Große Flugangst - Was kann man dagegen machen?

Diskutiere Große Flugangst - Was kann man dagegen machen? im Verkehrsflugzeuge Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Du kennst beide Möglichkeiten: entweder man lernt damit umzugehen (und lässt sich eventuell professionell mit Seminaren etc. helfen) oder man...
Intrepid

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Du kennst beide Möglichkeiten: entweder man lernt damit umzugehen (und lässt sich eventuell professionell mit Seminaren etc. helfen) oder man fährt mit Schiff und Bahn.

Wenn Du Dich für Schiff und Bahn entscheidest, würde ich es mir dabei aber gut gehen lassen und das nicht als eine Art von Strafe empfinden.
 
Del Sönkos

Del Sönkos

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Schrecklich was heute in Pakistan passiert ist.

Das überall Gefahr lauert bin ich mir bewusst. Aber im Flugzeug kannst du einfach nichts tun. Geht das Schiff unter, kann ich zur Not noch schwimmen und habe eine Überlebenschance. Kann man das irgendwie nachvollziehen? :huh:
Natürlich kann ich das nachvollziehen und es ist ja auch höchst menschlich und alles andere wäre unnatürlich. Ich selbst liebe Flugzeuge, aber wenn ich manchmal hinten zusammengedrängt sitze, fühle ich mich auch unwohl - das gilt für einen großen Airbus und eine kleine Cessna. Ich schaue dann immer, wo die Notausgänge sind und prüfe, ob ich wirklich eine Schwimmweste habe.
So ganz hilflos bist du nämlich nicht: Indem ich die Notverfahren gedanklich durchspiele, bin ich wieder in der "aktiven Rolle". Mit hilft hier natürlich das Wissen um die Zulassung von Flugzeuge und deren fliegerische Handhabung.

Ich kann dich nochmals nur ermuntern, dies mit Profis zu klären. Vielleicht ist die Flugangst "nur" die Spitze des Eisbergs - alles ist zu lösen, wenn du es angehst :thumbup:
 
lutz_manne

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Angst ist doch ein Urinstinkt der das Leben beschützen soll. Also er gibt Dir Schutz. In der Regel hat man ja Angst vor Dingen die man nicht kennt oder nicht versteht. Schlau gesagt: Anwenden und dadurch lernen das es nicht schlimm ist. Ob das der richtige Weg bei allen Menschen ist, wird nur ein Psychologe sagen können.
Früher hat man Nichtschwimmer-Kinder kontrolliert ins tatsächliche kalte Wasser geworfen. Danach konnten die meisten Schwimmen und es kommt der Aha-Effekt und das Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten wird gestärkt. Das muss aber nicht bei allen helfen. Meine Tochter wollte nie Fahrrad fahren, bis ich sie förmlich durch Drill zu ihrem Glück gezwungen habe. Ab dem Tag an wollte sie nicht mehr runter vom Fahrrad, weil es so schön ist.

Da fällt mir noch ein:
„Du musst deine Angst überwinden“, sagte der gute Onkel Heinrich. „Sei einfach nicht mehr ängstlich.“
 

IberiaMD-87

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Geht das Schiff unter, kann ich zur Not noch schwimmen und habe eine Überlebenschance. Kann man das irgendwie nachvollziehen? :huh:
Mein Vater war "Kapitän auf großer Fahrt" und schon als Kind wurde mit klar gemacht, dass meine Überlebenschancen sehr überschaubar sind. Da nutzt auch mein Freischwimmer wenig. Es ist ein Trugschluss, dass die Überlebenschance signifikant höher ist, gerade auf hoher See.

Und falls Du eine Flugreise umsetzt, sage bitte dem Kabinenpersonal Bescheid. Es ist ganz praktisch dies zu wissen, in leichten Fällen regelt eine Einladung in der Gallery mit Kaffee und Beantwortung von Fragen vieles.
 

jackrabbit

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@IberiaMD-87

Wollte sie das jetzt hören (wenn sie schon mit Bus/Schiff fährt statt zu fliegen)? :rolleyes1:

Grüsse
 

Philipus II

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Dass man bei Flugzeugunglücken als Passagier völlig machtlos ist stimmt so zumindest statistisch nicht. Schon einfache Maßnahmen wie Erhalt grundlegender Fitness und des Normalgewichts, festes Schuhwerk (ohne Absatz), Sitzwahl in der Nähe eines Ausgangs, aktives Zuhören und -schauen bei der Sicherheitsvorführung, Orientierung an Bord, ordentlich sitzen und anschnallen, Verzicht auf übermässigen Alkoholkonsum/Schlaftabletten etc. helfen, die eigenen Überlebschancen an Bord im Falle eines Unglücks signifikant zu steigern. Bei der Mehrzahl der schweren Unfälle gibt es Überlebende und mit etwas Motivation lassen sich die Chancen dazugehören signifikant steigern. Auch bei der Auswahl der Airlines lässt sich das statistische Risiko enorm reduzieren. Ich denke aber nicht dass derartige Informationen hier wirklich weiter helfen - deutliche Flugangst ist einFall für Profis.
 

HB-IDF

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Zu diesem Ohnmachtsgefühl ("ich kann nichts tun") - ich empfinde es auch so wie der Vorredner, dass das Eingequetscht-sein solche Gedanken mitunter verstärken kann. Überlebbar können Flugzwischenfälle bei glücklicheren Verläufen dennoch sein, es gab ja auch noch in jüngerer Zeit eine Reihe von Beispielen.
Andererseits ist auch die Vorstellung, in Landfahrzeugen und auf dem Schiff mehr Handlungsmöglichkeiten zu haben, manchmal etwas irreal - die wirklich schlimmen Katastrophen kamen da mitunter auch aus heiterem Himmel, und ließen den Betroffenen wenig Chance zur Selbstrettung (Eschede, Bad Aibling, Estonia,...). Auf einem stark schwankenden Schiff im Nordatlantik-Sturm hätte ich wahrscheinlich am meisten Angst,

Im Zug ist mir übrigens auch manchmal etwas unwohl, wenn bei Signalstörungen auf das Gegengleis stark befahrener Strecken ausgewichen wird, da dann m.W. diverse Sicherheitsautomatiken manuell übersteuert werden. Die Vermeidung einer katastrophalen Zugkollision kann dann wirklich von der Aufmerksamkeit eine/r einzigen, weit entfernten Mitarbeiter/in abhängen. Das Wissen, dass in dieser Situation schon schwere Unfälle passiert sind, kommt einem in dem Moment schon zum Bewusstsein, auch wenn es keine körperlich spürbare Phobie auslöst.
 

innwolf

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Mein Vater war "Kapitän auf großer Fahrt" und schon als Kind wurde mit klar gemacht, dass meine Überlebenschancen sehr überschaubar sind. Da nutzt auch mein Freischwimmer wenig. Es ist ein Trugschluss, dass die Überlebenschance signifikant höher ist, gerade auf hoher See.

Und falls Du eine Flugreise umsetzt, sage bitte dem Kabinenpersonal Bescheid. Es ist ganz praktisch dies zu wissen, in leichten Fällen regelt eine Einladung in der Gallery mit Kaffee und Beantwortung von Fragen vieles.
Etwas Humor,
Schiff Kesselexplosion, Rettungsboote zerfetzt, aber warme Tropen irgendwo im Mittelatlantik. Schwimmen 5 Passagiere und ein Matrose. Frage wieweit ist fester Boden?
Der Matrose: 1500km nach Ost und West aber nur 4km nach unten....
 
lutz_manne

lutz_manne

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Im Zug ist mir übrigens auch manchmal etwas unwohl, wenn bei Signalstörungen auf das Gegengleis stark befahrener Strecken ausgewichen wird, da dann m.W. diverse Sicherheitsautomatiken manuell übersteuert werden. Die Vermeidung einer katastrophalen Zugkollision kann dann wirklich von der Aufmerksamkeit eine/r einzigen, weit entfernten Mitarbeiter/in abhängen.
Da wird im Normalfall nichts "übersteuert". Die Fahrstraßen sind immer gesichert. Kritisch wird es erst, wenn z.B. durch Bauarbeiten gesonderte Bedingungen vorherrschen oder sich Mitarbeiter nicht an Regeln und Vorschriften halten. Und dagegen ist kein Kraut gewachsen. Bahnbetrieb ist neben dem Fliegen mit das sicherste Verkehrsmittel.
 

HB-IDF

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Da wird im Normalfall nichts "übersteuert". Die Fahrstraßen sind immer gesichert.
Ist das auch so, wenn bei Signalstörungen manuell ein Ersatzsignal für die Fahrt über das Gegengleis gegeben wird? Ich erinnere mich an einen Podcast (Omega Tau) zu dem Thema, der mir zu denken gab. Leider habe ich die Details nicht mehr parat. Sinngemäß wurde der Grundsatz beschrieben "im Störungsfall kann man Automatiken außer Kraft setzen, aber dann muss eine zuständige Person die volle Verantwortung übernehmen und ihre Entscheidung dokumentieren." Dies galt als ausreichendes Sicherheitsniveau. Und es wurde in dem Podcast auch als Unterschied zur Sicherheitskultur der Luftfahrt beschrieben, die stärker auf mehrfache (technische) Redundanz setzt.

Dass insgesamt bei uns in Westeuropa bei allen professionell betriebenen Transportmitteln die Unfallgefahr um Größenordnungen kleiner ist als bei Fahrrad und Privatauto, will ich nicht in Frage stellen. Und ob man jetzt konkret Angst verspürt oder nicht, hängt ja von vielfältigen subjektiven Faktoren ab. Um zum Thema zurückzukehren: Man kann ja auch mit dem Auto und der Fähre von Deutschland nach PMI reisen, aber es wäre definitiv gefährlicher als die Reise per Bahn oder Flug.
 

jackrabbit

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Hallo,

Alles andere wäre gelogen und ist nicht sachdienlich. :smile1:
inhaltlich hast Du damit natürlich Recht, aber die Aussage ist nicht tröstlich
(wahrscheinlich bist Du aus einem technischen Beruf oder Ing. wie ich)


Da wird im Normalfall nichts "übersteuert". Die Fahrstraßen sind immer gesichert. Kritisch wird es erst, wenn z.B. durch Bauarbeiten gesonderte Bedingungen vorherrschen oder sich Mitarbeiter nicht an Regeln und Vorschriften halten. Und dagegen ist kein Kraut gewachsen.
Warum schreibst Du dann, dass Fahrstrassen immer gesichert sind?
Du widerlegst es ja im nächsten Satz. :wink2:
Es gibt zum einen auch Formen des Eisenbahnbetriebs ohne technisch gesicherte Fahrstrassen und zum anderen zurzeit im Streckenbereich der DB so viele Baustellen wie nie zuvor.

Grüsse
 

jackrabbit

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Hallo,

Ist das auch so, wenn bei Signalstörungen manuell ein Ersatzsignal für die Fahrt über das Gegengleis gegeben wird?
mit “manuell“ sagst Du schon aus, dass eine technische Sicherung außer Kraft gesetzt wäre.

Die Betriebsleitzentrale/ der Fahrdienstleiter kann eine neue Fahrstraße stellen, die wäre dann auch technisch gesichert.
Bei Signalstörungen kann aber auch ein Fahrauftrag zur Fahrt z.B. über Bahnübergänge mit Fehlfunktion gegeben werden, früher musste dies schriftlich geschehen, heute wird es entsprechend anders dokumentiert.
Aber das ohne Halt mit 120 km/h oder so durchgefahren wird, ist nicht der Fall.

Es gibt aber auch Strecken (meist von Nebenbahnen, ggf. eingleisig ...) bei den der Betrieb nur über Fahrdienstleiter abgewickelt wird. Diese haben dann eine technische Unterstützung z.B. zur Gleisfreimeldung.
Wäre aber echt viel zu schreiben und sprengt das Thema/ das Forum.:wink2:

Grüsse
 

arneh

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Siegen
Auch bei der Auswahl der Airlines lässt sich das statistische Risiko enorm reduzieren.
Hier haben wir eine ganz wichtige Information!
Das ist mit Abstand der längste Hebel, den man in Sachen Flugsicherheit selber in der Hand hat. Wer z.B. mit LH, BA oder einer der großen amerikanischen Airlines fliegt, kann sich faktisch 100% sicher sein, dass ihm nix passieren wird.
Seit 2001 ist z.B. in den USA kein Airliner mehr abgestürzt. Und das bei täglich >10.000 Linienflügen.
Chance 1:70Mio. Und selbst dabei kommen dann nicht zwangsläufig alle um. Da müsste man schon saumäßig kreativ bei der Wahl seiner Todesursache sein, um eine ähnlich exotische zu finden... ;-).
Blitzschlag reicht da nicht. Das ist viel zu 'Main Stream'.
 
Intrepid

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Wer z.B. mit LH, BA oder einer der großen amerikanischen Airlines fliegt, kann sich faktisch 100% sicher sein, dass ihm nix passieren wird.
Leider hat man es wegen Wetlease und anderen Möglichkeiten nicht mehr in der Hand, mit welcher Fluggesellschaft man fliegt. Bleibt als zweites Kriterium, von möglichst großen Flughäfen aus zu fliegen. Damit reduziert man noch einmal die Chance, bei einer kleinen Fluggesellschaft einsteigen zu müssen.
 
Emmielein

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Das verstehe ich nicht so ganz, was ich aber selbst praktiziere... Als ich zum Beispiel einen Pauschalurlaub in Türkei buchen wollte, habe ich explizit auf die Airlines für den Hinflug und Rückflug geachtet, kam bei einer Route z. B. Sun Express vor, habe ich das Angebot direkt wieder geschlossen, aber warum? Eine Lufthansa kann doch genauso einen unentdeckten Fehler an der Maschine haben wie Sun Express... oder wo liegt der Denkfehler? ^^
 
Reach606

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Ich glaube nicht, dass Hinweise auf Eisenbahnen, Schiffe, Trittleitern und Statistiken hilfreich sind, wenn jemand Flugangst hat und fragt, was man dagegen tun kann. Wahrscheinlich gibt es aber keine universelle Antwort, weil Flugangst bei jedem etwas anderes bedeutet. Wenn's richtig schlimm ist, waere zumindest ein Seminar oder eine andere professionelle Begleitung sicher schon mal ein richtiger Ansatz.

Aus eigener Erfahrung kann ich auch noch etwas beisteuern, obwohl ich weder Pilot noch Psychologe bin. Nur flugbegeistert ohne Flugangst. In meinem naeheren Umfeld gab es auch jemanden mit relativ grosser Flugangst. Und die ist fast komplett mit Reden und Erklaeren weggegangen. Gut, das setzt voraus, dass man zu zweit fliegt, aber ganz allein in der rumpelnden Dose bewirkt wohl immer das Gegenteil. Ich habe z. B. meinem Gegenueber auf allen Fluegen immer wieder die Geraeusche und Bewegungen erklaert, wo die herkommen und was sie bedeuten. Irgend wann kann man daraus auch einen Dialog machen oder eine Frage-Antwort-Spiel. Dabei muss man gar nicht zum Flugzeugingenieur werden, man kann sich auch ueber Kochrezepte unterhalten. Hauptsache der Neuflieger gruebelt sich nicht seine Angst herbei, sondern konzentriert sich auf etwas Anderes und spricht mit einem.

Weiter oben steht, dass man mal herauskriegen muss, woeher die Angst tatsaechlich kommt. Das habe ich auch mit meinem "Schueler" gemacht und konkret gefragt, wenn das Zucken im Gesicht erschien. Da kam naemlich raus, dass es gar nicht die schoene lange Kurve vor der Landung ist, bei der die Baeume schon zum Greifen nah sind, sondern mehr das Poltern unterm Stuhl, wenn sich das Fahrwerk bewegt.

Uebrigens, in meinen Fall hat auch das "kleine Fluggeraet" als Training fuer den grossen Jet wunderbar geholfen. Konkret, fliegen mit dem Hubschrauber. Da reicht natuerlich ein Mal nicht aus, aber es hat ausgezeichnet funktioniert. Sobald das Ding auch nur 10 Zentimeter zu schweben begann, war die Flugangst bei ihm oder ihr komplett weg. Im Gegenteil, das hat immer einen Riesenspass bereitet und sicherlich auch geholfen, spaeter einen Interkontinentalflug im 380er zu ueberstehen. Wissenschaftlich begruenden kann ich das natuerlich nicht, aber ich wuerde mal darauf tippen, dass durch die grossen Fenster im Heli zumindest mal der klaustrophobische Effekt nachlaesst. Will sagen, wenn ich sehe wo es lang geht, ist es vielleicht etwas leichter. Ganz abgesehen davon, dass man in der Kiste allein ist und es sich bequem machen kann.
 

innwolf

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Im Zug ist mir übrigens auch manchmal etwas unwohl, wenn bei Signalstörungen auf das Gegengleis stark befahrener Strecken ausgewichen wird, da dann m.W. diverse Sicherheitsautomatiken manuell übersteuert werden. Die Vermeidung einer katastrophalen Zugkollision kann dann wirklich von der Aufmerksamkeit eine/r einzigen, weit entfernten Mitarbeiter/in abhängen.
Nicht nur bei Signalstörungen, im Normalbetrieb auf eingleisigen Strecken mit Technik "Kraus-Stellwerk" von 1895, keine technische Gleisbelegmeldung an Begenungsbahnhöfen. Der Fahrdienstleiter kann Signale und Weichen für einen durchfahrenden Zug auf das belegte Gleis stellen, nur seine Fahrwegprüfung und ggf. manuell nach einzuhaltender Vorschrift anzulegende Sperre verhindert das. Z.B. Zwischen München-Ost und Burghausen, 1500t Chemie-Kesselzüge mit flüssisch, toxisch, ätzend, explosiv und brennbar und auf dem ( hoffentlichen richtigen ) Begegnungsgleis 2-mal 218-Lok und 9 Doppelstockwaggongs mit 1500 Personen und 120km/h...........
Stationen sind z.B. Weidenbach und Schwindegg.
Manchmal auch 3000t-Züge in Doppeltraktion mit 2-mal Class66 und 38 Kesselwagen...
 

Philipus II

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Statistisch sind große Airlines im Schnitt sicherer als kleine, weil sie Sicherheitsvorschriften ernster nehmen (müssen) und bessere Strukturen schaffen. Mit steigender Anzahl an Flügen steigt das Risiko, dass Sicherheitsmängel zeitnah in einem schweren Unfall enden, stark an. Extremfall: Würde eine Easyjet ihre Flüge wie La Mia planen würden sie jedes Jahr mehrere Flugzeuge verlieren. Sehr gut, natürlich in kleinerem Maßstab, sieht man das, wenn Airlines aus Staaten mit mäßigen Instituationen schnell wachsen. Lion Air hat bei nur 121 Flugzeuge in der Flotte seit 2002 immerhin 8 Totalverluste. Ein schweres Unglück alle 2-3 Jahre ist dann gewissermaßen "normal". Hinzu kommen kulturelle Unterschiede.
 
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