In Qatar befindet sich eine türkische Militärbasis mit mehreren tausend Soldaten, schätzungsweise 3000-4000 Mann.
Die Präsenz beruht auf einem umfassenden sicherheitspolitischen Abkommen zwischen der Türkei und Qatar, das auch eine enge wirtschaftliche Kooperation inkl. Energie und Sicherheit einschließt.
Dieses Abkommen umfasst unter anderem:
die Ausbildung und das Training katarischer Streitkräfte durch türkisches Militärpersonal,
gemeinsame Manöver und militärische Zusammenarbeit, sowie Rüstungskooperationen und Lieferungen türkischer Verteidigungssysteme
Dazu zählen insbesondere:
Drohnensysteme wie Bayraktar TB2 und perspektivisch Akıncı.
Demnächst Luftverteidigungssysteme wie Sungur und die Hisar-Serie.
Rad- und Kettenfahrzeuge bis hin zum Altay-Kampfpanzer
sowie maritime Plattformen wie Korvetten und andere MILGEM Kriegsschiffe türkischer Bauart.
Die türkische Basis soll zudem schrittweise um Luft- und Marinekomponenten erweitert werden, um die militärische Kooperation weiter zu vertiefen und die gemeinsame Einsatzfähigkeit zu erhöhen.
Es ist also damit zu rechnen das weiteres Personal und Material nach Qatar kommt.
Es kann sogar durchaus sein das die Briten Zugang zum türkischen Stützpunkt bekommen um das gemeinsam zu koordinieren aber das ist sehr spekulativ.
Die enge Zusammenarbeit von Großbritannien und der Türkei bei Rüstung und Technologie würde es zumindest logisch machen das auch der Sicherheitsaspekt mit Großbritannien vertieft wird, und perspektivisch auch mit Italien und Spanien in Zukunft (nicht in Qatar).
The Qatar-Turkey Combined Joint Force Command has been active since October 2015 at the Tariq bin Ziyad military base outside Doha, comprising commando platoons, military engineering units, indirect fire support teams, and air force and naval liaison teams in what...
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Der Zugang zu Qatar hat nicht nur Energie & Geografische Vorteile um Einfluss in Nahen Osten zu gewinnen.
Dadurch konnte die Türkei auch erhebliche Einblicke in den Eurofighter, Rafale und F-15QA gewinnen, zumindest oberflächliche Analysen und ihre Leistungsparameter um die Wirkungsweise als Waffensystem (Stärken/Schwächen) zu analysieren.
Das gleiche geschieht auch in Pakistan mit J-17 III und J-10C und ihrer chinesischen Munition. Zum Beispiel in form von Radarprofile, Flugprofile beobachten
Einsatzverfahren (Taktiken) verstehen
Reichweiten & Reaktionszeiten abschätzen
Logistik & Wartungsphilosophie analysieren.
Wir reden jetzt hier nicht von klassischen Reverse Engineering nach Modell China/Russland. Sondern das verstehen und die Wirkungsweise eines Waffensystems.