In Ergänzung dazu noch eine weitere (übersetzte) Passage:
(aus profilib.net , abgerufen 19.01.2028)
"" ... Anfang 1989 wurde jedoch das fliegende Personal des 53. GvIAP unter der Führung ihres Kommandanten, Oberst P. I. Yarmak, zusammen mit MiG-29 (Typ 9-12) von Siauliai nach Zerbst verlegt, und das Geschwader erhielt seine frühere Bezeichnung – 35. IAP – zurück.
Das technische Personal blieb vor Ort, während das fliegende Personal aus Zerbst nach Siauliai versetzt wurde, nun zum 53. GvIAP, wo es bald auf MiG-27K umgeschult wurde. All dies ermöglichte es, sofort ein vollständig ausgebildetes IAP mit neuer Technik in die 16. VA zu integrieren. Gleichzeitig blieben trotz der im Geschwader vorhandenen MiG-29UB auch MiG-23UB im Regiment. Dies lag vor allem daran, dass der Kommandeur der Division, Generalmajor Kokoulin I.M., aufgrund seiner Position fliegen musste, aber nur mit der 23 flog, außerdem fehlten in den Geschwadern in der Regel die 29er-„Sparkas“.
Außerdem gehörte zur Division auch das einzige in der Truppengruppe verbliebene Geschwader mit MiG-23ML in Altes Lager – es befand sich in der Nähe von Wünsdorf, und die meisten Offiziere auf fliegerischen Dienstposten in der Führung der VA (Anm.: "Scheinerhalter") hatten es ebenfalls nicht eilig, sich auf die MiG-29 umschulen zu lassen.
Mit Flugzeugen der neuen Generation feierte das (35.) Geschwader sein 50-jähriges Jubiläum, doch damit endet auch seine Geschichte. Im Herbst 1989 wurde Deutschland wiedervereinigt, und der rasche Abzug der sowjetischen Streitkräfte begann. Als erstes wurden die direkt die bei Neuruppin, Merseburg und Köthen gelegenen Flugplätze geräumt und geschlossen. Köthen gab deshalb im April 1991 achtundzwanzig MiG-29 (Typ 9-13) des berühmten und einer gesonderten Erwähnung würdigen 73. GvIAP an das 35. IAP, die in Zerbst teilweise den früheren Typ 9-12 ersetzten. In dieser Zeit verringerte sich aus bekannten Gründen die Flugstundenzahl der Piloten des 35. IAP so stark, dass seine Flugzeuge von den erfahrenen Piloten aus Falkenberg in die Sowjetunion überführt wurden *1 .
Im Juni 1992 flog das Regiment von „Karetnyy“ (Anm.: KARETNYY war der ATC-Rufname FLPL Zerbst) wo es mehr als vierzig Jahre lang stationiert war, nach Russland aus, zunächst zum Flugplatz Zherdevka und dann nach Lipetsk. Die verbleibenden drei MiG-23UB wurden vor Ort (Anm.: gemeint ist Zerbst) verschrottet.
Das Flugzeug An-2 der 126. IAD hatte Glück – es wurde an eine Fluggesellschaft (Anm.: gemeint ist wohl der lokale Fliegerclub) aus Dessau verkauft, wo es in einwandfreiem Zustand gehalten wurde.
Im Juli 1992 nahm der Flugplatz Zerbst auf Einladung der deutschen Seite noch Flugzeuge mit Verwundeten aus Sarajevo auf, und im Herbst desselben Jahres wurde er, wie vorgesehen, endgültig für den Flugverkehr geschlossen. Seit dem Jahr 2000 finden dort jedoch Flugsportfeste statt.
Vladimir Vysotskiy
1* Insbesondere kam es Anfang 1991 in Altes Lager zu einem Unfall einer MiG-23UB beim Landeanflug, woraufhin die Deutschen darauf bestanden, dass die Geschwader der 126. IAD nur noch zwischen 8.00 und 20.00 Uhr fliegen durften. Dies und andere ähnliche Umstände führten dazu, dass die meisten Piloten im Laufe eines Jahres nicht einmal eine Flugstunde erreichten. ..."