Grokhovsky's Transport-Kombi G-37 von AirKits im Diorama - in 72!

Diskutiere Grokhovsky's Transport-Kombi G-37 von AirKits im Diorama - in 72! im Dioramen Forum im Bereich ROLLOUTS - Die Bilder Eurer Flieger !; Der Wettbewerb 2025 nähert sich dem Ende, was mich aber nicht davon abhalten soll, die Grokhovsky G-37 ins Diorama zu setzen. Zur Geschichte und...
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Der Wettbewerb 2025 nähert sich dem Ende, was mich aber nicht davon abhalten soll, die Grokhovsky G-37 ins Diorama zu setzen. Zur Geschichte und zum Modell kann der Wissbegierige dort mal reinschauen - von da geht's übrigens auch zum Baubericht.
Wie immer mach ich mir zuerst eine Art Layout, dessen Abmessung in erster Linie vom Modell selbst bestimmt wird, aber auch von den Maßen meiner Transportboxen, die ja auch zur Aufbewahrung bei mir dienen, und in seinem Zuhause soll sich das Dio ja auch wohl fühlen.

Und wie stelle ich mir das Weitere so vor?
Die G-37 steht auf dem Flugfeld, schräg dahinter ist ein Hangar zu sehen. Die Pforte des unter der G-37 hängenden Containers ist offen. Trailer und Zugfahrzeug fahren vom Flugzeug weg. Pilot(en) und Passagiere sind auf dem Weg zu ihren Positionen. Das könnte doch für mehr Verständnis für dieses wenig orthodoxe Gerät führen!



Fangen wir mit dem Hangar an:
Eine recht dicker dreieckiger Boden soll auf der Grundplatte mit Dübeln positioniert werden - so kann der Hangar zum Transport abgenommen werden. Die "abgeschnittenen" Seiten werden aus Styrodur geschnitten. Auf der Längsseite des Bodens werden Tore verklebt: aus 0,5mm Sheet geschnittene Rahmen mit gravierten Luftungsschlitzen (Silhouette macht das!) im Bereich darunter, verglast mit Präsentationsfolie. Die Tore sind gestaffelt zum Verschieben, oben in U-Profilen geführt, die wiederum unter ein breiteres U-Profil geklebt sind: das wird der Dachsturz. Wegen des Materials und weil es so bequem ist benutze ich möglichst Uhu-POR.
Das wären also die Hauptteile. Also alles ganz einfach, wenn man nur die richtige Reihenfolge der Montage beachtet.



Für das Dach habe ich in dem Buch zum OKB Yakovlev eine interessante Vorlage gefunden - ein Tonnendach mit Giebel quer zum Tor. Damit kann der Hangar da in seiner Ecke ein wenig spannender werden, hoffe ich. Also erst mittig ein Formstück anbringen, dann ein Papierblatt an den Sturz heften und über das Formstück biegen: so kann mit dem Kurvenlinieal auf den Seiten die Kontuer für das Oberteil der "Abschnitts"wände gefunden werden. Ja, sieht schrill aus, ist aber supereinfach.



Das Grundteil kann also jetzt für das Dach fertig gemacht werden. Die Schräge per grobe Feile schafft die satte Dachauflage. Noch ist alles nur geheftet, denn...



...es muss ja noch die Innenausstattung rein! Also Dachauflagen abbauen, geeignete Foto eines Hangarinneren aus der Zeit (hier der Boeing Hangar) einstecken, und jetzt können die Dachauflagen fest verklebt werden. Bei der Gelegenheit wird das Foto oben auf Maß gestutzt.



Schaun wir mal in "Betrachterposition", wie das an Ort und Stelle denn so aussieht, bevor das Dach drauf ist - denn danach geht nichts mehr!



Kann man mal so trocknen lassen, denke ich.
 
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Bin ich also nicht der einzige, der trotz Verlängerung im Endspurt ordentlich ins Schwitzen kommt!
 
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Bin ich also nicht der einzige, der trotz Verlängerung im Endspurt ordentlich ins Schwitzen kommt!
Ein wenig Sport ist doch gesund! For the avoidance of doubt: das Dio ist kein WB-Inhalt!
 
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Dauerregen - also schnell das Dach drauf! Die grobe Form wird mit dem besagten Papier abgenommen. dabei auch gleich die Auflagequalität gecheckt. Glück gehört auch dazu: es passt alles. Dann kann aus Sheet (hier V-Groove 2060 von Evergreen) das Dach geschnitten werden. Das ganze kann dann über eine recht scharfe Tischkante gezogen werden, so wie unten im Bild. Der Klügere gibt nach, also das Sheet, und verformt sich. Hab ich beim Papiermodellbau gelernt, und funktioniert auch prima für Tragflächenhäute etc.
Jetzt kommen im Abstand von etwa 18mm Maskierbandstreifen von 0,5mm Breite parallel zu den "Grooves" drauf, da ich bei der Vorlage auch Bahnen aus Blech vermute.



Die Dachhaut wird lackiert, wozu ich auf den Primer einen anderen von AK für Ätzteile neble, so ein wenig unregelmäßig. Die Vorder- oder auch Unterkante wird jetzt am Sturz mit dem beliebten Cyano-Zeugs verklebt. Dann streiche ich die Auflagen und das Dach dort von unten mit Uhu-POR dünn ein, trinke einen Kaffee (Tee geht auch), und dann kann ich die Dachhaut drüber ziehen. Das sitzt sofort, bombenfest! Kann also auch sofort gealtert werden: Ein Schwämmchen hat dafür an Umbra in Öl, gwürzt mit einer Messerspitze Lasurrot genippt, und das färbt jetzt im Fast-Trocken-Verfahren die Kanten oder Stellen wo mir das auch gefällt.



Kurze Stellprobe:



Geht schon. Weiter geht es mit dem Vorfeld. Besagte Vorlage zeigt dort 6-eckige Betonplatten. Keine Ahnung, wie groß genau die sein sollen, also mal recherchiert: Viel Interessantes gefunden, Maße aber nicht, auch nicht in der Norm. Ein Bild mit einer Me 163 auf den Platten war in geeigneter Perspektive, um die Maße abzuleiten. Und siehe da, später habe ich auch einen Kit dafür gefunden und meine Maße sind nur 1mm größer. Das läßt sich ja mit der Silhouette prima zeichnen und auf grauer Pappe schneiden - aber eben nicht durchscheiden, bitte!



Stunden später, Tage danach sind die Platten dann gar und können mit Sprühkleber aufgebracht werden. Links der Platz für den Hangar, rechts vorn eben keine Platten.



Da soll sich die üppige russsische Natur mal austoben: Weißleim mit 30% Wasser und erdbrauner Akrylfarbe bildet soll das jetzt gesäte und doch schon halb vertrocknete Gras dort binden.



Darf jetzt trocknen, morgen geht's weiter...
 
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Soweit ist es gestern gegangen - bis zu einem Vorbildfoto, noch dazu in Farbe. Und der Erkenntnis, dass ich da etwas hätte besser machen sollen.



Wie immer ist die Farbe des Kartons nicht wirklich das, was ich will. Bei meinen bisherigen Flugfeldern mit rechteckigen Platten bedeutete das, die Plattenränder dunkler einzunebeln, die Mitte nachher aufzuhellen und die Stöße abzukleben und glänzend "fast-schwarz" mit der Airbrush zu lackieren. Klar, würde hier auch gehen, aber ist wegen der hexagonalen Form mit unendlich viel Arbeit verbunden. Was ich besser hätte machen können? Z.B. die Platten aus Sheet zu gravieren, dann wären zumindest die Stöße recht schnell fertig gewesen - sogar in Öl! Hätte hätte Fahradkette!
Mit dem Karton wäre aber eine Schablone möglich, deren Ränder man übernebeln könnte - also immer schön eine Reihe nach der anderen, immer um eine halbe Platte versetzt. Die Farbauswahl will aber besonders sorgfältig getroffen werden, denn sowas Aufwändiges will ich bitte nur einmal machen müssen!
Also bekommen die lagerhaltigen Kandidaten ein Casting:



Ich würde Mr. Aequous hobby 317 für das Abdunkeln der Ränder nehmen, 324 für das Aufhellen. Übrigens sind die Proben auf einer halben Schablone angebracht - die dann nach links gespiegelt wäre die komplette, wenn Ihr Euch das vorstellen könnt. Gibt also immer alleinstehende 6-Ecke in einer Reihe...
Bleibt noch die Frage, wie mit den Stößen umzugehen ist. Auch hier wird mal probiert mit
  • Panel liner - schwierig auf Karton, scheidet aus.
  • Bleistift 2H - ginge, engere Wahl.
  • AK Buntstift - geht "mit Spucke", aber zum Abdunkeln der Ränder eher nicht, weil immer gleiche Farbdichte. Und weicht den Karton auf!
  • Faber Pitt Artist Pen Brush - auch gute Wahl, aber im Gegensatz zum Bleistift sind Fehler nicht korregierbar. Nur für besondere Stellen.



Irgendwann war dann "gestern" rum und wie so oft kam nächtens noch eine andere Idee:
==>>> Pastellkreide!
Schnell probiert - sieht vielversprechend aus!
Durch das Schneiden sind die Ränder im Karton aufgestülpt - da bleibt die Farbe des mit der Längsseite flach drüber gezogenen Kreidestabs günstig hängen. Mit den Fingern kann jetzt die Abdunklung der Ränder erfolgen, Aufhellen ist nicht nötig. Wo doch, einfach mit dem Radiergummi arbeiten!



Mutig auf Ganze gehen heißt die Devise - und in 5 Minuten war das ganze Flugfeld fertig! Jetzt noch ein paar Teeflecken draufkleckern und Klarlack matt drübersprühen! Die besonders breiten Fugen bekommen eine Behandlung mit dem Pits pen und ein vorwitziges Grasfleckerl gibts auch noch.



Fehlt noch was? Ah ja, die Figuren...
Da habe ich Hernn Cremerius schon mal ein mail geschrieben...
 
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Bevor die Figuren kommen, gäbe es noch was zu tun. Wie man sieht, hat man auch bei den Soviets Arbeitssicherheit hoch gehalten: oder sollte nur der Lack geschont werden?



Es gab also eine Art Strickleiter, die auf die Fläche gelegt wurde, um deren Betreten rutschsicher zu machen. Am hinteren Ende scheint sie auch als echte Strickleiter gedient zu haben, denn die Hinterkante der Fläche war mehr als mannshoch über dem Boden. Also wird der Abstand auf einen Streifen gepinselt, die beiden Halteseile - hier ein 0,3 mmm Drahtseil - daneben fixiert im richtigen Abstand. In genau dem werden für die Tritte Abschnitte aus 01 x 1mm Profil, für die Sprossen aus 0,64 mm Rundstab abgelängt. Das Verkleben dieser Komponenten ist ein unbeschreibliches Vergnügen...



Da erst geheftet, dann geklebt wurde, sind an manchen Stellen noch Reste des liquid tapes, die ausgestochen werden müssen.
Auch der Einstieg in den Container ist nicht ohne Hilfsmittel möglich. Ich tippe hier auf eine Leiter mit Geländer, sonst wäre es zu akrobatisch. Zufällig liegt seit einem Vierteljahrhundert noch ein Nachrüstsatz für die Einstieghilfe einer F-106 hier rum - glücklicherweise sind 2 Leitern in dem Ätzteilfret, und eine muss jetzt dem Russen dienen.



Dazu wird sie auf das nötige Maß verkürzt. Der abgeschnittenen Rest sieht aber am Transportwagen recht lässig aus. Jetzt schauen wir mal, wie das alles zusammenpasst:



Jetzt können die Figuren aufmarschieren!
 
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Dann beginnen wir mal mit einer Erstbesteigung, und zwar der amputierten F-106 Leiter am Grokhovsky-Conttainer. Das geht, sportlich!



Das ist der erste der 10 Mannen, die sich freiwillig gemeldet haben für einen Versuchseinsatz im Container. Die übrigen stehen brav an - kein Wunder, nach mindestens 15 Jahren in der engen Preiser Schachtel 72516 wollen die jetzt endlich mal wieder was erleben!



Irgendwie müssen die Kameraden ja zu diesem Flugfeld gekommen sein! Da fällt mir eine andere Rarität ein, ein GAZ Kit, auf dessen Bauanleitung noch Komintern Models Co. steht. Der Bausatz enthält Teile für den 6x4 Pritschenwagen, aber auf der Rückseite der Schachtel sind Seitenansichten der etlicher Varianten des mit über 37.000 Stück in den Dreißigern gebauten Baureihe AAA. So auch ein Bus mit Tandem Hinterachse, für den es auch mal einen Bausatz gab - mit etlichen Gleichteilen zu diesem hier.



Ich bin so hin- und hergerissen, dass ich den einzigen Gußrahmen des Kits gar nicht erst fotografiert habe: Freunde, da sind Kleinstteile drauf, die aller 3D-Kunst wert sein könnten - liefere ich nach, versprochen!
Die Montageanleitung liest sich klar und deutlich, alles einfach - bis auf die Umsetzung. Die Teile passen großartig gut, aber man muss sich erst dran gewöhnen, dass Angüsse und kleinste "Fehler" eben erst abgetrennt werden dürfen, wenn das bei einer Trockmontage sich als notwendig erweist. Überhaupt die Montage: Schon das Bogie überrascht dadurch, dass die Achsen erst mit den Federn verklebt werden können, wenn der Federträger am Rahmen befestigt ist - besser aber gar nicht! Dazu muss aber die Getriebe-Gelenkwelle am Motor verschiebbar bleiben. Wer's baut, wird sehen, warum. Und die Gelenkwellen müssen im richtigen Winkel zueinander sein, damit die Gabeln ineinander greifen können. Fast irritiert es mich, das der Stern in der Mitte fehlt...



Auch die VA hat es in sich: mit dem Kühler in einem Stück passt sie nur gerade so in den Rahmen - aber die Höhe ergibt sich erst durch die Motorhaube, die ja noch nicht da ist. Allein der Dreieckslenker zum Schubgelenk ist als Spritzgussteil beachtlich: die Öse hat einen Di von 0,4mm, sauber gegossen.



Die größte Herausforderung ist das Handhaben der Teile - irgendwie möchte man ja das Hauptteil, also den Rahmen, stabil gelagert haben: geht nicht von oben, nicht von unten - nur seitlich. Dann kann man das Bogie mit den diversen losen Komponenten so positionieren, dass es verklebbar ist - und dann hoffentlich alles im richtigen Winkel zueinander.



Die VA und er Kühler sitzen übrigens hierüber zu hoch im Rahmen - das muss also wieder raus!
 
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Der Bus GAZ 05-193 War der "Crew-Bus der Soviets. Er nutzt das gleiche Fahrgestell wie die GAT AAA Pritsche in meinem Kit, aber die Kabine ist dort schmaler. Wie man am Foto hierunter sieht, ist beim Bus das Gestell für die Frontscheibe breiter als die Motorhaube, und die Türen schlagen hinten an die Seitenwände des Fahrgastraums an. Auch der Aufbau ist etwas höher, die Türen bis zu den Trittbrettern hinuntergezogen.



Die Teile aus dem Kit sind mal eine gute Basis, sie werden einfach verbreitert. Habs mal probiert: die Türen passen dann immer noch! Lediglich der Ausschnitt für die Frontscheibe muss noch unten begradigt werden.



Für den Boden des Fahrgastraums müssen die Radkästen berücksichtigt werden. Das geht besser mit montierten Rädern! Und bei den Rädern zeigt sich wieder die hohe Qualität dieses Bausatzes. Die gelochten Räder sind ohne Flash, die zentrale Bohrung absolut sauber, alles konzentrisch: das ist bei Kits von Flugzeugen leider keineswegs immer so! Erst mal schwarz hochglanz für die Felgen, dann maskieren zum Bemalen der Reifen.



Die Räder werden nicht einfach so auf die Achsstummel gesteckt: Der Kit sieht Buchsen vor, die innen in die Felge passen und darin eine Bohrung zur Aufnahme auf die Achsstummel. Oben kurze Buchsen für die Vorfderräder, darunter längere für die Doppelbereifung hinten, die so auch die Zentrierung der Felgen sicherstellen.



Hier prangen die Radsätze noch im "Neuzustand" - gealtert wird später.



Mit montierten Rädern lassen sich die Masse für Boden, Radkästen und Seitenteile feststellen. Zur Ausrichtung der Räder helfen Lego-Steine.



Jetzt kommt Arbeit auf die Silhouette zu, denke ich.
 
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Um den Aufbau anzupassen, hefte ich erst mal eine Bodenplatte drauf. Erst soll alles zur Anpassung aufgelgt werden, dann später als kompletter Aufbau verbaut und noch separat lackiert werden. Ich bin eben ein fauler Hund!



Die Seitenwände werden mit der Silhouette gezeichnet, wobei das Foto in Beitrag #9 hilft. Damit ich die Fummelei mit den Fenstern vermeide, schneide ich die aus "maskiertem" klarem Sheet.



Jetzt wird es Zeit, den Arbeitsplatz des Piloten anzudenken. Türen bietet ja der Kit, und zwar exzellente, mit Scharnieren und Türschnalle. Aber auch ein Armaturenbrett ist dabei, wenn auch ohne Details. Dafür passt es per Klick! Der riesige Bleistift zeigt auf ein weiteres sehenswertes Detail im Kit: den Außenspiegel!



So sah es möglicherweise drinnen aus - zumindest für das Fahrzeug mit Bild in #9 trifft das zu. Aber was die Museen manch mal so machen.
Den Türöffner spare ich mir, der war sicher keine Option für's Militär .



Egal, ich übernehme das Braun, alles andere wird hellgrau - so kann ich die klaren Außenwände auf der maskierten Seite grundieren und brauche nachher nur auf der anderen die braunen Felder zu malen. Vielleicht leiste ich mir noch die Fensterkurbeln?
Die Sitze sind sehr einfach, also nehme ich meine Standardteile dazu. Einen Fahrer hab ich auch noch gefunden - kommt von Mark Brown Models und glänzt in Weißmetall. So lassen sich die Beine so biegen, dass sie auf die Pedale passen.



Die Tür braucht eine Erhöhung: oben kommt später unters Dach eine 1mm Leiste, aber unten muss der Bereich über dem Trittblech zwischen A- und B-Säule verblendet werden. Die Begradigung der Unterkante des Frontfensters war ja vorher schon zu erkennen, hier sieht man das Neuteil noch nicht, aber die Lücke.

 
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Die hinteren Radkästen sind 0,5mm Sheet Streifen, passend verrundet und Stumpf unter die Seitenwände geklebt. Im Bereich der Türen ist jetzt eine Blende zwischen Fußboden und Trittbrett eingesetzt.



Der Boden ist ja für die Hinterräder ausgeschnitten - so weit ragen die Radkästen in den Fahrgastbereich. Innen muss noch eine senkrechte Abdeckung eingesetzt werden. Der äußere Überstand muss noch gekürzt und zur Senkrechten verrundet werden - dazu müssen erst wieder die Räder dran sein, muss also noch warten.



Sitze sind auch noch nötig: aus der Originalvorlage glaube ich, Zweierbänke zu erkennen. War ganz schön kuschelig und der Durchgang mit 30cm gerade noch machbar für hagere Personen. Die Bänke bekommen ein Podest, dass die Montage auch im Bereich der Radkästen ermöglicht: dafür sind die Podeste zur Fahrzeugmitte versetzt angebaut.
Aus dem Kit würde ich gern das Dach und die Rückwand verwenden - da sind allerdings ein paar Größenkorrekturen notwendig. Und spachteln, schleifen, spachteln, schleifen - eben alles was uns im Training hält! Weil die Türen nun einem größeren Winkel zum Frontblech haben, sieht das Dach noch etwas "geschwungen" aus. Das läßt sich mit Einsätzen, Spachtel und gutem Willen korrigieren.



Den Fahrer hatten wir ja schon ausgesucht, jetzt ist er in Uniform - Fliegertruppe, Stab, sagt das Netz. Das mit den Goldknöpfen hat eher nicht so hingehauen, aber wird ebensowenig wie der arme Kerl selbst wirklich sichtbar sein, wenn erst das Dach drauf ist.



Jetzt ist der Vorderbau wenigstens komplett: Lackierung vollständig, Fenster eingesetzt, Fahrer hat die Hand am Lenkrad und die Türen sind eingeklebt.
Ein paar Kleinteile fehlen noch, aber die Verschlüsse auf dem Tank (vor der Windschutzscheibe, quasi über den Beinen des Fahrers) und Kühler sind montiert - Teile aus dem Kit! Und das vordere Dachteil und die Rückwand sehen jetzt auch schon brauchbar aus, denek ich.

 
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Ich wusste schon, warum ich Dich und Deinen Bastelbereich als Plastikmodellbau-Schlosserei eingestuft und kategorisiert habe. Der Crew-Bus auf Basis eines GAZ-AAA ist ein weiterer Beweis dafür! Ich habe erst einen GAZ von PST in einer sowjetischen Flakversion gebaut und dabei ganz schön oft die Bauanleitung "studiert!" 😉
 
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Ja, @Hangar-Hamster ,
ohne die einfache und einfach richtig gute Bauanleitung findet auch der geübte Modellbauer hier manchmal den richtigen Weg nicht - vor allem, weil auch viele Teile im Spritzguß-Rahmen angeboten werden, die in der angestrebten Variante nicht gebraucht werden. Bei einem Umbau wie hier findet sich da aber eben auch Hilfreiches in den "unbrauchbaren" Teilen.
Der Aufbau ist jetzt montiert und die Sitze montiert. Ganz schön eng - hinter dem Fahrersitz auch zu eng! Egal, bleibt so. Muss der Gute eben vorrutschen, wenn alle an Bord wollen. Aber dafür sieht man hier den mit Gunze Mr. Dissolved Putty "verzinnten" Anschluß des Kotflügels in das Seitenteil.



Die Kotflügel brauchen ja noch den nach unten gebördelten Rand. Das Börteln mit Plastik ist mir noch nicht gelungen, aber es geht auch anders:
Ein 1mm 4kantstab wird unter den Rand des Kotfügels geklebt.



Diese Profile lassen sich - über eine Kante gezogen - mühelos in erstaunlich enge Radien einpassen, sind regelrecht elastisch!



Wenn der Kleber abgebunden hat, läßt sich mit einem geeigneten Schleifstab die Rundung herstellen.
Was noch fehlt, ist Dach und Rückwand. Die Anteile aus dem Kit bekommen jetzt noch ein verbindendes Dach aus 1mm Sheet, am Rand eine 1,5 mm breite 0,5 mm dicke Leiste angeklebt, als Fortsetzung des Überstands des vorderen Dachteils. Damit zentriert sich das Dach auf den Seitenteilen. Die Rückwand wird angeklebt -



Jetzt erst mal prüfen, wie das alles so passt:



Ok, spachteln, schleifen... lackieren - Fenster einbauen und montieren!
 
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Die Feinheit des Kits wird hier deutlich: Leuchtenträger mit dem Aufsatz für das Horn.



Den zu montieren macht schon mal Freude! Glücklicherweise ist die Öffnung vorn eingegossen.



Schauen wir zum Vergleich mal auf das Original:

OK, die Kabel fehlen im Kit....

Das Ganze läßt sich dann auch noch problemlos montieren - isrt ja alle Plastik, kein Superkleber nötig!



Ich habe zwar keine Bilder gefunden, aber ich gehe mal davon aus, dass außer der (einzelnen!) Rückleuchte links auch ein Nummernschild auf einem Halter dort am Heck war. Zumindest das Lämple kommt dran, auch wenn es keine 2-Kammerleuchte ist.



Dreckig ist der GAZ auch schon geworden, aber wenigsten ist er komplett.



Damit haben wir fast alle Teile für das Diorama zusammen. Was noch fehlt, das sind die Piloten. Lieferzeit soll 2 bis 4 Wochen sein - bitte warten!
 
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Da spürt man den Hauch der Dreißiger Jahre. :TD:
 
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So sollte es auch wirken, bin froh, dass Du das auch so empfindest!

Gerade eben sind die Figuren von Germania angekommen - am frühesten Datum der angekündigten Lieferzeit! Bevor ich daran rummale, kann ich ja mal ein paar Bilder schicken, in denen die noch fehlenden Piloten weniger auffallen.

So würde das Dio ein Besucher bei einer Ausstellung im Vorübergehen sehen:



Oder, so er sich das näher anschauen will, auch so:



Die skurrile Form der G-37 samt Container kommt von der Seite her besonders auffällig rüber. Die GSE Komponenten fallen da kaum auf.



So viele Figuren, nur die Gesichter und Stiefelm mit dem Pinsel angemalt, der Rest gespritzt! Das geht, dank der großartigen Formkunst von Preiser - und die Menge macht's!



Man kann sogar näher rangehen, dann auch den Einstieg und die wenig heimelige Enge des Containers erahnen.



Ein wenig mehr GSE ist für manche auch interessant. Obwohl man da eher großzügig veranlagt sein sollte. Dass die Passagiere alle etwas linkslastig sind, mag am Gleichschritt liegen... oder daran, dass man so mehr sieht von dem, was man da besteigen soll.



Piloten? Braucht man auf diesen Bildern welche?
 
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Die Soldaten scheinen alle nach links geneigt zu sein?! "Sto Gram" gegen die Flugangst?:squint:
 
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Die Soldaten scheinen alle nach links geneigt zu sein?! "Sto Gram" gegen die Flugangst?:squint:
Auch möglich - übrigens: was bedeutet Sto Gram? Eine neue Einheit gegen FA? Oder sind doch Gramm gemeint?

Da ich die Piloten erst heute kennengelernt habe, kann ich nicht sagen, wie sie die Flugangst beeinflussen werden. Aus dieser Perspektive scheint der Linksdrang der Paxe jedenfalls schon geringer.



Hier kann man allerdings auch sehen, dass die Piloten im Gegensatz zu den Passagieren Fallschirme tragen. Mir will scheinen, dass im Container für 10 Mann und Fallschirme eher nicht genügend Platz wäre. Abspringen - ja; wie können wir uns das vorstellen? Der Bug des Containers ist die einzige Öffnung, solange der unter dem Flieger hängt. Den Bug im Flug zur Seite öffnen ist auch keine Option. Mann kann das Fenster darin nach innen öffnen - und so ist es auch angeschlagen. Dann könnten die Damen oder Herren dadurch nach draußen - in den Gegenwind. Meine Erfahrung mit Fallschirmspringen unter solchen Umständen ist nicht existent - weiß wer von Euch mehr dazu?
Was ich aber gelesen habe: Der Container hatte einen Fallschirm von 40m Durchmesser, konnte - und sollte! - am Zielort komplett abgeworfen werden, samt Inhalt. Also - wer braucht da noch einen privaten Fallschirm? Jetzt aber einsteigen, bitte!!!




Der Aufwand für diesen Einsatz scheint nicht nur mir doch etwas hoch zu sein, denn die G-37 ging ja trotz exzellenter fliegerischer Beurteilung nicht in Serie, ebensowenig gab es eine ähnliche Entwicklung. Schließlich kann man die Fracht oder eben Passagiere ja auch mit standardisierten Fliegern ans Ziel bringen - nötigenfalls auch mit Fallschirm. Und der Vorteil der Verfügbarkeit des Flugzeugs - geringere Ladezeit? Kein Umbau für Frachtwechsel? - erschließt sich mir nicht.



Wie sagt der Historiker: vielleicht unnütz, aber es ist interessant! Das gilt erst recht im Modellbau, zumindest für mich.



Darum noch mal der Blick von oben!



Und zum guten Schluß bitte noch mal auf die Knie, damit wir den Moment vor dem ersten Erprobungsflug der G-37 mit Passagieren im Container nochmal genießen können. Schauriger als jeder Krimi...



Danke für's Mitmachen und Reinschauen - wäre ja nicht nur für den 2025er WB Transport, sondern auch für den 2026er Prototyp passend gewesen. Aber an Letzteren mangelt es nicht in meinem Lager - und alle in 72. Und ich kann mich immer so schwer entscheiden...
 
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übrigens: was bedeutet Sto Gram? Eine neue Einheit gegen FA? Oder sind doch Gramm gemeint?
... Aber an Letzteren mangelt es nicht in meinem Lager - und alle in 72. Und ich kann mich immer so schwer entscheiden...
sto = сто russisch für einhundert ... Gramm = "kleiner" Wodka unter dem fängt ein Russe nicht an
 
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Meine Frage ist, weshalb der Container nicht in Längsrichtung 180° gedreht untergehangen wurde, ggfs mit geteiltem Ende à la Nora. Auch das Besteigen braucht keine Leiter und mit etwas Witz können so auch Fallschirmspringer raus. Naja, und für die Notlandung am 40m Schirrm hätte ich etwas mehr "sto gramm" gebraucht - damals aus der Trall ging's ganz ohne - obwohl in den 80ern im Bayrischen noch die Halbe Weizen zum Mittagessen sogar in Altenstadt noch ging. :w00t: :papierflieger:
 
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