Ho 229 Absturzstelle schon archäologisch erforscht?

Diskutiere Ho 229 Absturzstelle schon archäologisch erforscht? im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Hallo, liebe Gemeinde, gestern Abend kam auf N24 eine Doku zu den "Stealth-Fightern" der ehemaligen Deutschen Luftwaffe. Da wurde gesagt, das...

Moderatoren: mcnoch
  1. #1 MikeBravo, 11.01.2013
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    Hallo, liebe Gemeinde,

    gestern Abend kam auf N24 eine Doku zu den "Stealth-Fightern" der ehemaligen Deutschen Luftwaffe. Da wurde gesagt, das am 18.2.1945 eine von dem Testpiloten Ziller geflogene Ho 229 wegen des Ausfalls eines Jumo 004 Triebwerks bei Germendorf Nähe Oranienburg abstürzt. Er und die 229 gehörten dem Luftwffenkommando 9 an.

    Da damals der Erdboden gefroren war und die Maschine ja überwiegend aus Holz bestand, ist davon auszugehen, das die Maschine auf der Erdoberfläche verbrannt ist und sie sich dann auch nicht tief ins Erdreich gebohrt hat.

    Meine Frage an euch ist: Hat es an dieser Absturzstelle schon jemals eine archäologische Grabung/Sondierung stattgefunden? Wenn ja, was wurde noch gefunden? Habe irgendwann mal irgendwo gelesen, das da noch Fahrwerksreste gefunden wurden.....Splitter von der Plexiglashaube kann ich mir bestimmt vorstellen. Stürzte die Maschine eigentlich in einen Wald? In diesem Fall dürften sich noch andere, guterhaltene Teile auffinden lassen...
    Übrigens: Die Radarsignatur der Ho 229 wäre um 20% gemindert worden von den damals bei den Briten verwendeten Anlagen. Ansonsten war sie sogar der ME 262 in Geschwindigkeit und Wendigkeit überlegen, das wurde in einem Vergleichsflug damals herausgefunden.

    Wäre die Maschine schon wesentlich früher in eine Serienproduktion gegangen, hätte sie mit Sicherheit den Ausgang des Krieges zu Deutschlands Gunsten beeinflußt oder zumindestens verlängert. Gut, das es dazu nicht mehr kam.

    Hoffe, ein für alle interessanten Themenbeitrag geschrieben zu haben. Die Ho 229 sollte doch mit 30mm Kanonen ausgestattet werden und auch mit Bomben beladen werden könne, angeblich bis 1000kg?
     
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  3. #2 Wolfsmond, 11.01.2013
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    Och bitte,

    Keine dramatischen Berichte mehr über deutsche "Wunderwaffen" die den Ausgang des Krieges verändert hätten, wären sie nur früher erschienen, oder hätte A.H. nicht ihren Einsatz untersagt, oder... oder... alles schon zu oft dagewesen. Belege für irgendwelche Leistungsdaten des Musters fehlen ebenso wie Nachweise über dieses angeblich stattgefundene "Vergleichsfliegen". Bei aller innovativen Auslegung dieses zweifellos fortschrittlichen Entwurfs darf dessen Einsatztauglichkeit bei den damaligen technischen Möglichkeiten doch sehr bezweifelt werden. Northrop hat das ja später mit ihren sehr ähnlich aufgebauten Nurflüglern (YB-49 ?) ziemlich schmerzlich erfahren müssen.
    Diesen Sperrholzflieger zum "Stealth-Fighter" hochzustilisieren weil er optisch entfernt an die B-2 erinnert kann dann auch nur Journalisten einfallen. Und 20% der Radarsignatur einer Schrankwand (welche die meisten der damaligen Muster wohl aufgewiesen haben dürften) sind immer noch mehr als genug für ein klares Echo.
     
  4. Xena

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    Lustig auch immer die Floskel "gut, das es nicht mehr dazu kam" oder so ähnlich, nachdem man ellenlang über die sagenumwobenen Möglichkeiten geträumt hat... :wink:

    :FFTeufel:
     
  5. Berki

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    Gab es denn überhaupt ein Vergleichsfliegen zwischen der Me262 und der Ho 229?
    Ich hab noch nie was darüber gehört oder gelesen?
    Ich meine natürlich nicht auf der Seite von Karl Heinz Eichhorn der ist eh der Härteste
     
  6. #5 Augsburg Eagle, 11.01.2013
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  7. #6 MiG-Mech, 11.01.2013
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  8. #7 Aeroplan, 12.01.2013
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    Hallo,

    die Ho 229 wurde entwickelt, um gegenüber konventionellen Maschinen Material, vor allem Metall, zu sparen.
    Stealth-Technik war zur damaligen Zeit an sich noch kein Thema. Es gibt lediglich Berichte, wonach man auf deutscher Seite versucht hat, das Sehrohr von U-Booten mit Radar absorbierendem Lack als Schutz vor Entdeckung durch Flugzeuge zu versehen.

    Der Zweite Weltkrieg war für Deutschland im eigentlichen Sinn nicht erst mit Stalingrad 1942/43, sondern bereits mit dem Eintritt der USA Ende 1941 verloren. Dem gewaltigen Industrie-Potential der USA hatte das Dritte Reich nichts entgegen zu setzen. Die USA haben insbesondere England sowie die Sowjetuinion massiv mit Material und Rüstungsgütern versorgt. Teile des NS-Regimes, z. B. Rüstungsminister Albert Speer, hatten dies erkannt. Leider hat man bekanntermaßen aus dieser Erkenntnis keine politischen Konsequenzen gezogen.

    Eine Diskussion über die Frage, was der frühzeitige Einsatz von diversen High-Tech-Waffen oder "Wunderwaffen" hinsichtlich des weiteren Kriegsverlaufs bewirkt hätte, ist deshalb müßig.

    Ungeachtet dessen ist die Ho 229 als äußerst fortschrittlicher , ja geradezu revolutionärer Entwurf, zu sehen. Man war seiner Zeit um Jahre voraus. Es war auch eine zweisitzige Nachtjagd-Variante geplant.

    Gruß
    Aeroplan
     
  9. Grimmi

    Grimmi Alien
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    Ich hoffe doch sehr dass du eher 'Glücklicherweise' meinst ... :FFEEK:
     
  10. #9 Oliver1977, 12.01.2013
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    Ich würde auch erher "leider" sagen. Politsche Konsequenzen hätten mit der Absetzung von Hitler einher gehen müssen. In wiefern die Nachfolger anders gehandelt hätten ist nicht abschätzbar. Aber eine Beendigung hätte unmengen Leben gerettet.
     
  11. #10 Aeroplan, 12.01.2013
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    Hallo Grimmi, hallo Oliver1977,

    mir ging es um folgendes:
    Ich wollte zum Ausdruck bringen, dass, wenn ein Land die militärische Niederlage vor Augen hat, die politisch Verantwortlichen des Landes Waffenstillstands-/Friedensverhandlungen aufnehmen müssen, um weiteres menschliches Leid zu vermeiden.
    Selbstverständlich hätte in diesem Fall eine Demokratisierung unseres Landes folgen müssen.
    Ich denke, wir sollten an diesem Punkt die Diskussion beenden, da wir uns schlichtweg auf dem Feld der Spekulation bewegen.

    Gruß
    Aeroplan
     
  12. gero

    gero Alien

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    Hallo,
    ja, ja. Das mysteriöse Vergleichsfliegen. Englischsprachige Internetquellen sprechen sogar von einem "dogfight". Wenn man R.Hortens Erinnerungen (R.Horten, P.F.Seliger - Nurflügel - H.Weishaupt Verlag 1983) und E.Zillers Flugbuch trauen kann, ist die H IX V2 exakt drei mal geflogen. Erstflug am 2.Februar 1945 (Da gehen die Angaben minimal auseinander). Beim zweiten Flug, einige Tage später, wurde das Flugzeug beschädigt, erst nach einer Reparaturpause erfolgte am 18.Februar der tragische dritte und letzte Flug einer H IX. (alle weiteren H IX waren bis Kriegsende nicht fertig, die V1 hatte keine Triebwerke)
    Wann hätte da ein (wie auch immer geartetes) Vergleichsfliegen zeitlich hineingepaßt?
    Dazu kommt noch, daß die Maschine (nicht nur wegen der geänderten Triebwerksaufhängung) massiv umkonstruiert werden mußte. Zwischen der V1 und der V2 änderten sich auch Spannweite und Flügelfläche, Tragflächengeometrie, Profilierung und viele andere Details mehr. Windkanaluntersuchungen waren nicht möglich, so daß das Flugversuchsprogramm sicher eine recht anspruchsvolle Angelegenheit geworden wäre.
    Wen hätte man damals mit den Ergebnissen eines Vergleichsfliegens (mit einem in der Truppeneinführung befindlichen Muster) beeindrucken wollen? Luftfahrt- oder Rüstungsministerium? Die Aufträge für die erste Serie der Horten waren ja bereits erteilt.
    Es spricht alles dagegen, das Vergleichsfliegen gehört in das Reich der Legende.

    Und dann das mit "der Zeit weit voraus". Die Horten-Nurflügel sind zweifellos beeindruckende Flugzeuge. Ingenieurkunst vom Feinsten. Aber einen wirklichen Durchbruch haben die Nurflügel (der verschiedensten Varianten) auch in den letzten 50 Jahren nicht erreicht. Weder bei den Segelflugzeugen, GA-Flugzeugen, Verkehrs- oder Transportflugzeugen, noch bei Jagd- oder Bombenflugzeugen. Das Konzept scheint also offensichtlich auch gewichtige Nachteile zu haben, die die Vorteile in den Hintergrund drängen.

    Über die ganzen Konjunktive wurde schon alles gesagt...

    gero
     
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    Hallo

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  14. Berki

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    Ja das ist das was ich auch kenne. Konnt ja sein das irgendwas nicht mit bekommen hab.
    Gruß Ralf
     
  15. #13 Junkers-Peter, 13.01.2013
    Junkers-Peter

    Junkers-Peter Space Cadet

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    Davon kannst du ausgehen. Ich kenne Uwe R., den Mitbetreiber dieser Seite:

    www.luftkrieg-nordberlin

    Der beschäftigt sich schon seit Jahren mit der Geschichte des Flugplatzes Oranienburg und fand auch die Absturzstelle der Horten. Einfach auf die Seite, dann Luftwaffe, dann Ho 229 anklicken.

    Viele Grüße
    Peter
     
Moderatoren: mcnoch
Thema: Ho 229 Absturzstelle schon archäologisch erforscht?
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