Frage an die Techniker/Mechaniker hier

Diskutiere Frage an die Techniker/Mechaniker hier im Luftfahrzeugtechnik u. Ausrüstung Forum im Bereich Grundlagen, Navigation u. Technik; Hi! Wie Ihr ja vielleicht wisst restauriere ich eine F-86 Sabre. Nun habe ich ein Problem beim Fahrwerk. Wie kann ich die voll...

Moderatoren: Skysurfer
  1. #1 LoadiB707C, 04.10.2006
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    Hi!

    Wie Ihr ja vielleicht wisst restauriere ich eine F-86 Sabre. Nun habe ich ein Problem beim Fahrwerk.

    Wie kann ich die voll ausgefahrenen Stossdaempfer des Hauptfahrwerks einfahren?

    An meiner Sabre sind diese voll ausgefahren und das sieht so gar nicht gut aus. Ausserdem laesst der linke Stossdaempfer langsam nach und beginnt zu sinken. Als ich das sah habe ich erstmal den ganzen Flieger aufgebockt um ein einknicken der Muehle zu verhindern.

    Nun wuerde ich gerne beide erstmal komplett einfahren so dass der Flieger sicher steht und dann bald eine Art Schelle um den dann teilweise ausgefahren Stossdaempfer zu befestigen der dann ein einsinken verhindert. Dieses habe ich schon bei einigen Gate Guards gesehen.

    Also hier nochmals meine Fragen:

    Wie kann ich die voll ausgefahrenen Stossdaempfer des Hauptfahrwerks einfahren?

    Wo bekomme ich so eine Schelle die ich um den dann teilweise ausgefahrenen Stossdaempfer als Arretierung/Befestigung montieren kann?

    Hoffe Ihr koennt mir wie bisher immer weiter helfen!

    Vielen Dank im voraus!
     
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  3. PeWa

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    Ich habe mir mal erlaubt dieses Thema in die Technikrubrik zu verschieben. ;)
    Ich hoffe Du bekommst Hilfe!:TOP:
    Gruß PeWa
     
  4. #3 rechlin-lärz, 04.10.2006
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    Also, ich könnte mir zwei Dinge vorstellen:
    1. sie sind festgegammelt/schwergängig, dann würde ich sie auseinandernehmen
    2. sie verfügen über eine mechanische/Druckluftsperre: bei unserer 21 meine ich mich zu erinnern, dass wir zumindest die ausgefahrenen Arbeitszylinder mit Druckluft beaufschlagen musste, um sie einfahren zu können.

    Hast Du die entsprechenden GAF TOs? Wenn nicht, schick mir eine PN. Ich kann Dir da vielleicht einen Ansprechpartner geben.


    Solche Schellen haben wir bei unserer Mi-8 auch. Ich habe bisher nur solche Marke Eigenbau gesehen. Mir wurde folgende Konstruktion beschrieben:

    Alu/Stahlrohr mit passendem Innendurchmesser wie Aussendurchmesser Federbein und entsprechend dickwandig (8mm und aufwärts?) auf die gewünschte Länge zuschneiden, der Länge nach halbieren. Die Hälften auf eine glatte Oberfläche legen und Laschen (zwei oben, zwei unten) anschweissen. Laschen mit Bohrungen versehen, entsprechend lange Bolzen auswählen und fertig...:)

    Die etwas elegantere Lösung habe ich aber vom Flugplatzmuseum in Cottbus: Fahrwerksbeine auseinandernehmen, Rohre von entsprechender stärke und Dickwandigkeit zuschneiden und quasi als "Distanzstücke" einbauen. Da sinkt dann nichts mehr ein... und federn muss das Bein ja nicht mehr. Vorteil: keine mehr oder weniger häßlichen Schellen...

    Viele Grüße

    rechlin-lärz
     
  5. #4 tigerstift, 04.10.2006
    tigerstift

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    Hallo Loadi

    Anbei eine Grafik die es dir erleichtern dürfte dein Problem zu beheben.
    Ohne jetzt das Fahrwerk einer Sabre zu kennen, denke ich mal, dass der Aufbau im Prinzip bei jedem Fahrwerk das gleiche ist.

    Zur Erklärung:
    Stickstoffventil: Dort füllst du dein Medium ein welches die "Ausfederhöhe" bestimmt. Der korrekte Fülldruck sollte am Fahrwerksbein bzw. im Fahrwerksschaft stehen.

    Hydraulikölventil: Dort füllst du dein Medium ein welches die "Dämpfung" des Fahrwerks bestimmt. Um den korrekten füllstand zu Prüfen bzw. Aufzufüllen brauchst du mit sicherheit einen speziellen "Strut Service Filler". Ist aber für dein vorhaben nicht so wichtig.

    Die Ventile dürften ungefähr an den Positionen sein wo ich sie eingezeichnet habe. Bei fragen kannst du auch gerne Fotos beilegen. Viele Bauteile lassen sich so wesentlich einfacher Lokalisieren.

    Viel Glück bei deinem Projekt
     

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  6. #5 schrammi, 04.10.2006
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    Hi tigerstift, nette Grafik. Aber ist da auch eine Problemlösung für Loadi dabei oder habe ich es nur nicht verstanden?
     
  7. #6 tigerstift, 04.10.2006
    tigerstift

    tigerstift Testpilot

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    Ja natürlich:D

    Um das Federbein abzusenken einfach den Stickstoff ablassen. Um es wieder anzuheben, Stickstoff wieder auffüllen.
    Hab mich vielleicht ein bisschen unglücklich ausgedrückt :engel:
     
  8. nico

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    Die Idee mit den Schellen halte ich nicht für elegant gelöst. Funktioniert zweifelsfrei, aber ich kann mir vorstellen das man die Tauchrohre der Zylinder beschädigen kann. Warum nicht einfach ein Halbzeug in U-Form nehmen und dieses über die Tauchrohre legen/stülpen.
    Gruß!

    nico
     
  9. Acela

    Acela Testpilot

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    Aber aufpassen, irgendwann kommt auch Öl, also ne Schutzbrille aufsetzen...:)
     
  10. #9 LoadiB707C, 05.10.2006
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    Danke!

    Na mit so vielen Antworten habe ich ja nicht gerechnet! Da waren 'ne Menge guter Tipps und hinweise bei. Vielen Dank! Auch die Zeichnung war klasse!!!

    Wie ich teilweise schon vermutete ist der Aufbau bei nahezu allen Fliegern gleich. Eben auch bei unserer damaligen B-707 und nun auch dem Airbus.

    Das Problem wird bei mir nur sicherlich sein das sich dort keine Schraube und kein Ventil mehr betasetigen laestt...leider!

    Die Mutter vom HFW musste ich ja auch abschneiden, da half kein Rostloeser, kein erhitzen mehr, einfach gar nichts mehr.

    Ich moechte eigentlich den Flieger nur auf einen Level bringen damit dieser nicht auch noch rechts irgendwann ungewollt nachgibt. Also werde ich wohl oder uebel das rechte HFW auch einfach absenken muessen. Dann spaeter mal die Schellen anbringen damit die nicht ganz abgesenkt da steht.

    Also Leute, vielen Dank fuer Eure Tipps...auf Euch ist immer verlass!!!
     
  11. #10 Dr. Seltsam, 05.10.2006
    Dr. Seltsam

    Dr. Seltsam Guest

    Das Fahrwerk dürfte doch nahezu das gleiche sein, wie beim Sabreliner?
    Jet Aviation in Basel ist offizieller Wartungsbetrieb für die Sabreliner Serie. Vielleicht erbarmt sich dort jemand und gibt einem Flugzeugrestaurator ohne Einwurf kleiner Münzen ein paar Tipps? Zumindest spricht man da Deutsch :)
     
  12. #11 Aeronaut, 05.10.2006
    Aeronaut

    Aeronaut Flieger-Ass

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    Hallo Loadi,

    wenn alle Ventile und Pumpen festhängen, würde ich folgenden Weg überdenken:

    Zunächst müssen alle Lasten abgestützt werden um Unfälle zu vermeiden.

    Anschließend werden die Arbeitsleitungen, die zu den beiden Seiten des Hydraulik-Arbeitszylinders führen vom Bordsystem getrennt und mit einer externen Druckversorgung verbunden.

    Da das Fahrwerk ja nicht mehr täglich unter Last gefahren werden muß, ist zum reinen lastlosen bewegen wahrscheinlich eine einfache Handpumpe ausreichend. Solche Pumpen gibt es z.B. für Richtwerkzeuge im KFZ-bereich.


    Beispiel bei Ebay :http://cgi.ebay.de/10-t-HYDRAULIK-P...001QQcategoryZ83625QQrdZ1QQcmdZViewItem#pgTop


    Wer es komfortabler haben will :

    Die Feuerwehren haben auch spezielle Hydraulikwerkzeuge wie z.B Spreizer
    die von elektrischen Pumpenstationen mit Druck versorgt werden.


    Mit manuellen Hydraulikventilen und ein paar Verschraubungen kann ein geschickter Monteur sicher die entsprechenden Verbindungen zu den Rohren des Sabre FW herstellen.

    Ich denke, daß eine solche Konstruktion für Deinen Anwendungsfall sicher ausreichend ist.

    Wenn das FW einmal draußen ist, wird es ja ohnehin dauerhaft mechanisch blockiert. Allein auf die Hydraulik sollte man sich aus Sicherheitsgründen nicht mehr verlassen.

    Wie oben bereits erwähnt sollte man dabei aber besonders beachten, die glatten Chromflächen der Zylinder aber nicht zu beschädigen und gut gegen Korrosion zu schützen. Ist dort einmal die kleinste Macke, ist bei späteren Betätigungen die Abdichtung des Zylinders sofort undicht.

    Alles Gute für deine Sabre

    Gruß

    Hans
     
  13. Acela

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    Versuch mal beim nächsten Mal, die Kraft aus den Gesichtsmuskeln in die Arme zu leiten. Und nicht vergessen: Linksrum ist auf...:FFTeufel:

    Duck und weg
     
  14. #13 LoadiB707C, 06.10.2006
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    Danke

    Nochmals danke fuer Eure Infos.

    Ich habe leider nicht die Werkzeuge/Gerateschaften um das Fahrwerk auszubauen und zu zerlegen.

    Somit bleibt mir nur das ablsassen der Fluessigkeit, des Stickstoffs um erstmal den Flieger wieder gerade hinstellen zu koennen.

    Spaeter werde ich dann mal die Option mit den Schellen um den Strut versuchen.

    Jetzt hoffe ich nur das ich die richtige Schraube finde um die Hydraulik abzulassen, und das diese Schrauben sich auch noch bewegen lassen.

    Irgendwelche Tipps zum ablassen der Hydraulikfluessigkeit, des Stickstoffs? Dinge die ich beachten sollte?
     
  15. #14 tigerstift, 07.10.2006
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    Lass das oel auf jeden fall drinn.
    beim ablassen des stickstoffes, pass bitte auf das du es nicht zu schnell ablässt. ansonsten fängt es an zu schäumen und es versaut dir den ganzen fahrwerksschacht.
     
  16. #15 LoadiB707C, 09.10.2006
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    Ok, somit werde ich dann nur den Stickstoff ablassen und die Hydraulikfluessigkeit drin lassen da es ja wohl ausreicht um den Zylinder einzufahren.

    Habe ich das richtig verstanden?

    Werde Anfang November wieder zum Flieger fahren, mal sehen was das gibt.
     
  17. #16 tigerstift, 09.10.2006
    tigerstift

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    Hallo Loadi,

    Ja das langt, wenn du nur den Stickstoff ablässt. Dann sollte das Federbein komplett einfahren sein.
     
  18. #17 LoadiB707C, 06.11.2006
    Zuletzt bearbeitet: 06.11.2006
    LoadiB707C

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    Und nun???

    So, ich war nun am Flieger und habe versucht das Federbein einzufahren.

    Erst habe ich die Maschine abgestuetzt und habe mich dann an das Stickstoffventil begeben. Dieses war einfach zugaenglich und in erstaunlich gutem Zustand. Ich habe es ein klein bisschen aufgedreht und es passierte nichts.

    Dann habe ich weiter gedreht und meine ein wirklich leichtes und sehr kurzes zischen gehoert zu haben, danach hatte ich das Ventil in der Hand.

    Leider passierte auch jetzt nichts, weder Stickstoff noch Hydraulikoel kam raus. Dann habe ich die Maschine langsam auf das Fahrwerk gestellt und gehofft das Federbein wuerde nun einfahren...aber auch dann passierte nichts!

    Also das ganze auf und abstellen mehrmals wiederholt...und nichts passierte. Dann habe ich die Muehle wieder hochgebockt und mich an das Federbein begeben. Es scheint als sei zwischen Federbein und dem Zylinder in dem es einfahren soll alles total korrodiert und vergammelt. Eine weisse, broeselnde Masse hat sich das fest etabliert.

    Kein Wunder, bedenkt man das die Muehle ueber 40 Jahre in hohem Grass stand und dem Zahn der Zeit, den Jahreszeiten und somit der Natur ausgesetzt war. Da ruehrt sich nichts, leider.

    Ich fragte ein Techniker vor Ort was ich nun machen koennte. Er meinte ich sollte versuchen bei kalten Temperaturen den oberen Teil in dem der Zylinder einfahren soll genau an der vergammelten Stelle mit einer Loetlampe rasch zu erhitzen. Das alles natuerlich bei aufgebockter Maschine und das Federbein frei haengend ohne jegliche Belastung. Vor dem Erhitzen sollte ich einen Wagenheber von unten an das Fahrwerk anbringen und minimal Druck aufbauen so das dann das Erhitzen und der leichte Druck das ganze in Bewegung bringt.

    Er denkt durch das rapide Erhitzen und der Druck von unten koennte es sein das sich das ganze loesst. Auch sagte er das ich vielleicht mit der Loetlampe erst die vergammelte Stelle vielleicht "ausbrennen" sollte.

    Da mir das alles logisch, jedoch gewagt erscheint haette ich gerne Eure Meinung dazu. Vielleicht habt Ihr bessere Ideen.

    Ein ausbauen des Fahrwerks kommt aber nicht in Frage. Dazu fehelen mir die Mittel und ob das dann je wieder eingebaut werden kann bezweifele ich.

    Das eingefahrene linke Federbein laestt sich auch nicht mehr ueberreden auszufahren...also eine bloede Situation!

    Also, hier zusamnmen gefasst meine Fragen:

    1. Ist das eine gute Idee mit dem Erhitzen die der Techniker mir vorgeschlagen hat?

    2. Ist es moeglich das andere eingefahrenen Fahrwerksbein wieder auszufahren?

    3. Habt Ihr andere Vorschlaege, ausgenommen dem Ausbau des Fahrwerks?


    Anzumerken bleibt das ich ueberall wo ich dran kam am Fahrwerk Rostloeser und Kriechoel aufgesprueht habe.

    Hoffe Ihr koennt mir weiterhelfen, denn das ist eine ziemliche schwierige Lage, im wahrsten Sinne des Wortes!!!

    Gruss,
    Tom
     
  19. Acela

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    Hm, das mit dem Erhitzen würde ich als letzten Schritt nehmen, das kann viel Schaden machen. Ich würde erstmal das korrodierte etwas dick mit nem Rostlöser einmucksen, bei uns hat sich MoS² von Sonax bewährt. Für das eingefahrene Federbein würde ich versuchen, den Flieger aufzubocken und dann mit nem Spanngurt, der an nem Festpunkt unterm Flieger festgemacht ist, das Federbein rauszuziehen. Irgendwann wird es rauskommen. Aber auch hier vorher mehrmals dick einsprühen. Und vor allem vorher das Ventil öffnen, sonst baust Du evtl. Unterdruck im Dämpfer auf, und er kommt noch schwerer raus. Vielleicht reicht es auch, den Dämpfer mal übers Ventil mit Luft oder Stickstoff zu befüllen. Für die Zukunft empfehle ich, alle blankliegenden Dämpferteile, besonders die Kolbenstange dick einzufetten, Fedex nimmt dafür z.B. MobilGrease28, weiss nich, ob das so auf dem Markt zu bekommen ist, wir schützen die abgestellten Flieger damit und auch nach einem Jahr is das noch beständig...

    Wenn Du dort Techniker hast, können die Dir vielleicht auch beim Ausbau des Fahrwerkes helfen bzw. passendes Werkzeug zur Verfügung stellen. So groß sollte das Bein ja nicht sein... Wenns einmal draussen ist, lässt sichs vielleicht zerlegen und wieder schick machen...
     
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  21. #19 Dr. Seltsam, 06.11.2006
    Dr. Seltsam

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    Da sag ich nur Caramba! :TD:
     
  22. #20 LoadiB707C, 06.11.2006
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    Acela, danke fuer Deine Tipps.

    Leider hat der Techniker vor Ort nur wenig Ahnung von Flugzeugen, und das passende Werkzeug ist leider auch nicht vorhanden.

    Ich bin mir nicht sicher ob ich die alten Fahrwerksbeine mit Druck beaufschlagen sollte...

    Das Ausfahren des einen Federbeines waere mir, rein optisch gesehen, am liebsten. Aber ich denke da drin wird genau so viel korrodiert sein wie bei dem noch ausgefahrenen und ich denke das wird sich schon fest gesetzt haben als es unkontrolliert began einzufahren, bis es dann ganz eingefahren war.

    Kaputt kann man an der Mechanik an der Muehle wohl nichts mehr machen, dafuer haben schon zu viele daran Ihre Wut ausgelassen in den Jahrzenten. Der Zahn der Zeit sowie so.

    Was koennte den passieren wenn ich Versuche das zu erhitzen damit es einfaehrt? Die Dichtungen usw. sind eh alle nicht mehr gut.
     
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