K.B.
Space Cadet
Eine Arbeitsgruppe des finnischen Parlaments hat sich mit der Zukunft der finnischen Verteidigung beschäftigt:
Development and resource needs of national defence in the 2030s
(Entwicklungs- und Ressourcenbedarf der Landesverteidigung in den 2030er-Jahren)
Einige Kernpunkte:
Land defence
"Neue Fähigkeiten – wie unbemannte Systeme (UxS), Systeme zur Abwehr unbemannter Systeme (C-UxS), Systeme zur elektromagnetischen Kriegsführung (EWS) und präzise Langstreckenwirkung (LRPF) – werden in bestehende Systeme integriert."
Air and missile defence
"Zu den Schlüsselkompetenzen zählen eine anpassungsfähige und mehrschichtige Luftverteidigung sowie die Fähigkeit, Bedrohungen durch offensive Luftoperationen zu verringern. [...]
Die Leistungsfähigkeit des Luftverteidigungssystems wird durch die Steigerung der Reichweiten und die Hinzufügung weiterer Verteidigungsschichten verbessert. [...]
Es sind zusätzliche Finanzmittel erforderlich, um die Anzahl der GBAD-Systeme zu erhöhen und ausgemusterte Systeme zu ersetzen. Neben traditionellen Fähigkeiten zur Luftraumverteidigung und zur Abwehr unbemannter Systeme (C-UxS) muss Finnland auch in die Abwehr von Marschflugkörpern und ballistischen Raketen investieren. [...] Es werden kosteneffiziente defensive und offensive Fähigkeiten in ausreichendem Umfang benötigt, um massierte Bedrohungen abzuwehren. [...] Langsame und kostengünstige Drohnen sollten mit relativ preiswerten und in Massenproduktion gefertigten Systemen – wie etwa Abfangdrohnen oder Flugabwehrartillerie – bekämpft werden, wohingegen zur Abwehr schneller und hochwertiger Raketensysteme fortschrittliche Systeme, wie beispielsweise zur Abwehr ballistischer Raketen fähige GBAD-Systeme, erforderlich sind. Zudem sollten passive Methoden der Luftverteidigung, wie etwa Tarnung und Täuschung, zur Anwendung kommen.
In den kommenden Jahren werden F-35-Kampfflugzeuge sowie das System „David’s Sling“ in Dienst gestellt, wodurch die Leistungsfähigkeit der finnischen Luftverteidigung maßgeblich gesteigert wird. Die vollumfängliche Nutzung dieser Systeme erfordert Verbesserungen in den Bereichen Führung und Steuerung sowie beim gemeinsamen operativen Lagebild (COP) – einschließlich der Einführung von Automatisierungs- und KI-Lösungen.
Die Fähigkeiten zur Luftraumüberwachung müssen modernisiert werden, da veraltete Systeme ausgemustert werden und die Detektion von Bedrohungssystemen zunehmend erschwert wird. Tief fliegende Mikrodrohnen und Flugkörper stellen eine besondere Herausforderung für das Lagebewusstsein dar. Mögliche Wege zur Verbesserung der Aufklärungsfähigkeiten im Tiefflugbereich – wie etwa luftgestützte Frühwarn- und Führungsflugzeuge – werden gemeinsam mit den Bündnispartnern geprüft, wobei die nordische Zusammenarbeit eine der Optionen darstellt.
Zudem werden Fähigkeiten zur Erfassung und Abwehr ballistischer Flugkörper entwickelt. Weltraumgestützte Fähigkeiten müssen besser genutzt werden, um das gemeinsame Lagebild (COP) zu optimieren; ferner muss die Fähigkeit zur Steuerung und Kontrolle des elektromagnetischen Spektrums gestärkt werden.
Die europäischen Kapazitäten zur Luftbetankung müssen ausgebaut werden, um alliierte Luftoperationen zu ermöglichen.
Die Beschaffung einer neuen nationalen Ausbildungslösung muss eingeleitet werden, um die Qualität der Pilotenausbildung für die F-35 sicherzustellen und die derzeitige Flotte der Hawk-Jet-Trainer abzulösen."
Mal schauen, welche konkreten Beschaffungen sich in welchen Zeiträumen daraus ergeben...
Development and resource needs of national defence in the 2030s
(Entwicklungs- und Ressourcenbedarf der Landesverteidigung in den 2030er-Jahren)
Einige Kernpunkte:
Land defence
"Neue Fähigkeiten – wie unbemannte Systeme (UxS), Systeme zur Abwehr unbemannter Systeme (C-UxS), Systeme zur elektromagnetischen Kriegsführung (EWS) und präzise Langstreckenwirkung (LRPF) – werden in bestehende Systeme integriert."
Air and missile defence
"Zu den Schlüsselkompetenzen zählen eine anpassungsfähige und mehrschichtige Luftverteidigung sowie die Fähigkeit, Bedrohungen durch offensive Luftoperationen zu verringern. [...]
Die Leistungsfähigkeit des Luftverteidigungssystems wird durch die Steigerung der Reichweiten und die Hinzufügung weiterer Verteidigungsschichten verbessert. [...]
Es sind zusätzliche Finanzmittel erforderlich, um die Anzahl der GBAD-Systeme zu erhöhen und ausgemusterte Systeme zu ersetzen. Neben traditionellen Fähigkeiten zur Luftraumverteidigung und zur Abwehr unbemannter Systeme (C-UxS) muss Finnland auch in die Abwehr von Marschflugkörpern und ballistischen Raketen investieren. [...] Es werden kosteneffiziente defensive und offensive Fähigkeiten in ausreichendem Umfang benötigt, um massierte Bedrohungen abzuwehren. [...] Langsame und kostengünstige Drohnen sollten mit relativ preiswerten und in Massenproduktion gefertigten Systemen – wie etwa Abfangdrohnen oder Flugabwehrartillerie – bekämpft werden, wohingegen zur Abwehr schneller und hochwertiger Raketensysteme fortschrittliche Systeme, wie beispielsweise zur Abwehr ballistischer Raketen fähige GBAD-Systeme, erforderlich sind. Zudem sollten passive Methoden der Luftverteidigung, wie etwa Tarnung und Täuschung, zur Anwendung kommen.
In den kommenden Jahren werden F-35-Kampfflugzeuge sowie das System „David’s Sling“ in Dienst gestellt, wodurch die Leistungsfähigkeit der finnischen Luftverteidigung maßgeblich gesteigert wird. Die vollumfängliche Nutzung dieser Systeme erfordert Verbesserungen in den Bereichen Führung und Steuerung sowie beim gemeinsamen operativen Lagebild (COP) – einschließlich der Einführung von Automatisierungs- und KI-Lösungen.
Die Fähigkeiten zur Luftraumüberwachung müssen modernisiert werden, da veraltete Systeme ausgemustert werden und die Detektion von Bedrohungssystemen zunehmend erschwert wird. Tief fliegende Mikrodrohnen und Flugkörper stellen eine besondere Herausforderung für das Lagebewusstsein dar. Mögliche Wege zur Verbesserung der Aufklärungsfähigkeiten im Tiefflugbereich – wie etwa luftgestützte Frühwarn- und Führungsflugzeuge – werden gemeinsam mit den Bündnispartnern geprüft, wobei die nordische Zusammenarbeit eine der Optionen darstellt.
Zudem werden Fähigkeiten zur Erfassung und Abwehr ballistischer Flugkörper entwickelt. Weltraumgestützte Fähigkeiten müssen besser genutzt werden, um das gemeinsame Lagebild (COP) zu optimieren; ferner muss die Fähigkeit zur Steuerung und Kontrolle des elektromagnetischen Spektrums gestärkt werden.
Die europäischen Kapazitäten zur Luftbetankung müssen ausgebaut werden, um alliierte Luftoperationen zu ermöglichen.
Die Beschaffung einer neuen nationalen Ausbildungslösung muss eingeleitet werden, um die Qualität der Pilotenausbildung für die F-35 sicherzustellen und die derzeitige Flotte der Hawk-Jet-Trainer abzulösen."
Mal schauen, welche konkreten Beschaffungen sich in welchen Zeiträumen daraus ergeben...