Fate is the Hunter

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Fate is the Hunter von Ernest Kellogg Gann, geboren am 13 Oktober 1910 in Lincoln, Nebraska. Gestorben mit 81 Jahren am 19. Dezember 1991. Sein beruflicher Werdegang begann als Filmvorfüher. In seiner Freizeit erwarb er in seiner Freizeit eine Pilotenlizenz. Während der Depression verlor er seinen Job in der Filmindustrie und zog schließlich nach Kalifornien. Dort arbeitete er unter anderem in Burbank als Fluglehrer. Ein Freund beschaffte ihm einen Job bei einer lokalen Airline. In den späten 30er Jahren zog er samt Familie wieder nach New York und wurde dort von American Airlines angestellt und flog DC-2 und Dc-3. Im Jahr 1942 wurden viele Piloten von US Airlines in das Air Transport Command der United States Army Air Force eingegliedert. So auch Gann. Im Rahmen dieser Tätigkeit flog er DC-3, DC-4 und C-87 über den Nord Atlantik nach Europa, Afrika, Südamerika und Indien. Nach dem Krieg flog er bei Matson Airlines und am Ende seiner Fliegerkarriere auch Transportflüge im Korea Krieg. Genau bis zu diesem Zeitpunkt handelt das Buch. Fate is the Hunter könnte man wohl am besten mit "Das Schicksal ist ein Jäger" übersetzen. Und dieses Thema, Schicksal, taucht auch immer wieder im Buch auf. Bei den Aufzählungen von gestorbenen Freunden im Verlauf des Buches wird einem schon fast schwindelig. Im Rahmen dessen stellt es sich die Frage warum er soviel Glück hat oder andere eben nicht. Und in den verschiedenen Episoden in dem Buch, wird ganz deutlich das es in vielen Fällen pures Glück und nicht etwa Können war, was ihn am Leben gehalten hat. Ich fand das Buch sehr spannend, da eigentlich jedes Kapitel über unvorhergesehene Vorkommnisse auf seinen Flügen handelt. Mal banal, mal lustig oder aber auch mit fast katastrophalen Ausgängen. Das Buch ist in einem leicht verständlichen Englisch geschrieben, die Übersetzungsfunktion des Kindle musste ich recht selten verwenden. Die Geschichten in dem Buch behandeln nicht ausschließlich die fliegerischen Aspekte, sondern auch das drumherum, was die Gedanken und Gefühlswelt des Autors betrifft. Dieses wird aber nicht unnötig in die Länge gezogen, so das es nicht langweilig oder eintönig wird. Viele der Bücher die es im Luftfahrtbereich so gibt, handeln ja meist von sogenannten "Helden" die meist im Krieg als Kampfpilot in der Luft waren. In diesem Buch wird aber die Geschichte eines Transport- und Airlinepiloten geschildert. Und gerade was die Anfänge der Transporte des Kriegsmaterials über den Atlantik angeht, kann man da schon von Pionieren und Helden sprechen. Mir persönlich ging es beim Lesen immer so, das ich mich gefreut habe das Buch wieder in die Hand zu nehmen. Bei manch einem Buch ertappt man sich selbst ja dabei das man öfter mal schaut wie viele Seiten noch zu lesen hat. Hier ist es genau anderes herum, man ist ein wenig traurig das es zu Ende geht. Natürlich dürfen auch bei diesem Buch ein paar Zitate nicht fehlen, so kann man vielleicht auch ein wenig einschätzen wie das Buch tatsächlich geschrieben ist.

So zum Bespiel der Kommentar seines Captains zu einer seiner Landungen am Anfang seiner Laufbahn.

“That,” says McCabe, massaging his back, “was not a landing. It was an arrival.”

Und auch zu der Fliegerei über den Atlantik gibt es einige recht nachdrückliche Aussagen in dem Buch

“Put your trust in God and Pratt and Whitney.”

Und auch gab es für die Flüge spezielle Anweisungen für die Einstellung der Motoren und Propeller

They had concluded that we should set the propeller revolutions at a mere fifteen hundred per minute, instead of the customary nineteen hundred or two thousand. The engine engineers, after consulting their slide rules, resolved that such procedure would do no harm to their machinery providing we refrained from using too much manifold pressure; which was the same as saying thin ice will support you indefinitely or at least until the arrival of spring.

Mit der C-87 Liberator Express ist er nie so richtig warm geworden, was unter anderem diese Aussagen sehr anschaulich belegen.

The C-87 had other built-in evils. It was a ground-loving bitch, and with heavy loads it rolled, snorted, and porpoised interminably before asserting its questionable right to fly

“A C-87 does not really fly,” he explained to the bewildered Binkowski, who had not broken his contemplation of the Virgin since we had reached cruising altitude. “No, indeed, it does not fly. It is merely a crude form of levitation.”

The transfer of fuel from the reserve tanks to the operating tanks was necessary on every flight of any duration. It was a nervous and an odoriferous business. All smoking was stopped while the smell of high-octane gasoline marinated the entire airplane. We stopped smoking because the connecting hoses invariably leaked, some enough to make troublesome puddles on the floor. A high-octane wading pool is something you can’t throw out the window.

Throughout this eye-burning transfer process we also kept the radios silent, with the idea of preventing explosion. It never seemed to trouble any of us that the fuel transfer pump was also electric and gaily threw out sparks within a few feet of the hose connections.

Und nebenbei habe ich auch noch etwas gelernt. Nämlich wie die Antriebe an einem Flugzeug mit 4 Triebwerken nummeriert werden.

The four engines of any plane are numbered for easy identification. Number one is the farthest out on the left wing, number two the inner engine, and three and four in corresponding positions on the right wing.

Abschließend kann ich auch dieses Buch wieder uneingeschränkt empfehlen. Auch wieder eine klasse Investition für die dunkleren Tage. Mit 5,49€ ist es auch kein sehr großer Betrag den man investieren muss.
 
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