Flugplatz Groß-Dölln

Diskutiere Flugplatz Groß-Dölln im Russische / Sowjetische LSK Forum im Bereich Einsatz bei; Also hatte das 730e etwa 34 Stuck M4 abgegeben nach Templin, das 20e Garde dazu noch 6 M4 von andere Regiment(en) bekommen? Merkwurdig ist die...
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Also hatte das 730e etwa 34 Stuck M4 abgegeben nach Templin, das 20e Garde dazu noch 6 M4 von andere Regiment(en) bekommen?

Merkwurdig ist die Film 89-5325 nicht beim IWM ein zu sehen deswegen die weitere Bilder der Su-17M3 und M4 aus Herbst 1989.
Vom 2.AE und 1.AE





BN 30 gelb vermutlich ein M3 vom 2.AE

Was tragen die BN 08, BN 11, BN 28 und BN 30 unter der Rumpf konnte das ein UPK-23 sein?
Dieser Pod erscheint mir dicker und kurzer und mit andere Aerodynamik am Ende?
Ein SPPU-22 ist es bestimmt nicht!
 
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Hier (in die Mittagsrunde?) Landeanflug im Paar, von vorn BN 08 gelb (mit weisser Sukhoi Zeichen) und rechts hinter BN 01 gelb



Der Photographen hatte dan zuerst auf die BN 08 gelb gezielt auch mit Pod am Centerline/Rumpf, eine M3!
Die spaetere M4 BN 08 gelb in GD wurde der BN 52 rot aus Neuruppin, die hatte die BN aber vorn wo hier das Suchoi Zeichen steht!
Genau wie bei Mi-8 hatte Su-17(M3/4) die BN manchmal manchmal mitte (BN 15, BN 42, BN 44) hinten (BN 04, BN 11, BN 49) meist dorch vorne!




Dann auf sein Wingman die BN 01 Gelb




Dann nochmals die zweier Formation



Die BN 08 links, rechts die BN 01 gelb
 
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Was tragen die BN 08, BN 11 und BN 30 unter der Rumpf konnte das ein UPK-23 sein?
Dieser Pod erscheint mir dicker und kurzer und mit andere Aerodynamik am Ende?
Ein SPPU-22 ist es bestimmt nicht!
Wie @Monitor bereits in #289 angedeutet hat, flogen die alle in der SEAD-Konfiguration aka 'Su-17M3P/M4P', d.h. hinter den Trägern in der Konfiguration 'erweiterte Raketenstationen' (1r/2r) hängt ein Behälter BA-58 'Vjuga 17' (SO-86; 'Badewanne'), mit dem die Suchköpfe der Raketen zur Erfassung gegnerischer Radarstationen gesteuert wurden.

Die BN 28 und 30 tragen dazu Raketenschienen APU-68 für Antiradar-Raketen Ch-25MP bzw. Ch-27PS und
die BN 08 und 11 tragen Katapultträger AKU-58 für die Raketen Ch-58.
 
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Noch eine zweier Formation (zwei M3!), vorne die BN 22 gelb (orange/roter Rand) und BN 03 gelb





Dies ist ein M3, die spaetere M4 BN 22 gelb hatte ein anderes Farbschema und war damals 1989 noch die BN 04 rot in Neuruppin!



Auch gut sichtbar hier die BN 03 gelb ist tasachlich ein M3! Die M4 BN 03 gelb wurde dann spaeter die BN 23 rot aus Neuruppin!
 
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Also hatte das 730e etwa 34 Stuck M4 abgegeben nach Templin, das 20e Garde dazu noch 6 M4 von andere Regiment(en) bekommen?

Merkwurdig ist die Film 89-5325 nicht beim IWM ein zu sehen deswegen die weitere Bilder der Su-17M3 und M4 aus Herbst 1989.
Vom 2.AE und 1.AE
Filmnummern zu denen nichts hinterlegt wurde bei IWM gibt es etliche, insbesondere auch innerhalb einer Reihe. Man muss davon ausgehen das der betreffende Film zwar existiert aber nicht eingescannt wurde oder nicht vorlag. Eine andere mögliche Erklärung ist das dieser Film von einem anderen Team stammt, etwas anderes zeigt und dann wie zuvor beschrieben.

In Ergänzung zum Transfer von Neuruppin nach Groß Dölln Zitate aus weiteren BND-Wochenberichten:

17/91 22.4.1991-28.4.1991
Am 26. April verlegte vermutlich das gesamte Jagdbombenfliegerregiment NEURUPPIN zum Flugplatz Templin. Bereits ab 22. April hatte die Verbindungshubschraubereinheit NEURUPPIN zum Flugplatz Oranienburg verlegt.
Laut sowjetischen Abzugsplan soll das Jagdbombenfliegerregiment NEURUPPIN ab 1. Juni in die UdSSR zurückverlegen. Vermutlich werden auch in diesem Fall neuere Su-17/FITTER K des Jagdbombenfliegerregiment NEURUPPIN gegen ältere Su-17/FITTER H des Jagdbombenfliegerregiment TEMPLIN (beide Jagdbombenfliegerregiment MIROW) vor dem eigentlichen Abzug ausgetauscht.
(BArch Koblenz B206/385 Blatt 378)


25/91 17.6.1991-23.6.1991
1.2.3. Bereits vollständig geräumte Flugplätze
Flugplatzgeräumt seit
Neuruppin26. April 1991
Koethen29. April 1991
Allstedt23. Mai 1991
(BArch Koblenz B206/387 Blatt 242)
 
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Dann warst du , der viel weiter rechts von mir stand .
 
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Heute vor 32 Jahren erfolgte der Abzug aus Groß Dölln

Danke für die Erinnerung an diesen Tag. So viele Flugzeuge und viel mehr Menschen dann an der Startbahn, wir mussten uns da alle irgendwie selbst organisieren. Da war auch niemand der dem Treiben Einhalt geboten hätte.



 
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Letzten Monat erschien im Herder-Verlag von Matthias Uhl das Buch "Wie stark ist Russland wirklich? Die Wahrheit über Putins Militärmacht".
Im "historischen Rückblick" gibt es das Kapitel "Der Kalte Krieg und die sowjetische Rüstung 1945-1991", von Seite 48/49 zitiere ich folgende Aussagen zum Flugplatz Groß Dölln.

Die geplanten mitteleuropäischen Einsatzbasen der Fernbomberflotte im Herrschaftsgebiet der Sowjetunion waren in der ČSSR, Polen, Ungarn und der DDR zu errichten. Da beispielsweise die Entfernung zwischen Templin, dem für die DDR vorgesehenen Reserveflugplatz für die sowjetischen Fernfliegerkräfte, und New York „lediglich“ 6400 Kilometer betrug, wies die sowjetische Führung ebenfalls die rasche Fertigstellung der ausländischen Einsatzbasen an. Spätestens bis 1955 sollten alle dafür erforderlichen Maßnahmen abgeschlossen sein. Entsprechend diesen Vorgaben begannen u. a. im Frühjahr 1953 in Templin umfangreiche Bauarbeiten. Noch im gleichen Jahr wurde die 3500 Meter lange und 80 Meter breite Start- und Landebahn, damals die größte in der DDR, fertiggestellt. Dass ihre Aufsetzzone aus 60 Zentimeter dickem Stahlbeton bestand, beweist den vorgesehenen Einsatzzweck als vorgeschobene Fernbomberbasis.
[63]
Quelle 63:
RGASPI, 17/164/697, Bl. 131–135, Beschluss Nr. 250–117 des Ministerrats der UdSSR: ‚Über den Bau von Flugplätzen für schwere Fernbomber‘, 27.1.1953.
[Seite 329]

Es handelt sich beim RGASPI um das Russisches Staatsarchiv für sozio-politische Geschichte, die Archivsignatur schlüsselt sich vermutlich in Fond 17, Opis 164, Delo 697 auf.

Schauen wir nun direkt in das von Hr. Uhl erschlossene Dokument zur betreffenden Textstelle:

3. Принять предложение Военного Министерства СССР о необходимости постройки в странах народной демократии в течение 1953-1955 гг. 4-х оперативных аэродромов для указанных самолетов, в том числе: в Германской Демократической Республике, Чехословакии, Венгрии и Польше.
В связи с этим, поручить Военному Министерству СССР через Главных военных советников в Чехословакии и Венгрии и Военного атташе в Польше просить военное командование этих стран осуществить строительство указанных аэродромов.

3. Den Vorschlag des Verteidigungsministeriums der UdSSR über die Notwendigkeit des Baus von 4 operativen Flugplätzen für die genannten Flugzeuge in den Ländern der Volksdemokratie im Zeitraum von 1953–1955 anzunehmen, darunter in: der Deutschen Demokratischen Republik, der Tschechoslowakei, Ungarn und Polen.
In diesem Zusammenhang ist das Verteidigungsministeriums der UdSSR zu beauftragen, über die Hauptmilitärberater in der Tschechoslowakei und in Ungarn sowie den Militärattaché in Polen die militärische Führung dieser Länder zu bitten, den Bau der genannten Flugplätze durchzuführen.
Bislang fehlte es – falls ich falsch liege, möge man mich korrigieren – in Publikationen oder öffentlichen Diskussionen an schriftlichen Belegen aus Russland für die ursprünglich Zweckbestimmung des Flugplatzes Groß Dölln. Möglicherweise wurde mit dem Beschluss Nr. 250–117 des Ministerrats der UdSSR über den ‚Bau von Flugplätzen für schwere Fernbomber‘ erstmals die amtliche Bestätigung dafür geliefert, dass Groß Dölln eine Sonderrolle innerhalb der sowjetischen Militärinfrastruktur in der DDR einnahm und einen direkten Zusammenhang zu den sowjetischen Fernfliegerkräften erlaubt.

Besonders brisant ist, dass in der Akte Delo 697 im Kontext von ‚Templin‘ explizit eine Liste mit strategischen Zielen aufgeführt wird. Dabei werden New York, Washington, Chicago und Ottawa als Angriffspunkte in Nordamerika sowie Lajes (in der Akte als ‚Lagens‘ geführt) auf den Azoren (‚Asorkich‘) und Dakar genannt, ergänzt um die jeweiligen Distanzberechnungen

Der Name "Templin" wird mehrfach an anderer Stelle in Delo 697 genannt. Was Polen, Ungarn und die CSSR betrifft, hier wirds etwas "kompliziert" nach dieser Aktenlage. Die Pendants zu Groß Dölln entstanden ja in Powidz, Mosnov und Mezökövesd. Diese Ortsnamen tauchen aber dort so nicht auf, stattdessen: Kunmadaras, Zatec und "Flugplatz Poznan".

Möglicherweise wurde Delo 697 bereits von Matthias Uhl im 2008 erschienenen Buch "Krieg um Berlin? - Die sowjetische Militär- und Sicherheitspolitik in der zweiten Berlin-Krise 1958 bis 1962" genutzt. Das Buch liegt mir nicht vor.

In Delo 697 taucht übrigens nicht einziges Mal die Typenbezeichnung Tu-16 auf.
Stattdessen wird von "swerchdalnyich" Bombern, schweren Fernbombern und den Typen Tu-4, Tu-95 und dem Typ "M" (Mjasischtschewa) gesprochen, jeweils mit unterschiedlichen Triebwerkskonfigurationen wie AM-3, WD-5, 2 TW-2F, TW-12 und TW-16.
 
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Beschluss vom Januar 53, Beschlüsse haben Vorlauf, reden wir mal von Herbst 52. Glaubt man Wiki, war frühestens im Frühjahr 53 von Truppenverwendung der Tu-16 die Rede. Unwahrscheinlich, aber möglich, das beim Geheimhaltungswahn der 50er (Koreakrieg, Atomwaffenentwicklung, Raumfahrtentwicklung) die Beschlussfasser noch nicht mal was von der Existenz der Tu-16 wussten oder zu dem Zeitpunkt das Datum der Indienststellung schlicht noch nicht feststand.
 
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