Grundierung der Luftwaffen Flugzeuge WW2

Diskutiere Grundierung der Luftwaffen Flugzeuge WW2 im Vom Original zum Modell Forum im Bereich Modellbau; Moin, Hat jemand eine Ahnung mit was für einem Farbton die Flugzeuge der Luftwaffe im WW2 grundiert waren? Die haben doch nicht die Farbe auf...

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  1. #1 maeckes, 22.10.2014
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    Moin,

    Hat jemand eine Ahnung mit was für einem Farbton die Flugzeuge der Luftwaffe im WW2 grundiert waren? Die haben doch nicht die Farbe auf das blanke Alu lackiert, oder?

    Die Panzer hatten eine Rostschutzfarbe. So etwas mußte es doch auch für die Flugzeuge gegeben haben??????????

    Gruß,
    Peter
     
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  3. #2 Freier Franke, 22.10.2014
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    Hallo,
    Ich empfehle das Buch "Oberfächenschutzverfahren und Anstrichstoffe der deutschen Luftfahrtindustrie und Luftwaffe 1935-1945" von Michael Ullmann,Weinbirnstr.17,88048 Friedrichshafen.
    Kann aber leider die ISBN Nummer nicht angeben da ich eine der ersten in Handarbeit (Spiralbindung in DIN-A4) erstellten Ausgaben habe.

    MfG: Manfred
     
  4. #3 maeckes, 22.10.2014
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    Hi Manfred,

    Danke für den Tipp. Aber ich werde mir wegen einer Farbe kein Buch kaufen. Steht in deinem Buch keine RAL oder RLM Nummer dafür? Das würde mir schon weiter helfen.

    Gruß,
    Peter
     
  5. #4 Friedarrr, 22.10.2014
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    Welcher Zeitraum?
     
  6. FREDO

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    Kaufen? Man darf sich Bücher sogar ausleihen, in der örtlichen Bibliothek oder über die Einrichtung der Fernleihe... dann darf man 4 (in Worten: vier !) lange Wochen darin rumlesen oder schmökern... :rolleyes:
     
  7. #6 maeckes, 22.10.2014
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  8. #7 maeckes, 22.10.2014
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    Hi Manfred,

    Ich möchte doch nur ein Flugzeug lackieren und keine Bücher darüber lesen. Ich lese doch hier genug. Ich möchte auch nicht der Flugzeugpapst werden und alles darüber wissen. Es reicht doch, wenn hier jemand ist der das wissen hat. Dafür ist doch ein Forum da, oder nicht?

    Gruß,
    Peter
     
  9. #8 Augsburg Eagle, 23.10.2014
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  10. #9 Hans Trauner, 23.10.2014
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    Aufwändige Lackketten gabs nur bei den Nitrolacken bis 1940 und bei Seeflugzeugen. Mit Einführung der Phenol-Alkyd-Lacke (uiuiuiu...da könnte man doch einfach Revell-Enamels...) wurde nicht mehr extra grundiert, kommt aber auf das Baumaterial und die Fertigungszeit an. Das ist die Faustregel.

    Ansonsten war für Grundierungen (egal jetzt worauf und weshalb) kein Farbton festgelegt. RLM 02 begann zwar sein Leben als Korrosionsschutz (hatte Alupigmente und Zinkchromat) , aber es gab etliche nicht farbtonfixierte Alternativen. Was man oft sieht, ist ein relativ helles erbsiges Grün, Originale zB an den BMW-Turbo-Motoren in der Flugwerft zu sehen. Letzthin hatte ich auch Ta-152-Teile in der Hand, die so grundiert waren - letztere sollten eigentlich gar nicht grundiert sein...:FFEEK:. Dieses Erbsgrün hatte auch eine L-Bezeichnung, findet man bei Merrick-Kiroff. Genormt aber war der Ton nicht.
    Bei Holz und bei Stoff gelten eh wieder andere "Grundierungen", bei Stoff ein roter Ocker, bei Holz alles mögliche, meist kaltgraue Töne, aber auch bei wenig gefüllerten Holzteilen klarlackähnliche Mattierungen.

    H
     
  11. #10 Friedarrr, 23.10.2014
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    Es kommt auf den genauen Zeitraum an und sogar die Produktionsstätte..., ansonsten schreibt man sich hier wohl eher einen Wolf und ein Buch wäre besser!
     
  12. #11 maeckes, 23.10.2014
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    Danke, meine Herren.

    Ich hätte nicht gedacht, dass es so umfangreich ist. Ich dachte das ist wie bei den Panzern. Rostschutz drauf und gut ist. Ich habe natürlich im Netz, bei Mr.Google gesucht und auch einiges gefunden. Ich habe was von Zinkchromaten und das eloxieren gelesen. Aber welche Farbe die Zinkchromate bei der Luftwaffe hatten, habe ich nicht genau heraus bekommen. Einige reden von Hochlasierendem gelb oder grün. Für den Innenbereich ein Zinkchromatgrün oder gelb. Das eloxieren wurde wohl Anfang der 40er Jahre bei der Massenproduktion aufgegeben, weil es zu lange dauerte und zu teuer war.

    Wenn jemand was genaues darüber weiß, immer her damit.

    Gruß,
    Peter
     
  13. #12 Hans Trauner, 23.10.2014
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    Peter, frag halt mal präziser. Welches Flugzeug und ungefähr wann und welche Aussenlackierung. Und um die Feuerzangenbowle zu zitieren..."dann machen wir euch schon was zurecht..."

    H.
     
  14. #13 Hans Trauner, 23.10.2014
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    Eloxieren, Zinkchromat als Farbe. Zwei paar Stiefel. Und ich muss wieder ein bissken allgemein bleiben.

    Eloxieren: Die Passivierungsschicht auf dem Alu ist ja eigentlich eloxiert, aber das willst du nicht wissen. "Richtig" eloxiert wurde nur bei Junkers (alles immer nur, soweit ich weiss. Und Junkers-Peter wird ggf in die Bresche springen, ich glaube, da ist eloxieren nicht der gaaanz richtige Ausdruck). Googel mal nach norwegischen Ju-88-Wracks oder auch durchaus bei Ju 87-Wracks noch erkennbar. Das war eine das Metall durchscheinend lassende gelblich, grünliche Schicht. Gabs nur bei Junkers, der Energieverbrauch dazu war hoch.

    http://home.online.no/~ru-hau6/references/ju88restoration_english.htm

    Zinkchromat als Pigment, als Farbe im Sinne eines Anstrichmittels: Eine extra Zinkchromatfarbe gabs nicht. War eben schon plus Alupigment in RLM02 vorhanden. Bei der schon erwähnten L-Dingsbums-Erbsgrünfarbe auch.

    https://www.flickr.com/photos/pilot_michael/6121736306/

    Das Foto zeigt das ein bisschen zu grau. Wenn du davor stehst, ist's grüner und erheblich grüner als 02

    Ab 1944 fielen die Innenanstriche und Grundierungen nach Vorschrift ganz weg. Belege dafür gibts en masse, man beachte da zB den Schweizer Bereicht zur Me 262 Weisse 3. Aber auch hier, wie immer, gibts Ausnahmen, siehe die erwähnten Ta 152-Teile - die aber wohl aus der Vorserie stammen. Eine echte Massenproduktion war das ja nicht.

    Auf den Korrosionsschutz wurde ganz unterschiedlich Wert gelegt, ja nach Material. Zuletzt wurde, so die Vermutung, dem Unterseitenanstrich RLM 76 noch Zinkchromat beigemischt, was diese seekranke grünliche Version ergibt, die aber nur auf Metall anzuwenden war - und wenn man sich späte 190D oder 109 oder 262 oder zB Teile der australischen 109 ansieht, wurde das auch durchgezogen.

    In den späten Fertigungen sind zB bei Me 262 "gespachtelte" Stellen an den Blechstössen zu sehen. Nix Spachtel, Farbe. Dort war die Passivierungsschicht beschädigt, da wurde drübergepinselt, wohl auch mit zinkchromatisierten Farben. Der Farbton geht wieder von erbsgrün über 02-ähnliche Töne bis hin zu Kaltgrau.

    Also: Rück mal raus, was es genau zu welchem Zeitpunkt werden soll

    H
     
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  15. #14 maeckes, 23.10.2014
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    Hallo Hans,

    Das ist doch mal eine Aussage....... :TOP:

    Also. Ich möchte, oder besser gesagt, ich will die 109er Reihe in 1:32 bauen. Ich baue zur Zeit die E-1. Als nächstes wird die E-3 kommen. Die E-4 und E-7. Die F-2 und F-4. Die G-2, G-6 und die G-10. Dann kommt noch eine K-4. Das ist mein Plan. Es sollen alles Einsatzmaschinen werden. Die eine mehr verranzt, die andere weniger. Mal schauen, wenn mich die Lust darauf nicht verlässt, dann kommt auch noch ein Wrack dazu.

    Mir geht es einzig um die Lackabplatzer am Einstieg usw. Was ich bis jetzt gesehen habe, sieht man immer nur das Alu durchschimmern. Aber ich denke, wenn man das richtig darstellen will, dann muß auch die Grundierung mit einbezogen werden. Dann sind das nicht nur Aluflecken, sondern Aluflecken mit Grundierung. Ich will aber nicht irgend etwas als Grundierung nehmen. Das sollte schon halbwegs passen.

    Das ist eigentlich alles.

    Gruß,
    Peter
     
  16. #15 Freier Franke, 23.10.2014
    Freier Franke

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    Hallo

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  18. #16 Hans Trauner, 23.10.2014
    Hans Trauner

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    Das ist der Farbton des o.a. BMW-Triebwerks, dieses erbsige Grün. Genau ...IKAROL 7102, das wars.

    Allerdings heisst das alles nicht, dass die 109 einfach mal so immer und überall in grau oder 02 oder eben 7102 an allen Teilen, insbes Flügelwurzel grundiert war. Die in 70/71/65 über alles lackierten frühen Maschinen (Nitro) auf alle Fälle, die E dann mit ungefleckten blaune Seiten auch, da auch Nitrolack. Die dann ab Werk (!!!) genebelten Seiten sind ein deutliches Zeichen, ja ein Beleg für den Umstieg auf Phenol-Alkyd, auch ggf noch vor Frühjahr 41!. Hier bin ich mir nicht 100% sicher, ohne nochmal genauer die Lackketten nachzusehen. Ab Sommer 44 gebaute Maschinen, egal welche Serie, dann keine Grundierung mehr.

    H
     
  19. borsto

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    Lackabplatzer gibt es eigentlich nicht. Höchstens Lackabrieb an den Kanten. An unserem Panzer (SPz MARDER) war schon Lackabrieb vorhanden nur trat dieser an stark benutzten Stellen hervor. Von der ursprünglich roten Grundierung war an diesen Abriebstellen nichts zu sehen. Alles blank.

    Grüsse !

    borsto
     
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