Flugzeugfertigung im 2. WK

Diskutiere Flugzeugfertigung im 2. WK im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Hallo zusammen! Mich würde mal interessieren, welche Fertigungsverfahren während der Zeit des 2. WK zur Verfügung standen. Wir lernen in der...

Moderatoren: mcnoch
  1. #1 bregenzer, 09.03.2006
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    Hallo zusammen!

    Mich würde mal interessieren, welche Fertigungsverfahren während der Zeit des 2. WK zur Verfügung standen. Wir lernen in der Schule zwar oberflächlich die Entwicklung der einzelnen Fertigungsmaschinen, allerdings fehlt mir eine zeitliche Zuordnung.

    Wir wurde so ein Jäger wie z.B. die Bf 109 gefertigt? Schließlich wurden ja über 30.000 davon gebaut. Was war damals schon "automatisiert", bzw. wie wurden Massenteile wie z.B. Kurbelwellen, Kolben usw. hergestellt? Gab es damals schon Kopierdrehmaschinen? Was für Schneiden-Werkstoffe waren damals schon bekannt, bzw. in Verwendung. HSS? Hartmetall?

    Wer führte die Montage der Flugzeuge durch? Frauen und ältere Männer?

    Auch interessant wären Bilder aus der Flugzeugfertigung, von denen ich im Internet nur eine spärliche Anzahl gefunden habe...

    Soweit mir bekannt wurde auf die Fertigung hier noch nicht näher eingegangen, deshalb möchte ich diesen Thread dazu nutzen.
     
    Carlos G. gefällt das.
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  3. #2 Schorsch, 10.03.2006
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    Das ist ein sehr wichtiges Thema und hat wesentlich groesseren Einfluss auf die Kriegsentscheidung gehabt als manch PS mehr Leistung.

    Automatisierung war vor dem Krieg eher mager, da nicht sehr viele Flugzeuge hergestellt wurden. Ausserdem hatte man damals noch eine rasche Typenfolge bei den Herstellern, so dass Automatisierung oftmals nicht lohnte.

    Am meisten Automatisiert waren wohl die Flugzeughersteller in den USA. Das lag zum einen am industriellen Potential (Automatisierung ist teuer!), an der vorzeitigen Planung und an den positiven Effekten aus der Automobilindustrie. Diese war in den USA mit Abstand am weitesten entwickelt und alle Autohersteller haben auf Kriegsproduktion umgesattelt. Vor allem Motoren wurden in den grossen Werken hergestellt.

    In den USA herrschte ein hohes Mass an Arbeitsteilung und Standarisierung. Die Amis haben nur insgesamt 19 Typen hergestellt (wie viele hatte Deutschland?), diese wiederum nutzten oftmals gleiche Komponenten. Zum Beispiel drehte in jedem zweiten amerikanischem Flugzeug ein Wasp Motor den/die Propeller.

    In deutschland hat man meines Wissens erst waehrend des Krieges mit Effzienzsteigerungen angefangen. Mangels Ressourcen war aber ein anderer Ansatz noetig. Am Ende hatte die Deutsche Industrie massive Qualitaetsprobleme.

    Wie es in Russland war weiss ich nicht. Aber ich bezweifle, dass man dort viel automatisiert hat. Das hatte man ja 40 Jahre spaeter auch nicht.
     
  4. #3 helischmidt, 10.03.2006
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    ... die Antwort auf dieses Thema, auf diese Frage, ist nicht leicht.

    Man darf nicht verwechseln zwischen serien- und automatischer Produktion.

    In Serie wurden alle bekannteren Flugzeuge hergestellt und teilautomatisch oder automatisch wurden viele Kleinteile hergestellt (z. B. Schrauben etc.), egal in welchem Land.

    Aber nirgendwo, wurden während der Zeit des 2. Weltkrieges, Flugzeuge oder Motoren, durch Automaten zusammengebaut... auch nicht in Amerika!
     
  5. #4 Jemiba, 10.03.2006
    Zuletzt bearbeitet: 10.03.2006
    Jemiba

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    Soviel ich weiß, entstanden die ersten Kopierfräsen bereits in den 20er
    Jahren und dann wohl auch entsprechende Drehmaschine, bei denen die
    Werkstückkontur mittels einer gefertigt wurde. D.h. die Bedienung einer
    derartigen Maschine beschränkt sich auf das Einlegen/Einspannen eines
    Rohlings und Versorgen mit Schmier-/Kühlmittel = ungelernte Arbeiter,
    anstatt ausgebildeter Dreher oder Fräser. Allerdings denke ich, dass es
    sich bei diesen Maschinen dann nur um einachsige Maschinen gehandelt
    haben wird, die den Fräskopf, bzw. Drehstahl nur in eine Richtung bewegen
    konnten, vergleichbar mit den Apparaten, die uns heute noch in minuten-
    schnelle neue Haustür- oder Autoschlüssel anfertigen .
    Ansonsten kamen wohl viele Stanz- und Prägeteile, sowie auch gesenk-
    geschmiedete Teile zum Einsatz, die bei hoher Stückzahl schon recht
    komplexe Formen zulassen. Und dann wahrscheinlich Schablonen,
    Schablonen und Schablonen .
    Von echter Automatisierung kann man aber wohl für diese Zeit nur bei
    Kleinteilen, wie Bolzen und Muttern reden.
    Es ist halt Sache des Konstrukteurs, seine Entwicklung dem Stand der
    Fertigungstechnik anzupassen.
     
  6. nuke

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    @ Schorsch: Auch die Amis hatten doch weit mehr als 19 Typen im Ensatz.
    P38, P40, P51 ,P47 ,P63, A36, B17, B24, B25, B26, A20, A26, B29, F4U, F6F, C47, L4, P39, SBD3, SBD5 sind dich schon 20 und waren nur die erstbesten, die mir einfielen. Da fehlt bestimmt noch einiges
     
  7. #6 helischmidt, 10.03.2006
    Zuletzt bearbeitet: 10.03.2006
    helischmidt

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    ... das sehe ich nicht so!

    Rumpf- und Flügelbleche, Streben, Scheiben, um nur einiges zu nennen, wurden auch bei Messerschmitt oder MiG, nicht von Hand gefertigt, sondern von Maschinen ausgestanzt und geformt.

    Bei den Motorenherstellern, oder Zulieferern wurde gedreht, gefräst oder geschliffen, u. a. von div. Automaten... überwacht / bedient, wurden diese Maschinen natürlich von Menschen.

    Endmontage, fand überall, in sogenannten Taktstraßen statt!

    Die Amerikaner konnten das natürlich ungestörter perfektionieren / organisieren, denn ihre Fabriken wurden an keinem Tag, durch Feindeinwirkungen in der Produktion gestört!
     
  8. #7 Rhönlerche, 10.03.2006
    Rhönlerche

    Rhönlerche Alien

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    Die Bf 109 war mit ihrer damals neuen Halbschalenbauweise besonders produktionsfreundlich. Damals besonders moderne Fabriken waren z.B. Heinkel Oranienburg (111), Peenemünde und Volkswagen in Fallersleben. Das Werk war analog zu einer hochmodernen GM-Fabrik in den USA geplant worden. Dort wurde ja auch viel fürs Militär produziert.
     
  9. AM72

    AM72 Alien

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    Ich sehe das ähnlich/genauso wie Helischmidt.
    Ein weiteres Kriterium dazu ist die Anpassung der Produkte an die Produktion.
    Ein gutes Beispiel hier ist etwa der T-34 : Turm wurde gegossen und geschweisst - da war man allen anderen vorraus und macht auch dadurch aus weniger Stahl mehr Panzer bei geringerem Aufwand und guten Leistungen.

    Auch die Deutschen lernten im Krieg, das die Herstellung ein wichtiger Punkt ist - durch Rationalisierung, Konstruktionsänderungen und Vereinfachungen erreichte man weitaus höhere Stückzahlen bei ebenfalls besseren Leistungen als wenige Jahre zuvor.

    Die Werkzeugmaschinen dieser Zeit konnten schon bis zu einem gewissen Grad automatisiert werden. Aus meiner Lehrzeit sind mir genug Prospekte deutscher Drehautomaten vor 1945 bekannt. Und da war nach der einmaligen Einrichtung nichts weiter zu tun als die Teile ein - und auszuspannen.
    Die Russen liessen sich auch besonders ihr Getreide von den Deutschen in Maschinen bezahlen. Die angelieferten Muster deutscher Flugzeuge waren weitaus weniger als moderne Werkzeugmaschinen - sagt wohl einiges aus.

    Interessant aber ist dennoch, das sich sowohl Deutsche als auch Russen hinsichtlich der Deutschen Art der Serienfertigung von Flugzeugen nicht gerade begeistert ausdrückten.
    Hier sahen beide Seiten den Vorteil eindeutig bei den Russen.

    Bei den Russen galt dann auch noch folgender Grundsatz : Eine Waffe muss so konstruiert sein, das sie nicht von Facharbeitern, sondern von Hilfskräften (Frauen, ungelernte Arbeiter, Jugendliche, Kinder) produziert werden können.
    Und : Eine Modifizierung einer bestehenden Konstruktion ist der kompletten Neukonstruktion vorzuziehen. Das Fliessband mus durchlaufen !

    Die Amerikaner kann man mit ihrer "Sonderposition" kaum etwa mit den Russen oder den Deutschen vergleichen.
     
  10. AM72

    AM72 Alien

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    Genau - die Me-109 :

    Sie war im Grunde der schlechtere Jäger im Vergleich mit der He-100/112.
    Aber gebaut wurde die 109 - weil vieeeel einfacher und billiger zu produzieren.
     
  11. 78587?

    78587? Space Cadet

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    Um auf die eigentliche Frage von "bregenzer" einzugehen....

    Ja, es gab sehr wohl für damalige Zeiten, Hochmoderne Werkzeugmaschinen.
    Beispiele währen da mal, Vollautomatische Kurvengesteuerte Fräs-Dreh und Schleifmaschinen, Mehrspindel Bohrwerke zum Bohren beispielsweise von Holmgurten, Mehrspindlige Honmaschinen zum Bearbeiten von Zylinderbänken, Vielspindel Bohrzentren, mit bis über 60 Bohrer gleichzeitig im Eingriff, etc. etc.

    Bearbeitungswerkzeuge waren grösstenteils bereits aus Hartmetall (Widia).
    Für die Feinstbearbeitung an Aluminium-Motorbauteilen oder auch für Bleibronze-Lagerschalen, verwendete man Diamant bestücke Werkzeuge. Die Oberflächengüten welche damit erreicht wurden, kann man heutzutage auch nicht Besser machen.

    Wenn Du die Möglichkeit hast, dann Beschaffe Dir die "VDI-Nachrichten" aus den 30-40er Jahren. Diese Schriften sind prall gefüllt mit den "neuesten" Errungenschaften.
    Oder, zu Empfehlen währen da auch noch die Monatszeitschrift "Flugzeugbau", speziell herausgegeben für das Luftfahrt-Industriepersonal.

    Gruss
    78587?
     
  12. #11 bregenzer, 10.03.2006
    Zuletzt bearbeitet: 11.03.2006
    bregenzer

    bregenzer Space Cadet

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    Danke für die Antworten! Sehr informativ!:TOP:

    Wo wir gerade dabei sind:

    Wie wurde damals eigentlich konstruiert? Es gibt da so ein berühmtes Bildchen eines deutschen Flugzeugherstellers im WKII, bei dem ein ganzes Heer an Konstrukteuren in einem Saal an ihren Zeichenplatten arbeiten. Kann man sich das so vorstellen, oder ist das ein Propagandabild?

    Welche Berechnungen waren damals schon gebräuchlich? Ich denke da gibt es nicht all zu viele Unterschiede zur heutigen Zeit, oder?
    Die ganze Strömungslehre von Bernoulli usw. wie wir sie heute kennen, gab es damals wahrscheinlich auch schon. Wie sah es mit Dauerfestigkeit und Materialermüdung aus? Waren z.B. die Wöhler-Diagramme schon bekannt, oder wurde das eher durch praktische Versuche ermittelt?

    Neben unzähligen Quellen von Einsatz und Leistung bleiben solche Dinge eigentlich immer im Hintergrund. Deshalb möchte ich mein Wissen hier etwas erweitern.
     
  13. #12 bregenzer, 12.03.2006
    bregenzer

    bregenzer Space Cadet

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  14. #13 Friedarrr, 12.03.2006
    Zuletzt bearbeitet: 12.03.2006
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    Da Herr A. Wöhler schon um 1800 bis glaube Anfang 1900 gelebt hat, kannten man zu Zeiten des WWII natürlich auch seine Forschungen und Ergebnisse!

    Und die Zeiten mit den Zeichenbrettern sind so lange garnicht her!
    Früher war das schon ein Bestandteil der Konstruktion.
     
  15. 78587?

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    Ja doch, das mit den Zeichenbrettern in einem Saal ist keine Propaganda.
    Der "Wöhler" floss immer in die Berechnungen mit ein, und Rechnen konnten die wirklich noch. Alles ohne Computer, nur mit Rechenschieber, Papier und Bleistift.
    Sehr oft hat man erst eine Formel zur Berechnung erstellen müssen, um zu einem Ergebniss zu kommen. Dinge wie zb die "Abelsche Integralgleichung" waren an der Tagesordnung.

    Strömungslehre.??
    Buhh.., ein sehr sehr grosses Betätigungsfeld.
    Ich zähle mal ein paar Forschungsanstalten auf:
    DVL, Berlin-Adlershof
    Aerodynamische Versuchsanstalt Göttingen;
    Luftfahrtforschungsanstalt Hermann Göring Braunschweig;
    DFS, Darmstadt;
    Lilienthal Gesellschaft
    Aerodynamisches Institut der TH Aachen
    Flugtechnisches Institut der TH Berlin
    Aerodynamisches Institut der TH Darmstadt
    ..und noch eine ganze Reihe anderer Institute und Anstalten waren u.a. mit dem Thema der Stömungslehre sehr eng verbunden.

    Um aber darüber einen Überblick zu bekommen, Empfehle Ich die Schriften der Akademie der Deutschen Luftfahrtforschung, sowie die Jahrbücher.
    Ebenso die einzelnen Bände der "Deutschen Luftfahrtforschung".
    Was darin alles zu finden ist, kann man hier auch nicht im Entferntesten andeuten, das muss man selbst erst mal Gesehen haben, was man alles Forschte, Berechnete und bereits Wußte. Phänomenal !!!:HOT

    Mir liegen die oben genannte Puplikationen ab 1936 fast alle vor, nur für ´44-45 fehlen mir ein paar.


    Gruss
    Hilmar
     
  16. #15 Rasmussen, 13.03.2006
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    Das waren noch Goldene Zeiten für Mathematiklehrer ... :FFTeufel: :FFTeufel: .... im Gegensatz dazu gibt's heute schon Probleme bei der "einfachen" Prozentrechnung ... :TD: :TD: :TD:
     
  17. #16 FREDO, 13.03.2006
    Zuletzt bearbeitet: 13.03.2006
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    Viel schlimmer: Rechenschieber: was'n das??? Und wenn bekannt: Damit kann man rechnen???

    So schnell dreht sich die Welt. (Taschenrechner, echt öde!:FFTeufel: )

    Grüße
    FredO
     
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  19. #17 Schorsch, 13.03.2006
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    Ich finde die Leistungen der Nachkriegszeit da noch erstaunlicher. Da wurde naemlich die Leistung und Komplexitaet immer groesser, waehrend die verfuegbaren Rechenwerkzeuge faktisch die gleichen waren.

    Ich denke, dass zu Zeiten des Krieges die Firmen meist ein eingespieltes Team zur Verfuegung hatten. Man hatte des Weiteren erpropte Technologie, machte wenige Experimente, sondern bewegte sich im Bereich des halbwegs bekannten. Das trotzdem oftmals boese Ueberraschungen rauskamen zeigt die Herausforderung an den Ingenieur.
    Die Design-Teams damaliger Zeiten waren recht klein, meist nicht mehr als ein Dutzend Leute. Das erstellen der technischen Zeichnungen war natuerlich Fleissarbeit.
    Sobald man sich in neue und unbekannte Bereiche bewegte, kamen die grossen Probleme. Beispiele sind Me-262 und B-29. Mit der Art des Problems aendert sich eben auch die Art des Loesungsprozesses.
     
  20. #18 Bleiente, 16.03.2006
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    Zwar ohne Bilder, und dann auch nioch in Englisch.
    aber recht detallierte Zusammenstellungen zu deiner Personalfrage am Ende.

    http://www.econ.yale.edu/growth_pdf/cdp905.pdf
     
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