Flugplatz Polzen Identifikation

Diskutiere Flugplatz Polzen Identifikation im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Beim surfen bin ich auf dieses Foto gestoßen: http://www.footnote.com/image/39019921/#39019921 wird als Polzen Nähe Leipzig bezeichnet....

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  1. #1 schwarzmaier777, 18.05.2009
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    Beim surfen bin ich auf dieses Foto gestoßen:

    http://www.footnote.com/image/39019921/#39019921

    wird als Polzen Nähe Leipzig bezeichnet.

    Weiß jemand welcher Platz sich dahinter verbirgt?

    Gruß

    Ingo
     
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  3. #2 gschimmy, 18.05.2009
    Zuletzt bearbeitet: 18.05.2009
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    Moin!

    Also wenn es um das 04916 Polzen geht...
    dann würde ich mal Holzdorf vermuten...
    ist wohl der nächste größere Flugplatz in der Nähe.

    Aber Nähe Leipzig.....naja...
    für einen Ami ist Leipzig vielleicht nahe dran....
    ;)

    Vergiss es..hab mal in der Historie von Holzdorf geschnüffelt...existiert erst seit den 1960ziger Jahren.
    Jüterbog / altes Lager ist noch relativ dicht dran und Reinsdorf ( EDOD ), aber EInsdorf passt warscheinlich nicht von den Bauten im Hintergrund.

    VG Schimmi

    Bildquelle: Google Maps
     

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  4. #3 Junkers-Peter, 18.05.2009
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    Ich denke, die meinen Polenz/Waldpolenz, besser bekannt als Brandis. War damals ein sehr großer und stark frequentierter Fliegerhorst.

    Gibt ein schönes Büchlein zum Thema:
    Stephen Ransom: Zwischen Leipzig und der Mulde. Flugplatz Brandis 1935-1945-
     
  5. #4 ChristianK, 18.05.2009
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    Ja, Peter hat Recht. "Polzen" ist ein Buchstabendreher von Polenz, dem Ortsnamen, den die Alliierten statt Brandis verwendet haben (für die war der nächste Ort Polenz einfach naheliegender als Flugplatzname)

    Viele weitere Infos und (Links zu) Fotos findest du hier: http://www.luftwaffe-experten.org/forums/index.php?showtopic=7347

    Grüße,
    Christian
     
  6. #5 schwarzmaier777, 19.05.2009
    Zuletzt bearbeitet: 19.05.2009
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    möchte ich widersprechen - lt. der Liste in Buch von Ramson, wurden keine Me 262 (nur Jumo 004 auf dem Bahnhof - wg. Ju-287) in Brandis gefunden lediglich Me-163 (JG-400). Außerdem passt die Halle und die Gebäude links davon nicht zur mir bekannten Optik (kenne den Platz selbst und entsprechende Fotos). Halle 1 oder 2 in Brandis war zerstört.

    Wobei 2 Fotos aus o.g. URL auch im Ramson Buch sind !!!

    Auch gab es unmittelbar vor Einahme keine Luftangriffe auf die Bahn an sich (Flugbetrieb bis ca. 10.4.45).

    Holzdorf wurde Anfang der 80`er erbaut - siehe JG-1 in DDR-Lufwaffe (von Cottbus nach Holzdorf) bzw. auch im FF

    Gruß

    Ingo

    PS Vielleicht ist es doch (Wald)-Polenz und ich kann mir nur nicht vorstellen, das so viele Fehler in der Bildbeschreibung sind.:?!
     
  7. #6 schwarzmaier777, 19.05.2009
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  8. #7 ChristianK, 19.05.2009
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    Na siehste :D
     
  9. #8 Junkers-Peter, 19.05.2009
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    Die Liste in dem Dokument "Inspection of enemy airfield" ist nicht vollständig - leider. Es standen zum Kriegsende dort auch ein paar Ju 388 herum, die nicht erwähnt werden.

    Die offizielle Bezeichnung des Fliegerhorstes war übrigens immer "Waldpolenz" laut obengenannten Buch.

    Viele Grüße
    Peter
     
  10. #9 ChristianK, 19.05.2009
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    Möglicherweise hatten die dafür abgestellten US-Soldaten einfach nicht die Zeit, den gesamten Flugplatz abzufahren, einige Typen werden sie nicht genau gekannt und vor allem nur fragmentarisch erhaltene Maschinen wohl einfach ignoriert haben. Ein solcher Fall müsste die Me 262 sein, die Ingo auf einem der verlinkten Fotos entdeckt hat. Soweit ich mich erinnere, war von dieser nur noch das verbrannte Heckteil vorhanden. Von daher können da schon eklatante Lücken auftreten.

    Und Peter, woher hast du die Info über Ju 388 in Waldpolenz/Brandis? Kennst du evtl. auch deren Werknummern?
     
  11. #10 Junkers-Peter, 19.05.2009
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    Sicherlich hing die Identifizierung auch vom Erhaltungszustand ab und ob man ein Typenschild finden konnte. So ist in der Liste ja auch eine Ju 86 M-2 angegeben – eine Baureihe, die die Amis sicher nicht kannten und nur anhand eines Typenschildes ausmachen konnten.

    Die bei Jumo zur Erprobung des 004 eingesetzte sehr seltene Hs 130 wurde auch richtig erkannt.

    Es gibt Fotos mit fünf Ju 388 in Brandis. Leider ist nur auf einer Maschine die Werknummer zu erkennen, bzw. ein Teil davon: „103“. Es kann sich dabei nur um die bei ATG gefertigte L-1/340103 handeln.

    Viele Grüße
    Peter
     
  12. #11 ChristianK, 19.05.2009
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    Scheinen ja einige seltene Vögel in Brandis gewesen zu sein, bzw. Muster, die man im Jahr 1945 nicht mehr unbedingt erwartet hätte (Ju 86 M). Sind die alle in Ransoms Buch aufgelistet? Und wo genau sind die Fotos von den Ju 388 zu finden? Bei Vernaleken?
     
  13. #12 schwarzmaier777, 20.05.2009
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    Die Fotos würden mich auch mal interessieren.

    Aber die Liste (Anfang Mai 45) aus Ramson ist - denke ich - von Fachleuten erstellt worden. Eventuell vorsichtig formuliert.

    Da wurde Einiges erprobt - genauso wie dort eine Blindflugschule war(erwähnt auch Ramson). Ein ehemaliger Fluglehrer aus Marburg ist dort geflogen und wohl auch mal mit einer Si-204 in der Nähe von Cottbus abgestürzt/notgelandet. Habe aber keine Kontakt mehr mit ihm - die Info ist ja nur auch schon 15 Jahre alt.

    Trotzdem Klasse was hier so Alles zum Vorschein kommt. :TOP::TOP:
    Schade das Brandis als Platz geschlossen ist !!!:mad:

    Gruß
    Ingo
     
  14. #13 Junkers-Peter, 20.05.2009
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    Die Fotos der Ju 388 in Brandis sind meines Wissens noch nicht veröffentlicht worden. Das soll auch vorerst so bleiben.;)

    Junkers hat von der Ju 86 M im Jahre 1937 12 Stück hergestellt. Die waren speziell für die Blindflugschulung hergerichtet worden und ähnelten von außen den zivilen Ju 86. Ein Foto des im Dokument erwähnten Rumpfes der Ju 86 M gibts im Buch „Zeltzame Vliegtuigfoto’s Band 3 (s. Anhang)

    In Brandis war die Blindflugschule 1 (BFS 1). Später war auch noch das JG 400 mit Me 163 dort stationiert. Weiterhin hat Junkers die Erprobung des Jumo 004-Strahltriebwerks im Frühjahr 1944 von Dessau nach Brandis verlegt. Grund war die Bombengefahr in Dessau. Erprobung erfolgte mit zwei Ju 88, einer Bf 110, einer Hs 130 und einer Ar 234.

    Die Endmontage und der Erstflug der Ju 287 V1 erfolgten ebenfalls in Brandis.

    Viele Grüße
    Peter
     

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  15. #14 schwarzmaier777, 21.05.2009
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    blööde Frage - warum ??

    lt. Ramson ja auch V2

    Gruß
    Ingo
     
  16. #15 ChristianK, 21.05.2009
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    Aus dem Grund, über den man so ungern spricht. Fängt mit "G" an, hört mit "eld" auf. Man kann ja alles irgendwann mal in einem Buch oder Zeitschrift veröffentlichen, und je unbekannter die Fotos im Vorfeld sind, desto besser. Ist aber auch in Ordnung und verständlich, häufig ist der Fotobesitzer ja auch nicht umsonst an seine Bilder gekommen..

    Grüße,
    Christian
     
  17. #16 schwarzmaier777, 21.05.2009
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    Wann und wo kann ich`s dann kaufen ???

    Gruß
    Ingo
     
  18. #17 ChristianK, 21.05.2009
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    Tja, ob die Veröffentlichung jemals kommt steht dann leider immer auf einem anderen Blatt. Das kann dir nur Peter selbst beantworten.

    Grüße,
    Christian
     
  19. FREDO

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    Und zwar liegt das immer noch daran, das wir (mich da eingeschlossen) unsere Brötchen in einem teilweise zeitaufwendigem Job verdienen müssen, zum anderen gerade historische Recherche sehr von G und Z erfordert und auch ein Buch nicht von einem auf den anderen Tag aus dem Boden gestampft ist. Von der Verlagsseite will ich da mal noch gar nicht reden, denn auch für diese ist beides erforderlich, selbst wenn man das System BoD anwendet...

    Grüße
    FredO (SFW/HLNS)
     
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  21. #19 Junkers-Peter, 21.05.2009
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    Nö, um Geld geht’s nicht. Dann würde ich meine ganzen Fotos bei ibääh meistbietend vertickern.

    Wie Fredo aber schon ausgeführt hat, ist die historische Recherche sehr zeit- und geldaufwendig. Mit veröffentlichten Artikeln oder Büchern kann man wenigstens einen kleinen Teil der Unkosten wieder hereinholen. So sind z.B. die Ju 388-Fotos einer Veröffentlichung vorbehalten. Da wäre mir das Internet zu schade dafür. Wobei ich aber nicht konkret sagen, wann und in welchem Zusammenhang das sein wird. Über ungelegte Eier soll man nicht sprechen. Aber angedacht ist auch ein Artikel über die Erprobung des Jumo 004 in Dessau und später in Brandis. Ich habe da einige schöne Fotos der umgebauten Erprobungsträger Ju 88 und Bf 110 in Brandis.

    Mit historischer Recherche meine aber nicht das Zusammenglauben von links mittels google, sondern das Aufsuchen von Archiven und der Kontakt mit Zeitzeugen und deren Angehörigen. Das Internet und auch solche Foren sind ja nur Spaß. Ernsthafte historische Forschung findet ja nun doch immer noch off-Internet statt.

    Die Ju 287 V2 ist aber nicht mehr geflogen.

    Viele Grüße
    Peter, der noch einen schönen Restfeiertag wünscht.
     
  22. #20 schwarzmaier777, 21.05.2009
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    Es ist eigentlich Wahnsinn, wieviel Faszination doch so einer kleiner Zeitabschnitt von 12 Jahren auch nach 65 Jahren noch ausübt und Interesse hervorruft.:red:

    Ja, das habe ich eigentlich nie so richtig erfasst, das ich in einem Ort meine Kindheit verbracht habe, wo es mal geheisen hat als man nach dem Krieg fragte:

    "Die Amerikaner waren in Geringswalde und die Russen in Döbeln. Und weil Halbwüchsige Wehrwölfe einen Sherman abgeschossen haben, wollten die Amis den Kirchturm des Ortes beschießen... "

    Wie weit die Amis eigentlich wirklich waren, habe ich erst erfasst als ich das Ramson Buch 97 in Brandis auf dem Flugplatz gekauft habe. Seitdem hat mich die Wissbegierde auch etwas erfasst...:engel:

    Und was eigentlich für eine Wirtschaftsleistung dahinter stand, wenn man bedenkt, dass in Aachen der Krieg schon im Oktober 44 zu Ende war !!
    Gruß
    Ingo
     
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