Heinkel He 112 V9 - RS models

Diskutiere Heinkel He 112 V9 - RS models im Props bis 1/72 Forum im Bereich Bauberichte online; Sorry für den Titel! So ein Modell gibt es nicht zu kaufen, das muss man bauen. Als ich meine Heinkel He 70 und He 111 zur Ausstellung ein- und...
urig

urig

Alien
Dabei seit
15.01.2009
Beiträge
12.332
Zustimmungen
24.081
Ort
BaWü
Sorry für den Titel! So ein Modell gibt es nicht zu kaufen, das muss man bauen.

Als ich meine Heinkel He 70 und He 111 zur Ausstellung ein- und auspackte, kam die Idee, noch eine He 112 dazuzustellen, und zwar die elegantere B-Version, möglichst als grau lackierter Prototyp, damit sie zu den zivilen Vorgängern passt.



Hier findet man eine schöne Anregung, samt Literaturliste mit Stand 02/2018: Maßstab 1:72 Heinkel He 112 V-9 - Propeller (Militär) - Das Wettringer Modellbauforum

weitere Quellen:
  • Herbert Ringlstetter: Heinkel He 112, Konkurrent der Bf 109, Flugzeug Classic 2/2021, 54-59
  • Herbert Ringlstetter: Heinkel He 112, Eleganter Verlierer, Flugzeug Classic 3/2021, 36-41
  • Václav Janovský: Heinkel He 112, Historie a Plastikove Modelarstvi (HPM) 2004 (tschechisch)
  • AviaMaster 02/2001 (russisch)
  • Peter W. Cohausz: Cockpits Folge 87. Heinkel He 112, Flugzeug Classic 9/2008, 42-44

Was ich zur Umsetzung meiner Idee kaufen konnte, war dann der RSmodels-Bausatz der He 112 V10:



Erst auf den zweiten Blick erkennt man, dass diese Version einen großen Kühler unter dem Kinn trägt, der ihr mehr „Biss“ verleiht. Dies geht aber auf Kosten der Eleganz der späteren B-Version.

Der Karton enthält den Spritzgussrahmen der neuesten B-Version und Resinteile für eine neue Nase:


 
Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen
urig

urig

Alien
Dabei seit
15.01.2009
Beiträge
12.332
Zustimmungen
24.081
Ort
BaWü
Die Bauanleitung kann man sich auf scalemates ansehen: https://www.scalemates.com/products/img/9/1/1/1423911-63-instructions.pdf

Komisch darin ist, dass die Teilenummern in den Baustufen 2 und 3 (rechte Seite) überhaupt nichts mit den Nummerierungen der Teile auf der linken Seite zu tun haben. Das stellt einen nicht unbedingt vor ein unüberwindliches Problem. Fraglich ist eher, wie das passieren konnte bzw. woher die falsch beschriftete Anleitung stammt.



Ich habe mir daher die Bausatzhistorie und die älteren Bauanleitungen auf Scalemates.com etwas genauer angesehen und schweife jetzt ein wenig ab, bevor es mit dem Bau weiter geht:


Neben der He 112 B Serie (obere Reihe) gibt es noch die He 112 V3 Linie (unten). Beide haben so gut wie nichts miteinander zu tun. Die B-Linie ist Spritzguss und die V3 ein Resinmodell. Am Ende (20xx) könnte man meinen, die V4 wäre aktuell neu aufgelegt. Dem ist aber nicht so. Robert Schneider sagt, Resin wäre komplett ausgelaufen, ohne Reste.

Zurück zum Spritzgussmodell der He 112 B (obere Reihe): Den hinterlegten Bauanleitungen kann man entnehmen, dass es so einmal angefangen hat. Da waren die Rumpfteile links und rechts und die Tragflächen oben und unten am Spritzling:


Es gab auch noch ein paar Teile mehr als heute, z.B. die Motorträger mit den Nummern 16 und 17:


Das heißt, man hätte die Motorhauben mit Motorgerüst offen darstellen können, aber ohne Motor. Robert fand das wohl auch nicht so prickelnd und beim nächsten Update gab es dann einen Resinmotor und Fotoätzteile (Baustufe 4), aber der Rest der Anleitung blieb beim Alten. Ab Baustufe 5 sieht man nichts mehr vom Resin-Motor:



Der letzte Update (laut Scalemates Zeitstrahl in 2013) war dann ein größerer: Die Teile wurden komplett neu angeordnet. Die Teilenummern blieben dabei unverändert! Die Erklärung für die falschen Nummern in meinem Bausatz bleibt also aus.

 
Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen
urig

urig

Alien
Dabei seit
15.01.2009
Beiträge
12.332
Zustimmungen
24.081
Ort
BaWü
Baubericht:
Nach so viel Abschweifung, zurück zum Thema: V9 aus dem Bausatz der V10

Die Abmessungen der Formen passen gut zum Soll. Erstaunlich, wie putzig der Flügel der He 112 B geraten ist (um das Ding leichter und schneller und dadurch konkurrenzfähig zur 109 zu machen):



Das Cockpit lässt sich rasch zusammen kleben:



Mit der Darstellung der Seitenwände bin ich nicht ganz einverstanden und habe deshalb ein paar Gerätschaften ergänzt. Das vergleichsweise riesige Bauteil #44 kann ich nicht verorten. Jede Menge kleiner Hebel und Leitungen aber schon.



Zu beachten ist aber auch, dass das Instrumentenbrett sehr weit vorne im Cockpit sitzt und die Öffnung oben so klein ist, dass man kaum rein sehen kann. Um das letzte Problem zu lösen, habe ich die linke Einstiegsklappe geöffnet, die in allen Zeichnungen als solche zu erkennen ist:

 
Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen
urig

urig

Alien
Dabei seit
15.01.2009
Beiträge
12.332
Zustimmungen
24.081
Ort
BaWü
Von den ursprünglich mal langen Abgasrohren für die Innenseite der Motorverkleidungen haben bei der letzten Überarbeitung der Form nur noch die hinteren Abschnitt überlebt. Diese sorgen dafür, das ansonsten leere Auspuffloch zu füllen:





Teil No. 34 ging bei der Überarbeitung der Form wahrscheinlich verloren:



Ich suche es vergeblich auf meiner Platine:



Ein passend geschliffener Keil soll später als Basis für das Spornrad dienen:

 
Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen
Zivilist

Zivilist

Astronaut
Dabei seit
27.08.2015
Beiträge
3.773
Zustimmungen
16.525
Ort
Much
Schön, dass Du die 112-Story mal anpackst! Die Resin 112V3 habe ich mal gebaut (mit Raketentriebwerk) und bin traurig, dass diese so tolle Form (auch in Resin!) keinen Nachfolger gefunden hat. Wenn ich Deinen Bericht so lese, bekomme ich wieder Appetit auf die B-Serie!
 
Hangar-Hamster

Hangar-Hamster

Fluglehrer
Dabei seit
11.12.2014
Beiträge
245
Zustimmungen
609
Ort
Leinfelden-Echterdingen
Ich habe auch zwei Bausätze von diesem Typ und Hersteller in meinem Lager. Aber alleine schon das Klarsicht-Teil für die Cockpithaube schreckt mich ab, den Bau dieses Modells zu beginnen. Deshalb verfolge ich diesen Baubericht von Dir ebenfalls mit großem Interesse. Bestimmt werden wir dazu bei unseren Fahrten zu den Treffen der Schwobabaschdler darüber auch noch entsprechende "Fachgespräche" führen 😉
 
urig

urig

Alien
Dabei seit
15.01.2009
Beiträge
12.332
Zustimmungen
24.081
Ort
BaWü
Für das Instrumentenbrett habe ich eine Kopie des Zubehörteils von Yahu:



Leider mit Gelb- statt Graustich. Aber so kann man‘s vlt. leichter im geschlossenen Cockpit wiederfinden?



Die Gurte sind Klebeband mit Ätzteilresten. Reine Ätzteilgurte wären zu groß gewesen.



Wie auch bei anderen (s.o.), so auch bei mir: Die Cockpithaube ist viel zu milchig:



Da Revell Plasto Lösungsmittel enthält und gut haftet, verbinde ich damit die Haube mit einem Haltegriff, um später einen Ziehstempel für eine dünne Haube machen zu können. die dann offen dargestellt werden soll:

 
Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen
urig

urig

Alien
Dabei seit
15.01.2009
Beiträge
12.332
Zustimmungen
24.081
Ort
BaWü
Von Heller habe ich noch einen richtig fetten Gussast:



Der liefert die Basis zur Lagerung der Propellerkanüle:



Die dünnen Wandstärken werden keine stabile Verbindung der Rumpfhälften erlauben. Daher ein paar Verbindungslaschen auf der Innenseite:



Der ganze Cockpiteinsatz kann hinterher von unten eingeschoben werden. Daher kann man die Hälften schon mal vorab verbinden.
 
Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen
urig

urig

Alien
Dabei seit
15.01.2009
Beiträge
12.332
Zustimmungen
24.081
Ort
BaWü
Leider ist mir die linke Seite beim Spannen der Hälften ein bisschen nach oben verrutscht, so dass ich rechts aufspachteln musste:



Unten klebe ich noch ein Stück Kugelschreiber ein, damit das Cockpit sich auf dem Flügel abstützt und nicht aus Versehen später mal im Rumpf spazieren geht:



Die Befestigung der durchgehenden Flügelunterseite am Rumpf geht dann problemlos:

 
Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen
urig

urig

Alien
Dabei seit
15.01.2009
Beiträge
12.332
Zustimmungen
24.081
Ort
BaWü
Übergänge bzw. Anschlüsse müssen hier noch gefüllt werden. Die Bügelkante am linken Querruder finde ich auf keiner Illustration bzw. Foto des Vorbilds. Sie darf also noch weg.



Jetzt kann mal mit der frühen Bf 109 vergleichen. Tatsächlich weniger Spannweite aber mehr Flügeltiefe bei der He 112B. Und verdammt viel mehr Höhenleitwerk!



Grundiert wurde mit Fine Primer von AK, aber ohne Nacharbeit geht es nicht weiter:

 
Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen
urig

urig

Alien
Dabei seit
15.01.2009
Beiträge
12.332
Zustimmungen
24.081
Ort
BaWü
Nebenher wird der mehrfarbige Cockpithebelvorrat vergrößert:



Für den Rumpfkühler kann ich nur zwei von drei Teilen gebrauchen. Das hintere Loch wurde mit schwarzem PS-Sheet verschlossen:



Die spätere Vorderseite:



Ob die V-förmige Strebe so rum oder genau anders herum gehört, konnte ich nicht feststellen, da die Kühler immer im Dunkeln liegen. Bausatzmäßig hätte das die Hinterseite des Kühlers sein sollen. Ich hab sie für vorne verwendet, weil meine V9 kein horizontales Gitter im Zulauf hatte.
 
Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen
Zivilist

Zivilist

Astronaut
Dabei seit
27.08.2015
Beiträge
3.773
Zustimmungen
16.525
Ort
Much
...
Jetzt kann mal mit der frühen Bf 109 vergleichen. Tatsächlich weniger Spannweite aber mehr Flügeltiefe bei der He 112B. Und verdammt viel mehr Höhenleitwerk!


...
Und bei der Heinkel verdammt viele 3-dimensionale Rundungen, dazu noch geknickter Holm! Es gab ja reichlich Polemik in den Berichterstattungen zur Wahl des RLM pro Me 109, deren ökonomischer Vorteil ist hier allerdings unstrittig erkennbar.
 
urig

urig

Alien
Dabei seit
15.01.2009
Beiträge
12.332
Zustimmungen
24.081
Ort
BaWü
Vorbereitung der Fahrwerksklappen inkl. Rohmaterial für Restabdeckungen für die V9:



Eine zusätzliche L-förmige Gravur ist notwendig, um die korrekte Trennung der Klappen anzudeuten:



Ein Sahnehäubchen für die Propellerhaube, weil die länger sein soll als bei der V10 im Bausatz:



Vor der Betonung der Ruderspalte werden diese nachgraviert:



Auf der Unterseite gibt es mehr zu tun: breitere Landeklappen, Patronenauswurf, Flettner und Scharniere an den QR:

 
Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen
urig

urig

Alien
Dabei seit
15.01.2009
Beiträge
12.332
Zustimmungen
24.081
Ort
BaWü
Die Gegenseite. Als Hellgrau L 40/52 habe ich Gunze 338 genommen. Die frische Farbe glänzt. Das wird hoffentlich nicht mehr so auffallen, wenn Klarlack drüber ist.



Die Fahrwerksschächte wurden mit RLM 02 und Washing abgedunkelt:



Die Taufe ist rasch vollzogen, denn es gibt nicht viele Beschriftungen:



Überraschung auf der Unterseite! So angebracht, landen Teile der Kennung auf den Fahrwerksverkleidungen. Das fiel mir vorher nicht auf:

 
Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen
urig

urig

Alien
Dabei seit
15.01.2009
Beiträge
12.332
Zustimmungen
24.081
Ort
BaWü
Die angegossenen Verkleidungen der Ruderhebel der B-Version müssen weg, denn die V9 hatte andere:




Beim Tiefziehen neuer Hauben hat das hintere Ende der Kanzel mangels Stütze von unten bei Nr. 3 nachgegeben:



Aber aus drei Hauben müsste ich genügend Teile für meinen Zweck herausholen können:



Der für mögliche weitere Versuche evtl. benötigte Stempel kann aber repariert werden:

 
Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen
urig

urig

Alien
Dabei seit
15.01.2009
Beiträge
12.332
Zustimmungen
24.081
Ort
BaWü
Statt viel zu großen Junkers-Logos aus meinem Fundus nehme ich doch lieber die kleinen Dreiecke, die noch von den Motorhauben der Couzinet 70/71 „Arc-en-Ciel“ - Heller 1:75 übrig sind. Einen hellen Strich oder eine Kratzer in der Mitte kann ich später immer noch machen:



Obwohl selbstgezogen Hauben nie perfekt sind, ist deren optische Güte doch ganz brauchbar geworden, finde ich:



Im Cockpit sieht der Lack dunkler aus als draußen. Daher etwas RLM 02 vor und hinter dem Piloten:



Ein neuer Antennenmast aus Bambus wird bestimmt schlanker und stabiler als der aus dem Bausatz:

 
Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen
urig

urig

Alien
Dabei seit
15.01.2009
Beiträge
12.332
Zustimmungen
24.081
Ort
BaWü
Mattlack über alles macht einen enormen Unterschied im Vergleich zu vorher:



Für die Kanzelstreben hat es sich bewährt, erst Streifen zu schneiden und diese anschließend zu lackieren:



Bei den Fahrwerksverkleidungen musste ich oben ein Stück abschneiden und als separat aufklappendes Stück am Flügel ankleben:



Zeit, sich von der Kanülenhalterung zu trennen. Was im Rumpf steckt dient zur Lagerung der Propellerwelle:

 
Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen
Thema:

Heinkel He 112 V9 - RS models

Heinkel He 112 V9 - RS models - Ähnliche Themen

  • Heinkel He 112B-0/ B-1/ V9 over Germany (1:48 neues Plastikmodell) LFmodels

    Heinkel He 112B-0/ B-1/ V9 over Germany (1:48 neues Plastikmodell) LFmodels: Wer mehr zur He 112 erfahren möchte findet im WWW einen reich bebilderten interessanten Artikel von Volker Koos mit dem Titel Copyright ©...
  • Heinkel He 112 1:48 Classic Airframe

    Heinkel He 112 1:48 Classic Airframe: Vor langer langer Zeit, es war einmal .... verdammt, anscheinend sind ältere Artikel aus diesem Forum verschwunden? Egal ... es war einmal ... da...
  • Heinkel He-112 in der Tschechei?

    Heinkel He-112 in der Tschechei?: Hallo Gemeinde, bei RSModels gibt es die He-112 u.a. auch mit tschechischen Decals. Mir war bisher nicht bekannt, dass dieser Typ auch in der...
  • Heinkel He 112 B-1 - Heller 1/72

    Heinkel He 112 B-1 - Heller 1/72: Gebaut nach einem Originalfoto.
  • Heinkel He-112B2 1/72 RS Models

    Heinkel He-112B2 1/72 RS Models: Hallo Leute, Ich sitze bei Arne und wir trinken einen und wir haben Grund dazu denn das hier ist fertig gewurden :
  • Ähnliche Themen

    Oben