Frage zu Lufthansa's D-AQUI

Diskutiere Frage zu Lufthansa's D-AQUI im Props Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Ob dieses Thema schoneinmal angesprochen wurde, weiß ich nicht. Deshalb wollte ich folgenden Sachverhalt mal ansprechen: Die Junkers Ju-52 der...

Moderatoren: Skysurfer
  1. #1 Dream Flight, 09.11.2013
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    Ob dieses Thema schoneinmal angesprochen wurde, weiß ich nicht. Deshalb wollte ich folgenden Sachverhalt mal ansprechen:

    Die Junkers Ju-52 der Lufthansa Berlin-Stiftung ist mit 3 Neunzylinder-Sternmotoren von Pratt & Whitney ausgerüstet nämlich dem "PW 1340 S1 H1G Wasp". Quelle:Die "Grande Dame" der Luftfahrt | Deutsche Lufthansa Berlin Stiftung
    Dazu wurde sie auf einen Dreiblatt Prop umgerüstet. Aus Lärm- und Effizienzgründen...

    Die WWII Ju-52er waren meines Wissens nach mit dem BMW 132 ausgestattet (wie auch bei der schweizer Ju-Air), welcher eine Umkonstruktion auf das metrische System des P&W Hornet war und in zahlreichen Versionen weiterentwickelt wurde...

    Vom BMW 132 gab es folgende Versionen, die mir bekannt sind:
    A-1, A-3, Da, De, E, F, H, J, K, L, M und N

    Ein Ju-52-Teammitglied von LH hat mir auf meine Frage, ob denn auch im 2.WK schon Ju-52 mit drei-Blatt-Prop ausgerüstet wären, geantwortet, dass es so gewesen sei und auch Fotos davon existieren würden...
    Nun Ich kenne keine WWII Ju-52, die einen Dreiblatt Prop hatte - geschweige denn ein Foto, welches diesen Sachverhalt beweisen könnte...
    Kann mir denn hier einer im Forum helfen und ein Foto beisteuern???

    Bin mal auf die folgenden Ergebnisse und Diskussionen gespannt...

    Viele Grüße
    Dream Flight:loyal:
     
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  3. DM-ZYC

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  4. #3 Dream Flight, 09.11.2013
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    AW: Frage zu Lufthansa's D-AQUI

    Danke für den Hinweis.
    Hier das Zitat von Junkers-Peter:
    "Die originalen Ju 52, die mit Wasp ausgerüstet waren und u.a. nach Südafrika und Mosambik (Portugiesich-Ostafrika) gingen, hatten ebenfalls die Hamilton-Dreiblatt-Schraube."
    Aber anscheinend waren die deutschen Ju-52er nicht so ausgerüstet also nur so wie oben angegeben...
    Oder weiß Junkers Peter noch mehr dazu, falls Du mitließt???
     
  5. #4 Junkers-Peter, 09.11.2013
    Junkers-Peter

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    AW: Frage zu Lufthansa's D-AQUI

    Ja, ich lese hier ab und an mit.:)

    Es gab damals Ju 52 mit Dreiblatt-Prop. Die waren aber sehr rar gesät.

    Die Baureihenbezeichnung war Ju 52/3m reo. Ausgerüstet waren die Ju 52 mit dem Höhenmotor BMW 132 Dc mit Höhenlader, Untersetzungsgetriebe sowie Junkers-Hamilton oder VDM-Dreiblattschrauben. Die Maschinen waren wohl ursprünglich alle für den Südamerika-Einsatz der Lufthansa vorgesehen (Andenüberquerung), gelangten aber teilweise durch den Kriegsausbruch nicht mehr dahin. Der Einsatz erfolgte dann bei der Lufthansa und der Luftwaffe.

    Der spezifische und absolute Kraftstoffverbrauch der BMW 132 Dc waren recht hoch und drückten auf die Reichweite, so dass sich der Einbau beim normalen Einsatzspektrum der Ju 52 nicht lohnte. Der 132 Dc hatte eine Startleistung von 850 PS im Gegensatz zu den rund 700 PS beim 132 A.

    Anbei ein Foto der Ju 52/3m reo, W-Nr. 6213 (CX+HA), hier im Einsatz bei der Luftwaffe beim Luftnachrichten-Schul- u. Versuchsregiment Köthen. Man beachte auch die zusätzlichen Antennen.
     

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  6. #5 Junkers-Peter, 09.11.2013
    Junkers-Peter

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    AW: Frage zu Lufthansa's D-AQUI

    Hier noch eine Ju 52/3m reo der Lufthansa, und zwar die W-Nr. 6561, D-AWAS „Joachim von Blankenburg“. Die Maschine ist seit dem 21. Februar 1944 in der Ägäis verschollen. Einsatz erfolgte an diesem Tag auf der Linie 17 von Saloniki nach Athen.

    Viele Grüße
    Peter
     

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  7. #6 Dream Flight, 10.11.2013
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    AW: Frage zu Lufthansa's D-AQUI

    Super vielen Dank! Jetzt weiß ich welcher Motor es war: der BMW 132 Dc. Er war eine Weiterentwicklung des BMW 132 Da mit Laderübersetzung 9,5:1 und Startleistung 850PS(HP).
    :!:Tolle Fotos das hat mir geholfen und meine Frage vollständig beantwortet!:TD:
     
  8. #7 Standalone, 10.11.2013
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    AW: Frage zu Lufthansa's D-AQUI

    Hallo zusammen,

    ich habe eine JU52 als Standmodell. Diese hat auch einen 3-Blatt Propeller und soll zur AufklGr25 in Österreich gehört haben. Kennung 50+G10.

    Ist da was dran oder ist das fiktiv? Ein Höhenmotor macht natürlich in dem Gebirge schon Sinn aber weiss nicht genau ob das wirklich der Fall war.

    Danke für Hinweise und Antworten.

    LG
     
  9. #8 Junkers-Peter, 10.11.2013
    Junkers-Peter

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    AW: Frage zu Lufthansa's D-AQUI

    Es gibt ein Foto einer Ju 52 mit dem Vorkriegskennzeichen 50+G10, die wohl zur Aufkl.Gr.25 gehört hat. Aufgenommen wurde die Maschine im März 1938 während des Anschlusses Österreichs in Wien-Aspern. Das ist aber eine normale militärische Ju 52/3m ge, wahrscheinlich eine g3e mit den üblichen Zweiblatt-Einstellschrauben, die man nur am Boden verstellen konnte. Also nix mit Dreiblatt-Props. Zu erwähnen wären noch die beiden roten "Anschluss-Rumpfbänder".
    Für die Alpen reichten die 132 A aus, wenn die Ju 52 nicht zu überladen war (Gipfelhöhe 5800 m).

    Viele Grüße
    Peter
     
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    Hallo

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  11. #9 Standalone, 11.11.2013
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    Peter, vielen Dank für den Hinweis und Deine Information! Ich dachte erst, die haben da falsche Propeller montiert weil meine anderen JU 52 Modelle haben 2-Blatt.

    Und wenn ich Deinen oberen Beitrag so lese, hatten die damals schon das Problem dass die "aufgeladenen" Motoren hohen Spritverbrauch hatten.

    Viele Grüße
     
  12. #10 Junkers-Peter, 11.11.2013
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    Es war nicht nur der hohe Spritverbrauch, sondern auch das höhere Gewicht der leistungsgesteigerten Motoren. Da sich damit das Fluggewicht der Ju 52 auf über 11 to erhöhte, mußten die äußeren Kraftstoffbehälter in den Flächen stillgelegt werden, so dass sich der Kraftstoffvorrat um 290 l auf 2160 l verringerte. Ein Kompromiss waren die Ju 52/3m te mit dem BMW 132 L und Zweistellungs-Luftschrauben. Der Motor war aufgeladen, hatte aber kein Untersetzungsgetriebe. Die Ju 52/3m te sollte die Standardversion ab 1938/39 werden.

    Anbei ein Foto vom Einbau des 132 L mit 800 PS-Startleistung in die Ju 52. Man beachte auch die viel feinere Verrippung der Zylinder gegenüber dem 132 A. Das Mehr an Motorwärme mußte ja irgendwie abgeführt werden.

    Viele Grüße
    Peter
     

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