Helden nach dem Sturm - Miles Marathon M.60 von Magna Models in 1/72

Diskutiere Helden nach dem Sturm - Miles Marathon M.60 von Magna Models in 1/72 im Props bis 1/72 Forum im Bereich Bauberichte online; Helden nach dem Sturm? Den Titel möchte ich für die Flugzeugtypen reservieren, die unmittelbar nach Beendigung des WK2 enstanden sind, in einer...
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Helden nach dem Sturm? Den Titel möchte ich für die Flugzeugtypen reservieren, die unmittelbar nach Beendigung des WK2 enstanden sind, in einer Zeit absoluten Mangels, mit dem Ziel, die Völker-verbindende zivile Luftfahrt wieder zu reanimieren. Wenige dieser Projekte waren von Erfolg beschieden, aber gerade die anderen haben besonderen Respekt verdient.
Dazu passt der Hersteller Magna - Kennt den wer? Er entzieht sich unserem digitalen Zugriff konsequent, hin und wieder tauchen seine Erzeugnisse bei Händlern auf: Dieser Kit no. 4272 trägt das Datum 1996 und ich habe ihn vor gefühlt einem Jahrzehnt in Telford bei einem dieser unsäglichen Kuriositäten-Händler erstanden, zu einer Zeit, wo mein Modellbau auf Prototypen und Trendsetter fokussiert war, egal ob militärisch oder zivil.
Magna bietet den Flieger als Miles M.60 Marathon T.11/1C an.



Wer sich für den Flieger und seine Geschichte interessiert, dem sei wie immer da Internet empfohlen: M.60 - H.P.R.1
Da wird schon mal die Tragödie hinter diesem Projekt beleuchtet: Entwickelt bis zum Protobau von der innovativen Firma Miles, nach deren Pleite von Handley Page weiter produziert. Es lohnt sich, mehr dazu zu lesen, weil es nicht nur ein Spiegel für die desaströsen Verhältnisse im damaligen Vereinigten Königreich darstellt, sondern auch Rückschlüsse auf den Ablauf heutiger Großprojekte nahe legt.

Alles gibt es bei Putnam zu lesen:
- Miles Aircraft since 1925, Don L.Brown (Wegbereiter und Mitarbeiter von George Miles, u.a. Projektleiter der M.60), S.301-308
-Handley Page Aircraft since 1907, C.H. Barnes, S. 478-485
- British Civil Aircraft sinc 1919, A.J.Jackson, Vol.2, S.252-256

Magna-typisch ist hier ein Resin-Bausatz in weiß mit richtig dicken Wänden und nahezu ohne Gußfehler und Weißmetall-Kleinteilen sowie tief gezogenen Verglasungen zu sehen.


Die dicksten Angüsse sind schon abgesägt. Auch Magna-typisch der Hinweis auf dem Anguss, wo vorn oder hinten, rechts (S wie starboard) oder links (P wie port) eingegossen ist. Deutlich sichtbar ist reichlich flash an Resin- wie Weißmetallteilen - schließlich soll der Kunde was haben für dein Geld!

Er kriegt auch eine richtig gut detaillierte Bauanleitung mit vernünftigen Zeichnungen im Maßstab- lobenswert!




Was der Kunde leider nicht bekommt, sind Decals! Dafür gibt es reichlich Zeichnungen mit stellenweise Rätselpotential bezüglich der Farbgebung. Auch Hinweise auf (wohl 1996) im Markt erhältliche Decals (eigentlich nur Kennungs-Buchstaben und Roundels) mit Nennung des Ladens, der das führen könnte, fehlen nicht.



Glücklicherweise gibt es eine Reihe von Fotos im Netz, nur so gut wie nicht in Farbe. Derby Aviation und BEA, die unteren drei auf der Zeichnung hierüber wären mein Wunsch - Entscheidung noch offen.

Aber vielleicht habt Ihr da was zu bieten? Eine zivile sollte es allerdings unbedingt sein...
 
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urig

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Vlt. gibt es ja den erwähnten Mike Stuart bei der IPMS Airliner SIG noch irgendwo?
 
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Vlt. gibt es ja den erwähnten Mike Stuart bei der IPMS Airliner SIG noch irgendwo?
Guter Vorschlag, urig, danke! Da ich selber Mitglied bei der besagten SIG bin, hätte ich den eigentlich treffen müssen. Werde Simon Lind mal fragen, der Boss weiß alles...
 
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Die Pause ist nicht diesem Bausatz geschuldet, obwohl sicher mancher den Herstellernamen nicht unbedingt als Motivationsmeister sieht. Wie war das mit dem Abgrund, vor dem man steht, und dem nächsten Schritt? Ich übertreibe wohl ein wenig...

Schaun wir mal was das unschuldige weiß der Bauteile so alles verhüllt!
Der Rumpf besteht ja im wesentlichen aus 5 Teilen, 2 Rumpfseiten, 2 Bugteilen und der Kanzel: also alle ganz einfach. Tatsächlich freut sich der Modellbauer über die geringe Zahl von Trennstellen. Allerdings besonders, wenn sie denn passen. Hier der Rumpf mal ohne Kanzel.

Ausgerichtet nach den Gravuren erfreut zunächst, dass das von vorn bis hinten stimmt und der Verzug nicht nennenswert ist. Warum Magna einer Hälfte ein paar Millimeter mehr Länge gegönnt hat, wüßte ich gern. Wird man aber ausgleichen können und müssen, denn eine Seite stimmt im Winkel, sie andere nicht.
Die Bughälften passen prima, es mussten nur Gussfehler ausgeglichen werden. Und der Cockpit-Einsatz ist famos! Er passt satt, die Ausformung ist fehlerfrei und die Details stimmig, vor allem die der Instrumente. Das macht Stimmung!

Braucht man auch - der Teile sind alle dickwandig wie eine schlechte Tortilla. Da wollen Ästheten natürlich ausräumen, schon einer artgerechten Darstellung der Fenster zuliebe. Wenn man die Bestuhlung reinsetzt (die übrigens maximal 1:87 ist), passt es schon besser.

Die Bestuhlung hat hauchdünne Armlehnen, die der notwendigen Schleiferei zum Opfer fallen: irgendwie muss ja Druck ausgeübt werden und Sägen geht bei dem abgerundeten Überstand eher nicht.

Bei den Triebwerksgondeln schlägt der Resinteufel wieder zu, da wo es weh tut. Untere Kontur und Breite stimmen genau, aber dann ist die Höhe nicht im Einklang mit dem Ansatz an der Tragfläche.


Schauen wir uns die Misere mal von hinten an:


Hmm, wäre nicht nötig gewesen. Wie der Übergang zur Fläche ist, sieht man hier besser:


Nun gibt es ja vier Motoren und da habe ich mir wohl einew schlechten ausgesucht - oder sind die unterschiedlich hoche innen und aussen? Sind sie leider nicht, genau identisch. Bis auf so ein paar Bläschen an den fiesen Stellen, den angedeuteten Hutzen: da ist jede anders. Also wie sieht es dann am inneren Triebwerk aus?

Genau so, leider. Und auch "leider" zur Oberfläche des Flügels: so schöne feine Gravuren, und dann diese Hinterkante.
Es gibt Arbeit!!
 
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Norboo

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Mal wieder ein hochinteressanter Exot auf Deinem Basteltisch! Ich bin sehr neugierig darauf, was Du daraus mit welchem Aufwand machst.

Verkehrsflugzeuge nach dem 2. Weltkrieg interessieren mich auch sehr.

Magna Models kenne ich. Ich habe eine De Havilland Dove im Bestand, gekauft, lange bevor Amodel sich dieses Themas angenommen hatte.

Und ich hatte auch schon mal eine Short Sperrin in Händen....
 
Norboo

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…. so schöne feine Gravuren, und dann diese Hinterkante....
So etwas ist doch Standard bei den Kleinserien, siehe Short Sandringham von F-RSIN. Obwohl es bei manchen Bausätzen viel besser aussieht. Hängt wohl von der Tagesform des Formenbauers ab.
 
Gilmore

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Ein sehr schönes, interessantes Vorbild hast Du Dir da vorgenommen. Bin mal gespannt, was Du aus diesen Resinklumpen zauberst!
 
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Ein sehr schönes, interessantes Vorbild hast Du Dir da vorgenommen. Bin mal gespannt, was Du aus diesen Resinklumpen zauberst!
Ich auch. wo ich doch gar keine Zauberstab habe. Aber Resinklumpen finde ich nicht fair: die äussere Form ist überzeugend, viele Details sind gelungen, nur am Finish hapert es oft - typisches Kleinserien-Schicksal.
Aber die Weißmetallteile, da trifft Klumpen oder besser Fetzen eher zu. Da wir so manches neu erfunden werden müsssen.
Vorausblickend: Es sind ja keine Decals im Bausatz. Die Derby Variante gefällt mir besonders gut, wie auf dem Foto von Swordfish. Hat jemand davon mehr als das, was das Netz hergibt, wie Bücher oder Zeitschriften?
 
FireBomber1961

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Mein Respekt für die Auswahl dieses konstruktiv auffälligen Musters und wenn ich mir die Fotos des Rohmaterials ansehe: Oh je - dann mal viel Erfolg und du schaffst auch das:thumbup:. Macht es Sinn, aus der unteren Motorenhälfte "ein Scheibchen" rauszuschneiden oder oben fluchtend anzusetzen, dafür ganz unten Maske auf und Schleifer an? Denke ich an Decals, denke ich reflexartig an eine E-Mail an DecalPrint mit Fotos und Referenzmaßen, haben mir immer prima geholfen und spart mir vor allem Zeit und Geld, Decals selber zu entwerfen...
 
Gilmore

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Müssen die Cowlings nicht oben fluchtend und unten etwas überstehend angebracht werden als Kühlluftaustritt?
 
Norboo

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das Originalfoto in Beitrag 4 zeigt, dass Ober- und Unterkante fluchtend sein müssen. Da hilft nur sägen und auffüttern, am besten am hinteren Bauteil.
 
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Dankefuers Hingucken: es ist leider noch schlimmer. Die Anbaustellen an der Fläche sind um etliches nicht parallel in der Senkrechten...
 
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Kann man machen, will ich aber nicht.
Wenn man die Motorgondeln ausgerichtet anklebt, sieht man den Spalt recht deutlich. Der lässt sich mit geeigneter Spachtelmasse (Magic Sculp) auffüllen und dann stimmt diese Baustelle.

Naja, noch nicht so ganz. Da ist ja noch dieser Kühleraustritt - denn wollen wir doch bestimmt nicht so lassen. Dann kann auch die Unterseite der Motorgondel angepasst werden, neuer Kühleraustritt aus Sheet oder Metall dran und alles wieder gut.

Weil wir ja die Motorgondeln oben bündig gelassen haben. Da muss nur noch der Spalt geschlossen werden.


Das Cockpit hat seine Bemalung bekommen und ein paar Hebel. Die Hebel werden noch ausgerichtet, die zweite Hebelreihe fehlt noch, dann kommen noch die Steuergriffe dran - wird Stunden brauchen, sie aus dem Weißmetall"klumpen" rauszulösen. Hier wäre "neu machen" wirklich eine Alternative. Glücklicherweise wird bei geschlossener Verglasung nicht viel sichtbar sein.


Noch weniger sieht man hoffentlich von der Bestuhlung: diese, typisch englisch vorne vis-a-vis (und noch ohne Tischkasten) und hinten in Reihe ist keine Zierde. Es gibt m.W. nur ein sw-Bild der zivilen Miles M.60, da sehen die Sessel viel einfacher aus. Aber diese waren im Kit und sind eben echt Magna. Kann man doch nicht wegschmeissen...
 
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Mal schauen, wie der Rumpf tatsächlich zusammen passt.

Mit ein wenig MagicSculp war dann die Backbordhälfte oben auch so lang wie die andere. Immer schön, wenn man helfen kann.

Eigentlich kämen jetzt die Fenster dran. Ein einfacher Streifen, in die Nut eingesetzt und fertig.
So Kleinigkeiten wie die Dicke des Klarsichtstreifens (passt nicht zur Nut, zu dünn) lassen sich ja lösen. So wollte ich gern das Fenster mit Tamiya Band als Maske mit der Silhouette schneiden und die Maße von der 72er Zeichnung abnehmen. Und was sehen wir da:


Die Anordnung der Fenster ist nicht identisch! Keine Ahnung, was richtig ist, ich nehme jedefalls die Maße vom Teil ab, dann sollte es auch passen...

Die Baustelle Motorgondeln ist auch weitgehend gelöst: Der Spalt ist zu, die Unterseite ist angepasst und der Versuch einer Klappe für die Abluft scheint gelungen.


Aber man soll den Tag nicht vor dem Abend loben: bei der Vorbildrecherche zu besagter Klappe (manchmal auf, manchmal zu!) viel mir noch was auf.

Oben auf der Haube ist ja eine Zuluftöffnung, sichelförmig.
Magna hat etwas gebaut, was keines meiner Vorbildfotos bestätigt: hier sind die Dinger rund und vielleicht vorgezogen.


Ich hoffe, dass ich mich wehren kann gegen den Sog zum "Scratch out of the box" Syndrom. Es gäbe so viel zu tun, an jeder Ecke lauert eine Unstimmigkeit. Es gibt einfach zu viele Fotos!!
Aber der Bausatz ist eben wie er ist, und so soll dann auch das Modell werden. Wer kennt schon eine Miles M.60?! Also keine Türen und Klappen öffnen, keine abgedünnten Rumpfseiten, keine korrekten Sitze und Details im Innenraum etc.! Aber die Sichelschlitze mach ich doch drauf. Sind ja nur vier.
 
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Danke, Urig!
Wenn ich allerdings bedacht hätte, was die paar Kleinteile für Stundenfresser werden, wäre ich nicht mehr so sicher.
Fangen wir mit der Unterseite an: Das Muster war ok, also "Serie" von 4 Stück im Vergleich zum Original:

Gelohnt hat es sich zumindest, weil die Klappen nicht mehr schief sind, aber auch im Profil. Man erkennt die Öffnungen, es ist scharfkantiger.

Und wenn man das dann anklebt und darauf achtet, das die Ränder anliegen....

Die Oberseite ist da schon anspruchsvoller. Bei genauerem Hinschauen ist die Sichel oben abgeflacht. Hier mal ein erster Versuch, wieder im Vergleich mit dem Original:





Auch hier wieder in die Serie. Es gibt kein größeres Unglück als das, was sich der Mensch selbst antut!
Aber Urig, Deine Zustimmung hat mich bestätigt: nur so geht es! Stunden später...



Jetzt ist das mal aus dem Kopf! Ab jetzt keine scratch-Eskapaden mehr! Schaun wir mal....
 
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Es gibt kein größeres Unglück als das, was sich der Mensch selbst antut!
Also ein Bedauern kann ich leider hier nicht anbringen, selber schuld, wer sich solche Resinklopse gönnt.....:641:
Das Erstaunliche ist ja immer, wenn daraus am Schluss doch ein sehr schönes Modell "auferstanden" ist....😇
 
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Hoffen kann man ja immer. Ich trau mich garr nicht, denau auf die Oberfläche zu schauen! Weil das ja weiß ist sieht man schnell, wie dreckig meine Finger sind, wenn ich da so rumhandhabe. Abgewischt ist schnell - aber was bleibt sind lauter kleine dreckige Pünktchen! Das wird noch ein Spaß beim Füllern...
Aber der für mich immer Sadomaso-Teil "Lackierung" ist ja noch weit hin. Erst mal der schönere, einfach bauen. Zum Beispiel am Rumpf: die Bauanleitung empfiehlt etwas gegen die vermutliche Hecklastigkeit zu tun. Auspendeln und Abwiegen der noch zu montierenden Teile zeigt ca. 9 Gramm bis zum Gleichgewicht. Also machen wir 15g draus. Dann wird ein Schott hinter den PAX-Sitzen ein- und die Nase mit dem Cockpit angebaut. Der Spalt ist groß genug: Auf in die Garage und dort von den Boliden-Felgen passende Klebegewichte abgerissen - ginge auch, aber meine Gewichte stammen vom Reifenhändler-Abfall. In den Spalt damit, verklebt mit der neuen Schottwand sollte das genügen.

Ach ja, Tische haben die Vis-à-vis Sitze auch bekommen. Wird keiner später mehr sehen können - verrückt.

Wie der Rumpf zusammen- und die Flächen angebaut sind wird man aber schon sehen. Da lohnt sich eine Sonderschicht. Die Rumpfhälften werden mit Zwingen korrekt positioniert und am Flächenansatz verbohrt. Dann wieder auseinander und die Flächen korrekt positioniert von innen her mit den Rumpfhälften verbohren. Damit die Position nicht verrutscht habe ich mit Weißleim die Fläche provosorisch angeklebt - das dauert zwar, aber weil hier alles Miles-mäßig einfach genial ist, stand die Fläche allein seelenruhig auf der Flächenhälfte über Nacht.
Zur Demonstration nochmal offen gezeigt: Vorn schon gestiftet.


Die andere Seite bekommt ein anderes Bohrbild: muß man nicht machen, vereinfacht das Leben aber, wenn später Winkelkorrekturen nötig werden: dann können die Ms-Stäbe jeder Seite für sich gebogen werden, denn die sollen ja die Richtung angeben.

Am Höhenleitwerk die gleiche Prozedur, hier aber nur mit 2 durchgängigen Stäben. (hier sieht man übrigens innen im Rumpf "schön" die besagten kleinen schwarzen Pünktchen. Leider sind die aber außen auch, die Fotos geben das nur nicht her!)


Dankenswerterweise hat Magna auf dem Anguß die Anbauseite gekennzeichnet, hier P wie links. Die Passung sieht aber gut aus. Ist noch zu überlegen, ob die Ruder abgesägt werden müssen: Schaue ich mir mal auf Bildern an, wie die so hängen.



Zumindest ist alles auf gleicher Höhe: nicht schlecht für eine Kleinstserie!


Der Anblick der Seitenruder ist dagegen ernüchternd. Darüber muss ich erst mal nachdenken.
 
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