resultierenden Rebaselining Verträgen geändert. Das Upgrade geht im Scope nun so weit, dass das Mk1 Radar auch nur noch wenig mit dem ursprünglichen CAPTOR-E/ECRS Mk0 zu tun hat. Neben den vorher genannten Änderungen wurde per Rebaselining vereinbart, nun auch den Radarprozessor und die APSC (Vereinfacht gesagt die Stromversorgungs- und Kontrolleinheit des Radars) auszutauschen. Das geschieht unter der Führung von Hensoldt mit Indra als Subcontractor.

Die Upgrades werden nicht alle gleichzeitig ausgerollt, sondern man hat entschieden das Programm in einzelne Steps (0 bis 2) zu unterteilen, um zu vermeiden dass man so lange auf AESA Radare warten muss wie die RAF. Das Austauschen der Komponenten hat natürlich Gründe, vornehmlich das jetzt deutlich ausgeweitete Forderungsprofil des neuen Radars (zum Beispiel im Bereich Electronic Attack). Das konnte man jetzt machen weil deutlich mehr Mittel zur Verfügung stehen.

Ohne zu Tief ins Detail zu gehen kann man festhalten, dass das Leonardo Radar etwas mehr Fähigkeiten im Bereich EK aufweisen wird, da man zum Beispiel dedizierte Hardware Module (wie zB. einen Techniques Generator und EW Receiver) verbaut, was deutlich mehr Leistung erlaubt. Zudem hat das Radar etwas bessere Eigenschaften wenn es um die Bandbreite geht.

Abschließend finde ich den deutschen Weg trotzdem stimmiger, da wir zum Einen die ganze Flotte (mit über 200 bestellten Radaren!) statt nur 40 Jets ausstatten, und nicht so lange auf den Ersatz des M-Scan Radars warten müssen.

Dass wir ein halbgares AESA Entwicklungsprogramm wegen "den Franzosen und FCAS" haben ist natürlich kompletter Quatsch. Vielleicht ist es absehbar wegen der aktuellen Lage bei FCAS nicht mehr so relevant, aber FCMS (Hensoldt) hat die technische Leitung für das Radar innerhalb des FCAS Sensorpillars...
 

Sens

Alien
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Vollkommen an den Haaren herbeigezogene Behauptungen, nicht dass man das von Dir nicht gewohnt wäre. Die AESA-Saga des Eurofighter reicht Jahrzehnte zurück und hat weder etwas mit Tempest, noch FCAS zu tun, auch nicht die Auslegung der Einzelsysteme (Mk1 vs Mk2), "weil die Franzosen das System für NGF entwickeln".



Ich bezweifele mal, dass Du abgesehen von der offensichtlichen Ähnlichkeit der Auslegung zwischen B-2 und B-21, auch nur ein einziges System, oder Gerät belegbar benennen kannst welches die B-21 von der B-2 übernommen hat. Ist an dieser Stelle Offtopic, aber was sollen diese permanent unsinnigen Pauschalbehauptungen? Es wird sich mit Sicherheit auch kein ECRS Mk2 an Bord einer Tempest wiederfinden.
Da geht es nicht um Äußerlichkeiten sondern um Elemente und ihre Technologie. Für deren Entwicklung muss zunächst viel Geld aufgewendet, siehe die horrenden Stückkosten bei einer kleinen Anzahl, während deren Weiterentwicklung weniger aufwändig ist.
Die Briten sind ja nicht total verblödet, indem sie eine eigenständige Variante ihres AESA für nur wenige Typhoon entwickeln. Das macht nur dann Sinn, wenn diese Auslegung gleichzeitig den "Grundstein" einer kommenden Weiterentwicklung für die Tempest bildet. Solche Entwicklungen haben einen zeitlich längeren Vorlauf, genauso wie Triebwerke, die dann nach 2030 zur Verfügung stehen müssen. Da ist nicht die Hardware das Problem sondern der zeitliche Aufwand für die Entwicklung der dafür notwendigen Software.

Man kann das ja sehr schön beim Eurofighter und der F-35 beobachten. Da gibt es inzwischen das TR 3, doch es wird noch Jahre dauern, bis die Software für die Nutzung aller damit möglichen Funktionen generiert ist.
Auch die Avionik der B-2 braucht eine ständige Weiterentwicklung. Es ist jedoch völlig sinnfrei, es nur für knapp 20 Maschinen zu machen und wäre eigentlich nicht bezahlbar. Die Amerikaner brauchten schon damals mehr als 20 B-2, doch die wenig überraschende Verzögerung bei der Entwicklung der dafür notwendigen Software lies die Kosten explodieren und man zog zunächst die Notbremse, Produktionstopp, was ja auch der F-35 drohte. Man nutzte die Einsatzzeit, "fliegende Prototypen", den dafür notwendigen Reifeprozess, siehe die jeweiligen Block-Standards, in deren Einsatzzeit zu vollenden und wechselte zur offenen Software bei der B-21. Jetzt kann man die Investments zu bezahlbaren Kosten nutzbar machen. Das Ergebnis ist die B-21, wenn man so will, eine optimierte B-2. Die B-2 profitiert auch noch davon. Die Suchfunktion bietet die passenden Links zur Fragestellung.
 
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