Hannover Cl.II und Cl.IIIa, Rumpfbemalung

Diskutiere Hannover Cl.II und Cl.IIIa, Rumpfbemalung im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Hallo, Ich bin auf der Suche nach Informationen zur Rumpfbemalung der Hannover (HaWa) Cl. II und Cl. IIIa Flugzeuge des ersten Weltkriegs...
DennisL

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Hallo,

Ich bin auf der Suche nach Informationen zur Rumpfbemalung der Hannover (HaWa) Cl. II und Cl. IIIa Flugzeuge des ersten Weltkriegs.

Die mir bisher zugänglichen Fotos und Berichte sowie vorhandene Literatur waren leider nicht eindeutig.
Die Flugzeuge weisen im Hinterrumpf-/Leitwerkbereich sowie am hölzernen Flügelmittelstück eine Bemalung auf, die in Schattierung, Form und Schärfe der Abgrenzung an das Muster des 5-Farb-Tarnstoffs erinnert. Nach vorne hin werden die Farbfelder größer, verwaschener und scheinen an Kontrast zu verlieren.

Eine gängige Theorie ist, daß auch auf dem gesamten Rumpf die Farben des Tarnstoffs aufgetragen wurden, anschließend jedoch mit einem dunklen Grün oder Blau übernebelt wurden. Mir erschließt sich jedoch nicht, warum man unter Kriegsbedingungen zunächst ein sehr arbeitsintensives 5-farbiges Muster auftragen sollte, um es anschließend in einem weiteren Arbeitsgang abzuschwächen und dunkel abzutönen.

Gibt es hier jemanden, der sich zu dem Thema auskennt?

Windsock Datafiles und Abbotts Schlachtflieger-Buch habe ich schon.

Danke.

Dennis
 
Swordfish

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Hallo Dennis, leider habe ich ausser SW-Aufnahmen mit offensichtlich uni-farbenen Rumpf nur diese Abbildung eines alten Airfix-Bausatzes gefunden....:headscratch:
 
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Swordfish

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Das ist eine neuere Variante von Airfix, vermutlich eben mit abgeschwächter Rumpftarnung.....??:blush2:

Farben für die Tarnung sind im Plan angegeben, kannst ihn bei scalemates runterladen....
 
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Tu-95Ms

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Hallo,

Ich bin auf der Suche nach Informationen zur Rumpfbemalung der Hannover (HaWa) Cl. II und Cl. IIIa Flugzeuge des ersten Weltkriegs.

Die mir bisher zugänglichen Fotos und Berichte sowie vorhandene Literatur waren leider nicht eindeutig.
Die Flugzeuge weisen im Hinterrumpf-/Leitwerkbereich sowie am hölzernen Flügelmittelstück eine Bemalung auf, die in Schattierung, Form und Schärfe der Abgrenzung an das Muster des 5-Farb-Tarnstoffs erinnert. Nach vorne hin werden die Farbfelder größer, verwaschener und scheinen an Kontrast zu verlieren.

Eine gängige Theorie ist, daß auch auf dem gesamten Rumpf die Farben des Tarnstoffs aufgetragen wurden, anschließend jedoch mit einem dunklen Grün oder Blau übernebelt wurden. Mir erschließt sich jedoch nicht, warum man unter Kriegsbedingungen zunächst ein sehr arbeitsintensives 5-farbiges Muster auftragen sollte, um es anschließend in einem weiteren Arbeitsgang abzuschwächen und dunkel abzutönen.

Gibt es hier jemanden, der sich zu dem Thema auskennt?

Windsock Datafiles und Abbotts Schlachtflieger-Buch habe ich schon.

Danke.

Dennis
Hallo Dennis,

zu Deiner Frage der Bemalung der Hannover Cl. Flugzeuge.
Die Rümpfe erhielten bis zum Leitwerk eine händische Tarnbemalung.
Im Leitwerksbereich klebte man den vorgedruckten Tarnstoff auf.
Der Tarnstoff wurde nach einem Patent von Riemschneider, Dresden,
vorgedruckt. Bekannt ist dieser Tarnstoff durch die Halberstadt Cl.IV des DTM, Berlin.
Dieser Stoff mit den Farben sind sicher für die Halberstadt Typen benutzt worden.
Davon gab es varianten, deren Farbmischungen muss ich noch im Patentamt
heraussuchen.
Der restliche Rumpf der Hannover wurde diesem Tarnstoff angepasst, d.h.
die Felder malte man grösser auf, durch die Handarbeit varieren diese natürlich.
Die Farben sind sicher ähnlich dem vorgedruckten Stoff.
Schulflugzeuge unterlagen nicht der Vorschrift der Frontflgzeuge.
Daher gab es auch einfarbige, hellblau-graue Rümpfe.
Alles natürlich ab Werk, in den Fliegerabteilungen wurde dieser
Anstrich manchmal verädert. Hier solltest Du Fotos als Vorlage nutzen.

Das Abbott Schlachtflieger-Buch ist leider nicht unbedingt hilfreich.
Eine deutsche Abhandung des Themas steht noch aus.

Gruss

Michael
 
DennisL

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Hallo,

danke für die bisherigen Infos.

Die Wingnut Wings Seite hat bisher schon bei einigen Aspekten des Versuchs, aus dem 1/72er Airfix-Bausatz eine Hannover zu machen, weitergeholfen!

Ich denke derzeit nicht, dass die Muster auf dem Leitwerk aufgeklebter Tarnstoff waren. Die Helligkeiten passen zwar in etwa, die Kontraste sind jedoch stärker und das Muster ist nicht exakt das des Tarnstoffs (und variiert von Exempler zu Exemplar, hier ein Beispiel). An bemalten Leinenstoff glaube ich nicht.
Ebenfalls ist das hölzerne Flügelmittelstück entsprechend bemalt (siehe hier).

Was sich mir noch nicht erschließt, ist der Anstrich des Rumpfes selbst.

Hier sehe ich weniger Kontrast und größere Farbfelder als am Leitwerk. Speziell die ganz hellen und ganz dunklen Felder fehlen (z.B. hier).

In der Literatur wird dies häufig mit einem ein- oder zweifarbig übernebelndem Überzug in Grün oder Blau erklärt (Wingnut bietet auch entsprechende Interpretationen). Genau da liegt mein Problem. Der Anstrich mit Farbfeldern benötigt 5 Farben, also sehr viel Ressourcen und Arbeit. Wenn ich das als IdFlieg aus Tarngründen will, akzeptiere ich diesen Aufwand in der Produktion.

Warum sollte ich aber unter Kriegsbedingungen (bei denen ich an maximalem Fertigungsausstoß interessiert bin) so etwas dann überspritzen (das die Hannovers so aus der Fabrik kamen leite ich u.a. daraus ab, dass die Seriennummern klar lesbar sind und nicht unter einem etwaigen Überzug verschwinden). Das gleiche Tarnergebnis bekomme ich mit weniger Aufwand, wenn ich im Muster weniger Farben auftrage (Gestützt würde diese Interpretation hier [Post #2], hat jemand den entsprechenden Bericht vorliegen?)

Ein paar weitere noch zu klärende Details betreffen die Unterseiten des Rumpfes, des Flügelmittelstücks und der Höhenleitwerke und Ruder. Hier tendiere ich derzeit zu den Oberseitenfarben. Dies ergibt sich aus den Helligkeitswerten (z.B. hier) und der Überlegung, dass wir sonst schon bei 10 Farben wären... (siehe Aufwand).

Ich hoffe auf weitere Anregungen und Diskussion meiner Überlegungen.

Dennis

P.S. Hat jemand die passenden Auszüge aus der Vorschrift, die den Anstrich der Frontflugzeuge beschreibt?
 
DennisL

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Hallo,

das der Rumpf gespritzt ist und das am Leitwerk und Hinterrumpf sichtbare scharf abgetrennte und stark kontrastreiche Muster teilweise überdeckt, ist aus meiner Sicht unstrittig. Stimme Dir da also zu.

Aber wie ist der Rumpf gespritzt (z.B. hier)?
Ein- oder zweifarbig übernebelnd über 5-farbigen Feldern
oder
deckende Felder mit ggf. weniger Farben?

Dennis
 
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