Gleitschirmflieger - Notlandung nach Drahtseil-Berührung

Diskutiere Gleitschirmflieger - Notlandung nach Drahtseil-Berührung im Flugunfälle und Flugunfallforschung Forum im Bereich Luftfahrzeuge allgemein; Fliegerei istden meisten Zeitgenossen ein Dorn im Auge. Eine Lobby hat die kleine Fliegerei (fast) nicht. Also ein Bereich in dem der eine oder...
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gero

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Fliegerei istden meisten Zeitgenossen ein Dorn im Auge. Eine Lobby hat die kleine Fliegerei (fast) nicht. Also ein Bereich in dem der eine oder andere wichtige Entscheidungsträger gut zeigen kann, was er doch für ein scharfer Hund ist. Laut Bundestagsdrucksache geht die Hauptgefahr bekanntlich von den Privatpiloten aus.
Also rechne ich damit, dass es in Bälde weitere Einschränkungen für meine Fliegerei geben wird. Es gibt noch einige (Modell)-Flugplätze die man zumachen kann. Die ZÜP hat sich als unwirksam erwiesen. Was nicht bedeutet dass man diesen Mist nicht (auf Meine Kosten) weiter ausdehnen könnte.
Genau das wird die Folge von dem Scheiss sein. Ein Flugtag in EDMJ? Kann man nur träumen.

gero
 
nuke

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Testpilot
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Das nächste Mal wird dann die QRA geschickt, die so lange um ihn kreist, bis er unten ist. Wie damals bei dem suizidalen Segelflieger über Frankfurt.
 
Captain Murdock

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Testpilot
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Ich will nicht wissen wie es ausgegangen wäre wenn einer der Zuschauer mit irgendwelchen Gliedmaßen in den noch laufenden Propeller gekommen wäre 🙈. Auch wenn die Sicherheitskräfte nicht viel machen konnten, übersehen konnte die Polizei dien Flug nicht. Jeden Polizisten in der weitreichenden Umgebung war klar das niemand in den Luftraum darf. Wurde so sicherlich auch in der dienstlichen Vorbesprechung erwähnt, umso peinlicher das es denen trotzdem gelungen ist "ohne Aufsehen" in den Luftraum gekommen zu sein.
Allerdings muss ich zugeben, es gibt auch die Möglichkeit dass der Gleitschirmpilot in unmitelbarer Nähe zum Stadion gestartet ist und sich nur sehr kurz im Luftraum befunden hat.
 
Spartacus

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Ungehorsam. Kriminell? Wenn das der Staatsanwalt so auslegen möchte. Ist ja Ansichts- und Defnitionssache.
Ziviler Ungehorsam gut und schön, das bewusste Inkaufnehmen von Bestrafung gut und schön. Aber die bewusste Gefährdung Unbeteiligter (Menschen und Dinge) ist aus meiner Sicht eine Überschreitung einer roten Linie.
Und ein "Unfall" ist in der Luftfahrt keine Kleinigkeit wie auf der Straße, wenn man mal vom Skateboard fällt.

Die Konsequenz könnte(!) sein, dass jetzt auch die UL- und andere "Leicht-"Piloten mit einer ZÜP-Pflicht versehen werden, was bis jetzt "nur" die Piloten von schwereren (als die UL Gewichtsgrenze) Motor getriebenen Luftfahrzeugen betrifft.
Die ZÜP ist zwar nicht in SERA oder anderen EASA-Regeln verankert, wird aber von den bundesdeutschen Behörden bisher "erfolgreich" durchgesetzt. Kostet Zeit, Geld und Bürokratie, und der Erfolgsnachweis ist meines Wissens trotzdem ausgeblieben.

Spartacus
 
Stovebolt

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Ungehorsam. Kriminell? Wenn das der Staatsanwalt so auslegen möchte. Ist ja Ansichts- und Defnitionssache.
Halten wir fest, du fandest die Aktion geil und versuchst diese hier nun zu verteidigen.
Ich fand sie kriminell und höchstgefährlich.
Es war Glück, dass der Unfall so glimpflich verlief, auch für völlig Unbeteiligte.
Stell dir vor deine Familie geht ins Stadion und würde getötet, weil so ein Spinner auf sie stürzt. Und komm jetzt nicht mit dem Argument das Leben ist gefährlich.
Es handelte sich hier um eine vermeidbare Gefahr.
Mit Protesten und Verboten macht man sich keine Freunde.
Wenn Greenpeace so überzeugt ist von der Zukunft des E-Antriebs, dann sollten sie besser Aktionen durchführen die die Leute davon überzeugen. E-Auto-Reichweitenwettbewerbe usw.
Aber darum geht es ja eigentlich auch garnicht. Es geht um die generelle Einschränkung des Individualverkehrs in jeder Form.
Gruß!
 
Stratified

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Selten dämlich Aktion. Da ist Greenpeace knapp am Mega-Gau vorbei geschrammt. Etwas tiefer und es hätte die leinen gekappt, etwas länger zusmmengeklappt und es direkt vor den Sprecherboxen ein Gemetzel gegeben. In dem Video sieht man ganz gut wie knapp das war.
 

klaus06

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Könnte es sein, dass dem der Strom ausgegangen ist?
 

78587?

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Wo ist eigentlich der Schutzkäfig um den Prop, und die abgerissenen Blattspitzen abgeblieben, wo ist das runter gekommen ?
.
 
lutz_manne

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Hmm, ich versuche die Aktion nicht zu verteidigen. Die Aktion hat ein gewisses abschätzbares Risiko gehabt. Unbestreitbar. So wie jemand der ein KFZ lenkt, er könnte auch Passanten über den Haufen fahren und töten (passiert jeden Tag). Ein Unfall ist passiert. Der wäre nicht passiert, wenn der Mann nicht morgens aus dem Bett aufgestanden wäre. So wie der KFZ Fahrer.
Die Aktionen wollen Aufmerksamkeit erregen. Klar, es geht i.d.R. auch um sehr wichtige die Allgemeinheit betreffende Themen (Ansichtssache, aber Egoisten sehen ja keine globalen Probleme).
Das hier nun ausufernd gleich geunkt wird: Oh, unsere geliebte Fliegerei wird jetzt noch mehr beschnitten.
Damit will ich nichts zu tun haben. Unkt doch gerne in einem extra Thread darüber. Kann man machen, jedem seine Freiheit. Hat aber mit der Sache hier nämlich gar nix zu tun.
Ich hoffe die verletzten Personen genesen wieder und es geht ihnen soweit gut.
 

xklausrichter1

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........ Aber die bewusste Gefährdung Unbeteiligter..........

Spartacus
Glaubst du doch selbst nicht!

Dieser Logik nach würde jeder der sich mit Gleitschirm, UL, Fahrzeug .... bewegt, ohne eine xx km Sperrzone um sich herum, eine bewusste Gefärdung anderer in Kauf nehmen.
Ich gehe doch mal davon aus, dass der Gleitschirmpilot seien Flug nach bestem Wissen geplant hat, wie jeder andere auch. Dass ihm der Blitzableiter in die Quere kommt und er deshalb fast abstürzt war ja mit Sicherheit nicht geplant.
 

orca30

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Glaubst du doch selbst nicht!

Dieser Logik nach würde jeder der sich mit Gleitschirm, UL, Fahrzeug .... bewegt, ohne eine xx km Sperrzone um sich herum, eine bewusste Gefärdung anderer in Kauf nehmen.
Ich gehe doch mal davon aus, dass der Gleitschirmpilot seien Flug nach bestem Wissen geplant hat, wie jeder andere auch. Dass ihm der Blitzableiter in die Quere kommt und er deshalb fast abstürzt war ja mit Sicherheit nicht geplant.

Bis auf die Flugverbotszone, die er ignoriert hat, die Blitzableiter, die er übersehen hat und die Kabel, die er ebenfalls ignoriert hat war die Flugplanung exakt und sehr gewissenhaft.
 
lutz_manne

lutz_manne

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Wir könnten ja mal bei Tatsachen und Fakten bleiben und Behauptungen oder den "Glauben" ausklammern.

Wird die BfU eigentlich den Unfall untersuchen?
 
gero

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Das hier nun ausufernd gleich geunkt wird: Oh, unsere geliebte Fliegerei wird jetzt noch mehr beschnitten.
Damit will ich nichts zu tun haben. Unkt doch gerne in einem extra Thread darüber. Kann man machen, jedem seine Freiheit. Hat aber mit der Sache hier nämlich gar nix zu tun.
Du kennst dieBehörden, die hier über die Fliegerei entscheiden? Unser Verein hat jahrzehntelang um unseren Modellflugplatz gekämpft. Der war schon da, da war an die Arena noch nicht zu denken. Wir dürfen jetzt nicht fliegen, wenn EM ist. Wie wird das weitergehen? Und wieviel von dem Ärger, der auf uns zukommt, nimmt uns Greenpeace ab?

Und nein, das ist sehr wohl On-Topic hier!

gero
 
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78587?

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Bis auf die Flugverbotszone, die er ignoriert hat, die Blitzableiter, die er übersehen hat und die Kabel, die er ebenfalls ignoriert hat war die Flugplanung exakt und sehr gewissenhaft.
Er muss aber auch "Hilfe" von dritten gehabt haben, er trug ein Headset und er muss mit dem Ball zwischen den Beinen auch irgendwie gestartet sein.
Was aber sicher nicht in der "Planung" einfloss, die Luftbewegungen über so einer Station-Öffnung, dass sehe ich als bewusstes Risiko.

.
 
ManfredB

ManfredB

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Nur zwei Beispiele von Zitaten
Ach, Greenpeace hält sich nie an Regeln um auf Probleme aufmerksam zu machen. Daher nennt man es ja Protest-Aktion. Ziviler Ungehorsam gehört nunmal dazu und das kann ich akzeptieren, solange keine Dritten gefährdet werden. Hier war es ein Unfall.
Darum macht es auch keinen Sinn für normale Menschen weitere Restriktionen einzuführen. Die sind ausreichend. Aber klar... Politiker müssen mal wieder unüberlegte Schnellschusshandlungen machen.
Das ist der Knackpunkt. Verbote sind sinnlos, wenn sie keiner durchsetzt.
@lutz_manne
also DEINE Argumente hier zu dem Vorfall, bei dem zwei Menschen zu Schaden kamen, sind für mich schon seltsam und beeinhalten auch einen gewissen Zynismus ...
.. klingt (fast) so, als wenn die Organisatoren/Verantwortlichen selbst schuld sind, wenn das Einhalten von Verboten nicht entsprechend durchgesetzet werden, hier bei einer EDR ggf. durch Luftraumsicherungsmassnahmen oder wie ?? ....
Und mit "Unkerei" haben die Kommentare der anderen User nichts gemein ... eher scheinst Du die Aktion von Greenpeace 'verharmlosen' zu wollen als "gewisses abschätzbares Risikio" ....
Deine Meinung zu gewissen Themen kann man ja auch im Thema 'Lufthansa' bestaunen ... ==> #2138 / ==> #2321
 
macfly

macfly

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Unfälle mit Luftsportgeräten werden nur untersucht, wenn es ein weitergehendes Interesse gibt
Richtig, und zwar das Interesse der allgemeinen Sicherheit der Luftfahrt. Da hier die Regeln der Luftfahrt (ED-R, Mindesthöhe) vorsätzlich ignoriert werden, wird die BFU kaum einen Grund sehen, was andere Piloten daraus nun lernen könnten.
Das ist ein Fall für Staatsanwaltschaft - die das hoffentlich genauer untersuchen und den Piloten dafür belangen wird.
 
ManfredB

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Richtig, und zwar das Interesse der allgemeinen Sicherheit der Luftfahrt. Da hier die Regeln der Luftfahrt (ED-R, Mindesthöhe) vorsätzlich ignoriert werden, wird die BFU kaum einen Grund sehen, was andere Piloten daraus nun lernen könnten.
Das ist ein Fall für Staatsanwaltschaft - die das hoffentlich genauer untersuchen und den Piloten dafür belangen wird.
Ich könnte mir vorstellen, daß sich neben der Staatsanwaltschaft auch die BfU mit dem Fall beschäftigen könnte:
==> Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung - Die BFU - Unfall
==> Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung - Aufgaben der BFU und dort ==> Gesetz über die Untersuchung von Unfällen und Störungen bei dem Betrieb von zivilen Luftfahrzeugen (FLUUG),
 
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