Hubschrauber beim GSG 9

Diskutiere Hubschrauber beim GSG 9 im Polizei und Bundesgrenzschutz Forum im Bereich Einsatz bei; Ich habe gerade den Artikel im Spiegel über den GSG 9 Einsatz gelesen, der für mich ein paar Fragen aufgeworfen hat. Der Artikel spricht u.a...
ramier

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Astronaut
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Ich habe gerade den Artikel im Spiegel über den GSG 9 Einsatz gelesen, der für mich ein paar Fragen aufgeworfen hat.

Der Artikel spricht u.a. von GSG 9 Piloten. Hat das GSG 9 eigene geschulte Piloten ?
Laut dem Artikel wurden 6 Hubschrauber nach Mombasa verlegt, Bell 212 und Super Puma. Ich dachte die Bells werden gerade ausgemustert und sind nur noch als Rettungshubschrauber im Einsatz ?
Weswegen hat man sich für die Bell und gegen die modernere und leisere EC 155 entschieden ?
 
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Maverick66

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Die GSG9 selber hat keine Piloten. Diese werden genau wie die Hubschrauber von der Bundespolizei gestellt.
Das Muster Bell 212 fliegt nur noch in Fuhlendorf (Staffel Nord) vorraussichtlich aber noch bis 2011. Die GSG9 fliegt normalerweise nur noch die EC-155 und die Super Puma.
Im Küstenbereich kann aber wohl auch auf die Bell 212 zurückgegriffen werden.
Ob bei einer Verlegung ins Ausland auch mal eine Bell 212 mit abgezogen wird, kann ich allerdings nicht sagen.

Gruß Sven
 
ramier

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Wahrscheinlich wurde wegen dem Einsatz über See die Bell 212 ausgewählt und nicht die EC 155. Wäre zumindest ein mögliche Erklärung.
 
Maverick66

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Wahrscheinlich wurde wegen dem Einsatz über See die Bell 212 ausgewählt und nicht die EC 155. Wäre zumindest ein mögliche Erklärung.
Ja, das wäre sehr wahrscheinlich, denn die EC-155 hat noch keine Seeausrüstung.

Gruß Sven
 
ramier

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Ja, das wäre sehr wahrscheinlich, denn die EC-155 hat noch keine Seeausrüstung.

Gruß Sven
Das zieht sich aber ganz schön hin, verstehe nicht weswegen es so lange dauert bis die EC 155 die Seeausrüstung erhält.
 
ramier

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Ein Grund warum die Bell 212 noch mit der GSG 9 fliegt ist eine taktischer, denn nur die Bell als auch die Super Puma sind in der Lage beim "fast roping" das Absetzgestell aufzunehmen, was die Jungs zum Absetzen benötigen
Ausser dem Absatzgestell gibt es noch weitere besondere Ausrüstungen an den Helikoptern die GSG 9 spezifisch sind (besondere Nachtsichtgeräte o.ä.)
 

Army Aviator

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Hallo,

Um welchen Einsatz geht´s denn hier?
Piratenjagd vor Somalia???

Hat Jemand einen Link zu dem Spiegel Artikel?

Ich meine die Polizeien NRW/BW betreiben fast rope mit ihren EC-155
 
ramier

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Hallo,

Um welchen Einsatz geht´s denn hier?
Piratenjagd vor Somalia???

Hat Jemand einen Link zu dem Spiegel Artikel?

Ich meine die Polizeien NRW/BW betreiben fast rope mit ihren EC-155
Entschuldige, ja es geht um die abgebrochene Befreiungsaktion des gekaperten Containerfrachters.
Der Artikel ist in der Printausgabe, der Online-Artikel ist kürzer und beinhaltet den hier besprochenen Part nicht:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,621051,00.html
 

Army Aviator

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Interessanter Artikel!

Gibt es schon Info´s wie die Hubschrauber nach Mombasa gekommen sind?
 
Theo

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Die GSG9 selber hat keine Piloten. Diese werden genau wie die Hubschrauber von der Bundespolizei gestellt.
Gruß Sven
Vielleicht hast du es auch so gemeint, aber es ist etwas missverständlich: Die GSG 9 ist ebenfalls Bundespolizei. Hubschrauber und Personal werden von der Bundespolizeifliegergruppe gestellt.
 
Maverick66

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Vielleicht hast du es auch so gemeint, aber es ist etwas missverständlich: Die GSG 9 ist ebenfalls Bundespolizei. Hubschrauber und Personal werden von der Bundespolizeifliegergruppe gestellt.
Ja da hast Du recht. Ich bin mal ganz bescheiden davon ausgegangen,
das jeder weiß, das die GSG9 eine „Abteilung“ der Bundespolizei ist.
Aber so wie Du es sagst ist es natürlich richtiger und genauer formuliert.

Danke und Gruß
Sven
 
ramier

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ramier

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Vielleicht hast du es auch so gemeint, aber es ist etwas missverständlich: Die GSG 9 ist ebenfalls Bundespolizei. Hubschrauber und Personal werden von der Bundespolizeifliegergruppe gestellt.
Um nochmal auf meine Eingangsfrage einzugehen:

Sind die Piloten, die bei den GSG 9 Einsätzen eingesetzt werden besonders geschult oder kann es jeden Hubschrauberpiloten bei der Bundespolizeifliegergruppe treffen bzw. kann es jeden Hubschrauberpiloten bei der Bundeswehr treffen bei einem KSK Einsatz dabei zu sein ?
Interessanter Artikel!

Gibt es schon Info´s wie die Hubschrauber nach Mombasa gekommen sind?
Ja, steht auch in der Printausgabe des aktuellen Spiegels, die Bells und Super Pumas wurden mit gemieteten An 124 und Il 76 nach Mombasa geflogen.
Ferner wurden auch eine A310 und eine Transall genutzt.

Die Problematik des Verlegens der Hubschrauber mittels Antonov Transportern habe ich im A400M Thread angesprochen, wenn es Dich interessiert.
 
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Vielleicht würde es Sinn machen den Piraten Teil aus dem A400 Thread und dieses hier in einem neuen Thread zusammen zu führen?
 
Theo

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Nach der peinlichen Hansa Stavanger-Pleite im April 2009 soll die GSG 9 jetzt offensichtlich verstärkt für Geiselbefreiungseinsätze im Ausland herangezogen werden (ist ja auch ihr Job). Nachdem vor einigen Tagen bereits berichtet wurde, dass ein GSG 9-Beamter Techniken und Verfahren bei den Navy Seals (!) studieren soll, ist heute neues, auch die Hubschrauber betreffendes dieser Meldung zu entnehmen.

Das kann ja grundsätzlich nicht schlecht sein, ich frage mich aber, wieso hier nicht mit mit KSK und Kampfschwimmern zusammengearbeitet wird? Das Hansa Stavanger - Fiasko ist ja schliesslich nicht durch Unvermögen oder mangelhafte Ausbildung der GSG 9 entstanden, sondern durch Kompetenzgerangel und Logistikprobleme, verursacht durch Bürokraten.
 
Thone

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Das kann ja grundsätzlich nicht schlecht sein, ich frage mich aber, wieso hier nicht mit mit KSK und Kampfschwimmern zusammengearbeitet wird? Das Hansa Stavanger - Fiasko ist ja schliesslich nicht durch Unvermögen oder mangelhafte Ausbildung der GSG 9 entstanden, sondern durch Kompetenzgerangel und Logistikprobleme, verursacht durch Bürokraten.
Weil aufgrund der aktuellen Gesetzeslage für Geiselbefreiungen im Ausland allein die Bundespolizei zuständig ist.
Und aufgrund von falsch verstandenem Proporzdenken wird kein Ministerium etwas von seinen Pfründen abgeben...

Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, dass eine Geisellage ohne Mithilfe der Bw zu lösen ist. Hier geht es mir um Aufklärung, Transport, Bereitstellen der Plattform bei Geisellagen auf See oder im Küstenbereich usw.

Thomas
 
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Die "Drei-Mann-Zelle"

Weil aufgrund der aktuellen Gesetzeslage für Geiselbefreiungen im Ausland allein die Bundespolizei zuständig ist. Und aufgrund von falsch verstandenem Proporzdenken wird kein Ministerium etwas von seinen Pfründen abgeben... Trotzdem ....
Unbestritten sind die Rückführung und Reintegration isolierter, in Lebensgefahr befindlicher sowie verletzter Personen ein verfassungsgemäß, gesetzlich und auch strafrechtlich (z.B. Unterlassene Hilfeleistung) verbürgter Anspruch des Staatsbürgers gegenüber seinem Staat und unter völkerrechtlichen und strafrechtlichen Aspekten auch gegenüber verbündeten Staaten. Das Ganze fällt – sofern im Ausland bzw. auf nicht eigenen Territorium – eher unter das militärische Doktrin „Personnel Recovery (Personen-Rückführung) und beinhaltet militärische, diplomatische und auch zivile Bemühungen, um die Rückführung zu erreichen bzw. durchzusetzen. Diese können als PR beinhalten:


  • Search and Rescue (SAR) als rein zivile bzw. öffentlich-rechtliche Aufgabe (damit fast “paramilitärisch”) und zwangsläufig mit “militärischer Amtshilfe,

  • Combat Search and Rescue (CSAR) als ausschließliche Aufgabe der Luftwaffe,

  • Combat Recovery (CR) als Aufgabe aller Teilstreitkräfte,

  • Non-Conventional Assisted Recovery (NAR), welches dem Bereich Special Forces / SOF zuzuordnen ist.

Natürlich liegt hier der Fokus bei betroffenem militärischem Personal, z.B. als im Feindesgebiet Festgehaltene bzw. als versprengt sich Verbergende. Aber eben nicht nur Militärs, es kann auch Zivilisten – mit oder ohne Kombattantenstatus – in gleicher Situation treffen.

Wenn nun „PR“ innerhalb des eigenen Staatsgebietes und ausserhalb eines kriegerischen Konflikts anfällt, wird dies zwangsläufig „Polizeiaufgabe“ sein und den polizeilichen SEK’s sowie dem GSG 9 der Bundespolizei obliegen.

Aber ein Einsatz des GSG 9 im Ausland setzt regelmäßig das Einverständnis des Einsatzlandes voraus, denn mangels Kombattantenstatus, welcher dem Bundesgrenzschutz mit dem Bundesgrenzschutzgesetz (BGSG) 1994 entzogen wurde, kann eine bundesdeutsche „Polizeitruppe“ eben nicht ad-hoc auf fremden Territorium agieren. Auch deshalb wurde das Kommando Spezialkräfte aufgestellt.

In Anbetracht der Aktuellen „PR-, CSAR-, CR- und NAR- Diskussionen und auch der jüngsten Beschlüsse des Verteidigungs- und Haushaltsauschusses in Sachen SOF-LUH für die KSK-Kräfte, stellt sich damit sehr intensiv die „Garantenfrage“.

Der Gesetzgeber hat in § 323c Strafgesetzbuch (StGB) eindeutig festgelegt:
„Wer bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not nicht Hilfe leistet, obwohl dies erforderlich und ihm den Umständen nach zuzumuten, insbesondere ohne erhebliche eigene Gefahr und ohne Verletzung anderer wichtiger Pflichten möglich ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.“
Die Lösung dieser Frage ist zwar Aufgabe des Staates, aber „Garant“ im verfassungsrechtlichen, haftungsrechtlichen, völkerrechtlichen und strafrechtlichen Sinne, kann immer nur eine tatsächlich sowie rechtlich zu belangende natürliche Person sein.

Also sollten die Herren Innenminister, Verteidigungsminister und Aussenminister schnellstens ihre Köpfe um konstruktive Kooperation und auch Abgrenzung bemühen, oder sich über die evt. Belegung einer „Dreimann-Zelle“ sich ihre Köpfe zerbrechen, statt ein eher albernes Kompetenzgeklüngel ob ihrer Pfründe zu inszenieren!


Gruß @all, Vtg-Amtmann
 
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GSG 9 rüstet auf

Gerade hier gelesen. Die Super Puma der BPol sollen eine Leichtpanzerung erhalten und mit der Leipziger Firma ist wahrscheinlich WolgaDnepr gemeint, die ja schon mit SALIS fleissig im Geschäft sind.

Beste Grüße

B.
 
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