F-104G: Projekt Doppelrumpf (F-104G TR)

Diskutiere F-104G: Projekt Doppelrumpf (F-104G TR) im Jets Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Hallo! Nachdem ich eifrig hier im Forum gesucht und nichts zu nachfolgendem Thema gefunden habe, möchte ich eine der ungewöhnlichsten...

Moderatoren: gothic75
  1. #1 Der durstige Mann, 23.04.2006
    Der durstige Mann

    Der durstige Mann Space Cadet

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    Hallo!

    Nachdem ich eifrig hier im Forum gesucht und nichts zu nachfolgendem Thema gefunden habe, möchte ich eine der ungewöhnlichsten Projektstudien in der Geschichte der F-104G vorstellen: eine doppelrümpfige F-104G, Projektbezeichnung F-104G TR.

    Dazu eine Auszug aus der Zeitschrift „Meilensteine der Luftfahrt: F-104 Starfighter“ (EADS Deutschland GmbH, München 2001).

    Für die F-104G führte man in der Bundesrepublik ab 1960 diverse, zum Teil damals schon „gewagte“ Studien zur Weiterentwicklung durch. Zur Realisierung gelangte jedoch keine ....
    Ab 1963 wurden Ideen wie Rumpfverlängerung und vergrößerte Tiptanks untersucht, um die Reichweite zu steigern. Wesentlich unorthodoxer war das geplante Mitführen von Zusatztanks im Deichselschlepp oder deren Aufnahme im Flug direkt vom Boden Am üngewöhnlichsten aber war der Vorschlag einer doppelrümpfigen F-104G als Begleitjäger für Langstreckenpatrouillen über See.


    Da ich über keinen Scanner verfüge, habe ich mich für das beigefügte Bild (welches aus dem o.g. Heft stammt) auf der Seite bredow-web.de bedient.

    Vielleicht ist diese Vorlage ein Anreiz für unsere Modellbau-Spezialisten hier im Forum und irgendwann gibt´s dann auch ein Modell zu bestaunen …

    Es grüsst der durstige Mann
     

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  3. #2 Mr.Rossi, 23.04.2006
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    Hast du ein paar Fotos, Bilder oder Karikaturen davon?
     
  4. #3 dg1000flyer, 23.04.2006
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    vieleicht gibts ein Modell davon...vieleicht gibts davon Bilder?
     
  5. #4 Der durstige Mann, 23.04.2006
    Der durstige Mann

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  6. #5 Schorsch, 23.04.2006
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    Das zeigt, dass man damals noch Sinn für Humor hatte. Mir würden jetzt etwa eine Million technische Gründe einfallen, warum das nicht klappen würde. Vor allem würde ich mich fragen, warum zwei Starfighter zusammengeklebt mehr Reichweite haben sollen als zwei einzelne. Das Projekt ist wohl über das "Lachnummerstadium" nie hinaus gekommen, oder etwa doch?
     
  7. logo

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    Hallo ,

    ja ,ja gibt es . Habe es vor langer Zeit in einem anderen Forum gesehen .

    Nur wann und wo , da müßte man mal kräftig suchen .

    Gruß logo
     
  8. #7 Dr. Seltsam, 23.04.2006
    Dr. Seltsam

    Dr. Seltsam Guest

    Hübscher Scherz :TOP:
    Ist ja nur der logische Nachfolger der Bf 109Z ;)
    Aber wozu zwei Cockpits? :?!
     
  9. #8 Schorsch, 26.04.2006
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    Um nennenswerte Spareffekte zu erzielen, muesste man den Verbindungsfluegel klein machen, die Systeme konsequent reduzieren (nur ein Pilot kann steuern, anderes Fahrwerk, etc). Das dann weiter gedacht bringt einem zu der Frage, ob es nicht schlauer waere, den Verbindungsfluegel wegzulassen, die Triebwerke direkt nebeneinander anzuordnen und die Piloten hintereinander unterzubringen. Dann hat man ein neues Flugzeug.

    Grundsaetzlich ist das Flugzeug jedoch etwa doppelt so schwer, hat etwas geringere Fluegelflaeche, doppelten Schub und doppelten Luftwiderstand, doppelte Treibstoffkapazitaet (bei doppeltem Verbrauch) und ist somit bestenfalls so leistungsfaehig wie ein Starfighter, nur das doppelt so viele Systeme ausfallen koennen und doppelt so viel Wartung notwendig ist.

    Das ist alles nur ein Scherz, oder aber die Leute in Bayern hatten zu viel Weizenbier zum Mittach. Mahlzeit!
     
  10. #9 Bleiente, 26.04.2006
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    Naja, möglicherweise deshalb
    Es waren wahrscheinlich wirklich zwei Mann Besatzung vorgesehen um zumindest Arbeitsteilig vorgehen zu können. Ich meine es ging damals wohl weniger um die heute so wichtigen Atttribute wie Flugleistungen etc. sondern um die Effektivität und Verbreitung des Einsatzspektums.

    Aber trotzdem, hätte schon extrem gewöhnungsbedürftig ausgesehen, das Teil.
    Wird wohl nur noch übertroffen von der Idee, einen doppelköpfigen Harrier anzudenken.
     
  11. Jemiba

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    Klar technisch wäre das garantiert nicht der Weisheit letzter Schluß
    gewesen ! Aber um abschließend über diese "Designstudie" zu urteilen, müßte
    man erst mal wissen, warum sie gemacht, wie sie "verkauft" wurde und ggf.
    welcher Entwurf statt dessen erwählt wurde. Vielleicht sollte es ja nur der
    Nachweis sein, dass eine einfache, billige und schnelle Schaffung eines
    zweistrahligen F-104 Abkömmling SO nicht realisierbar ist. Viele
    Konzeptstudien ( oder Vorentwürfe, Projektstudie oder welche Bezeichnung
    auch immer für diese Entwicklungsstufe, weit vor einem echten Projekt mit
    Realisierungsabsicht ) werden ja wohl nur gemacht um gegen den
    favorisierten Entwurf an die Wand gerechnet zu werden.

    Ach ja, um an Tophe's Frage zu erinnern : Wofür steht denn nun das "TR" ?
     
  12. #11 Dr. Seltsam, 26.04.2006
    Dr. Seltsam

    Dr. Seltsam Guest

    Ich denke ich zeichne jetzt auch mal eine Doppelrumpf-Transall, schreibe da Nord Aviation, Juin 1965 drauf, nenne es C-160 TGLE (Transporteur grand légion étrangère) und "finde" das dann irgendwo in den Weiten des Internet.
    Mal sehen welche Diskussion das lostritt :FFTeufel:
     
  13. #12 Schorsch, 26.04.2006
    Schorsch

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    "Secret Projects of the Wehrmacht" ... aehh, Luftwaffe.
     
  14. radist

    radist переводчик<br><img src="http://www.flugzeugforum.d

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    Wenn es nicht zu viel Aufwand ist, das Bild würde mich interessieren.:TOP:

    radist
     
  15. Jemiba

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    Tja, trau' keiner Quelle die Du nicht selbst gefälscht hast ! :FFTeufel:

    Aber was wilde Entwürfe angeht, braucht man, glaube ich, niemandem
    böswillige Fälschungen zu unterstellen. Vieles, was so durch die Luftfahrt-
    presse geistert, ist wahrscheinlich eher "designed", als "konstruiert".
    Und um Diskussionen auszulösen, braucht man auch nicht irgendwelche
    Grafiksoftware zu bemühen. Einfach mal nach dem "besten Fighter", o.ä.
    gefragt, das wirkt viel besser ... ;)
     
  16. #15 Der durstige Mann, 26.04.2006
    Der durstige Mann

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    Fälschung? Hier ist die Quelle ...

    Hallo!

    Bei der Zeichnung handelt es sich nicht um eine Fälschung oder sogar um eine in Eigenregie erstellte Zeichnung.
    Diese Zeichnung ist (wie bereits unter #1 erwähnt) in dem Heft mit dem Titel
    "Meilensteine der Luftfahrt: F-104 "Starfighter"
    zu sehen. Kapitel: Projekte und Technologieträger auf Basis der F-104.
    Bei diesem Heft handelt es sich um eine offizielle Publikation der EADS Deutschland GmbH (Corporate Promotion - PR/Heritage) und wurde im Jahre 2001 produziert.

    Die Beschriftung unten re. im Bild lautet:
    F-104G TR
    Quelle: EWR-Bericht Nr. 19-64
    Februar 1964.

    Und wenn man ganz nett bei der Fa. EADS anfragt, dann bekommt man dieses Heft kostenlos (so war´s in meinem Fall) geschickt. Somit kann sich jeder Interessierte von der Originalität des Projektes überzeugen.

    Es grüsst der durstige Mann
     
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  17. #16 Griffin, 26.04.2006
    Griffin

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    Vermutlich hier:

    http://forum.keypublishing.co.uk/archive/index.php?t-15579.html

    Schaut euch mal an, von wem der Anfangspost stammt. ;) Da war man zum Schluß der Auffassung, dass es sich bei der Sache um einen Aprilscherz handeln würde. Im Vergleich dazu sind wir ja schon ein ganzes Stück weitergekommen. Immerhin stand hier von Anfang an fest, dass die Zeichnung aus einer Publikation von EADS stammt; die Quelle ist somit verifizierbar. Dieser Umstand spricht für die Qualität des Flugzeugforums, wie ich finde.

    Gruß
    Griffin
     
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    Hallo

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  19. #17 Griffin, 26.04.2006
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    So isses!

    Von EADS gibt`s zu der Studie, denn um mehr handelte es sich nicht, zudem noch folgende Auskunft:

    Im Zusammenhang mit der Indienststellung der Breguet Atlantic stellte sich die Frage nach einem effektiven Begleitschutz für diese über weite Strecken operierende Maschine. Der Entwicklungsring Süd (Heinkel, Messerschmitt u. Bölkow) befasste sich ab 1963 damit, durch die Verbindung von zwei F-104G einen Begleitjäger mit entsprechenden Fähigkeiten zu entwickeln. Die beiden Rümpfe sollten mit einem neuen Mittelflügel verbunden werden. Ansonsten wies der Entwurf gegenüber einer normalen F-104G äußerlich kaum Veränderungen auf. Ein zweites Cockpit gab`s auch. Dieses sollte mit einem Navigator bemannt werden, der im Notfall die Steuerung hätte übernehmen können. Den Mittelflügel war so konstruiert, dass dort die Befestigung eines dritten Bremsschirms sowie eines regelbaren Raketenmotors möglich gewesen wäre. Der Raketenmotor hätte dem ,,Twin Starfighter’’, wie die Maschine beim Entwicklungsring Süd bezeichnet wurde, Kurzstarteigenschaften verliehen und in die Lage versetzt, eine große Gipfelhöhe zu erreichen. Da das NASARR-Radar der F-104G für die Aufgabe (Begleitschutz über See und weite Strecken) ungeeignet erschien, beabsichtigte man, den ,,Twin Starfighter’’ mit einem neuen Radar auszustatten. Als Bewaffnung war statt der Sidewinder die Sparrow vorgesehen. Durch Entfernung der Bordkanonen wollte man zusätzlichen Raum für Kraftstofftanks schaffen. Durch den Wegfall eines Elektonikraums wäre ebenfalls zusätzlicher Raum für Kraftstoff entstanden. Rechnerisch ergab sich für die F-104G TR dadurch ein Kraftstoffvorrat von 9.760 kg. Da dieser Vorrat zu gering gewesen wäre, um die Mission zu erfüllen, und weil sich die Bedenken bezüglich der Flugeigenschaften mehrten, wurde der ,,Twin Starfighter’’ nicht realisiert und die Arbeiten an der Studie Anfang 1964 eingestellt.

    Schorsch lag also zu 100% richtig, als er feststellte, dass der Zusammenbau von zwei F-104G den Bayern mehr Nachteile als Vorteile gebracht hätte.

    Was das Kürzel ,,TR’’ bedeutet konnte man mir nicht sagen. Im Rahmen der Studie wurde beim Entwicklungsring Süd wohl auch ein Modell des ,,Twin Starfighters’’ gebaut. Angeblich sollen Fotos dieses Modells sogar mal in der Ausgabe 1/2001 der Zeitschrift FLUGZEUG veröffentlicht worden sein. Der Autor des Artikels über den ,,Twin Starfighter’’ war Herr Hans-Jürgen Becker. Mit etwas Glück hat ein FF-ler die Zeitschrift vielleicht ja noch bei sich liegen und findet dort ein paar zusätzliche Infos zur F-104G TR, die er hier posten kann.

    Gruß
    Griffin
     
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  20. #18 Dr. Seltsam, 26.04.2006
    Dr. Seltsam

    Dr. Seltsam Guest

    Im englischen Sprachraum heissen solche "Studien", deren technische Machbarkeit noch niemand überpüft hat "Artist impression" :FFTeufel:
    Das lag er wohl. Vor allem haben demnach an der "Studie" offensichtlich Leute mitgewirkt, die die Schwerpunktverhältnisse der F-104G nicht so ganz kannten. Ohne Bordkanone, Aufklärungssystem oder Ballasttank ist die Maschine nämlich untrimmbar hecklastig. Spätestens, wenn man diese Tanks im Bereich der Waffenanlage/Elektronikraum leergeflogen hätte, wäre es spannend geworden. ;)
     
Moderatoren: gothic75
Thema: F-104G: Projekt Doppelrumpf (F-104G TR)
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