HUD & HMD

Diskutiere HUD & HMD im Luftfahrzeuge allgemein Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Hi, eine Frage Warum haben Kampfjet Piloten eigentlich ein HUD und Helikopterpiloten ein HMD? Man könnte ja meinen, dass ein HMD die Sicht &...

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  1. #1 Chreazzy, 22.05.2016
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    Hi, eine Frage


    Warum haben Kampfjet Piloten eigentlich ein HUD und Helikopterpiloten ein HMD? Man könnte ja meinen, dass ein HMD die Sicht & Situation eines Kampfpiloten einschränken könnte, aber Helikopterpiloten fliegen ja viel tiefer & näher am Boden mit grossen Objekten/Gebäude? Und warum steigt nun der F-35 Pilot auf HMD um (so weit ich weiss, ist es ja der einzige Kampfjet der ein HMD besitzt)?

    Gerne würde ich mich um eine Antwort freuen!
     
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  3. #2 phantomas2f4, 22.05.2016
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    phantomas2f4 Astronaut

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    Das HUD (Head up Display) ist zellenseitig fest im Flugzeug verbaut, während das HMD ( Helmet mounted Display ) am Helm befestigt ist. Allgemein gesagt gibt es beide Varianten in Flächenflugzeugen als auch in Hubschraubern......

    Klaus
     
  4. #3 innwolf, 24.05.2016
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    Hallo,
    wie wäre es die optischen Strukturen von HUD auf eine Variante von Glascockpit zu übernehmen, ach für die allgmeine Luftfahrt?

    Daher keine Projektion in einen halbreflekttieerende Spiegel sondern nur daß der Pilot beim Blick auf das Panel nicht seine Augen jeweils neu fokussieren muß.

    Als Brillenträger habe ich persönlich die sehr angenehme Lösung einer bifokolen Brille mit dem gleichen Effekt.
     
  5. #4 Rhönlerche, 24.05.2016
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    Das ist wohl eine reine Frage der Zeit, wann solche Geräte erschwinglicher werden. Heute ginge doch schon jedes iPad als Darstellungsgerät. Vermutlich kommen bald Datenbrillen oder leichte Helme auch für die Allgemeine Luftfahrt. Dann sieht man z.B. TCAS-Mitflieger in jeder Höhe und Richtung, auch "durch" den Kabinenboden.
     
  6. #5 WaS, 25.05.2016
    Zuletzt bearbeitet: 25.05.2016
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    WaS Testpilot

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    HMD scheint mir aber im Hubschrauber verbreiteter zu sein. In Flächenflugzeugen ist es mir nur aus der F-35 bekannt. Vielleicht weil im Hubschrauber mehr Bedarf besteht, dass der Pilot seinen Blick zur Seite wendet, weil das Luftfahrzeug schneller drehen kann?


    Wie willst du das Display des Glascockpits optisch ins Unendliche bringen? Mir fällt da keine techn. Lösung für ein. Andererseits müssen Bedienelemente, die der Pilot mit den Händen greifen muss, trotzdem in der echten Nähe erscheinen. Also, das ganze Panel »ins Unendliche« zu verlagern, kommt mir auf den ersten Blick weder sinnvoll noch machbar vor.

    Ferne oben, Nähe unten? Leuchtet mir ein, dass das fürs Cockpit ideal ist! Aber sehr gewöhnungsbedürftig für jemanden, der das nicht dauernd tragen würde.


    Genau das macht die F-35. Aber einfach ist das nicht. Geht schon damit los, dass es keine merkliche Verzögerung zwischen dem realen und dem virtuellen Bild geben darf. (Genau das war ein großes Problem bei der F-35.) Brauchst also Rechenleistung satt und ein raffiniertes Übertragungsverfahren für die Daten zum Helm. Angesichts der Erfahrungen bei der F-35 glaube ich nicht, dass es sowas »bald« geben wird, erst recht nicht zu Kosten, die außerhalb des Militärs tragbar sind. Irgendwann vielleicht schon.
     
  7. #6 Praetorian, 25.05.2016
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    Praetorian Space Cadet

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    Ich würde nicht sagen, daß sich Helmdisplays noch immer besonders auf Hubschrauber fokussieren. Man hat dort aber damit angefangen, meines Wissens war das IHADSS des Apache das erste wirklich eingesetzte Helmvisier. Hintergrund hier ganz einfach, weil a) eine über IHADSS einsetzbare richtbare Bordkanone vorhanden und b) eine Hilfestellung für den schnellen Tiefstflug insbesondere bei Nacht erforderlich war. Gleichzeitig waren die Geräte damals in der Regel zu schwer, als daß sie angesichts der deutlich höheren g-Belastungen in der Jetfliegerei hätten praktikabel eingesetzt werden können.
    Trotzdem gab es aus Israel mit dem Elbit DASH einige Jahre später (gegen Ende der 80er) auch ein System für Jets.

    Heutzutage gibt es so viele unterschiedliche HMDs sowohl für Dreh- als auch für Starrflügler, daß man hier nicht mehr von einer klaren Trennung sprechen kann. HUDs sind schlicht länger verfügbar, billiger und weniger komplex und daher deutlich weiter verbreitet.
    Je erschwinglicher Helmdisplays werden und je höher die Anforderungen an sichere Flugführung, werden diese natürlich auch für andere Drehflügler neben reinen Kampfhubschraubern interessant. Relevant sind hier vor allem Sichtverbesserung/Hinderniswahrnehmung (z.B. Einblendung Nachtsichtbild, Geländerelief, Hinderniswarnung) und Orientierung im Raum (bei eingeschränkten Sichtverhältnissen, Whiteout/Brownout). Ein HUD ist hier bauartbedingt eingeschränkt nützlich, weil man sich im Hubschrauber fliegerisch doch etwas vielseitiger bewegt als bei Starrflüglern (meist) geradeaus.
     
    WaS gefällt das.
  8. #7 innwolf, 25.05.2016
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    innwolf Flieger-Ass

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    Hallo,
    bei flugzeuginterner digitalen Bildübertragung geht das elektronisch betrachtet sehr gut, auch bei digitalerVideotechnik.

    3m, 5m oder auch 10m Leitung ( Glasfaser ) sind für Gigabit/s kein technisches Problem.

    Es bliebe mehr oder weniger nur die Verzögerung der Wandlungen A/D und D/A ( hier können auch die Helligkeitsanpassungen verzögerungsfrei eingreifen ) , also Videodaten Pixel für Pixel zum Display direkt.

    Also weder Rechenleistung satt noch raffniertes Übertragungsverfahren.
     
  9. #8 Seegans, 25.05.2016
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    Zu HMDs gibt es auch zwei intressante zivile Entwicklungen.
    Zum einen von Elbit, die dabei durchaus auf mil. Erfahrungen zurück greifen können. Die entwickelen die SKYLENS sowohl für Rotor-, als auch für Starrflügler im kommerziellen Einsatz.
    http://elbitsystems.com/elbitmain/area-in2.asp?parent=312&num=466&num2=466

    Zum anderen ein kleines Unternehmen was eher für den GAT-Bereich entwickelt. Die nennen ihr Produkt Aero Glass.
    http://glass.aero

    In wie weit beide Projekte sich einmal durchsetzten werden ist fraglich, aber intressant finde ich beide Sachen auf jeden Fall.
     
  10. #9 Praetorian, 25.05.2016
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    Speziell beim EODAS der F-35 handelt es sich aber nicht um einen einfachen Videofeed einer einzelnen Kamera, sondern ein digital erzeugtes Mischbild aus sechs Einzelsensoren mit herausgerechneten Überlappungen und Verzerrungen.
     
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    Hallo

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  12. #10 phantomas2f4, 25.05.2016
    Zuletzt bearbeitet: 25.05.2016
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    phantomas2f4 Astronaut

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    Hallo !

    Zwischen Helmdisplay und Helmvisier besteht aber ein himmelweiter Unterschied. Während beim Helmvisier z.B. beim "DASH" System der Fa. Elbit primär nur Daten für den Waffeneinsatz ( sprich "Zielen" ) eingeblendet werden, so werden beim HMD / HUD überwiegend auch Daten für die Flugführung dargestellt...!

    Klaus
     
  13. #11 Praetorian, 25.05.2016
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    Das ist so nicht zutreffend. DASH Gen I (Mk222A) zeigte auch Flugdaten an (z.B. Airspeed, Heading, Höhe). Aufgrund des technolgisch bedingt kleinen Anzeigefeldes waren da Kompromisse hinsichtlich Informationsdichte nötig.
    Ein "himmelweiter Unterschied" ist das nun nicht, sondern lediglich die Repräsentation des technisch machbaren.

    Es gibt aber durchaus Geräte, die nicht primär als Flugführungshilfen konzipiert sind, z.B. das für Bordschützen ausgelegte BAE Q-Sight.
     
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