Focke-Wulf Fw 159 – RS models 1:72

Diskutiere Focke-Wulf Fw 159 – RS models 1:72 im Props bis 1/72 Forum im Bereich Bauberichte online; Mein Interesse an diesem Modell wurde auf zwei unterschiedlichen Wegen geweckt: über die Arado Ar 80 Was tun mit dem Arado Ar 80 Bausatz von Huma...
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Alien
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Mein Interesse an diesem Modell wurde auf zwei unterschiedlichen Wegen geweckt:
  1. über die Arado Ar 80 Was tun mit dem Arado Ar 80 Bausatz von Huma (1/72)?, mit der die Fw 159 um den Auftrag für ein neues Eindecker-Jagdflugzeug der Luftwaffe konkurrierte
  2. über die Aussage, dass die Fw 159 als „Vergrößerung“ des Fw 56 Stösser Focke-Wulf Fw 56 „Stößer“ – Heller 1:72 entstanden sein soll
Also habe ich nach einem Fw 159 Bausatz gesucht und diesen hier bei Ebay gefunden.

Geschichte
Das Flugzeug selbst war wohl kein besonders großer Wurf, dessen Entwicklung Ende 1937 zugunsten der Bf 109 abgebrochen wurde.

Die Firma Focke-Wulf entwarf das Flugzeug als einen der vier Beiträge zum Wettbewerb Rüstungsflugzeug IV im Jahr 1934. Die Schirmflügelkonfiguration basierte auf dem erfolgreichen Schulflugzeug des Unternehmens, dem Focke-Wulf Fw 56 Stösser, und es wurde ein Junkers Jumo 210 Motor verwendet. Das Flugzeug hatte ein geschlossenes Cockpit und ein nach hinten einfahrendes, hebelbetätigtes Hauptfahrwerk, das vollständig in den unteren Rumpf eingezogen wurde. Dieser Mechanismus war kompliziert, zerbrechlich und unendlich mühsam. Der erste Prototyp, die Fw-159 V1, war im Frühjahr 1935 fertig, wurde aber bei einer Bruchlandung zerstört, nachdem das Hauptfahrwerk nicht richtig ausgefahren werden konnte.

Der zweite Prototyp, die V2, hatte ein verstärktes Fahrwerk. Die allgemeinen Flugeigenschaften waren gut, aber die Steig- und Kurvengeschwindigkeiten waren unbefriedigend, und das Flugzeug wies einen größeren Luftwiderstand auf als seine Konkurrenten im Wettbewerb: die Arado Ar 80, die Heinkel He 112 und die Messerschmitt Bf 109 [1][2].

Was die Zulassungen der Flugzeuge angeht, so gibt es in der Literatur zwei Varianten: Einmal wird D-IUPY als V1 und D-INGA als V2 bezeichnet. Das andere Mal genau umgekehrt. Beim dritten Exemplar gibt es die Kennzeichen D-ISXI und D-IGQO [3]-[6].

Wie dem auch sei, mein Favorit ist D-INGA. Inga – Wikipedia

Quellen
  1. Focke-Wulf Fw 159 – Wikipedia
  2. Focke-Wulf Fw 159 - Wikipedia
  3. Manfred Griehl: Focke-Wulf. Seit 1925. Typenkompass, Motorbuch-Verlag 2009
  4. Dietmar Hermann: Focke-Wulf Fw 159. Der große Flop, Flugzeug Classic 2005-06
  5. Peter W. Cohausz: Focke-Wulf Fw 159. Konkurrentin der »109«, Flugzeug Classic 2019-06
  6. Focke Wulf Fw 159 - FliegerWeb.com - News Reportagen Videos!
 
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Alien
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Bausatz
Wir haben es mit einem Voll-Resin-Bausatz zu tun, dem eine zweiseitige Anleitung beiliegt.



Hinzu kommen eine tiefgezogene Cockpithaube, ein gedrucktes Instrumentenbrett und ein Decalbogen.



Die Buchstaben kommen mir nicht arg vorbildgerecht vor, so dass ich sowieso eigene machen würde. Dann kann ich auch gleich D-INGA als Vorbild nehmen.



Auch die Haube ruft nach Neubau aufgrund zu kräftiger Streben und mehrerer „Absaugelöcher“ darin.

 
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Ob das Resin die zur Verstärkung des Fahrwerks eingegossenen Drähte immer gut umschließt, wird sich nach der Grundierung zeigen. Im schlimmsten Fall müsste man das Fahrwerk komplett aus Draht nachbauen.



Ich erkenne nur wenige Luftblasen in den Kleinteilen.



Im Vergleich zum Vorbild in [4] kann ich nicht die allergrößte Ähnlichkeit bei der Anordnung der Instrumente feststellen.

 
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Abmessungen und Formen passen zu einem Dreiseitenriss.



Doch was ist das? Oben sind die Rumpfhälften fast 1 mm gegeneinander versetzt. Unten aber nicht. Demnach ist die Form für die Backbordseite kleiner als ihr rechtes Gegenstück.

Robert's Fruehwerke scheinen also auch nicht immer fehlerfrei zu sein: zumindest aber mit nur wenigen Blaeschen. Was ich von ihm aus dieser Zeit in der Hand hatte, reichte von grossartig (He 112A) bis katastrophal (Northrop XP-56). Letztere habe ich auch in Spritzguss von RS kennengelernt, und die war sehr zufriedenstellend!
Ich glaube, die Form war wohl bei Deinem Kit in den Grundmassen ok, aber der Guss ist misslungen. Die falsche Spiegelung allerdings geht eher doch an die Form...

Laesst sich aber trotzdem bauen?!
 
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ja, das lässt sich bauen (aber wem sag ich das?)

Sobald ich Text und Bilder fertig habe, geht der Bericht hier weiter.
 
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Baubericht
Den Versatz am Bug will ich Spachteln und Schleifen. Die Vertiefungen für die Abgasrohre und die Höhenleitwerke werden dann durch Fräsen und Auffüllen einander angeglichen. Bei der Gelegenheit wird auch gleich noch etwas Platz für die Füße des Piloten frei gefräst.



Hier der Stempel für eine neue Haube direkt nach dem Ausgießen. So fette Streben müssen es nun wirklich nicht sein.



Nach dem Glattfeilen verbleiben bloß noch zwei Löcher oben, die man füllen kann.



Damit die ganzen Leitwerke später nicht einfach mal wieder abfallen, werden sie verstiftet.



Die Spalte sind mit Rai-Ros braunem Klebewachs gefüllt.

 
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Nach der ersten Grundierung mit Tamiya Surface Primer zeigt der Flügel ein paar Stellen, die den Lack abweisen. Das kommt mir hier gerade recht. Ich glaube, ich kann dann auf ein Pre-Shading verzichten und trotzdem eine abwechslungsreiche Flügelunterseite erhalten.



Die Düse der Spraydose lege ich nach Gebrauch in Spiritus, damit sie sauber wird und bleibt.


Aber was soll ich mit diesen Gravuren machen? Die sind mir zu markant. Krieg ich die mit viel mehr Grundierung schwächer?



Frisch gesprüht deckt Tamiya alles

 
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Die Grundierung ist jedoch sehr fein und dünn nach dem Trocknen. Um zu diesem Füllgrad der Gravuren zu gelangen, waren daher drei(!) Grundierungen erforderlich.



Leider hält sich das Vorbild nicht so an die Risszeichnung wie das Modell ;-)



Also ändere ich die Gravuren der Landeklappen an deren Innenseiten entsprechend ab.



Die „Schweinsöhrchen“ mache ich lieber aus Margarinebecher-Plastik, weil sie dann dünner sind als die Resinteile aus dem Bausatz

 
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So identifiziert man die Kleinteile im Bausatz:



Wobei die Bauteile für die Kabineneinrichtung nicht so recht zu D-INGA passen. Der Pilot hat hier (noch) kein Kopfpolster, was dafür sprechen könnte, dass D-INGA tatsächlich der erste Prototyp war.



Als Abgasstutzen „ramme“ ich Aderendhülsen in den Rumpf.

 
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Freier Franke

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In Hessen an der Fränkischen Grenze
Bezug nehmend auf # 11.
Könnte es sein das das die Flügel zum Mittelteil dünner werden und somit die Optische Täuschung sich schmäler werdenden Landeklappen entsteht.
Ist aber nur meine persönliche Meinung.

Gruß
Manfred
 
JohnSilver

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Im Lotter Kreuz links oben
Leider hält sich das Vorbild nicht so an die Risszeichnung wie das Modell ;-)
Uli, nur so ein Gedanke.
Da das Tragflächenmittelstück auf dem Foto der Fw 159 von oben etwas dunkler erscheint, würde ich vermuten, dass wegen des dann anderen Schattenwurfs die Tragfläche in der Mitte oben - und nur dort - etwas "ausgedünnt" ist. Das würde den Knick in der Kontur auch plausibel machen.
 
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OOh, den müsste ich auch haben. :blush2: Habe daran gar nicht gedacht.

Danke :love:
 
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Die Verwirrungen des Zöglings urig
Meine Bauchkühlerkonstruktion wird ein ziemlicher Steinbruch. Lange habe ich mich gefragt, wie man das Teil Nr. 10 verwenden soll?



Mir war klar, dass die Abluft des Kühlers irgendwo wieder raus muss. Aber wo?
Dann habe ich’s gefunden. Nämlich hier:



Also habe ich erst selber etwas gebaut…

 
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Focke-Wulf Fw 159 – RS models 1:72

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