Flächenflugzeuge im Polizeidienst

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Lämmi

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Jetzt mal Butter bei die Fische: Was macht dat Mopped bei einer Landespolizei? In Hessen. Falls der "Linksrutsch" kommt und damit ALLES ans Tageslicht, als Fluchtmittel? :biggrin:

Gruß

Uwe
 
bephza

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Da muss du mich bitte aufklären, vielleicht habe ich wohl wirklich keine Ahnung 😁
Sorry für die späte Antwort. Alle Klimaanlagen bei einer King Air haben einen Druckschalter, der sie bei einer gewissen Höhe abschaltet. Sollte der Pilot dieses beim Take off vergessen haben.
Diese höhe ist ca 5000ft.... so hast du nun Flugzeuge, Logischerweise, die tiefer aus bestimmten Gründen (Vermessung, Fotos what else) fliegen. Läuft die Klima ständig mit und verschleisst ;)

Die Hessen haben sich bestimmt eine King Air besorgt, weil die wenigstens immer Funktioniert ;) bwahhaha im Gegensatz zum Rest.

lg
 
dhc-4

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Bei solchen "Tiefflügen" kann man bei der KA ja auch die Tür raus reißen...das schafft genug Frischluft in die Kabine . Gut , dann gehen zwar nur noch knapp über 200 kts aber das sollte reichen. :014:
 
Lämmi

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Wir stimmen vermutlich darin überein, dass Langsam und Tief keine der herausragenden oder irgendwie wirtschaftlichen Eigenschaften einer B200 sind.

Gruß

Uwe
 
Lämmi

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So, Butter bei die Fische:

Osthessen News vom 06.09.21

Süddeutsche vom 06.09.21

Rheinpfalz vom 06.09.21

PM des Landes Hessen vom 06.09.21:

Für den Transport von Einsatz- und Spezialkräften, der unverzüglichen Sicherung ermittlungstaktischer Beweismittel sowie der Überwachung des Luftraumes bei Großveranstaltungen und Waldbrandgefahrenlagen steht der hessischen Polizei ab sofort ein neues Polizeiflugzeug zur Verfügung. Der Hessische Innenminister Peter Beuth hat heute die Polizeifliegerstaffel in Egelsbach besucht und das neue polizeitaktische Flächenflugzeug offiziell übergeben.
Das Polizeiflugzeug vom Typ Beechkraft KingAir 250 ist das zweite Flächenflugzeug im Betrieb der Hessischen Polizei. Das erste Einsatzflugzeug vom Typ Vulcan Air P68 „Observer“ wurde im Jahre 2012 in Dienst gestellt. Somit verfügt das Land Hessen als einziges Bundesland bei seiner Polizeifliegerstaffel über zwei polizeitaktische Flächenflugzeuge. Auch das neue Polizeiflugzeug mit dem Namen „Ibis 8“ wird auch im Rahmen des eigens mit Rheinland-Pfalz geschlossenen Kooperationsvertrages über Einsatzflüge genutzt.
Der Geschwindigkeitsbereich des neuen Polizeiflugzeugs deckt die Lücke zwischen der Maximalgeschwindigkeit von Polizeihubschraubern und der Mindestgeschwindigkeit militärischer Abfangjäger ab, was gerade im Luftraumschutzeinsatz eine bisherige Fähigkeitslücke schließt. Zusätzlich wird eine deutlich erhöhte Flugsicherheit im Betrieb sowie operationelle Verfügbarkeit durch die verlässliche Möglichkeit des Instrumentenflugs bei schlechten Flugwetterbedingungen gewährleistet.
Gruß

Uwe
 

BiBaBlu

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das liest sich aber alles andere als schlüssig und klingt eher nach nachträglich ausgedachter Rechtfertigung.
Gerade das:
Der Geschwindigkeitsbereich des neuen Polizeiflugzeugs deckt die Lücke zwischen der Maximalgeschwindigkeit von Polizeihubschraubern und der Mindestgeschwindigkeit militärischer Abfangjäger ab, was gerade im Luftraumschutzeinsatz eine bisherige Fähigkeitslücke schließt.
Das ist einfach keine Fähigkeitslücke, die wirklich relevant ist und aufgefallen wäre.

Eine wirklich gute Begründung lese ich da nicht, gab es denn wenigstens beim Beschaffungsantrag genaueres? Das Flugzeug wird kaum aus der regulären kasse gekauft worden sein?
 

Jumo 004

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Vielleicht die vielen schlechte Erfahrungen bei Abschiebungsflügen? Trotz vieler Bleiberechtsregelungen gibt es ja immer noch Ausländer, die aufgrund irgendwelcher Straftaten abgeschoben werden sollen. Mit Linienflügen ist eine Durchführung zwischenzeitlich aussichtslos, da eine Abschiebung sofort scheitert, wenn der Betroffene sagt, dass er nicht abgeschoben will. Dann lehnen die Piloten der Fluggesellschaften den Transport in aller Regel ab und die Leute bleiben erst einmal hier. Den Ordnungsbehörden bleiben dann halt nur noch die Charterflieger, und die sind auch nur vertretbar, wenn man sie mindestens zur Hälfte besetzt. Solch eine Maschine wäre jetzt ein richtiger Joker für die Polizei. Da nicht militärisch dürfte es auch keine Probleme bei Überfluggenehmigungen geben.
 
WaS

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Die offiziellen Begründungen stinken doch zum Himmel!
Für Transportaufgaben innerhalb Hessens ist die Maschine allenfalls unter seltenen Umstaänden sinnvoll. (Große Entfernug, und sowohl Start als auch Zielort nahe einem ausreichenden(!) Flugpatz; die King Air landet ja nicht auf jedem Sportflieger-Platz.).
Für Beobachtungsaufgaben hätte es auch eine zweite Observer getan. Ohne Sensoren ist die King Ar auch kein Fortschritt gegenüber der Observer.
Und die Erwähnung von Luftraumschutzeinsatz ist schlicht & ergreifend eine Beleidigung für die Intelligenz der Leser der Pressemeldung.
 

BiBaBlu

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Vielleicht die vielen schlechte Erfahrungen bei Abschiebungsflügen?
ist das überhaupt die Aufgabe der Landespolizei?
Und hat ausser der mit heftigen Rechtsextremen Problemen behaftete hessische Polizei denn noch eine Landespolizei diese Probleme? Und wohin will man damit abschieben? alles über den Balkan hinaus (und schon das ist schmerzhaft in einer Kingair aus Hessen heraus) ist nicht machbar.

Ich sehe immer noch keinen notwendigen Nutzen darin und wie @WaS schreibt, sind die bisherigen Erklärungen eine Beleidigung für die Intelligenz der Leser, denn man will diese für dumm verkaufen.
 

Forrest Black

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Und die Erwähnung von Luftraumschutzeinsatz ist schlicht & ergreifend eine Beleidigung für die Intelligenz der Leser der Pressemeldung.
Da denke ich an den Fall des Motorseglers, der 2003 in Frankfurt kreiste und von einer Phantom verfolgt wurde. Siehe Bild weiter unten im Artikel oder alten Thread in diesem Forum. Frankfurt = Hessen, Standort des größten deutschen Flughafens, passt schon. Und Abschießen wäre eh nicht erlaubt, dann braucht die Luftwaffe für einen Sportflieger gar nicht erst aufsteigen. Fraglich nur, ob die King Air rechtzeitig einsatzbereit wäre.
 

BiBaBlu

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und was tut die KingAir dann?
 

Jumo 004

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ist das überhaupt die Aufgabe der Landespolizei?
Und hat ausser der mit heftigen Rechtsextremen Problemen behaftete hessische Polizei denn noch eine Landespolizei diese Probleme? Und wohin will man damit abschieben? alles über den Balkan hinaus (und schon das ist schmerzhaft in einer Kingair aus Hessen heraus) ist nicht machbar.

Ich sehe immer noch keinen notwendigen Nutzen darin und wie @WaS schreibt, sind die bisherigen Erklärungen eine Beleidigung für die Intelligenz der Leser, denn man will diese für dumm verkaufen.
Abschiebungen sind Ländersache und die Maschine soll von zwei Bundesländern (HE und R-P) genutzt werden. Auch können andere Bundesländer bei geplanten Flügen um Amtshilfe (Mitnahme von Personen) bitten. Die King Air hat eine Reichweite von knapp 3.000 km. Damit wären die ganze EU und der Balkan zu erreichen. Eines der größten Probleme sind ja die "Dublin-Flüchtlinge", also die, die es nach Deutschland zieht, obwohl sie bereits einen Asylantrag in einem anderen EU-Staat gestellt haben. Dürfte pro Jahr eine größere fünfstellige Zahl sein. Diese können nur innerhalb von sechs Monaten in den anderen EU-Staat zurückgebracht werden, was meistens nicht funktioniert, wenn die Linienflieger sie nicht transportieren. Das ist ein bundesweites Problem. Ich denke also schon, dass da in Hessen jemand "pfiffiger" war, als in anderen Bundesländern.
 
Kenneth

Kenneth

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Den Ordnungsbehörden bleiben dann halt nur noch die Charterflieger, und die sind auch nur vertretbar, wenn man sie mindestens zur Hälfte besetzt.
King Airs und ähnliche Flugzeuge können auch gechartert werden… 😁
Ich meine gehört zu haben, dass die Anschaffung von einem solchen Flugzeug sich nur dann rentiert, wenn +200 h im Jahr geflogen werden. Müssen so viele Abschiebungen in solchen kleinen Gruppen jährlich vorgenommen werden? Wenn ja, dann gibt es ja schon ein Argument dafür, aber die Anschaffung mit Aufklärungsflugzug oder Abfangjäger zu erklären ist dann ziemlich lächerlich, auch wenn das Thema Abschiebungen nicht populär ist.

Vermutlich: Nebenher fliegen, Kontakt aufnehmen, zu einem Flugplatz geleiten?
Vom Geschwindigkeitsbereich her ist eine P68 oder ein vorhandener Polizeihubschrauber wohl dafür eher geeignet.

Aber ein schöner Flieger muss man sagen, Glückwunsch an denjenigen, die damit fliegen dürfen, sei es als Pilot oder Passagier…. 😎😂
 
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Kenneth

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Da denke ich an den Fall des Motorseglers, der 2003 in Frankfurt kreiste und von einer Phantom verfolgt wurde. Siehe Bild weiter unten im Artikel oder alten Thread in diesem Forum. Frankfurt = Hessen, Standort des größten deutschen Flughafens, passt schon. Und Abschießen wäre eh nicht erlaubt, dann braucht die Luftwaffe für einen Sportflieger gar nicht erst aufsteigen. Fraglich nur, ob die King Air rechtzeitig einsatzbereit wäre.
Das ist sofern ich weiss in Deutschland nur dieses ein Mal passiert, und kein anderes Bundesland hat sich erst 18 Jahren danach quasi-Abfangjäger dafür angeschafft 😂 In Bayern wird zur Zeiten des Oktoberfestes Polizeihubschrauber benutzt, um Privatflieger abzufangen, die die NOTAMs nicht gelesen haben.
 

BiBaBlu

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Vom Geschwindigkeitsbereich her ist eine P68 oder ein vorhandener Polizeihubschrauber wohl dafür eher geeignet.
vielleicht steht darum die Notfallfrequenz auf der Seite mancher Polizeihubschrauber (je nach Einsatzzweck) 🤔

Erfreulicherweise zeigte sich die "D-HSAB" noch einmal schön von der Seite :thumbup: :hello:.

Polizeihubschrauberstaffel Sachsen-Anhalt /// Airbus Helicopters H145 /// D-HSAB ///
 
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