Flugwerft Schleißheim

Diskutiere Flugwerft Schleißheim im Luftfahrt im Museum Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Dort habe ich sie im Februar 2025 auch noch gesehen. Wenn ich mir das Foto der Barracuda in Oberschleißheim so anschaue, dann würde ich auf 99+81...
wölfie

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Laut Google Street View stand die 99+82 im August 2023 noch vorm Haupttor.
Koordinaten: 48.70915415298591, 11.509774666868205
Dort habe ich sie im Februar 2025 auch noch gesehen.

Wenn ich mir das Foto der Barracuda in Oberschleißheim so anschaue, dann würde ich auf 99+81 als Kennzeichen tippen.
 
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Kenneth

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Warum das :86: ?

Eine sehr sachliche Sendung, und die Teilnahme von Profi-Konservatoren finde ich sehr vernünftig.

Allerdings verstehe ich nicht, warum das Flugzeug für 5 Jahren - mit dem Anstrich - in das Museum in Soesterburg verschwinden muss, weil dort hat man bereits eine originale D.VII.…
 
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Warum das :86: ?

Eine sehr sachliche Sendung, und die Teilnahme von Profi-Konservatoren finde ich sehr vernünftig.

Allerdings verstehe ich nicht, warum das Flugzeug für 5 Jahren - mit dem Anstrich - in das Museum in Soesterburg verschwinden muss, weil dort hat man bereits eine originale D.VII.…
Wir geben sie dorthin, weil es sich bei unserer D.VII so wohl zu sagen um "Raubkunst" handelt.
Sie wurde wohl von der Wehrmacht nach Deutschland "entführt".
Außerdem handelt es sich bei unserer D.VII um eine Maschine, die erst nach dem Ersten Weltkrieg für die Niederländische Luftwaffe produziert wurde. Es ist zwar ein Original aber kein Original aus dem Ersten Weltkrieg.
 
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Wir geben sie dorthin, weil es sich bei unserer D.VII so wohl zu sagen um "Raubkunst" handelt.
Sie wurde wohl von der Wehrmacht nach Deutschland "entführt".
Außerdem handelt es sich bei unserer D.VII um eine Maschine, die erst nach dem Ersten Weltkrieg für die Niederländische Luftwaffe produziert wurde. Es ist zwar ein Original aber kein Original aus dem Ersten Weltkrieg.
Ist das trotz der " " und der Konjunktive nun bestätigt?
 
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Ist das trotz der " " und der Konjunktive nun bestätigt?
Ob es zu hundert Prozent bestätigt ist, muss ich unseren Kurator fragen. Es scheint aber sehr wahrscheinlich zu sein.
Fakt ist aber, dass es sich eben um eine niederländische Nachkriegsmaschine handelt.
 
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Kenneth

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Alien
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Was mich immer noch zur Geschichte der D.VII interessieren würde:

Man liest oft, dass sie nach dem Krieg in Vilsbiburg gefunden wurde, zusammen mit anderen Fluggzeugteile/Gegenständen. Woher startete die Reise, und wieso führte sie zu einer recht abgelegenen niederbayerischen Kleinstadt? Wo in Vilsbiburg wurde sie gefunden - Bauernhof, Fabrik, öffentliches Gebäude? Was wurde sonst gefunden und was ist der Verbleib davon?
 
Kenneth

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Alle anderen Fokker und Albatros-Maschinen, die sich in europäischen Museen befinden, wurden ja auch als "Raubkunst entführt". Vielleicht sollte man da auch mal was zurückfordern.
Viele davon gingen an anderen Ländern infolge des Versailler Vertrags, und die Rechtsgrundlage ist somit eindeutig.

Keines im Ausland erhaltenes deutsches Flugzeug der WKI (oder WKII) fällt unter dem Begriff „Raubkunst“ (Wikipedia):

Im juristischen Bereich bedeutet er [= der Begriff Restitution; Rückgabe von Raubkunst] die Wiederherstellung einer Rechtslage (hier dem Recht an Eigentum), die durch völkerrechtliches Unrecht gestört wurde.[6] Die Rückgabe des geraubten Guts (restitutio in integrum) ist dabei die einfachste Form der Wiederherstellung des Rechtsfriedens.
 
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Was mich immer noch zur Geschichte der D.VII interessieren würde:

Man liest oft, dass sie nach dem Krieg in Vilsbiburg gefunden wurde, zusammen mit anderen Fluggzeugteile/Gegenständen. Woher startete die Reise, und wieso führte sie zu einer recht abgelegenen niederbayerischen Kleinstadt? Wo in Vilsbiburg wurde sie gefunden - Bauernhof, Fabrik, öffentliches Gebäude? Was wurde sonst gefunden und was ist der Verbleib davon?
Dazu ist mir nichts bekannt.
 

woodstock

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Zur Fokker D VII und deren Hintergrund gibt es einen detailierten Blogbeitrag des Deutschen Museums (ist leicht auf der Webseite zu finden). Den Link darf ich leider nicht setzten da ich zuwenige Beiträge habe.
 
Kenneth

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Danke für den Hinweis, da werden einige meiner Fragen beantwortet. Hier der Link zum Blog:

 
Kenneth

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Aus dem Blog:

Der Mann von der Besitzerin des Schuppens (Franziska Angermund) die im Dokument unten erwähnt wird, war ein Freund von Göring, was den Transport ins beschauliche Vilsbiburg erklären könnte.

Von dem verlinkten Dokument im o.g. Blog:

5 Motoren (diese sind am Ende des Blogs abgebildet/aufgelistet) und die D.VII gingen nach München.

22 weitere Motoren, „Ersatzteile“ und eine „Bloch“ - hierbei handelt es sich laut Wikipedia um den Rumpf einer Bloch MB.175 aus dem Bestand der Deutschen Luftfahrtsammlung - sollten in einem Lager in Schloss Vornbach (in Neuhaus am Inn) gehen, die Bloch blieb wohl in Vilsbiburg. Aus dem Dokument geht hervor, dass sich leider niemand für das ganze interessierte. Wikipedia nimmt an, dass alles verschrottet wurde.

Interessanterweise werden unter Punkt 1 29 Motoren erwähnt, unter Punkt 3a und 3b jedoch nur 22+5 = 27…?

 
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Jumo 004

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Das mit der Fokker D VII ist ja alles etwas wage, was da konstruiert wurde. Es sieht ja alles mehr so aus, als ob die Niederländer, warum auch immer, dem Reichsmarschall (als ehemaligen D VII Piloten) die Fokker überlassen hätten. Es ist ja kaum vorstellbar, dass er solch eine Maschine in Holland hat suchen lassen. Da hätte man auch deutsche Flugzeuge aus dem Ersten Weltkrieg in Belgien und Frankreich finden können, die man sich als Besatzungsmacht eigenartiger Weise aber nicht wieder einverleibt hatte. Vielleicht hat man ja die Holländer sogar danach gefragt, aber dann ist das immer noch keine Raubkunst. Da müsste es jemanden geben, der sein Eigentum nachweisen kann und damit Rückforderungsansprüche erhebt. Dafür hätte sie ja in den Unterlagen eines NL-Museums irgendwo auftauchen müssen. Verbunden mit der Frage nach Kriegsende, wo sie denn abgeblieben ist. Davon einmal abgesehen - wenn der "Dicke" sie für sich selbst hätte haben wollen, ergibt sich die Frage, warum sie nicht weß lackiert wurde, sondern man sich die Mühe gemacht hatte, sie mit den alten Tarnfarben zu versehen.
Wenn der Sieger nach dem Ende der Kampfhandlungen (hier also mit Holland) ein technisches Gerät mitnimmt, müsste das selbe Recht ja auch für die deutschen Flugzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg gelten. So etwas, wie den Versailler Vertrag hat es nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ja nicht gegeben. Da ist aber z. B. belegt, dass die Deutsche Reichsbahn die ganzen Elektrolokomotiven, die die Sowjets mitgenommen hatten, zurückkaufen musste.
 
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Das mit der Fokker D VII ist ja alles etwas wage, was da konstruiert wurde.
Hast Du den Blog des Deutschen Museums vollständig gelesen? Es gibt detaillierte und nachvollziehbare Ausführungen für und wider die Identität des Flugzeugs. Der Detailreichtum der Berichte und die Objektivität der (deutschen) Historiker finde ich sehr beeindruckend. Ich erkenne keine „Konstruktionen“ oder krampfhafte Versuche von „political correctness“.

Wenn der Sieger nach dem Ende der Kampfhandlungen (hier also mit Holland) ein technisches Gerät mitnimmt, müsste das selbe Recht ja auch für die deutschen Flugzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg gelten.
Siehe #1032; der Sieg eines angegriffenen Staates und der darauf folgende Mitnahme von Mitbringsel ist nicht (unbedingt) eine Störung des Eigentumsverhältnisses durch „völkerrechtliches Unrecht“ und es muss daher nicht unbedingt zurück gegeben werden.
 
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