F-4 Phantom II Storys

Diskutiere F-4 Phantom II Storys im Jets Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Liebe FF-Phantom-Expertenrunde, bei der Sichtung meines Bildmaterials sind mir einige „Besonderheiten“ an Norm81B Maschinen des JaboG 35...

Moderatoren: gothic75
  1. #1661 Kehlschinzki, 11.07.2018
    Zuletzt bearbeitet: 12.07.2018
    Kehlschinzki

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    Liebe FF-Phantom-Expertenrunde,


    bei der Sichtung meines Bildmaterials sind mir einige „Besonderheiten“ an Norm81B Maschinen des JaboG 35 aufgefallen.


    (Entsprechende Maschinen gab es sicher auch in anderen Verbänden, aber ich beschäftige mich nur mit Pferdsfeld)


    Ich habe einmal die 3 F-4F mit den taktischen Kennzeichen 37+26, 38+34 und 38+38 raus genommen, um zu beschreiben, worum es mir geht.


    Alle drei Maschinen waren laut Kalle Schäfers Buch und Lebenslaufakten 1986 zur DI in Jever. Entsprechend sollten sie also ihre Lackierung bei der LwWerft62 erhalten haben.


    Zu den Auffälligkeiten habe ich im rechten Bildteil Ausschnitte beigefügt und gehe diese von oben nach unten durch.


    Auffallend ist, dass die Maschinen über besonders „verwaschene“ Farbübergänge verfügen. Außerdem ist der Tarnverlauf teils weit „nach unten“ gezogen. Dies mag dem persönlichen Können / Geschmack des damaligen Lackierers bei der Werft zuzuschreiben sein.


    Auffallend ist außerdem, dass die Warnhinweise für den Schleudersitz extrem groß erscheinen für eine so späte Norm81 Ausführung. (Bei den frühen Maschinen waren teilweise noch die Beschriftungen der Norm72 übernommen worden). Ich habe keine Erklärung, warum das so gemacht wurde. Bei der 37+26 sind die Warndreiecke in der "normalen" Größe und sie kam im August 1985 aus Jever. Bei den beiden Schwestern 38+34 und 38+38 stellt man die Vergrößerung fest. Sie kamen beide mit wenigen Tagen Abstand im März 1986 aus Jever. Also scheint man sogar später wieder vergrößerte Hinweise angebracht zu haben für eine kurze Zeit?!


    Besonders auffallend erscheint aber bei diesen Maschinen eine Art kupferfarbenes Panel auf dem Rumpfbug ziemlich zentriert zwischen Radom und Frontscheibe. Vergleicht man mit entsrechenden Risszechnungen, entspricht „der Fleck“ eigentlich genau dem Door 167 (Einbauort Funkkompass). Dafür habe ich nun überhaupt keine Erklärung. Gab es hier irgendwelche Versuchseinbauten? Auch aus der Literatur ist mir nichts darüber bekannt oder ich habs nie wahrgenommen. Der Kompass funktionierte ja wohl auch mit Lack, denn die allermeisten waren ja durchängig lackiert an der Stelle...

    Viele Grüße,

    Kehlschinzki


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  3. #1662 Kehlschinzki, 11.07.2018
    Zuletzt bearbeitet: 12.07.2018
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    Zwei weitere Belege. Oben 37+22 mit DI 11.1985 und kleinen Dreiecken, unten 37+46 mit DI 07.1986 und großen Dreiecken.

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  4. #1663 Christian Schütz, 11.07.2018
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    Schöne Bilder. Vielen Dank dafür!
     
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    Die heruntergezogenen Farbgrenzen sollen laut meinen Unterlagen ab 1983 aufgebracht worden sein, gleichzeitig wurde zwecks Vereinfachung bei der Lackierung RAL 7001 auf der Unterseite durch den Oberseitenfarbton RAL 7030 ersetzt.
    Bezüglich verwaschener Farbgrenzen kann ich nur spekulieren, würde aber vermuten, dass ab einer gewissen Zeit ebenfalls zur Vereinfachung des doch recht aufwendigen Anstrichs Schablonen für die Lackierung genutzt wurden und die verwaschenen Exemplare noch Pie mal Auge freihand lackiert waren.

    Die großen roten Schleudersitzwarndreiecke waren, warum auch immer, selbst an den beiden Versuchsanstrichen zur Norm 90 im Jahr 1990 zu finden, ebenso das (unlackierte?) besagte Panel vor dem Canopy. Vielleicht gab es eine Anweisung, das Panel nicht mehr zu lackieren, sieht vom Look nach GFK aus.

    In einer älteren Modellfan Ausgabe gab es zu dem Thema einmal einen recht ausführlichen Bericht. Dort wurde auch erwähnt, dass bei der F-4F zu der Norm 81 Zeit die Markierungen laufend den erforderlichen Bedürfnissen angepasst wurden und die Lackierer bei der Umsetzung manchmal "geschlafen" und teils nach alter Vorschrift gearbeitet haben, so dass wilde Mixturen auf den Flugzeugen zu finden waren. Beim Tornado z.B. gibt es ähnliche, interessante Beispiele.
     
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  6. #1665 Kehlschinzki, 12.07.2018
    Zuletzt bearbeitet: 12.07.2018
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    Hallo Jürgen,

    vielen Dank für deinen Beitrag!

    Das kann ich anhand meiner Fotos bestätigen! Maschinen, die ab 1983 aus der DI kamen (egal ob Jever oder Manching) hatten den "tieferen Verlauf".

    Ich habe noch einmal eine Übersicht erstellt, um meine Jever / Manching These zu stützen.
    Wir sehen hier tatsächlich vier mal den gleichen Anstrich (Norm81A).

    Die linke Maschine (37+50) sehen wir oben nach ihrer ersten Norm81A Lackierung (DI am 04.12.1981 in JEVER) aufgenommen 1983 in Pferdsfeld.
    Unten sehen wir sie aufgenommen 1990 in Pferdsfeld nach ihrer zweiten Norm81A Lackierung (DI am 28.07.1986 in JEVER).
    Auffällig ist: Farbkanten beide Male verwaschen, zunächst "hoher", später "niedriger" Verlauf.

    Die rechte Maschine (37+66) sehen wir oben ebenfalls nach ihrer ersten Norm81A Lackierung (DI am 17.09.1982 in MANCHING) aufgenommen 1983 in Greenham Common.
    Unten sehen wir sie aufgenommen 1988 in Schleswig-Jagel nach ihrer zweiten Norm81A Lackierung (DI am 16.04.1987 in MANCHING).
    Auffällig ist: Farbkanten beide Male trennscharf, zunächst "hoher", später "niedriger" Verlauf.

    Meine These ist demnach, dass Manching von Anfang an Schablonen genutzt hat während Jever frei Hand lackiert hat.

    Grüße,
    Kehlschinzki

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  7. #1666 Kehlschinzki, 12.07.2018
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    Auch hier Jürgen: Ich habe bisher nur "Jeversche" Maschinen mit dem unlackierten Door 167 gefunden. Eine Anweisung, die also in Manching nicht galt?
    Tolles Rästel, oder?
     
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