Helden nach dem Sturm - Miles Marathon M.60 von Magna Models in 1/72

Diskutiere Helden nach dem Sturm - Miles Marathon M.60 von Magna Models in 1/72 im Props bis 1/72 Forum im Bereich Bauberichte online; Die andere Seite läßt sich widerstrebend, aber schlußendlich doch noch ebenfalls mit der weißen Linie schmücken. Für Euch eine Kleinigkeit, ich...
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Die andere Seite läßt sich widerstrebend, aber schlußendlich doch noch ebenfalls mit der weißen Linie schmücken. Für Euch eine Kleinigkeit, ich habe literweise Angstschweiß vergossen und an einem großes Glas Rotwein genippt



Denn da kommen ja noch die mittleren Streifen - wer das hier macht, braucht keine Krimis mehr. Im Gegensatz zu den äußeren Streifen habe ich die aus geradem Material geschnitten, und natürlich gab es jede Menge Falten. Die haben aber klein beigegeben, als sie mit Micro Set konfrontiert wurden: brav!
Und die Rahmen für die Seitenfenster sind genauso eklig. Sieht groß aus, sind aber nur 0,3 mm breit - dafür sind sie kurz genug, um die entnervende Kippneigung der anderen nicht kopieren zu müssen.



Bei der Vergrößerung wirk sogar jede mit dem Lineal gezogene gerade Linie krumm aus, aber der Blick von vorn ist dennoch eine kalte Dusche. Das Ganze wohlige "geht doch!" Gefühl ist weg, wenn man dann diesen "Erfolg" sieht. Nochmal einen Schritt zurück: die seitlichen Konturen sind mit identischen Masken lackiert. An mir kann's nicht liegen, würde ich gern sagen...



Stimmt aber nicht - die inneren Linien sind ein paar Zehntel daneben. Aber es ist ein englisches Flugzeug, und wie wir von unseren Urvätern schon gelernt haben:
Schief ist Englisch, und Englisch ist modern!​

Soll ein Witz sein - so schlecht wie das Ergebnis, aber es bleibt so. Muss man nur richtig hinstellen...
 
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urig

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Für Euch eine Kleinigkeit, ich habe literweise Angstschweiß vergossen und an einem großes Glas Rotwein genippt
ja, wir sind da ganz entspannt dabei :biggrin:

- die inneren Linien sind ein paar Zehntel daneben. Aber es ist ein englisches Flugzeug, und wie wir von unseren Urvätern schon gelernt haben:
Schief ist Englisch, und Englisch ist modern!​
dass alles klappt kommt so gut wie nie vor
 
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Weiter geht's mit den Schönheitsoperationen: Die Vorbildfotos zeigen an den Tragflächenecken recht große Positionsleuchten. Genau kann ich deren Form nicht erkennen. Nach dem Motto "es kann nur besser werden" tritt die Rasierklingensäge in Aktion und schneidet einen Zwickel aus den Ecken, in den dann passende Gußäste eingeklebt werden.



Wenn der Kleber wirklich abgebunden hat (Gel) kommt die Zange dran. Der Stumpf wird dann zurechtgefeilt, von grob (100) bis fein (12.000).


Eigentlich arbeite ich nicht gerne mit flüssiger Maske, aber hier gibt es wohl nichts besseres. Dieses Zeug von Gunze lässt sich sauber schneiden, aber das Abziehen gefällt ihm gar nicht.



Lackieren mit AK Extreme weißem Alu mit einem Tropfen Alu, wie schon die Fläche lackiert war, und schon haben wir die Positionsleuchten.



Der grüne Punkt ist größer geworden, als ich das eigentlich wollte. Das wird hier noch optisch unterstützt durch die Reflexion im unteren Teil. Aber es passt zum Ganzen - so ein bisschen schietig.
 
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Endlich kann es weiter gehen: Ehe der Flieger sein Seitenleitwerk und das Fahrgestell bekommt, sollten die Decls drauf sein, vor allem die langen seitlich unter den Flächen. Mika Jernfors von Arctic Decals hat wieder geholfen und sehr schöne Decals geliefert mit schließlich aufwändigerer Recherche. Ließ sich wie üblich problemlos anbringen, auch die langen Seitenteile. Also geht es jetzt ans Fahrwerk. Magna hat die Beine aus Weißmetall gemacht, für den Resinbrocken die richtige Wahl. Vorab hatte ich ja mal die Balance geprüft und heftig Metall in den Rumpf gepackt (#20). Jetzt die Probe auf's Exempel:



Klappt wohl. Jetzt noch mal die Teile des Seitenleitwerks auflegen, ca. 4 g....



Und wir haben einen Teilsitter!!
Da man in den Fahrwerksschacht im Bug nicht so ohne weiteres reingucken kann, wird ein in der Breite passendes Bleigewicht gefertigt, links neben der Nase.



Dazu muss allerdings Platz geschaffen werden: @urig hatte ja die Zahntechniker-Bohrmaschine vorgestellt, hier kommt sie zum Einsatz: viel handlicher als meine anderen Geräte und vor allem mit präzisem Rundlauf! So wird der Bugraum vor der Lagerung des Bugrads aufgefräst.



Also alle Fahrwerksteile inklusive der aus WM bestehendem Klappen und der (primitiven!!) Räder montiert, ein sogar noch größeres Bleitrum in den Bugschacht - fertig.


Weil die WM-Teile nicht symmetrisch waren, mussten die Räderaufstandspunkte geplant werden, hilft auch zu Standfestigkeit.
Und?
Wäre ja auch zu schön gewesen: über 15g fehlen noch, wenn die Leitwerksteile dran wären. Macht zusammen die im Rumpf montierten 15 plus im Bugschacht 10g insgesamt vierzig Gramm! Da hätte ich die gesamte Bugnase in Blei abgießen sollen!



Erstens kommt es schlimmer und zweitens als man denkt. Passt aber zu Magna. Da muss ich mir also was anderes einfallen lassen...
 
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Norboo

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Das leidige Tailsitter-Problem. Da passt "Gefällt mir" nicht so richtig.

Jürgen @Gilmore hatte ja schon den Einsatz von Magneten in der Grundplatte vorgeschlagen.

Oder eine unauffällige Stütze im Heckbereich.
 
Swordfish

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Vielleicht die Motoren vorne aufboren und mit Bleikügelchen füllen...?:whistling:
 
Gilmore

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In die Motoren Ballast reinpacken macht nicht viel Sinn, weil deren Hebelarm viel zu kurz ist, um den Bug nach unten zu ziehen.
 
Swordfish

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Für solche Fälle gibt es dann nur noch die letzte Option: Für das Modell ein kleines Diorama erschaffen, darauf kann die Maschine definitiv aufgeklebt werden und Zivilist ist ja ein Spezialist für Dioramas!:cool1
 
FireBomber1961

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Möglicherweise trage ich jetzt Eulen nach Athen, aber ich habe mir angewöhnt, in begrenzte Ballasträume Liquid Gravity von Deluxe Materials zu füllen. Die Partikel sehen aus wie Mohn-Samen und sind auch genauso groß, dafür aber schwerer (ja nee, is' klar :whistling:). Vorteil: Zwischenräume wie bei Schrotkugeln, Gardinenblei oder Platten gibt's nicht. Ob die Miles Marathon damit besser am Boden geblieben wäre? Ist ja auch fies, wenn wir so oft erst nachher klüger werden :crying:.
 
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Ist ja rührend, Eure Sorge - da bin ich hin und weg! Ich werde kein schweres Wasser probieren und auch kein Helium bestellen, denke ich. Meine Lösung liegt in etwa in der Richtung, die @Swordfish beschrieben hat. Wird aber kein richtiges Diorama. Bevor ich alles verrate, möchte ich erst mal den Beweis fotografieren - kann nicht mehr lange dauern und wäre Teil des Roll Out.
Jetzt muss die Mühle erst mal komplettiert werden: Magna hat zwar die Landescheinwerfer in der - im falschen Maßstab dargestellten - Zeichnung berücksichtigt, aber keine Teile dafür geliefert. So müssten sie aussehen (das weiße Ding am Federbein):



Was dann noch Farbe bekommt und eine Verglasung mit Weißleim.



Ja, und dann die Abgasrohre - die sind in Weißmetall dabei. Die Bemalung nach dem Vorbild ist für meine Verhältnisse etwas aufwändig

Das geht sicher auch besser, wenn ich die Werke von Euch Malkünstlern immer wieder sehe. Auch die arbeit mit der Verschmutzung wird nicht mein Liebling. Andererseits ist das Mosell selbst auch nicht die Spitze der Qualität - sollte ja mal ganz schnell sowas wie "out-of-the box" werden...



Aber das kennt Ihr ja. Irgendwann wird man sich meist untreu - hier war das schon fast am Anfang.
So, jetzt kommt die Oberseite dran - dieser Bömmel war im Kit. Natürlich nicht in der Zeichnung.



aber auf Vorbildfotos!

 
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Einiges fehlt ja noch, z.B. die Propeller. Magna bietet sie aus Weißmetall an. Alle Blätter sind geringfügig unterschiedlich in Form und Länge. Daher habe ich die gelben Spitzen gleich lang von außen abgeklebt. Man kann die Dinger ja einfach auf die Motorgehäuse kleben, was mir nicht so gefällt. Nun sind weder die Motorgehäuse noch die Propeller mit einer Mitte gekennzeichnet. Bei einem Spinnerdurchmesser von 6,5 mm kann man sich mit der Mittenfindung ordentlich vertun. Also habe ich die Mitte angezeichnet mit Hilfe eines Kreislineals.



Der Zahnarztbohrer mit 1,2 mm bestückt arbeitet gut im motorgehäuse - der Propeller braucht allerdings eine Vorrichtung zur Auflage.



Dann ein Messingdraht rein und die Propeller sind montiert!



Ein wenig Verschmutzung an den diversen Öffnungen muss auch noch sein.

Wie Ihr sicher schon gesehen habt, ist inzwischen auch das Leitwerk montiert.



Vorn fehlt auch noch was: Neben und hinter dem Bugfahrwerk sind Probes und eine Antenne. Wie die genau aussieht? Auf diesem Bild ist sie nicht zu sehen, auf Vorbildfotos nur genau von der Seite: Wer weiß dazu mehr?



Ja, auch die Aufkleber sind jetzt komplett drauf. Also ab ins Roll-Out!
 
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Etwas "Möffeln" möchte ich auch noch: Auch wenn du zu der bekannten Schnitz- und Sägetruppe ZIVURNO gehörst (ZIVURNO = Zivilist, Urig, Norboo), bitte vor dem Fotografieren das Modell am besten mit der Airbrush etwas entstauben......Danke sehr!😷
 
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