Heinkel He 111 H-22, mit oder ohne Abwurfanlage?

Diskutiere Heinkel He 111 H-22, mit oder ohne Abwurfanlage? im Vom Original zum Modell Forum im Bereich Modellbau; Beim Studium eines zukünftigen Projektes bin ich auf etwas gestoßen das ich bisher nicht klären konnte. Bei der He 111 H-22 handelt es sich ja...

Moderatoren: AE
  1. #1 quarter, 14.05.2010
    quarter

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    Beim Studium eines zukünftigen Projektes bin ich auf etwas gestoßen das ich bisher nicht klären konnte.
    Bei der He 111 H-22 handelt es sich ja bekanntlich um eine zu Abwurf der V-1 gebauten Variante der He 111.
    Meine Frage besteht nun darin ob jemand von Euch weiß ob in dieser Version noch die internen Abwurfanlagen (Bombenaufhämgungen) installiert waren und falls nicht, wie das Innere der Heinkel in diesem Falle ausgesehen haben dürfte.
    Aussagekräftiges Material wird dankend entgegen genommen.
    Ein schönes WE wünscht.

    Jörg
     
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  3. Bernd2

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    Diese Frage habe ich auch schon zur H-6 gestellt, die mit zwei aussen mitgeführten SC1000-Bomben beladen ist. Leider konnte mir niemand diese Frage beantworten. Ich habe aber die ESAC´s im Inneren weggelassen. Zum einen waren sie nicht als solche vorhanden, sondern mit Bomben gefüllt, was unrealistisch und zu viel Gewicht ist.

    Folgende Vermutung: Die Maschinen (sowohl H-6, als auch H-22) waren wahrscheinlich noch so ausgeführt, das man in Feldwerften die ESAC´s einbauen und die Maschinen als "gewöhnliche" Bomber nutzen konnte (wenn sie aus dem gleichen Grund nicht ohnehin dringeblieben sind). So nach dem Motto "Aufhängungen für Sonderlasten raus, ESAC rein" oder ggf. umgekehrt.

    Das ist aber wie gesagt nur eine Vermutung.
     
  4. #3 Augsburg Eagle, 15.05.2010
    Augsburg Eagle

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    Da das Gewicht der V1 die Bombenlast der He111 um ca.200kg überschreitet, kann ich mir vorstellen, dass die internen Aufhängungen ausgebaut wurden, allein schon um Gewicht zu sparen.

    Ist aber auch nur eine Vermutung.
     
  5. #4 Degalus, 15.05.2010
    Degalus

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    So, hab was für euch.

    In den Flugzeugzuweisungslisten des Generalquartiermeisters wird die He111 mit Abwurfanlage für die V1 zumeist als He111 FZG76 (Flakzielgerät) bezeichnet.
    Flugbücher belegen außerdem, dass es sich bei den Trägerflugzeugen fast ausschließlich um H-16 und in wenigen Fällen um H-20 und H-22 gehandelt hat. Maschinen mit der Baureihenbezeichnung H-22 traten jedoch nur in ganz geringem Maße bei den KG3 und KG53 in Erscheinung. Es handelte sich hierbei um Serienmäßige H-20 Maschinen die mittels Umbau zum Abwurf von V-1 modifiziert wurden.

    Bei den Serienmaschinen H-16 wurde zum Umbau zum Typ H-20 die ESAC-Magazine entfernt und ein leicht einsetz- und herausnehmbarer Fußboden mit Verzurrmöglichkeiten eingebaut.
    Es waren aber immer noch Rüstsätze für einen Kampfbomber möglich.
    Rüstfall A ---8 ESAC-Magazine im Rumpf
    Rüstfall B ---4 ESAC-Magazine im Rumpf und 1 ETC 2000 unter Rumpf
    Rüstfall C ---2 ETC 2000 unter Rumpf

    Anbei ein paar Bilder.

    Quelle:
    He 111 Motorbuch Verlag Manfred Griehl
    Werkschrift 2111 H-20 Teil 0, 1, 2, 9A, 9B, 12D, 12G Heft 1
     
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  6. #5 Degalus, 15.05.2010
    Degalus

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  7. #6 Degalus, 15.05.2010
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  8. #7 Degalus, 15.05.2010
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  9. #8 Degalus, 15.05.2010
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  10. #9 Degalus, 15.05.2010
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  11. #10 quarter, 15.05.2010
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    Na DAS nenne ich doch mal eine fundierte und aussagekräftige Aussage!
    Danke Dir Degalus für diese prompte Antwort
     
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  12. #11 Degalus, 15.05.2010
    Degalus

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    Kein Problem, für die H-6 Frage oben schaue ich später nach.

    LG
    Degalus
     
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  13. Bernd2

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    Von mir auch vielen Dank, Degalus! Auch für die Ankündigung der Antwort zur H-6!

    DAS sind doch mal richtig gute und umfassende Infos!:TOP::TOP::TOP:
     
  14. #13 Degalus, 16.05.2010
    Zuletzt bearbeitet: 16.05.2010
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    Die H-6 war die erste Version, die als Horizontalbomber sowie als Torpedobomber eingesetzt werden konnte. Bei den ersten 500. Serienmaschinen wurden jeweils links ein ETC 2000 und rechts ein PVC 1006 L , ab der 501. Maschine nur noch 2 ETC 2000. Durch Rüstsätze war es jedoch möglich, die Maschine entsprechend den Beladezuständen A und B mit allen gängigen Abwurflasten einzurüsten.
    Rüstzustand A Rüstzustand B
    1x SC2500 oder 1x SC1800 und 4x SC250 oder
    2x SC1000 oder 1x SC1000 und 4x SC250 oder
    2x SD1400 oder 1x SC500 und 16x SC50 oder
    2x LMB oder 1x SC1000 und 16x SC50
    2xBSB1000

    Beim Beladezustand A konnten 4285l Treibstoff im Rumpf mitgeführt werden, bei B nur 3450l da für Zusatzbehälter im Rumpf kein Platz war. Reichweite dann 2500 km, bei Rüstzustand „B“ nur 1800km.

    Leider habe ich kein Bild bisher von einer H-6 im Laderaum gefunden, wird aber den schon o.g. Bildern sehr ähneln. Die Tanks wären mal interessant.
    Ich such aber geduldig weiter.

    LG Degalus

    Quelle...Griehl, He111, Motorbuchverlag
     
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  16. Bernd2

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    Nochmal DANKE! Degalus!:TOP:
     
  17. #15 Degalus, 24.07.2010
    Degalus

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    Hab grad meine Handbücher durchgeschaut und doch noch die Zusatztanks gefunden. Hier das Bild.
    Ich fürchte, von der H6 habe ich keine Bilder aus dem Innenraum.
     

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