Flügelfläche

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Moderatoren: Learjet
  1. #1 knocker, 23.12.2013
    knocker

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    Moin,

    Wenn Ich nach der Formel

    Auftrieb = (1/2 Dichte) x (v^2) x Auftriebsbeiwert x Fläche

    gehe, worauf bezieht sich die Fläche? Nur auf die Flügeloberseite oder auf Ober- und Unterseite?

    Könnte noch jemand erklären warum?

    Danke Knocker
     
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  3. Toryu

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    AW: Flügelfläche

    Der Auftriebsbeiwert kommt schon aus der Druckverteilung um die Tragfläche, daher bezieht sich die Flügelfläche - vereinfacht gesagt - auf den Flügelgrundriss.

    Je nach Hersteller ist die genaue Bezugsfläche verschieden und beinhaltet u.U. auch die Fläche zwischen den Tragflächenwurzeln. Das ist aber nicht weiter problematisch, da der Rumpf idR. auch Auftrieb erzeugt.
     
  4. cool

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    AW: Flügelfläche

    Ich kenne das als projezierte Fläche, also die Fläche, die die Sonne als Schatten auf den Boden schmeißt wenn die Sonne genau von oben scheint. (einfach ausgedrückt).
     
    Air gefällt das.
  5. #4 knocker, 24.12.2013
    knocker

    knocker Flugschüler

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    AW: Flügelfläche

    Ok,
    Verstanden. Also muss ich um die Flügelfläche zu verringern den Auftriebsbeiwert optimieren. Gibt es Beispiele für Auftriebsbeiwerte für verschiedene standard Flügelformen. Ich finde nur Widerstandsbeiwerte.

    Stimmt eigentlich folgende Aussage für einen Flügel:
    2/3 Saugseite und 1/3 Druckseite

    Danke und frohes Fest
    Knocker
     
  6. Toryu

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    AW: Flügelfläche

    Oder schneller fliegen, bzw. den Staudruck erhöhen.
    Den Auftriebsbeiwert erhöht man allgemein durch Vergrößerung des Anstellwinkels oder durch Verwendung von Auftriebshilfen (Landeklappen, Vorflügel). Bei bestimmten Klappensystemen wird die Auftriebserhöhung durch eine Kombination aus Flächenvergrößerung und Vergrößerung des Auftriebsbeiwerts erzielt.

    Auftriebsbeiwerte hängen vom Profil ab*, nicht vom Flügelgrundriss.
    Was der Flügelgrundriss beeinflussen kann, ist wie der induzierte Widerstand ausfällt. Große Streckungen (Quadrat der Spannweite geteilt durch Flügelfläche) sorgen für bessere/ geringere induzierte Widerstandswerte, weil die Randwirbel einen kleineren prozentualen Anteil des Flügels beeinflussen.

    ____
    * Für viele Profile sind die Zusammenhänge von Anstellwinkel und Auftriebsbeiwert im Netz in Erfahrung zu bringen. Dito für Widerstandsbeiwerte und Momentenbewerte.
     
  7. #6 Acanthurus, 25.12.2013
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    AW: Flügelfläche

    Für einen "sauber" umströmten Flügel ohne nennenswerte Ablösegebiete, mit genügend großer Streckung, wenig bis gar keiner Pfeilung und nur im Unterschall gilt das so einigermaßen, ja.
    Aber wie du anhand der vielen Einschränkungen siehst ist das keine Aussage, die man allgemein für irgendwas verwenden kann.

    Welche Auftriebsbeiwerte erreicht ein Flügel? Das hängt von sehr, sehr vielen Größen ab:

    - Flügelprofil
    - Streckung
    - Reynodszahl
    - Machzahl
    - Flügelgeometrie (Planform, d.h. Pfeilung, Tiefenverteilung)
    - Flügelverwindung (aerodynamisch oder geometrisch)
    - Defintion der Bezugsflügelfläche

    Da einen sinnvollen Zahlenwert zu nennen geht kaum ohne weitere Parameter festzusetzen.

    Die Fläche bezieht sich auf die Bezugsflügelfläche, bezüglich der du deinen zugehörigen Auftriebsbeiwert DEFINIERT hast.
    Es gibt prinzipiell, wie hier im Thread ja schon dargelegt, verschiedene "übliche" Varianten (Projektionsfläche mit/ohne Rumpfsegment), aber bei der Definition ist man im Prinzip frei, solange die Fläche zur Definition des Auftriebsbeiwertes passt.
    Die von dir genannte Formel wird ja (im Windkanalversuch) eigentlich umgekehrt eingesetzt, d.h. man misst den Auftrieb als Kraft und berechnet daraus unter Definition einer (eigentlich beliebigen) Bezugsflügelfläche einen Auftriebsbeiwert.

    Eine einigermaßen eindeutige und unangefochtene Auftriebsbeiwertsdefinition gibt es eigentlich nur für das zweidimensionale Profil, dort wird als Bezugslänge (wir sind 2d, deshalb keine BezugsFLÄCHE) die Sehnenlänge verwendet, d.h. die Länge der Verbingunslinie zwischen Hinterkante und Nase - der Nasenschnittpunkt ist im Prinzip ein wenig "verhandelbar", es ist aber üblich die maximal mögliche Länge zu verwenden.

    gruß
    a.p.
     
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    Hallo

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