Frage zu IL 62 M

Diskutiere Frage zu IL 62 M im Verkehrsflugzeuge Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Heute in Zürich stand diese IL 62M der russischen Regierung. Sehr auffällig bei dieser Maschine war das "Heck-Stütz-Fahrwerk" Ist der IL62 so...

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  1. 321sky

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    Heute in Zürich stand diese IL 62M der russischen Regierung. Sehr auffällig bei dieser Maschine war das "Heck-Stütz-Fahrwerk" Ist der IL62 so hecklastig? Wenn wird das Heckfarwerk überhaupt ausgefahren?
     

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  3. 321sky

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    ...hier noch die Detailansicht
     

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  4. DDA

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    Ja, die Il-62 kann schon mal ganz schnell auf das Gesäß fallen, wenn das Stützrad nicht ausgefahren ist. Insbesondere bei ungünstigem Entladen resp Enttanken kann die Nase unschön in die Höhe ragen. Daher wird das Rad beim Abstellen zumeist ausgefahren.

    Axel
     
  5. #4 Schorsch, 14.02.2012
    Schorsch

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    Ein Problem vieler Flugzeuge mit Hecktriebwerk. Man sieht ja selbst auf dem Foto, dass ein großteil der variablen Nutzlast vor dem Fahrwerk ist, aber eine ganze Menge fixe Ausrüstung dahinter.
    Speziell mit wenig Treibstoff im Flügel sollte das Flugzeug "kitzelig" sein.
     
  6. #5 RA-42387, 14.02.2012
    RA-42387

    RA-42387 Flieger-Ass

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    Ein noch nicht unerheblicher Grund war , wie die IL-62 entwickelt wurde andere Triebwerke bei der ersten Version eingebaut waren.
    Am Anfang wurden Kusenzow NK-8 Triebwerke verwendet die etwas leichter waren als die bei der Il-62M. Hier werden die Solowjew D-30KU verwendet.

    In der Luftfahrtbranche wird dies auch noch als das "Schandrad" bezeichtet.

    Gruß
    RA-42387
     
  7. #6 atlantic, 14.02.2012
    Zuletzt bearbeitet: 14.02.2012
    atlantic

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    so weit ich mich erinnere:

    stand die IL 62 nur mit vollen Tanks ohne diese Stütze.
    Diese Stütze wird nach dem landen vom Cockpit gesteuert ausgefahren, und wird erst vor dem Start wieder eingefahren.

    Das Rad hatten beide IL-62 Typen. Also nichts wegen leichtern oder schwereren TW´s
    Aber solch Rad bräuchten eigendlich viele Flieger aus der Zeit.
    zB. die 707/E-3A bleibt leer auch nur auf seine 3 Räder wenn man vorne ´nen Gewicht von ca. 1-3 Tonnen anbringt.



    Kleine Episode dazu:
    Einer meiner "Mitleerlinge" half wie üblich beim Ausdocken. Und dabei stand er unterm Heck, leider aber sehr dicht an der Stütze.
    Als der Schlepper anfuhr, drehten sich naturgemäss die Räder ( so wie eben jedes nachlaufende Rad)
    Dummerweise waren aber seine Füsse an der Stelle wo die Räder hin wollten.............
    Ein Schrei und die Bremsen wurden sofort reingehauen.

    Das Ergebnis: fast alle Fussknochen gebrochen und sein Facharbeiter durfer er immer noch im Gips abholen.
     
  8. Flugi

    Flugi Alien

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    Die IL-62 hatte als Prototyp Ljulka TW´s mit mageren 7500 kp Schub.
    Da die Standproblematik schon bei der Projektierung erkannt wurde, wurde nicht nur die Heckstütze eingebaut, die beim fahren der Fahrwerke nur die Räder freigab und somit gleich als Notsporn diente. Es gab zusätzlich zwei Ballasttanks am Bug, die bei "Leerflügen" mit je 3,7m² Wasser gefüllt waren und den Schwerpunkt nicht nur am Boden noch vorn gebracht haben.
     

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    IberiaMD-87 gefällt das.
  9. 321sky

    321sky Flieger-Ass

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    Vielen Dank für die sehr interssanten Infos. Ob man bei dem Vorbild (VC10) zu wenig auf die Details geachtet hat?:distracted:
     
  10. Flugi

    Flugi Alien

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    Was mich dann zu der Frage animiert, wer war letztlich erfolgreicher? :wink:
     
  11. AE

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    Das könnte unentschieden ausgehen. Im zivilen Sektor hatte die IL die Nase oder Bugspitze vorn, im militäriscshen die VC-10.
     
  12. #11 IberiaMD-87, 14.02.2012
    Zuletzt bearbeitet: 14.02.2012
    IberiaMD-87

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    Die IL-62 konnte meiner Meinung nach bei vielen Unternehmen abgesetzt werden, die (aus welchen Gründen auch immer) gar keine andere Möglichkeit hatten, alternative Modelle einzuführen. Die VC10 wurde dagegen sehr stark nach Bedürfnissen von nur sehr wenigen Unternehmen (eigentlich nur BOAC und BUA glaube ich) konzipiert und selbst BOAC war nicht mehr 100% von dem Modell überzeugt, welche Qualitäten bot, die nicht mehr benötigt wurden. Gleichwohl war die VC-10 bei Crews und Passagieren sehr beliebt, wenn man sich Zeitdokumente durchliest und anschaut. Der potentielle Kundenkreis der VC10 bestellte zumeist Boeing 707 oder DC-8 und die VC10 konnte eigentlich nur dort platziert werden, wo mehr oder weniger britischer Einfluss manch ein Füller zur Vertragsunterzeichnung geführt wurde. Die IL-62 war dagegen das Standardmodell für die Langstrecke vieler Unternehmen, die „zum Ostblock“ gehörten oder assoziiert waren.

    Übrigens hatten Swissair bei der Einführung ihrer MD-80 im Herbst 1980 auch Sorgen, dass in der Praxis ihr neues Modell bei der Abfertigung unter bestimmten Bedingungen nach hinten kippen könnte. Man setzte Vorsichtsmaßnahmen um, die sich aber als unnötig erwiesen, im Flugbetrieb ist nie wohl nie eine MD-80 am Gate nach hinten gekippt, auf dem Vorfeld manch leere MD-80 schon, wenn zu viel Schnee auf dem Leitwerk lag etc..

    Gruss
     
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    Hallo

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  14. #12 Schorsch, 14.02.2012
    Schorsch

    Schorsch Alien

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    Sagen wir es mal so: im westlichen Markt, wo Kosten zählten, wurde keine IL62 verkauft. Die VC10 stand sehr schnell in Konkurrenz zur sehr erfolgreichen B707 und DC-8, welche beide dazu den Vorteil besaßen, aufgrund der Dominanz des nordamerikanischen Markts in großer Stückzahl gebaut zu werden.
    Die VC-10 hatte einige Alleinstellungsmerkmale: kurze Startstrecke, hohe Geschwindigkeit (aber im Endeffekt oft nicht relevant). Beides "stach" aber nicht schnell nicht mehr, speziell bei den Hauptabnehmern (europäische und amerikanische Airlines).
     
  15. Toryu

    Toryu inaktiv

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    Problem der Briten war damals eben ihre sehr spezifische Ausrichtung der Airlines auf den britischen Markt.
    Genau wie die Trident (verhunzt durch Vorstellungen der BEA), hat eben auch die VC-10 (BOAC) im Vergleich mit den wesentlich flexibler orientierten Amerikanern den Kürzeren gezogen.

    Abgesehen von den Kosten wäre eine IL-62 bereits Ende der 60er nicht mehr zeitgemäß gewesen.
    Navigator, Funker, usw. - all das gabs im Westen kaum noch.

    Auch das Wachstumspotential ist mMn relevant:
    Der erste amerikanische "Schuss" (707) flog später interkontinental.
    Die Sowjets haben dafür eigene Designs benötigt.
     
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