Fragen zum Preshading

Diskutiere Fragen zum Preshading im Farben, Verdünner, Pinsel & Pinselarbeiten Forum im Bereich Tips u. Tricks; Hallo, ich habe ein paar Fragen zum Thema Preshading, zu denen ich zwar einige Theme hier finden konnte, die mir aber nicht wirklich weiterhelfen...

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  1. #1 matho95, 06.08.2010
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    Hallo,
    ich habe ein paar Fragen zum Thema Preshading, zu denen ich zwar einige Theme hier finden konnte, die mir aber nicht wirklich weiterhelfen konnten.

    Also, meine erste Frage zum Preshading ist, ob man dazu Ölfarben benutzen muss, oder ob das auch mit Wasserfarben geht, bzw. ob es dann trotzdem schlechter ist als bei Ölfarben.

    Muss man das Modell dann erst grundieren, wenn z.B. das Plastik eine eher dunkle Farbe hat ??

    Kann man das auch mit einem Pinsel machen, ich habe zwar ein Airbrush, aber meine Düse ist nicht fein genug.

    Dann habe ich da mal von einem Effekt gehört, der dabei auftritt, das sich die Flüssigkeit in den Ritzen und fugen sammelt. Was genau ist das.

    Danke schonmal im vorraus :)


    MfG Matthias
     
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  3. #2 Silverneck 48, 06.08.2010
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    Preshading

    Hi matho95,

    also zum Preshading kann ich dir nur das sagen, was du auch im FF bereits gelesen hast.
    Dass sich die dunkle Ölfarbe in den Gravurlinien verteilt, beruht auf der Kapillarwirkung; man tupft mit dem Pinsel einen kleinen Tropfen in die Gravur und sofort verteilt sich die Farbe einige Zentimeter weiter. Wenn du hinterher die ausgetretene Farbe in Flugrichtung abwischst, sieht das schon ziemlich realistsisch aus. Am besten probierst du alles einmal an einem alten Modell aus - viel Glück.

    MfG Silverneck
     
  4. #3 Wolfgang Henrich, 06.08.2010
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    preshading ist eigentlich etwas anderes und hat mit Ölfarben und Kappilarwirkung prinzipiell nicht so viel zu tun.
    Wie das Wort schon sagt preshading = vorschattieren.
    Das bedeutet dass man vor dem eigentlichen Farbauftrag bestimmte Bereiche. meist Gravurlinien/Blechstöße mit dunklerere Farbe vorschattiert.

    Man könnte dies machen indem man Ölfarbe in die Gravuren laufen lässt, wie genannt was dann zur Folge hätte dass man nur die Gravuren abgedunkelt hätte. Aber in der Regel wird diese Technik beim washing angewand.

    Beim Preshading lackiert man meist mit der Airbrush die Bereiche die später abgedunkelt sein sollen. Es wäre aber auch mögliche dieses mit einem Pinsel zu machen. Anschließend lackiert man mit der Airbrush die eigentliche Farbe. dieses sollte dann so geschehen, dass die vorher aufgebrachte dunkle Abtönung noch durch die eigentliche Anstrichfarbe durchschimmert und diese somit abtönt. Hát man ein sehr dunkles plastik, so würde es Sinn machen zunächst heller zu grundieren und dann das preshading aufzubringen, da sich dann bessere Kontraste ergeben.

    Um nochmal die korrekte Beschreibung von Silverneck aufzugreifen: diese Technik betont auch die Gravuren und wird wie schon gesagt meist nach Abschluß der Lackierung angewendet.
     
  5. #4 matho95, 07.08.2010
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    Das heißt das Preshading bezieht sich dann nich nur auf Gravuren, sondern auch auf ganze "Bereiche", wie z.B. ganze Klappen oder so ??
    Und die Gravuren so mit der verdünnten Farbe voll laufen lassen erst nach der Lackierung. Muss man das was überläuft dann so in Flugrichtung verschmieren?? Muss man das dann erst trocknen lassen und dann so verschmieren, oder gleich nach dem Auftragen damit beginnen ??


    MfG Matze
     
  6. tellus

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    Das hat aber den unschönen Effekt, das man den dickeren Farbauftrag durch das Pinseln nach dem airbrushen der Tarnfarben sieht. An den Übergängen zu den Stellen ohne preshading sieht das dann nicht sehr gut aus (Hab den Fehler auch schon gemacht).

    @matho95

    Beim preshading werden eigentlich die Gravuren nachgezogen, die Farbe darf und soll sogar, nicht nur in die Gravur hinein, sondern auch über die Gravur hinaus aufgetragen werden. Also am besten mit der Airbrush den Gravuren entlangfahren. Der von den Gravuren eingeschlossene Bereich soll dann zur Mitte hin immer heller bleiben.

    Der Effekt nach der Anschließenden Lackierung in der Haupt/Tarnfarbe soll dann sein, das diese an den Gravuren entlang dunkler erscheint und in den Flächen heller bleibt, dies aber nicht abrupt sondern in sanften Übergang.

    Der ganze Aufwand soll dazu dienen um dem Modell ein wenig mehr Leben einzuhauchen anstatt eine einheitlich aussehende Modelloberfläche zu bekommen. Auch Verschmutzungen die sich am Original in den Vertiefungen sammeln lassen sich damit gut simulieren.

    Man muß aber aufpassen, das die eigentliche Haupt/Tarnfarbe anschließend nicht so (zu) dick aufgetragen wird, das das preshading dadurch wieder überlackiert wird. Es soll noch ein wenig durchschimmern.

    Das washing selbst läßt man, wie schon beschrieben, mit einem feinen Pinsel in die Gravuren laufen. Wann man das wegwischt, kommt auf das benutzte Material an. In der Regel läßt man die Farbe kurz antrocknen, damit sie nicht gleich wieder aus der Gravur gewischt wird.

    Aber in Flugrichtung (also für mich nach vorne) wischen ist m.E. falsch, es müßte nach hinten gewischt werden. Das ist beim Autofahren im Regen auch nicht anders. Durch den Fahrtwind werden die Regentropfen nach hinten geweht und ziehen dort ihre Spuren (bei einem sehr schmutzigen Auto :D ).

    Ich hoffe ich habe nirgends geistigen Dünnpfiff verzapft, wenn doch korrigiert mich bitte.
     
  7. #6 Wolfgang Henrich, 07.08.2010
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    Wenn man es kann und es richtig macht, dann nicht. Möglichkeiten sind z.B. lasierend oder als Alternative in einer Art Trockenmaltechnik. Geht beides einwandfrei.

    Hier mal ein klasse Beispiel für die Pinseltechnik:
    http://www.modellboard.net/index.php?topic=32674.0
     
  8. #7 Bitter Man, 07.08.2010
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    Hi,
    hier sieht man ein Beispiel für das preshading. Der Vorteil der Airbrush ist der weichere Verlauf.

    Da könnte man ja auch ohne Grundierung ein prebrighting :D vornehmen. Spart einen Arbeitsgang ;).

    Beim washing der Gravuren soll IMHO die Farbe eigentlich nur in der Gravur sein und nicht aufs ganze Modell geschmiert werden.

    Gruß BM
     
  9. #8 Wolfgang Henrich, 07.08.2010
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    Könnte man, hätte aber u.U. den Nachteil dass dann in dem Bereich wo es dunkel werden soll der Farbauftrag extrem dünn wird über dem Plastik. Und insbesondere Acrylfarbe haftet auf blankem Plastik in der Regel schlechter als auf einer Grundierung.
    Außerdem hat eine sehr dunkle Grundfarbe z.B. dunkelgrün oder gar schwarz den großen Nachteil dass sehr viel von der Leuchtkraft der eigentlichen Bemalung geschluckt wird.
     
  10. #9 matho95, 07.08.2010
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    Und wie grundiert ihr eure Modelle? Weil von Revell gibt es ja eine spezielle Grundiereung, oder kann man das auch mit einer ganz normalen Weiß machen ??
     
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    Hallo

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  12. #10 ayrtonsenna594, 07.08.2010
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    Am besten das Modell schonmal mit einem dem Endton relativ nah kommenden Ton "grundieren". So kann man den Endton dann sehr dünn und trotzdem deckend auftragen und damit die Wirkung des Preshadings besser dosieren.
     
  13. #11 Bitter Man, 07.08.2010
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    Richtig, wobei der gemeine Modellbauer fürs preshading trotzdem meist schwarz oder dunkles grau nimmt.
     
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